Schleppleine

  • Da muss man dann halt wissen, wie man stehen muss und die Leine auch richtig halten können. :winking_face: Mich hat mein knapp 35kg Muskelpaket, die durch den Zugsport weiß, dass sie mich locker vom Fleck bekommt, mit 10 Meter Anlauf noch nicht von den Füßen geholt und Verletzungen hatte ich auch keine. Ist aber erst einmal passiert, weil das Reh direkt vor uns aus dem Busch gesprungen ist und sie nur noch reagiert hat.
    Andere Leute, die nicht wissen, wie man das händeln muss, haut sie locker um. Deswegen gebe ich sie nicht mehr aus der Hand.



    @Andrea Vetter ich nutze die Schleppleine bei Keks, weil sie eine Jagdsau auf Sicht und Spur ist. Wir arbeiten zwar täglich dran, aber sie ist noch weit davon entfernt, dass ich sie leinenlos laufen lassen könnte - und gerade jetzt mit den ganzen (kommenden) Jungtieren gehe ich kein Risiko ein. Außer es wäre mir egal, dass sie ab und zu mal Wild hetzt, wie andere Hundebesitzer hier bei uns in der Gegend. :face_with_rolling_eyes:

  • Da muss man dann halt wissen, wie man stehen muss und die Leine auch richtig halten können. :winking_face: Mich hat mein knapp 35kg Muskelpaket, die durch den Zugsport weiß, dass sie mich locker vom Fleck bekommt, mit 10 Meter Anlauf noch nicht von den Füßen geholt und Verletzungen hatte ich auch keine. Ist aber erst einmal passiert, weil das Reh direkt vor uns aus dem Busch gesprungen ist und sie nur noch reagiert hat.

    Es ging aus nicht um 10 m Anlauf der sich bei einer 5 Meter Leine ergibt ... :winking_face:

  • Gut, wenn es um Erbsenzählerei geht: es war eine 12 Meter Schleppleine.

    Es geht hier nicht um Erbsenzählerei, es geht um genaue Angaben. Es ist ein Unterschied ob ein Hund 10 Meter (an einer 12 m Schleppleine) hat oder 20 m bzw. 40 m an einer entsprechend längeren Leine bzw. an einer Leine an der er den entsprechenden Radius ausnutzt.


    Wenn ich für einen großen/schweren Hund eine 20 m Schleppe nutze und ich sage ich kann ihn gut halten, weil ich weiß halt wie man es macht, der Hund aber beim Durchstarten bis zu dem Zeitpunkt nie mehr wie 10 m genutzt hat, dann kann das bei jemanden der sagt "oh das klingt ja gut, dann soll mein großer Hund auch gerne seine 20 m Leine bekommen, damit er schön viel Bewegungsfreiheit hat", dann kann das bös ins Auge gehen.


    Bei einem großen/schweren Hund reicht es in der Regel bei voll ausgeschöpfter 20 m Leine Anlauf in der Regel nicht mehr aus, wenn man weiß wie man richtig stehen sollte und wie man die Leine hält. Selbst eine Wuchtbrumme wie ich hätte da Probleme mit einem aufrechten Stand und evtl. Fingern, Handgelenken und Schultern oder auch Rücken oder Hüften, wenn ich die Leine am Bauchgurt habe. Da ist es dann auch unerheblich das ich weiß wie ich stehe sollte und wie ich die Leine am besten halte, die leidliche Erfahrung durfte ich selber schon mal machen.


    Wenn man hier etwas runterscrollt gibt es eine nette Erklärung mit Berechung anhand der Leinenlänge, Gewicht des Hundes und mit welcher Kraft da auf den Leinenhalter eingewirkt wird.

  • also ich kann bestätigen das 15kg hund im vollen galopp an einer 20m leine schmerzhaft sein können wenn man 1 sekunde nicht aufpasst - da lass ich zur not lieber los und pfeife zurück :)))

  • also ich kann bestätigen das 15kg hund im vollen galopp an einer 20m leine schmerzhaft sein können wenn man 1 sekunde nicht aufpasst - da lass ich zur not lieber los und pfeife zurück :)))

    Wenn ich loslassen würde, hätte ich genau die Situation, die ich mit der Schleppleine verhindern möchte: Hund kann erfolgreich hetzen und wirft uns im Training enorm zurück.


    Und ich hab ja auch nicht gesagt, dass es nicht schmerzhaft ist, sondern dass man das durchaus halten kann. Aber da spielt ja auch das Alter und die Konstitution rein. :winking_face:

  • ich meinte nur dass wenn ich die schleppleine benutze ich hochkonzentriert bin - also högschde konzentration - nix handy spielen oder so - und bevor sie mir den arm abreisst riskiere ich es sie 10m weiter laufen zu lassen - weiss sie ja nicht ob ich noch halte oder nicht - auf den 2. pfiff reagiert sie spätestens - also 20m oder 30m egal (wir üben das ja auch über 200m ab und an). ich stehe auch auf einer fläche die hunderte von metern einsehbar ist - sehr ländlich (in der stadt hätte ich diesen hund nicht) - meine körperliche konstitution kanns auch gerade noch so mit einem 15kg wauzi aufnehmen, keine sorge :winking_face: aber ich weiss in welcher armposition es schmerzhaft wird und das vermeide ich mal lieber - rät mir meine lebenserfahrung :winking_face:

  • Ehrlich gesagt wäre mir da die eigene Gesundheit auch wichtiger, und ich würde die Leine loslassen.


    Wulf hat es mehr als einmal auf den Schotter/die Schulter gerissen, und ich vergesse nie, als ich dachte: "da stimmt irgendetwas nicht". Der Abstand zwischen ihm und Dumbledore wurde immer größer, der Hund rannte auf die Autobahn zu, die Leine war gerissen. Blödes, sehr blödes Gefühl. Und Wulf weiß normalerweise sehr gut, wie man die Leine handelt.


    Berechnungen über die Beschleunigung bei 10, 12, 15, 20 m sind da eher theoretischer Natur und helfen in der Praxis (in der es immer dümmer läuft als erlaubt) nicht weiter... :kissing_face:

  • Ich kann aus Erfahrung sagen, ich kann eine Schleppleine nicht vernünftig händeln, nicht bei meinem sehr sehr schnellem Hund. Bei einer 7,5m Leine hat mich mein 25kg Hündchen so von den Füßen gerissen, das ich niemals nie mehr eine Schleppleine verwenden möchte, erst recht nicht mit Handschlaufe! (Ich hatte keine 10 Sekunden Zeit zum Reagieren, da lag ich bereits auf dem Jochbein)


    @kekri Wie stehe ich denn am besten, dass ich nicht um gerissen werde?

  • Hallo JaNu!


    Ich zwar nun nicht gerade Kekri :grinning_squinting_face: doch ich könnte wohl Schleppleinenseminare geben. Habe es als Anfänger ja oft genug am eigenen Leib gespürt wie das sein kann... :kissing_face:


    Mache dich vor allem von der Vorstellung frei, Spaziergänge mit Schleppe sind erholsam. Sind sie nicht! Du musst hochkonzentriert sein!


    Achte auf deinen Hund! Vor allem auf erste Ansätze zur Beschleunigung. Achte auf deine Umwelt. Vor allem auf potentielle Verursacher, die zur spontanen Beschleunigung des Hundes führen KÖNNTEN! (Stichwort: Radarblick) Achte auf den Untergrund. Schotter ist schei**e, nasses Gras auch. (Besonders Schotter oder lose Steinchen sind keine guten Helfer für festen Stand und machen böse autsch :face_with_rolling_eyes: ) Achte so "nebenher" auch ein wenig auf die Leine. Wenn die sich um die Füße wickelt und der Hund abgeht hast du KEINE Chance mehr!


    Ich führe die Schleppe IMMER in der Schlaufe und wickel mir die Leine sogar zusätzlich noch einmal um die Hand. Wenn Dumble mal abgeht wie eine Rakete soll er mich hinter sich herschleifen müssen aber nicht auf die Straße rennen. Und ich kann dann ungemein bremsen... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: Aber meist laufe ich ein paar Schritte mit um ihn langsam einzubremsen.


    Der Schlepparm ist bei mir immer in einem 90° Winkel und an dem Körper gehalten. So habe ich mehr Gewalt wenn es los geht. Bei locker ausgestrecktem Arm ist die Verletzungsgefahr für den Menschen wesentlich höher. Erfordert etwas Training an sich selbst und eine gewisse Disziplin doch bringt echt etwas.


    Wenn er wirklich in die Leine brettert sollte man im Vorfeld (wenn mitrennen nicht geklappt hat) die Füße etwas weiter voreinander in Laufrichtung des Hundes stellen und den Körper in leichte Rücklage bringen. In Kombination mit dem 90° Arm und dem an den Körper gedrückten Arm tut es meist nur dem Hund weh und die Schulter des Menschen bleibt heile.


    Allerding, UND GAAAAANZ WICHTIG! Hund NIEMALS mit Halsband an der Schleppe laufen lassen! Das würde das Genick eher nicht überleben.


    Hoffentlich konnte ich es so halbwegs verständlich rüberbringen wie ich das mache und nun seit doch einigen Jahren unfallfrei bin.


    Liebe Grüße,
    Wulf und Schleppi, ähm, Dumbledore wollte ich sagen :winking_face:

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • Wusan hat es ganz gut beschrieben. Man setzt am besten noch sein starkes Bein versetzt nach hinten und geh etwas in die Hocke, bleibt man gerade stehen, haut es einen leichter um.
    Bei der Grafik die beiden inneren Männchen verdeutlichen es gut.



    Falls hier Reiter sind, die schon mal ein durchgehendes/bockendes Pferd an der Longe hatten und gehalten haben, so kann man das auch bei einem durchstartendem Hund an der Schlepp machen.

  • Super Grafik, Kekri!


    Danke! Genauso habe ich es gemeint!


    Liebe Grüße,
    Wulf und Dumbledore

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • @Wusan
    Danke Wulf für die ausführliche Erklärung!
    Danke @kekri für das Bild, so schnallen ich es noch besser. :winking_face:


    Ist mein Gedanke richtig, dass es mit einer längeren Schleppleine evtl "einfacher" wird, weil ich mehr Zeit zum Reagieren habe?
    Nuki ist so unglaublich schnell bzw ich bin so schrecklich langsam... und bei zb 20m Schleppleine könnte ich sie vielleicht verbal mit einen "freundlichem" Brüllen noch bremsen...

  • Hallo JaNu!

    Nuki ist so unglaublich schnell bzw ich bin so schrecklich langsam

    Willkommen im Club... :grinning_squinting_face:


    und bei zb 20m Schleppleine könnte ich sie vielleicht verbal mit einen "freundlichem" Brüllen noch bremsen...

    *lach*
    Klar kannst du es versuchen. Doch wenn da mal was ist, was unwiderstehlich ist solltest du dir das "freundliche" brüllen sparen. (Geiler Ausdruck! :thumbs_up: ) Habe ich auch im Laufe der Jahre gemerkt. :face_with_rolling_eyes:


    JaNu, je mehr (längere) Schleppe, desto mehr Wumms. Der Einwirkungsgrad wird bei beiden Leinen gleich sein, nämlich 0. :astonished_face: Du hast bei 20 Metern vielleicht mehr Zeit, doch auch die ist seeeeehr knapp bemessen wenn Hund schon durchgestartet ist - für 10 Meter braucht ein schneller Hund nicht wirklich lang... :face_with_rolling_eyes: :grinning_squinting_face:


    Liebe Grüße,
    Wulf und Dumbledore

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • @Wusan
    Hm, ja recht hast du, vorallem der Mehrwumms ist ein Argument dagegen ...


    Ich glaube ich bleibe voerst dabei, zuverlässigen Rückruf trainieren in Gegenen wo die Wahrscheinlichkeit von Wild, Autos oder Anderem überschaubar (sogut wie ausgeschlossen) sind.
    Und solange ich die Macht habe, hört sie ja auch wirklich ziemlich gut.
    (*ihren Ball)
    Und sie wird ja auch Älter, Vernünftiger und Ruhiger... Hoffentlich! *hust* :grinning_squinting_face:

  • @JaNu Du kannst auch die Schleppleine erstmal durch aufnehmen und nachgeben händeln, bis die Sicherheit da ist, dass sie nicht mehr kopflos losstartet. Heißt also, du gibst ihr so viel Leine, wie sie braucht, sodass sie leicht über dem Boden schleift, nimmst sie aber auch immer wieder auf, wenn sich der Abstand verringert. So bleiben keine 20 Meter Spielraum für Anlauf und reinbollern, sondern vielleicht 1 Meter, bis die lockere Schleppleine straff ist.

  • @kekri
    Danke für den Tipp! Das ist ne Idee, dann müsste ich das richtige Händling üben. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob ich dafür nich zu blöde bin :haumichweg:
    Nuki lernt das bestimmt schneller als ich :grinning_squinting_face:

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