Beiträge von CC Enzo

    Dass beim Züchten die Gesundheit an erster Stelle stehen sollte, unterschreiben hier wohl alle sofort.

    SOLLTE ist das Zauberwort. Es gibt aber mehr als nur einen Züchter, wo das einfach nicht so ist. Ich kenne mehr CC Züchter, von denen ich rein aus diesem Grund keinen Welpen kaufen würde - als anders herum. Bei anderen Rassen ist das nicht besser. Ich weiß es sicher von Deutschen Doggen, DSH und Rottweilern.



    Es gibt ja aber eben auch viel dazwischen. Wenn er nur regelmäßig zum Laufen und zur Nasenarbeit geht, ohne den gelegentlichen Jagdeinsatz, ob er dann direkt unglücklicher ist?
    Oder ist es dem Hund vielleicht ganz egal ob er bei der Nachsuche Wild oder beim Mantrailing Menschen sucht.

    Ja, das wird auch bei den meisten Hunden der Fall sein.


    Ich versuche es mal so: Als ich Enzo bekommen habe war für mich klar, dass ich möglichst alles an alternativber Beschäftigung versuchen würde. Habe ich gemacht und ihm gefällt nichts so richtig. Die üblichen 3x und dann kann ich mich bitte selbst damit beschäftigen. Bis jetzt kommt er recht gut ohne SD klar, aber wenn die Tendenzen noch mehr in die Richtung gehen - werde ich ihn im SD führen. Dafür habe ich in den letzten 3 Monaten mein Netzwerk deutlich erweitert, mich eingearbeitet, übe mit Enzo wichtige UO Teile und momentan ist eigentlich offen, ob ich eher zu seiner Züchterin für einen Kurs schaffe, oder ihr Detector vorher in DE einen Kurs gibt.


    Ich finde es halt falsch, von vorne herein zu sagen "Ja, ich hab einen Schutzhund - aber der wird niemals im SD geführt" (dann hätte ich Enzo auch nicht bekommen)



    Wenn mein Gegenüber aber von vornherein eben diesen Tätigkeitsbereich, für den die Rasse gezüchtet wird, ausschließt, dann stellt sich mir einfach die Frage: Wozu?

    Genau so. Ich würde niemanden einreden, dass er nicht erst mal anderes zu versuchen. Oder weitere Möglichkeiten vorschlagen. Aber wenn das alles nicht passt, dann muss man auch dazu stehen und dem Hund das geben, was ihn auslastet. Deshalb finde ich es falsch, den eigentlichen Zweck direkt auszuschließen. Dafür gibt es genug Rassen oder Mischlinge, die dann einfach besser zu den Anforderungen des HH passen.

    Wenn aber niemand sich züchterrisch die Mühe gemacht hätte aus dem "Spezialisten im buschieren und für Kurzstrecken Apport Land und Wasser" Cocker Spaniel etwas den Trieb rauszunehmen, dann hätten wir heute den Cocker als Begleithund und als kleinen, wendigen Sporthund nicht.

    Ich kenne den "Werdegang" des Cocker nicht, aber war das tatsächlich geplant gezüchtet?


    Meinstens hat man Arbeits- und Showlinie. Die Showlinie ist dann auch "Familien-Hund" denn Arbeitshunde können selten was mit einer Show anfangen. Die machen halt lieber ihre Arbeit. Hunde aus (seriöser) Showlinie sind meist verträglicher, haben mehr WTP und leichtführiger. Das macht sie auch zu "einfacheren" Familienhunden.



    Wie genau kann man denn wissen ob und wie glücklich ein Hund ist?

    Das ist sicher ein weites Thema und jeder definiert das für sich anders. Für mich gehört zu einem glücklichen Hund, dass er ausgelastet ist, zufrieden und seine Bedürfnisse bedient werden. Dabei spielt es für mich erst mal keine Rolle, WIE man die Bedrüfnisse befriedig - solange es dem Hund dabei gut geht (er keine Schmerzen hat oder unter Zwang etwas machen muss).


    Als Beispiel für den mMn "falsch" ausgelasteten Hund nehme ich mal den typischen Balljunkie. Wer seinen Hund so auf einen Ball fixiert, damit der HH möglichst bequem den Hund "müde" bekommt - der lastet seinen Hund nicht gerecht aus.



    Jeder rechtfertigt sich hier anderes warum gerade er/sie einen Spezialisten halten kann, aber der mir gegenüber - „uiuiui- da weiß ich nicht ...“. Skepsis und Nachfragen ist nichts falsches.

    Ich finde es einfach "nicht richtig/schwierig" (kann das schwer ausdrücken), wenn man bei Arbeitshunden weiß, was die eigentliche Verwendung ist und dann aber genau das von vorne herein ausschließt.
    Es gibt wirklich viele Arbeitshunde, die mit alternativer Auslastung zufrieden sind. Aber es gibt auch immer mal weieder welche, die es nicht sind. Wenn dann aber der HH die eigentliche Verwendung ablehnt - kann der Hund dann ausgelastet sein?



    Die Argumente mit der Züchtung und dass schon so viele Rassen LEIDER als Familienhunde geendet sind verstehe ich nicht.

    Naja, die Showlinien (also Familienhunde) glänzen ja nicht gerade mit Gesundheit. Arbeitslinien sind meist noch gesünder. Zudem kommen Menschen deutlich einfacher an eine Rasse, die eigentlich gar nicht zu ihnen passt.
    Es ist und bleibt für mich ein Unterschied, ob der Weimaraner täglich 2x 30 Minuten an der Leine durch den Park flamieren "darf" oder er in einer Familie wohnt, wo er jagdlich geführt wird, in den Jagdpausen den HH beim Laufen begleitet und Nasenarbeit bekommt. Ja, das ist ein krasser Vergleich, aber ich kenne beides...



    Und eins ist klar: ein Jagdschein macht keinen Jäger und 2 Schafe keinen Schäfer

    Nein, macht es nicht.
    Mit dem Jagdschein habe ich aber für gewöhnlich ein Revier in dem ich den Hund arbeiten kann. Ich habe einfacher Kontakt zu anderen Jägern, die mir bei der Ausbildung und passenden Beschäftigung helfen können.

    @Cleothecat wo man den Beutel trägt ist auch vollkommen egal. Ich kann es halt gar nicht leiden, wenn irgendwas an mir rumbaumelt. Mein Herr Hund lädt mich ja gerne mal auf ein Wettrennen ein, dann nervt mich das :kissing_face:


    Mir war am wichtigsten, dass Enzo nicht irgendwo hängen bleibt, wenn er an mir hochspringt. Das machen wir beim toben öfter und bisher hatte ich die Leine immer um den Oberkörper hängen :face_with_rolling_eyes: So hab ich alles wichtige dabei und fest an mir :winking_face:

    So, hier noch abschließend ein Video von „Enzo macht sein Bett“. Ich denke, bei leichteren Hunden macht die Liege weniger Geräusche, muss aber auch sagen, dass Enzo das natürlich nicht halbherzig macht sondern in die vollen geht :kissing_face:


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    @Cleothecat exklusiv für dich gibts heute Einblicke in mein Schlafzimmer - natürlich nur zur Beantwortung der Fragen :thumbs_up:


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    Falls es im Video nicht ganz raus kommt: ich war eben todesmutig zum Testen ne gute Stunde in leichtem Regen/Nieselregen unterwegs. Zur Sicherheit hatte ich aber einen Pulli drunter. Ich bin trocken geblieben :smiling_face:



    Ja, einfach so geht das bestimmt nicht. CC Enzo, da hast du Recht. Ich glaub aber wirklich das es für viele Rassen die einzige Möglichkeit ist weiterzubestehen. Wenn auch abweichend vom Ursprung. Wobei auch hier wieder fraglich ist, was genau der eigentliche Ursprung ist. Solange gibts die Rasse/Standard/Reinzucht ja auch noch nicht.
    Denn wer braucht denn wirklich noch einen Arbeitshund? Wer braucht wirklich den Wachhund auf dem Hof?

    Die Zucht unter den heutigen Verbänden ist noch nicht so alt. das stimmt.


    Bei vielen Rassen ist der Ursprung aber fast schon ein Jahrtausend her. Natürlich haben die Rassen sich noch mehr oder weniger extrem geändert, aber irgendwann wollte jemand einen Hund - passend zu seinen Anforderungen. Danach wurde gezüchtet. Viel auf Charakter und Trieb, weniger auf die Optik. Den Unterschied sieht man ja bei vielen Rassen, wenn man sich die Bilder anschaut, wie diese vor 100 Jahren aussahen. Da hat (für mein Verständnis) die "Rassezucht" wie wir sie heute kennen angefangen.


    Ich habe einfach Bauchschmerzen, wenn Gebrauchsrasse zum Familienhund gemacht werden sollen.
    Der Weimaraner ist z.B. als Diensthund von DSH abgelöst worden (ich hab das auf mehr als einer Züchter-Seite damals gelesen) weil er zu Scharf für den Dienst wurde. Was ist, wenn sich bei den Weimaranern, wo der Jagdtrieb rausgezüchtet wird (um sie familientauglicher zu machen) die Schärfe wieder mehr durchkommt? Ein Weimaraner stellt gerne mit 5 Jahren noch mal alles in Frage. Was passiert, wenn der Familienhund mit 5 Jahren und 40kg auf einmal die Weltherrschaft möchte? Wie viele tickende Zeitbomben laufen dann in 1-5 Jahren hier rum? Bei vermutlich 50% HH, die einen hübschen, blauen Hund wollten?


    Es geht bestimmt anders, aber dann muss das geziehlt gemacht und auf lange Sicht beobachtet werden. Solange aber Züchter mehr Erbkrankheiten in eine Rasse züchten, als vorhandene raus zu arbeiten - glaube ich da nicht dran.


    Also ich mag schon einen Wachhund auf dem Hof. Sonst hätte ich mich für eine andere Rasse entschieden. :grinning_face_with_smiling_eyes: Auch Schrottplätze oder große Firmengelände werden noch von Wachhunden bewacht. So gut die Überwachungstechnik auch ist, du kannst sie mit Wissen immer austricksen. Bei einem gut trainierten Wachhund ist das deutlich schwerer. Zumal du mit einem Wachhund auch gleich deinen Familienhund haben kannst. Solange er seinem Trieb nachkommen kann, ist er ja ausgelastet.


    Wer jagt so regelmäßig das er einen Hund als Hetzjäger, einen zur Nachsuche, einen zum buschieren/ stöbern, etc braucht?

    Bei uns hat nicht ein Jäger allein ein Revier. Je Revier sind noch mal locker 5-7 "Hilfsjäger" dabei. Also die haben auch den Jadgschein gemacht und machen die arbeiten mit, offiziell gepachtet und verantwortlich ist halt einer. Ein Jäger ist auch nur ein HH und kann nicht einfach jede Jagdhund-Rasse halten. Bei uns gibt es z.B. einen, der schon immer Schweißhunde hat. Einen aktiven, einen in Rente. So hat jeder der Jäger einen oder zwei "Speziallisten". Meine Bekannte hier hätte z.B. gerne einen Working-Cocker, aber das Revier gibt die Auslastung nicht her. Ich schätze, wir haben je Revier so 5-10 Hunde aktiv im Einsatz. Meine Gemeinde hat 7-10 Reviere (manche Reviere sind geteilt worden, daher kann ich es nicht genau sagen).
    @Dieter hatte aber schon mal in einer ähnlichen Diskussion eine seltene Jagdhunderasse genannt, die nur an Jäger geht, im Vergleich selten gezogen wird, aber noch sehr gesund ist und keinerlei Inzucht-Probleme aufweist.
    Ich denke, spätestens wenn man die Zucht solcher "Speziallisten" Europaweit organisiert, bekommt man mit dem Genpool keine Probleme.


    In Lilies Thread war grade eine mehrfach Zitat bei dem ich nicht weiß wer den Satz urspünglich geschrieben hat:...."warum dann nicht einen sportlichen Begleithund?"
    Was ist denn ein sportlicher Begleithund wenn wir die kleinen Hunde aus der FCI 9 ausschließen? Ok, der Kromi. Ist aber mittlerweile eine ziemlich kranke Rasse. Pudel? Ja, ok. Ist da gelistet.

    Wir entscheiden uns nicht nach Gruppen, die irgendwann mal jemand für passend gehalten hat. :thumbs_up:
    Schau doch mal Enzo´s Gruppe: 2 Pinscher, Schnautzer, Molosside, Schweizer Sennenhunde - ist ja bis auf die Optik alles recht gleich - nicht (mehr)


    Allein der Vergleich Cane Corso und Mastino Neapolitano: Vor 100 Jahren war der Unterschied, dass die mit mehr Falten den Hof bewachten und die ohne am Vieh gingen. Optisch waren das aber Nuancen zu dem, was man heute sieht. Der Mastino ist (bis auf ganz wenige Züchter) ein reiner Sofahund geworden, der selten noch 8 Jahre alt wird. Der Mastino kann keinen großen Hof mehr schützen - die können gar nicht mehr richtig laufen. Die können dich mit Sabberfäden zum Fall bringen... Der CC ist derzeit auf dem besten Weg, das gleich Schicksal zu erlangen. Warum? Der Mastino ist zu krank, steht öfter auf der Liste. O-Ton einer Züchterin mir gegenüber "ich mag das lieber, wenn jeder meine Nachzuchten halten kann, sonst wirst du die nicht los und hast so eine wie meine "Bonny" als Züchter zu Hause. Züchten kannste mit ihr nicht, kümmern und füttern musste die aber trotzdem". :winking_face_with_tongue:


    Als aktiven Begleitung kann ich noch immer Labrador und Golden aus seriöser Zucht empfehlen. Es sind Allrounder geworden, die - je nach Ausprägung - mit mäßiger Arbeit zurecht kommen, aber auch gerne mehr arbeiten.


    Du hast dir aber die Antwort eigentlich schon selbst gegeben, wenn du den Cocker nicht mehr als reinen Jagdhund siehst. Mal ab von der Leistungslinie sind das auch tolle Begleithunde.


    Bei der FCI-Gruppe 9 bitte immer im Kopf behalten, dass "Begleithunde" ja auch an optischen Merkmalen festgemacht werden. Mit ner Dogge geht man halt nicht so entspannt ins Cafe als mit einem kleinen Hund. Begleitungen sollten ja klein sein, um einfach und unscheinbar begleiten zu können :winking_face:

    @Bananenhamster Das Problem ist nicht, dass sich bei einer Rasse Linien trennen und dann familientaugliche Hunde bei raus kommen.


    Das Problem ist mMn der Prozess bis dahin. Da hat man erst mal Generationen von Hunden, die trotz eines Standards totale Überraschungseier sind.
    Was dann aber mit den Familien-Linien passiert ist das nächste Problem. Man kann nicht einfach nur den einen Trieb "wegzüchten" oder passend abschwächen. Man ändert schon wichtige Rasseeigenschaften im Charakter und dadurch eigentlich auch irgendwo die Rasse.
    Gut getan hat das keiner Rasse, weder gesundheitlich noch charakterlich.


    Wer kennt keinen distanzlosen der-tut-nix-Labbi? Ein Labbi aus Leistungslinie ist bei nichten so distanzlos...


    Was ich hier täglich sehe, sind Leistungsrassen, die Aufgrund ihrer Unterforderung ernste Probleme darstellen. Gestern haben wir den Beagle begleitet, weil der Husky noch in der Ecke unterwegs war. Den Visla hatte Enzo bereits 2x am Arsch hängen. Der Aussie/Border schreddert auch gerne mal (der HH wollte von der Züchterin hier einen Welpen und hat keinen bekommen, mit Begründung). Der Amerivan Akita Inu geht mit 2 Jahren nur noch an der Schleppleine und hat max. 2 Hunde, mit denen man ihn zusammenlassen kann, ohne das er diese gleich schreddert. (den Tosa Inu Rüden kennt er von Welpen an und da der sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, klappt das noch).


    Wenn ich den CC toll finde, aber keinen Wach- und Schutztrieb möchte, dann passt das einfach nicht. Durch den bisher quasi nicht vorhanden Schutztrieb hat Enzo einen für die Rasse untypisch ausgeprägten Jagdtrieb - wollte ich so gar nicht, musste ich dann halt durch.
    Aber auch das zeigt, dass ein "Haupt-Trieb" durchaus über Genereationen eine geringeren Trieb unterdrücken kann. Nimmt man dann den Haupt-Trieb weg, kann was ganz anderes bei rauskommen.

    Zwecks unseres Grundstückes, ich hätte nie gedacht das man auch hier etwas negatives finden kann, aber es geht scheinbar.


    Ich werde mich aus dem ganzen jetzt zurückziehen, denn es trifft mich in gewisser Weise schon sehr, wie man einem wild fremden Menschen so gegenüber treten kann.

    Ich habe lediglich gesagt, was MIR als erstes durch den Kopf ging. Einfach um die Skepsis "nachvollziehbar" zu machen. Den Gedankengang habe ich nicht, weil ich es dir unterstellen wollte (das hatte ich extra geschrieben) - sondern weil es oft so passiert.

    Du triffst es genau. Das Julia und ich jung und unerfahren sind, damit haben wir uns schon lange abgefunden

    Stürmisch und nicht immer überlegt, wie es in eurem Alter sein sollte :kissing_face:



    Als ich Nanouk gekauft habe, war er der einzige Border in meinem Dorf. Als er 1 Jahr alt war, gab es 4 weitere, weil Nanouk ja so toll folgt (naja, außerhalb vom Dorf hat ihn ja niemand gesehen und im Dorf ist er halt nach langem Kampf recht passabel an der Leine gelaufen --> Hund ist einfach zu erziehen und folgt.). Jetzt ist Nanouk 2 Jahre alt und von den 4 anderen Border Collies hier, gibt es nur noch einen und der wird fast nur im Garten gehalten, denn mit Hundewiese und Bällchen werfen hat der sich komischerweise nicht zu einem Traumhund entwickelt. Also, ja, @Lilie deine Entscheidung kann im blödesten Fall dazu führen, dass der drahthaar Vizsla zum Modehund wird, daher solltest du das immer im Hinterkopf behalten, wenn du auf ihn angesprochen wirst. Der Mensch will immer was besonderes. Und wenn du dann nur das gelbe vom Ei über Maximus erzählst, macht das bei vielen Leuten "click" und sie wollen auch so einen haben.

    Genau das ist das Problem.


    Nach Enzo sind 2 weitere "CC-Rüden" eingezogen. Beide charakterlich weit weg von Enzo. Nicht, weil Enzo eine Lusche ist, sondern weil Enzo lernen musste, sich in bestimmten Fällen angemessen zu verhalten. So kann Enzo mit Hunden jeder Größe spielen. Die beiden sind aber selbst Enzo nach kurzer Zeit lästig... Beide gehen in die Leine, der eine bellt wie sau... Beide HH sind NUN der Meinung, den nächsten CC dann doch beim seriösen Züchter zu kaufen. Da Enzo ja nun optisch auch noch toll ist, hat der eine HH auch schon bei Enzos Züchterin angefragt. Ehrlich gesagt habe ich Enzo´s Züchterin gebeten, dort keinen Welpen hin zu geben...


    Wie schnell ein vermeidlich gut erzogener Hund "Nachahmer" zieht unterschätzt man schnell.


    Im Sommer mit müdem Enzo bei mir finden ihn alle toll. Wenn ich dann sage, dass er auch im Winter seine 2-3 Stunden raus muss, versuchen es manche noch mit "ja aber dann kann man ja nen Ball werfen" ja, so 1-2x holt er den vielleicht auch, bleiben noch 2,5 Stunden ohne Ball :face_with_rolling_eyes:


    Die Aussie-Züchterin hier hat von ihren zwei Würfen auch keinen Welpen im Ort abgegeben - obwohl angefragt - warum wohl? Zumal sie keine reine Leistungs-Linie hat.

    Ähm... ihr wisst schon, dass ihr gerade auch ganz schön auf @Julia und @19Kenia98 "rumhakt"?
    Ja, was sie geschrieben haben, hätte man diplomatischer formulieren können - das wars dann aber auch.


    Ja, beide haben "spezialisierte Hunde". Aber beide lasten ihre Hunde aus und waren sich vorab darüber klar, was auf sie zukommt. Bei beiden klappt es gut. Ja, sie sind beide noch recht jung. Ja, es besteht die Möglichkeit, dass sich bei beiden das Leben so ändert, dass sie sich von ihren Hunden trennen müssten. ABER, mMn ist bei deinen der Hintergrund da, den Hund dann ordentlich zu vermitteln, sie haben Kontakte wo der Hund gut weiterleben könnte - UND sie würden Hunde abgeben, die ausgelastet keinerlei Probleme mit sich bringen.
    Bei den meisten "spezialisierten Rassen" ist nämlich genau das der Fall. Dafür muss man nur mal kurz in die Not-Vermittlung gehen.


    @Lilie nimm das bitte nicht persönlich, ich versuche mal zu formulieren, wie manches auf Außenstehende wirken kann - ohne dir persönlich das vorwerfen oder auch nur unterstellen zu möchten.


    Es meldet sich jemand mit einem noch rein auf den Verwendungszweck gezüchteten Hund in einem Forum an. Auf die Nachfrage wird mitgeteilt, dass man vieles vorhat, um den Hund auszulasten, aber den eigentlichen Verwendungszweck ausschließt.
    Bei mir hat übrigens der Hinweis auf das Grundstück im ersten Moment den Gedankengang "wenn man den Jagdtrieb nicht unter Kontrolle hat, lässt man ihn halt da laufen" im negativen Sinn ausgelöst.


    Ja, viele Hunde spezialisierter Rassen lassen sich tatsächlich gut anders auslasten. Aber der Züchter schätzt die Welpen auch nur "nach bestem Wissen und Gewissen" ein. Eine Garantie auf die Entwicklung und Ausprägung der Triebe kann er nicht geben. Dafür gibt es kein nachweislich sicheres Verfahren.
    Deshalb muss jeder Welpenkäufer mMn immer damit rechnen, dass ein Trieb doch noch krass raus kommt. Und genau darauf muss man dann auch nicht nur vorbereitet sein, sondern auch gewillt, den Trieb bestmöglich zu bedienen. Bei einem Jagdhund ist das halt die entsprechende Jagd-Sequenz für die er gezüchtet wurde.
    Ich meine damit nicht, dass man einen Hund einer Jagdhundrasse immer jagdlich führen muss. Aber für den Fall der Fälle sollte man dazu bereit sein.


    Der Chef wollte ja gerne einen Weimaraner haben. Passend dazu hatte ein "Züchter" in der Nähe Welpen zu verkaufen, aus amerikanischer Linie OHNE JEDEN Jagdtrieb. Chef hätte einen gekauft. Ich habe gesagt "was in Jahrhunderten der Zucht gezielt weitergezüchtet wurde, das hat keiner in ein paar Generationen rausgezüchtet". Ich sehe 5 der Welpen unregelmäßig und hatte wohl Recht. 2 haben bereits lebenslang Leinenpflicht...


    Allgemein finde ich der Diskussion, das irgendwie auch gerade vergessen wird, wie ehrlich @Julia und @19Kenia98 waren/sind. Ja, nicht so freundlich formuliert, wie ich es "besser" gefunden hätte und mit der Tür ins Haus gefallen... Aber mir ist "ehrlich gearde heraus" lieber, als wenn sie ein "oh ist der süß" gepostet hätten und sich hinter dem Monitor schon schön die Hände gerieben hätten. Sagt man nicht sonst, man finde es gut, wenn die Jugend den Mund aufmacht und versucht, etwas zu bewegen?!


    Und genau das ist es, wovon Julia und ich die ganze Zeit reden. Es gibt noch Rassen, die wirklich nur für ihren ursprünglichen Verwendungstweck gezüchtet werden und die sollte man auch dort lassen. Ich kenne keine einzige Rasse, der es gut getan hat, zum Sporthund/Familienhund zu werden.

    Das ist es nämlich. Es hat keiner Rasse gut getan. Ich werfe ja hin und wieder mal ein, dass ich auf die Rassefrage sage, dass Enzo ein was-weiß-ich-was-Mischling aus dem Schlumpfland ist. Warum? Weil ich dann den Eindruck habe, dass Menschen sich einen CC anschaffen möchten, wegen der Optik und nicht wegen dem Charakter - geschweige denn, dass sie dem Hund jemals gerecht werden könnten... Das mache ich zum Schutz der Rasse, nicht weil ich die einzige mit einem CC sein möchte. Ich würde mich über ein paar weitere, gut sozialisierte und erzogene CC´s echt freuen.


    Fakt ist aber, der Hund wird gesehen werden. Wenn der HH dann freundlich die Rasse nennt, kann das halt einfach schnell zum Dauerläufer werden. Dann holt Meier sich einen Wühltisch-Welpen und dann braucht es noch max. 10 Jahre und die seriösen Züchter müssen richtig kämpfen.
    Mit einem Hund einer spezialisierten Rasse hat man mMn noch eine höhere Verantwortung.


    Ich selbst habe und werden für Enzo den SD auch nie ausschließen. Ich habe Alternativen versucht - daran hat er aber einfach keinen Spaß... Ja, ich gehe lieber mit Enzo durch die Felder und genieße die Zeit. Kommt der Schutztrieb aber mehr durch, muss ich mit ihm was machen. Das habe ich aber nicht von Anfang an ausgeschlossen.

    So, wie gehören jetzt auch zu den Zähne-Putzern :kissing_face:


    Hier der ist-Stand:

    Da nur dieser Zahn was hat, dachte ich ggf an eine Verletzung, laut TÄ fühlt es sich aber nur nach Belag an und sie hat auch mit der Lupe keine Risse oder so gefunden...


    Sie hat uns das Platinium Gel empfohlen. Am Anfang einmal täglich.


    Enzo war nicht sooo kooperativ :face_with_rolling_eyes: Dürfte er es einfach ablecken, das wäre ok für ihn :thumbs_up:


    Ich werde immer wieder berichten, mal sehen ob es was bringt...

    @Amica klar, ich bin Max. 2 cm größer und hab 55kg. Da würde ich eher zu 34 raten, außer du hast „ordentlich Holz vorn Hüttn“ :winking_face:
    Einen Joggingpulli bekomme ich noch drunter. Zum Gassi gehen hab ich nur ein langarmiges Funktionsshirt und bei 10 Grad ist das total ausreichend. Es wird nicht muckelig warm (ich ziehe aber beides erst vorm Gassi aus kalten Räumen an).
    Wenn es knackig kalt ist, würde ich ggf noch einen Pulli drunter ziehen.

    Da ihr mich bisher alle vergessen habt bin ich jetzt erst mal beleidigt! :kissing_face:


    Ich denke, es kommt - wie immer auf die Halter an und was sie bereit sind zu leisten.


    Murphy war passionierter Jäger und der Jagdtrieb war solange händelbar, wie man ihn auch mal auf einer selbst gefundenen Fährte gehen ließ. Er war aber auch ein verdammt geiler Familienhund.


    Bei den Bordern/Aussies würde ich eine Trennung der Arbeitslinie wirklich begrüßen. Leider kenne ich real gesehen bis auf die Hunde einer Züchterin nur die explodierten Kissen, die alles sind, nur keine ausgeglichenen, geschweige denn verträglichen Hunde.


    Bei Enzo war ja auch bei vielen die Frage „was wenn“. Ich hatte zu allem einen Plan A-E und sicherlich auch Glück, dass er bisher ganz gut geraten ist. So sehe ich das.
    Fragt man aber hier im Ort andere HH, was und wie lange die mit ihren Hunden was machen, dann hat Enzo mehr als ein Luxus-Leben und ich mir Arbeit für 3 HH gemacht^^


    Wenn man mit den „Standard“ Rassen zu viele Abstriche machen müsste und etwas Erfahrung hat, dann kann man mit seinen Aufgaben wachsen und den Hund passend auslasten.


    Und wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich die Skepsis von @Julia und @19Kenia98 verstehen. Mir ging es im ersten Moment nicht anders. Aber: sie hat sich ja nu in einem Forum angemeldet. Das ist schon mal mehr, als man von den meisten Jagdhundehaltern mitbekommt. Ich würde ihr also gerne erst mal unterstellen, dass sie wirklich mit guten Gedanken Ideen, Inspiration und Erfahrungen sucht, um ihrem Hund gerecht zu werden. Und da halte ich euch beide für kompetente Ansprechpartner :thumbs_up:


    @KuNiRider ist leider raus, männlich und friedliebend ist zu lasch :kissing_face: (duck und weg, du weißt - Spaß :winking_face: )

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