Hund(7) kann nicht allein sein

  • Hallo liebe Hundefreunde,


    Ich benötige Rat und Erfahrungsberichte von Leuten die das Problem kennen.

    Die Hündin meiner Eltern (Luna) ist ein 7 jährige Labrador/Weimeraner Mischling. Sie ist der perfekte Familienhund.

    Nun zum Problem.

    Vor 3 Monaten verstarb mein Vater nach langjähriger Krankheit zuhause. Er war bereits die letzten 2 Jahre nicht in der Lage das Haus zu verlassen und ist schon die letzten 10 Jahre krankheitsbedingt nichtmehr arbeitsfähig gewesen.

    Nun ist meine Mutter vor 4 Wochen vom Haus in eine kleine 2,5 Zimmerwohnung gezogen.

    Luna wirkte stets ausgeglichen und ,,normal". Nun haben allerdings die Nachbarn meine Mutter angesprochen dass Luna wohl sobald meine Mutter das Haus verlässt anfängt zu bellen und zu jaulen -nicht immer und auch nicht durchgängig.


    Meine Mutter arbeitet morgens 4 Std. und 2x pro Woche nachmittags auch 4 Std.


    Eine Hundetrainerin haben wir kontaktiert, diese gab uns nicht viel Hoffnung dass Luna es schaffen könnte sich ans allein sein zu gewöhnen.


    Habt ihr Erfahrung oder Tipps wie wir nun vorgehen?

    Meine Mutter kann Luna nicht auchnoch ,,verlieren" (sie abgeben ist eigentlich keine Option).

    Wir wollen aber natürlich auch nicht dass Luna so gestresst ist.


    Braucht sie vielleicht einfach nur Zeit sich an die neuen Lebensumstände zu gewöhnen?


    Dankeschön und viele Grüße

    JULIA

  • Wenn sie es bisher gar nicht kennt, weil dein Vater immer zu Hause war - so ließt sich das zumindest. Dann ist es ja auch klar, dass sie es nicht kann.

    Das muss man sehr kleinteilig üben und auch dann gibt es Hunde, die es nicht aushalten können.


    Ich will hier nicht nur negatives äußern, aber man muss ja ehrlich bleiben.
    Das wird auf jeden fall sehr viel Arbeit mit ungewissem Ausgang - wie das eben immer so ist. Ich würde das machen wie bei einem Welpen und wirklich mal erst mit 1 minute Wohnung verlassen anfangen. Das dauert dann natürlich, bis 4 Stunden vielleicht gehen.

    Ist es evtl eine Option, dass jemand Luna in der Zeit zu sich nimmt?

    Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?

  • Hallo, danke für deine Antwort.


    Luna ist morgens die 4 Std. jetzt alleine, das klappt soweit ganz gut. Meine Mutter lässt das Radio laufen und dunkel die Wohnung etwas an.


    Wir haben Überwachungskameras angebracht und man kann beobachten dass sie die ersten Minuten sobald Mama das Haus verlässt sehr unruhig ist und sich dann vor die Eingangstür legt und schläft. Sobald jemand im Flur vor der Wohnungstür ist wird sie wach und bellt dann. Legt sich dann aber wieder hin und schläft.


    Nachmittags habe ich sie jetzt oft bei mir Zuhause gehabt, das ist aber keine Dauerlösung weil ich mit 2 kleinen Kindern auch oft Termine habe wo ich sie nicht mitnehmen kann.


    Ist es denn überhaupt gut sie quasi ab und an mal woanders unterzubringen oder ist das kontraproduktiv?

    Wir könnten Sie nämlich auch mal zu meinem Onkel bringen.

    Wir möchten Sie aber nicht verwirren.


    Liebe Grüße

  • Naja das wäre schon gut, wenn es einem gewissen Ritual folgt denke ich. Es kommt aber echt auch auf den Hund an. Wenn sie es kennt bei deinem Onkel zu sein, ist das vielleicht auch eine gute Lösung.

    Das wäre ja dann 2x die Woche am Nachmittag oder? Ich denke das geht schon, wenn der Hund da eben die Menschen, die Umgebung und im besten fall auch in etwa die Abläufe kennt. Sonst muss er sich ja auch erst eingewöhnen.
    Aber da könnte ich mir denken, dass da schnell eine Routine drin ist an den Tagen und sie genau weiß, was jetzt kommt und wo es hingeht etc.


    Dass sie Leute im Flur anbellt würde ich aber als normal einstufen. Das hat Vicco anfangs auch gemacht. Der hat jedes Geräusch angebellt, was er nicht kannte (und somit halt als "gefährlich" eingestuft hat). Wäre natürlich aber besser, wenn jemand da wäre, der ihr in dem Moment sagt, dass alles okay ist und sie nicht bellen muss. Vicco bellt nur noch, wenn Menschen im Flur sind, die hier normalerweise nicht sind (nicht hier wohnen/neu eingezogen) oder wenn sein Lieblingsfeind an der Tür lang geht.

    Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?

  • Hört sich doch eigentlich schon gut an und ein Hund bellt nun mal.

    Solange der Hund nicht dauergestreßt ist, würde ich erstmal ganz ruhig bleiben. Zuviel Neues ist glaube ich auch nicht hilfreich, ich denke das wird schon!


    Meine Hunde bellen auch bei den verschiedensten Geräusche, obwohl wir da sind, also nichts ungewöhnlich Schlimmes für Hunde. :smiling_face:


    Menschen rufen, führen laute Gespräche, Kinder plerren, quicken und heulen, Auto's hupen, knattern.......also, wenn der Hund nur kurz bellt, wo ist da das Problem?


    Ich denke alles wird gut!

  • Dazu einige Gedanken. Es gibt immer wieder mal Hunde, die sich schwer tun, das ist selten ein Beinbruch. Wichtig natürlich, mit den Nachbarn reden und so zeigen, dass man auf ihre Beschwerden eingeht. Ansonsten sollte das gelegentliche Bellen kein Problem sein. Aber ich weiß schon, Nachbarn haben meistens keine Ahnung, wie laut sie selbst sind...


    Zum Hund: Alleine sein übt man am besten langsam. Fängt kurz an und steigert. Das lässt sich vermutlich bei euch nicht mehr machen, aber ich würde trotzdem versuchen, den Radius des Hundes einzuschränken. Sie in einem Raum lassen, wo der Fernseher / Radio an sein kann, denn der verhindert, dass sich der Hund zu sehr auf Geräusche von draußen konzentriert. Also weg von der Wohnungstür. Hat sie einen Platz in der Wohnung, der ihrer ist, an dem sie sich zurückzieht?

  • Wie ihr das alleine sein üben könnt haben meine Vorschreiber ja schon geschrieben. Wäre es denn eine Option Sie mit in die Arbeit zu nehmen oder geht das auf keinen Fall?

    Ich würde wie Murmel schon schrieb, auch mit den Nachbarn mal das Gespräch suchen und eben auch erklären warum sie möglicherweise ab und an bellt. Wenn Sie sich an die Geräusche gewöhnt hat, hört das möglicherweise ja auch auf. Ansonsten finde ich nicht schlimm, wenn Sie ab und an meldet das da unbekannte Geräusche sind. Solange Sie nicht stundenlang am durchheulen/bellen ist, ist das auch kein Grund für eine Beschwerde.

  • Ich hatte es ja auch gerade mit Möppi. Leider war es so unbeständig und auch kein einfaches Bellen, sondern ein richtiges Jaulen, dass ich ihn mit in die Arbeit nehme.

    Manchmal hat er schon nach 10 min geweint, manchmal erst nach drei Std. Einen sichtbaren Auslöser gab es bei uns nicht. Ich vermute Herzschmerz....

    Wir hatten auch eingeschränkt, er war mit Bella im Wohnzimmer, der TV lief und die Klingel war ausgezogen.

    Da habe ich keinen Trainingsansatz gesehen.... aber so ist alles supi, weil die anderen beiden gut alleine bleiben können.

  • Ja Susa bei manchen hilft nichts... außer daycare oder dog sitter. Wenn unsere Tochter lauf die Arbeit muss, hole ich ihre Hunde ab und sie bleiben bei uns bis sie wieder heimkommt.

    Richtig. Und ich bin sooo glücklich, das ich ihn mitnehmen konnte.

    Klar gibt es auch mal Situationen, wo sie alleine bleiben müssen. Aber das ist jetzt vllt. zwei mal im Monat und klar ist dann das geheule groß.

    Aber das kann ich ihnen ja nicht täglich antun.

    Stresst ja auch alle drei - Gruppenzwang und so....

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