Verstörte Hündin

  • Guten Abend 🙋🏻‍♀️


    Es geht diesmal um unsere Hündin Joy. Ein Jack Russel Mix. 12 Jahre alt. Sie ist lieb und gut erzogen. Wenn ein Hund sie anbellt und sie zurück bellen will, und wir NEIN! sagen, unterlässt sie es auch. Aber seit dem 7. März 21 ist es bei einer Nachbarin und ihrer Dackel Hündin anders. Am 7. März abends im dunkeln bewarf sie unsere Hündin und mich aus dem Fenster ihrer Wohnung im 1. Stock mit einem Böller.


    Unsere Hündin hatte eh schon immer Panik vor Böllern und Knallgeräuschen ( Tür, Fenster, Deckel der Mülltonne, Autotür etc...)


    Das erste Problem was daraus resultierte ist, das sie Angst hat im dunkeln rauszugehen. Sie rennt, als wäre der Leibhaftige hinter ihr her, macht ihr Geschäft und schleift mich an der Leine nach Hause.


    Das zweite Problem ist, das sie jedesmal, wenn sie die Frau sieht, mit und ohne Hund, ihr förmlich die Synapsen durchbrennen und sie total aggressiv auf die beiden reagiert. Sie dreht förmlich durch an der Leine. Selbst das NEIN! nützt da nix mehr. Als ob sie alles um sich rum ausblendet.


    Sonst ist sie wirklich sehr lieb und sozial und gern mit anderen Hunden in Kontakt.


    Wie können wir ihr helfen? Wir gehen schon andere Wege aber können es nicht 100% vermeiden dieser Person zu begegnen.

  • Würde deine Hündin wenn sie deine Nachbarin sieht Fressen annehmen? Das sollte dann das Beste sein was du dir vorstellen kannst wie z.B. Käse oder Fleischwurst, rohes für Hunde geeignetes Fleisch wenn sie das mag oder etwas anderes was deine Hündin sehr gern frissst.


    Oder mag sie ein Spielzeug besonders gern, Lob oder Streicheln?


    Gibt es eine Entfernung in der sich deine Hündin noch nicht aufregt wenn sie die Nachbarin sieht? Und ist es planbar, dass du der Nachbarin begegnest, taucht sie also nicht plötzlich hinter einer Ecke auf?


    Wenn irgendetwas davon zutrifft würde ich über Gegenkonditionierung arbeiten. Sobald du deine Nachbarin in einer Entfernung in der Joy noch nicht reagiert siehst bekommt deine Hündin das super Futter, ihr Lieblingsspielzeug, ein aufrichtig gemeintes Lob usw. Du sorgst dafür, dass Entfernung gleich bleibt und Joy bekommt das Futter/Spielzeug/Lob usw. bis deine Nachbarin nicht mehr zu sehen ist. In dem Moment hörst du auf damit.


    Einer meiner Hunde hatte vor ein paar Jahren das Problem entwickelt, dass er Autos jagen wollte und dann bellend in die Leine gesprungen ist. Er wiegt nur 8 Kilo, ich kann ihn also zuverlässig halten aber ich wollte nicht, dass er bei Autos ausrastet. Er frisst sehr gern und hat von mir, sobald das Auto in Sichtweite war, Futter bekommen bis das Auto wieder außer Sichtweite war. Nach einer Weile hat er mich, sobald sich ein Auto genähert hat, angeguckt und wollte Futter. Mein Ziel war das Futter auszuschleichen. Zwischendurch wollte er mich manipulieren indem er das In-die-Leine-springen nur angedeutet hat um Futter zu bekommen. Der Unterschied war aber deutlich sichtbar und er ignoriert Autos jetzt völlig wie es auch mein Ziel war.


    Wegen der Angst im Dunkeln würde ich einen Gassigang so legen, dass es zum Ende langsam dunkel wird und dann etwas machen was Joy Spaß macht wie Bällchen werfen, Futterstücke suchen lassen usw. und das Ganze so planen, dass ihr nicht lange im Dunkeln unterwegs seid. Ziel ist, dass Joy merkt, dass Dunkelheit nichts schlimmes ist, sondern das man Spaß haben kann und dass sie nicht lange im Dunkeln unterwegs sein muss.


    Für das kurze Lösen abends/nachts wäre ein Garten optimal.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

    Einmal editiert, zuletzt von CrazyDogs ()

  • Überleg einmal in Ruhe, ob ein Umzug deine Probleme lösen könnte.

    Nachbarn, die einen mit ihrem Hund bedrohen oder Böller in einen hineinwerfen,

    sind nun wirklich keine liebenswerte Zeitgenossen, neben denen man gerne wohnen möchte.

    Grüsse von Susanne mit Bruno



    Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt

  • Überleg einmal in Ruhe, ob ein Umzug deine Probleme lösen könnte.

    Nachbarn, die einen mit ihrem Hund bedrohen oder Böller in einen hineinwerfen,

    sind nun wirklich keine liebenswerte Zeitgenossen, neben denen man gerne wohnen möchte.

    Wir suchen schon nach einer Wohnung. Du weißt sicher selbst wie schwer das ist. Erst recht wenn die Wohnung ein paar Kriterien entsprechen muss. Mindestens EG oder 1. Etage da mein Mann Psoriasis Arthritis hat und meine Eltern sonst nicht mehr kommen können da mein Vater es mit seiner Neuropathie nur bis maximal 1. Etage schafft. Und 3 Zimmer. Bodenbelag sollte sie haben da wir niemanden haben der sowas verlegen kann. Ich kann nur tapezieren. Und mehr wie 600 Euro warm sollte sie nicht kosten.


    Glaub mir, wir gucken überall. Bei Immobilienfirmen auf der HP, Ebay Kleinanzeigen, schwarzes Brett im Supermarkt etc...


    Bis wir eine Wohnung gefunden haben, wollte ich wissen, wie wir unserer Hündin helfen können.

  • Die Antwort wird sicher davon abhängen, wie ihr zu dieser Person steht. War das mit dem Böller nur ein Versehen, dann kann man freundschaftlich miteinander arbeiten. War es das nicht, dann sieht die Sache anders aus und ich würde allenfalls dem Hund helfen, sich wieder Nachts sicher zu fühlen.

  • Die Antwort wird sicher davon abhängen, wie ihr zu dieser Person steht. War das mit dem Böller nur ein Versehen, dann kann man freundschaftlich miteinander arbeiten. War es das nicht, dann sieht die Sache anders aus und ich würde allenfalls dem Hund helfen, sich wieder Nachts sicher zu fühlen.

    Mit der Frau, die uns mit dem Böller bewarf, hatten wir nie Kontakt. Kein Grüßen im Vorbeigehen und nie miteinander geredet. Es fing damit an, das wir uns mit unseren Hunden auf der gleichen Straßenseite begeneten. Ich wechselte die Straßenseite da sich die Hunde nicht verstehen. Durch einen Sprinter der die Sicht verdeckte, sah ich erst auf der anderen Straßenseite, das sie auch die Straßenseite wechselte. Sie flippte aus und schrie mich an:"Machst du das absichtlich???"


    Als sie den Böller warf im März, schrie sie hysterisch ich würde sie stalken weil ich an ihrer Haustür vorbei gehe während der Gassirunden. Ich wohne nunmal auch in der Siedlung. Ich rief die Polizei die bestätigte das es KEIN Stalking ist. Ich weiß nicht weiter. 🤷🏻‍♀️

  • Leckerli nimmt sie nicht wenn sie die Nachbarin sieht. Hab ich schon probiert. Sie regt sich schon auf wenn sie sie nur riecht. Sie riecht sie wenn wir z. B. auf eine Straßenecke zugehen. Nase auf den Boden und ab geht die Post. Erst wenn wir an der Ecke angekommen sind, sehe ich sie und dann bellt sie und dreht sich an der Leine um die eigene Achse. Joy frisst auch gern. Getrockenete Rinderlunge, getrocknete Schweinedärme und getrocknete Sprotten aber wenn sie die Nachbarin sieht ist ihr das egal. 🤷🏻‍♀️


    Ein Lieblingsspielzeug hat sie. Einen kleinen Quietscheball.

  • Hallo Ela!


    Ich habe lange überlegt, ob ich dir antworten soll. Denn ich habe die Befürchtung, dass du da gar nichts mehr machen kannst.

    Ein Jack Russel Mix. 12 Jahre alt. Sie ist lieb und gut erzogen.

    Das ist für mich der erste Grund.


    Joy ist 12 Jahre, hat schon immer Angst vor Knallgeräuschen. Und dann noch das:

    Am 7. März abends im dunkeln bewarf sie unsere Hündin und mich aus dem Fenster ihrer Wohnung im 1. Stock mit einem Böller.

    Joy wird auch noch gezielt mit einem Böller attackiert und scheint die Werferin auch identifiziert zu haben.


    Da wird es in meinen Augen nichts mehr mit "schönfüttern" oder anderen Dingen. Das ist nun ein Feindbild. Und da die Nahbarin so "nett" zu dir und euch ist, ist noch nicht mal ein Ansatz eines entspannten Miteinander zu erkennen.


    Auch wenn Wohnungssuche schwierig ist, sucht weiter. Nicht nur für Joy, auch für euch, denn da kommt weiter nichts gutes bei rum. :frowning_face:


    Liebe Grüße,

    Wulf

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • Schwierige Situation weil Joy schon auf die Nachbarin reagiert sobald sie sie riecht. Dabei hast du als Mensch ja gar keine Chance vorher mit Joy zu arbeiten.


    Ich würde mich zumindest mit einer Trainer*in in Verbindung setzen bevor du aufgibst. Vielleicht kommt von dort noch eine Idee.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

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