Vestibuläres Syndrom

  • Meine Kira, 13 2/12 Jahre alt, hatte am Pfingstmontag das erste und heute das zweite Mal eine Episode mit dem vestibulären Syndrom. Das erste fiel deutlich heftiger aus als das heutige. Hat jemand Erfahrung mit dieser Störung und wie äusserte sie sich? Besonders interessiert mich, in welchen zeitlichen Abständen kamen die Anfälle? Kommen sie unregelmässig oder mit stets kürzeren Abständen vor? Nimmt die Heftigkeit zu oder ist diese unterschiedlich? Vielen Dank für eure Erfahrungen... Judith mit Kira

  • Einer meiner Boxer hatte mal ein vestibuläres Syndrom. Es ist vergleichbar mit einem Schlaganfall - weshalb man es landläufig auch als Schlaganfall bezeichnet, obwohl es keiner ist.
    Unser Quarz torkelte, konnte nicht mehr gerade laufen und fand zum Beispiel nicht mehr zur Tür hinaus....er lief daneben gegen die Wand.
    In der Tierklinik bekam er dann mehrere Tage lang Infusionen. (Ob ich die heute nochmals geben lassen würde, kann ich jetzt nicht sagen...evtl. nicht.) Nach wenigen Tagen waren die Symptome komplett verschwunden - er hielt lediglich zeitlebens den Kopf entwas schief, was ihn aber nicht weiter beeinträchtigt hat.
    Er bekam dann für den Rest seines Lebens Karsivan, was ich gut fand.


    Der Boxer einer Bekannten hatte voriges Jahr ebenfalls ein vestibuläres Syndrom. Auch er war nach kurzer Zeit wieder völlig in Ordnung.

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Danke Hanca... genau so lief es beim ersten Mal auch bei uns. Kira blieb über Nacht in der TA-Praxis, bekam eine Infusion und seither täglich Karsivan. Gestern war die Episode sehr kurz. Nur ca. 3 Min. lang verdrehte sie die Augen und hatte eine steife, nervöse Zunge. Mit Zuspruch und durch Körperkontakt, wie mir der TA empfahl, beruhigte sie sich sehr schnell und die Symptome verschwanden rasch wieder. Gleichgewichtsstörungen hatte sie gestern keine. Ich hoffe so sehr, die Häufigkeit nimmt nicht zu. :loudly_crying_face:

  • Gestern war die Episode sehr kurz. Nur ca. 3 Min. lang verdrehte sie die Augen und hatte eine steife, nervöse Zunge. Mit Zuspruch und durch Körperkontakt, wie mir der TA empfahl, beruhigte sie sich sehr schnell und die Symptome verschwanden rasch wieder. Gleichgewichtsstörungen hatte sie gestern keine. Ich hoffe so sehr, die Häufigkeit nimmt nicht zu. :loudly_crying_face:


    Bist Du sicher, dass es sich da wieder um ein vestibuläres Syndrom gehandelt hat?
    So, wie Du das beschreibst, könnte es evtl. auch ein kleiner epileptischer Anfall gewesen sein.

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Ja MonaundNelke... man ist total hilflos und kann nur warten bis es vorbei ist... diese Ohnmacht ist schwierig auszuhalten... undcden Hund so zu sehen zerreisst mir fast das Herz... :loudly_crying_face:

  • Danke für deine liebe Nachfrage Susa... Kira geht es gut und sie hatte keine neuen Anfälle mehr bis jetzt. Ich hoffe es bleibt so lange wie möglich so... :winking_face:

    Es klingt manchmal so daher gesagt oder heuchlerisch, wenn ein komplett Fremder "Anteilnahme" zeigt. Dennoch bin ich froh das zu lesen.
    Kein Mensch oder Tier sollte schwer krank werden, aber das haben wir leider nicht in der Hand.
    Freut mich, weiterhin viel Glück und alles gute!

  • Und ich meine es auch so.


    Bin da sehr emotional, weil Tiere sich nun mal nicht selber helfen können und sie den Menschen einfach brauchen.
    Ich kann mich sehr gut in solche Situation reindenken und könnt dann sofort heulen, wenn ich drüber nachdenke, dass meine Hunde nicht für immer leben.

    Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten :red_heart:

  • Ich wünsche euch alles Gute und drück euch die Daumen, dass keine "Anfälle" mehr kommen.
    Wie kann man denn eigentlich bei einem Hund unterscheiden, ob es ein Schlaganfall oder das vestibuläres Syndrom ist?

    Viele Grüße von Mona und Nelke! :smiling_face_with_heart_eyes:

  • Mir erklärte es der TA so:
    Beim vestibulären Syndrom sind sehr typisch:
    -Schiefhaltung des Kopfes
    -schnelle Augenbewegungen (wie bei einem Pingpongspiel)
    -Gleichgewichtsstörungen bis kurzzeitige Lähmung
    Diese Anfälle dauern in der Regel wenige bis einige Minuten und danach erholt sich das Tier wieder recht gut. Die Episoden können mehrmalig, aber oft auch nur einmalig auftreten.
    Bei einem Schlaganfall erhole sich das Tier kaum oder der Zustand verschlimmere sich (kalte Schleimhäute, Lähmungen, unkontrollierter Urin- und Stuhlabgang und Atemnot).
    Bei Unsicherheit auf jeden Fall sofort zum TA...
    Beim vestibulären Syndrom ruhig bleiben, viel Körperkontakt und mit dem Hund reden wurde mir empfohlen. Beim 2. Anfall half das Kira und der Spuk war nach 2-3 Min. wieder vorbei...


    Danke für die guten Wünsche :flowers:

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Ungelesene Themen

    1. Thema
    2. Antworten
    3. Letzte Antwort
    1. Kreatives Chaos 114

      • abigail89
    2. Antworten
      114
      Zugriffe
      8,3k
      114
    3. Easy

    1. Sleddogs of the Horde 805

      • Julia
    2. Antworten
      805
      Zugriffe
      52k
      805
    3. Hennesks

    1. Der Wetter-Thread 1,9k

      • Hanca
    2. Antworten
      1,9k
      Zugriffe
      65k
      1,9k
    3. CrazyDogs

    1. Easy hat Geburtstag! 19

      • Hanca
    2. Antworten
      19
      Zugriffe
      229
      19
    3. CrazyDogs

    1. Was stelle ich heute bloß auf den Tisch? Eine Rezeptesammlung! 3,8k

      • Andrea Vetter
    2. Antworten
      3,8k
      Zugriffe
      211k
      3,8k
    3. Dackelchen