Wie wurde bei euch früher (in der Kindheit) Weihnachten gefeiert?

  • ...und was ist euch daran in schöner Erinnerung geblieben? Auf WDR4 wird das gerade unter den Zuhörern gefragt. Ich finde es spannend zu hören wie früher Weihnachten bei den Menschen gefeiert wurde.


    Wir waren zu Beginn, also als ich noch ein kleines Kind war immer bei meinen Großeltern väterlicherseits. Da gab es immer superleckeres Essen, meine Tante (also die 2. Frau von meinem Opa war das, deshalb (Nenn)Tante) war Lehrerin und unterrichtete u.a. Hauswirtschaft, Biologie, Mathe und Fremdsprachen. Und kochen, das konnte sie *schwärm*

    Meist gab es als Vorsuppe selbstgemachte Hühnersuppe mit Reis, als Hauptgericht Rinderrouladen mit Kartoffeln und selbstgemachten Rotkohl, weil ich das so geliebt habe...auch schon mal Kaninchen (von Opa selbstgeschossen, ich mochte es nie) oder Fasan dazu als Alternative. Also Nachtisch gab es Eis mit heißer Himbeersauce.

    Geschenke kamen Waschkörbeweise im wahrsten Wortsinne, denn meine Tante hatte soviel Spaß am verpacken, die verpackte auch Taschenkalender etc.

    Am schönsten war eh immer wenn sie mit mir zusammen im Wohnzimmer saß (der restliche Besuch saß im Wintergarten) und mir Geschichten vorlas..Max und Moritz hab ich geliebt, aber halt auch Grimms Märchen..war schön.


    Später als wir dann Heilig Abend zu Hause verbrachten und nicht mehr bei Opa, haben wir Spiele gespielt und gut gegessen..war auch so schön. Meine Eltern haben sich an Weihnachten -zumindest an Hl.Abend-Zeit genommen für mich, das habe ich genossen.



    Wie war es bei euch? Erzählt mal :slightly_smiling_face:

  • Oh als Kind war Weihnachten richtig toll. Ich erinnere mich sehr gern zurück.


    Mein Vater war leidenschaftlicher CB-Funker. Überall hatte er Funkgeräte stehen: Wohnzimmer, Esszimmer, Auto ...


    Heiligabend hat er mich gegen 18 Uhr ins Auto gesteckt und ist mit mir durch meine Heimatstadt Dortmund gefahren. Bis irgendwann der Funkspruch meiner Mutter kam: "Christkind war da!" Dann gings mit 80 Sachen quer durch Dortmund nach Hause ... Schöööööön.


    Seit mein Vater nicht mehr lebt (1996) ist auch Weihnachten für mich nichts mehr wert, da ich das Schöne daran tatsächlich mit meinem Vater verbinde.

    Es gibt ein Leben ohne Hund, es lohnt sich nur nicht!

  • Seit mein Vater nicht mehr lebt (1996) ist auch Weihnachten für mich nichts mehr wert, da ich das Schöne daran tatsächlich mit meinem Vater verbinde.

    Ja geht mir genauso..mein Papa ist 1994 mit 54 Jahren verstorben, danach war Weihnachten nicht mehr Weihnachten.

  • Eigentlich feiere ich Weihnachten immer noch so wie in meiner Kindheit, bis auf kleine Abweichungen... :winking_face:


    Meine Großeltern leben seit den 90igern nicht mehr, die waren früher auch immer da. Und mein Bruder lebt nicht mehr, das war sehr einschneidend für die ganze Familie, und die ersten paar Weihnachtsfeste ohne ihn waren - extrem merkwürdig... Er starb 2008. Und immer noch ist es so, dass viel über ihn geredet wird, vor allem an Heilig Abend, das ein oder andere Tränchen fließt dann auch immer noch.

    Mein Onkel starb vor ein paar Jahren, aber meine Patentante ist auch nach wie vor dabei, sie ist nun 89 Jahre alt.


    Und seit 1995 ist mein Mann noch mit dabei, den gab es in meiner Kindheit natürlich noch nicht :grinning_squinting_face:.


    Aber davon abgesehen, ist alles wie früher. Es wird gegessen, meine Mutter (auch schon über 80) stellt sich jedes Jahr der Herausforderung, was vegetarisches zu kochen (mein Mann und ich sind beide Vegetarier) :winking_face:.

    Dann geht es ins Wohnzimmer, unter den Weihnachtsbaum, und es wird bissle musiziert, mein Vater ist sehr musikalisch und hat mir das vererbt. Und danach gibts dann Bescherung, und dann wird getrunken :smiling_face_with_halo: und geredet und viel in Erinnerungen geschwelgt :red_heart:.


    Die andern Feiertage gehören dann meiner Schwiegerfamilie.

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • Manchmal haben wir bei meiner Oma gefeiert, manchmal bei meinen Eltern. Es waren große Altbau-Wohnungen mit sehr hohen Räumen, so dass die Christbäume manchmal 3 Meter hoch waren.

    Sie waren über und über mit Lametta behangen.

    Vor der Bescherung gab es Weißwürste und Wiener mit Kartoffelsalat, und es hat mich gestört, dass mein Vater so viel gegessen hat, weil das die Bescherung immer so hinausgezögert hat. :lach:


    Die Bescherung lief sehr gesittet ab. Abwechselnd hat jeder ein Geschenk bekommen, das er vorsichtig geöffnet hat, denn das Papier wurde viele Jahre lang immer wieder verwendet.

    Das Lametta übrigens auch.

    Bis ich im Alter von 12 Jahren mit meiner Freundin zusammen den Christbaum schmücken durfte, und wir Lametta-Weitwurf gemacht haben. Das war dann der Untergang des 15 Jahre alten Lamettas. :hahaha:


    Nach der Bescherung hab ich mit meinen neuen Sachen gespielt und durfte dazu sehr lange aufbleiben.


    Als ich älter war, fuhren meine Eltern am Hl. Abend nachmittags zum Friedhof, zum Grab meines Opas. Ich blieb zu Hause und hab mir "Wir warten aufs Christkind" angeschaut.

    Der restliche Ablauf war dann wie in meiner frühesten Kindheit - Papa hat zu viel und zu lange gegessen. :haumichweg:

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Mein erstes bewußtes Weihnachtensfest habe ich in der Schweiz erlebt. Die Pflegefamilie war katholisch. Dort gab es keine Geschenk, Baum etc.

    Auch kein Weihnachtsessen. Es wurde viel gebetet. Es gab eine Marienstatur die im Raum stand und vor der gebetet wurde. Die Weihnachtsgeschichte wurde erzählt und wir waren oft in der Kirche. Mir hat nix gefehlt.

    Zuhause war dagegen absoluter Mist. Dieses künstliche " Wir haben uns lieb" und sind eine ganz tolle Familie, hat mich Weihnachten sehr belastet...war nämlich nicht so. Meine Eltern waren geschieden und meine Mutter hat Gift und Galle gespuckt weil uns unser Vater am 1. Weihnachtstag abholen durfte.


    Als meine Kinder klein waren haben wir mit der Schwiegerfamilie gefeiert und es war richtig toll! Meine Kinder reden immer noch davon wie schön es war.

    Es gab Käsefondue, der Weihnachtsmann kam, wir haben zusammen gesessen und uns gefreut. Gut, das ich diese Familie hatte.

    Jetzt ist Weihnachten für mich o.k. Der Baum steht draußen, die Lichtergirlande hängt und es gibt viel lecker Essen. Am Heiligabend machen wir mit den Hunden unseren grossen Seespaziergang. Den Glühwein nehmen wir in der Thermoskanne mit und genießen die Zeit.

    Liebe Grüße
    Birgit



    "Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du oh Mensch, sei Sünde; doch mein Hund bleibt mir im Sturme treu,


    der Mensch nicht mal im Winde!" (Franz von Assisi)

  • Bei uns wurde Weihnachten unterschiedlich gefeiert. Da bei uns niemand wirklich christlich unterwegs ist, sind wir auch nie in die Kirche gegangen. Dass war jedes Jahr gleich.

    In der Schule jedoch hieß es am letzten Schultag immer in die Kirche zu gehen. Man war ich froh wenn der Teil rum war.


    Meistens, gerade so bis einschließlich der Grundschulzeit trafen wir uns alle bei meiner uroma in der Wohnung. Es kamen mein Opa, meine Oma, meine Tanten, Cousins und Cousinen und natürliche wir zusammen. Unsere Eltern kamen später nach, sie hatten dann schon alles für die Bescherung gerichtet. Bei meiner uroma gab es dann Kaffee und Weihnachtsgebäck, für uns Kinder natürlich kein Kaffee. Wir Kinder spielten im neben Raum und gegen Abend ging ich gerne mit meinem Opa und dessen Hund raus. Wir schauten uns die Fenster an, schauten wie der Schnee glitzerte (wenn welcher lag). Dann gab es die ersten Geschenke. Das waren die Geschenke die wir von der Verwandtschaft bekamen. Abends brachen wir dann auf und fuhren nach Hause. Hier feierten wir im engsten kreis. Zu essen gab es etwas, dass wir uns vorher aussuchten. Mal Gemüse Lasagne mit ackersalat und zum Nachtisch Eis mit heißen Früchten. Mal gab es pizza oder auch mal Knödel mit Rotkraut und Pilzen. Danach gab es die Geschenke von den Eltern. Mit denen wurde dann auch gleich gespielt. Bis dahin war es auch schon spät geworden, daher ging es dann auch bald schon ins Bett. Manchmal war noch Zeit für ein weihnachtsfilm.

    Die Tage danach waren wir draußen unterwegs. Wir fuhren dorthin wo Schnee lag und gingen schlittenfahren.

    Oft trafen wir uns auch noch bei meiner Oma und Opa oder bei meiner Tante auf dem Land auf Kaffee und Kuchen mit anschließenden spazieren gehen.


    An Geschenken wurde oftmals was von playmobil (so sets die heute so 20-25€ kosten würden), was zum draußen spielen (Fußball, Schlitten, Springseil), ein Kuscheltier, eine holzspielfigur und was zum anziehen geschenkt. Von der Verwandtschaft gab es oft Gutscheine von Spielzeugläden, Gutscheine fürs kino ode was kleines zum spielen oder lesen.


    In der Weihnachtszeit wurde eine Krippe aus Holzfiguren aufgebaut, kurz vor Weihnachten hat mein Papa einen Baum geholt, hier war ich gerne dabei. Als ich so 10 war wollte ich aber keinen Baum mehr. Ich wollte nicht dass extra ein Baum gefällt wird. Ich glaube seit dem haben wir auch keinen Baum mehr gehabt. Es wurden stattdessen große Zimmerpflanzen geschmückt. Außerdem wurden Nadelbaum Zweige zum dekorieren genommen.


    Weihnachten fand ich als Kind immer schön. Auch das zurück fahren in der Nacht, wenn alles still und ruhig ist und man in die Häuser rein schauen kann, wenn der Mond auf die Erde scheint…

    Meine Eltern und meine große Schwester haben mit ins ausstecher Plätzchen gemacht. Da aber wirklich keiner so wirklich Lust auf Weihnachtsgebäck backen hat, blieb es dabei. Wir haben uns nicht an Christstollen, Lebkuchen, Zimtsternen und co. Gewagt.


    Heute hab ich wirklich gar keine Lust auf Weihnachten. Das Ganze konsumieren und Gesuche nach dem Geschenk geht mir auf die Nerven. Meinen Nichten und Neffen zu lebe mach ich den Zirkus mit, bin aber echt froh wenn ich drum herum komme. Seit Kimani und Maja auch noch am 24.12 und 26.12 starben hab ich noch weniger Lust darauf. Und ich meine seit dem habe ich auch kein Weihnachten mehr gefeiert. Und dieses Jahr komme ich auch wieder drum rum.

    Der engste Kreis bekommt eine Kleinigkeit von mir, aber ansonsten ist gut. Ich geh mit dem Hund in den Wald, mach einen schönen langen Spaziergang, hänge etwas leckeres für die Vögel an den Baum und lasse den Tag gemütlich ausklingen.

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