Tumor an der Wirbelsäule

  • Hallo Ihr Lieben, here we go again...


    Seit einigen Monaten fällt mir auf, dass Sonic, unser Whippet, nach längerem Laufen sich hinlegen will. Zuerst dachte ich an Bauchweh, aber bald kam mir der Verdacht, es könnte etwas "mechanisches" sein. Da es nicht wegging, haben wir ihn dem TA vorgestellt. Ich muss nun sagen, dass unsere Praxis drei Tierärzte hat, und wenn's eilig ist, man halt den erstbesten nimmt, sie sind alle gut. Einer, Dr. Ba hat jahrelang an der Universitätsklinik gearbeitet, der Gründer der Praxis, Dr. Pe, ein relativ junger TA, ist auch anderen Heilmethoden sehr aufgeschlossen, und den dritten, Dr. Bi, kenne ich weniger. Unsere Tochter sagt, er ist gut für Routine. Dr. Bi hat Sonic untersucht und auf Ernährungsprobleme getippt und hat daher Spezialfutter für empfindlichen Verdauungstrakt empfohlen. Ich habe Sonic darauf umgestellt und anfangs meinte ich, einen Erfolg zu haben.
    Doch dann kam der Effekt wieder.
    Dieses Mal habe ich einen Termin bei Dr. Ba ergattert, der sich noch einmal genau den Verlauf erklären ließ und zu einem Röntgenbild riet, dem ich sofort zugestimmt habe, denn das wollte ich auch. Auf diesem Röntgenbild zeigt sich nun eine Masse, die am hinteren Ende der Wirbelsäule, noch vor der Hüfte befindet, und da nicht hingehört. Vom Röntgenbild war unklar, ob das eine Flüssigkeit oder Gewebe ist. Er wollte uns zuerst zu einem Spezialtierarzt schicken, aber dieses Mal bestand ich auf der Biopsie zuerst. Die wurde gestern genommen. Ergebnisse erwarten wir in einer Woche. Die Idee, es könnte sich bloß um eine Zyste oder einen Abszess handeln, hat sich leider als falsche Hoffnung erwiesen.


    Was es nicht alles gibt. Ja, es kann jedes Gewebe entarten, und wie auch bei Nikki, hängt die Schwere des Problems von der Art des entarteten Gewebes ab. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um etwas superaggressives handelt, dieses Mal deutlich geringer als bei Nikki, aber trotzdem.


    Hat jemand unter euch mit so einem Tumor Erfahrung?

  • Wie blöd. Da bist du die Sorgen um einen Hund los und schon steht der nächste parad.Und auch wenn sich das Gewächs als relativ harmlos erweist, ist die Lage unglücklich.


    Ich hoffe für euch, dass sich alles als möglichst unbedenklich darstellt und Sonic nicht allzusehr eingeschränkt wird.

    Grüsse von Susanne mit Bruno



    Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt

  • Erfahrung habe ich nicht. Alles Gute für Sonic und ich drücke die Daumen für das Ergebnis der Biopsie.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • Was es nicht alles gibt. Ja, es kann jedes Gewebe entarten, und wie auch bei Nikki, hängt die Schwere des Problems von der Art des entarteten Gewebes ab. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um etwas superaggressives handelt, dieses Mal deutlich geringer als bei Nikki, aber trotzdem.


    Hat jemand unter euch mit so einem Tumor Erfahrung?

    nein - leider/gsd habe ich null erfahrung mit entarteten geweben.
    ich wünsche euch von herzen, dass diese entartung harmlos ist! - unsere daumen sind ganz fest gedrück!


    :hello:

  • Ich habe auch keine Erfahrungen, drücke aber die Daumen, dass die Sache möglichst harmlos ist und Sonic dadurch keine größeren Einschränkungen hat.


    Wie alt ist der Bub?

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Hierzu gibt es schon ein Ergebnis der Biopsie: Weichteilsarkom. Welches der vielen Möglichkeiten, weiß ich noch nicht, aber es soll ein wenig metastasierendes sein.
    Operation, Bestrahlung, Chemo... und wieder die alten Frage, wie viel soll man einem Hund, der bald 11 wird, zumuten? Operation ja, die wird aber sehr invasiv sein müssen, bei dieser Art von Krebs. An der Wirbelsäule...


    Unter unseren Hunden inklusive Tochter hat es in einem Jahr vier Tumore oder Verdacht auf Tumore gegeben, davon waren zwei keine und einer harmlos. Früher oder später musste es uns erwischen, wie es scheint.

  • Nicht schön :trost:


    Meine Überlegungen: Wie sind Sonic´s Prognosen, wenn welche Behandlungen durchgefürt werden?
    Er ist 11 Jahre, was kann man ihm noch zumuten?
    Hat er Schmerzen und wie können sie ihm genommen werden, ohne dass er ständig zugedrönt werden muss?


    @Murmel euch werden sicherlich ganz ähnliche Gedanken durch den Kopf schwirren. Ich wünsche euch , dass ihr für alle Seiten eine vertretbare Lösung findet.

    Grüsse von Susanne mit Bruno



    Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt

  • Meine Überlegungen: Wie sind Sonic´s Prognosen, wenn welche Behandlungen durchgefürt werden?


    Er ist 11 Jahre, was kann man ihm noch zumuten?
    Hat er Schmerzen und wie können sie ihm genommen werden, ohne dass er ständig zugedrönt werden muss?

    Das ist halt so schwierig bei Hunden, sie kompensieren, werden damit fertig, solange es eben geht.


    Die Behandlungsoptionen sind klar:
    Wenn ein Tumor keine oder nur langsam Metastasen setzt, ist die Entfernung des Tumors oft die Heilung. Ex und hopp. Aber nur, wenn der Tumor 100% herausgeschnitten werden kann. Bei Weichteilsarkomen leider nicht so einfach, weil sie sich nicht abkapseln oder gute Grenzen mit dem gesunden Gewebe bilden. Daher muss viel mehr entfernt werden, als es von außen aussieht. Meine Sorge hier ist die Nähe zur Wirbelsäule. 100%-ige Entfernung, wenn es schon in die Wirbelsäule eingedrungen ist???


    Wenn man sich nicht sicher sein kann, ob wirklich auch alles entfernt wurde, setzt Bestrahlung und Chemo ein, wobei manche Krebsarten mehr auf das eine oder andere ansprechen.


    Im Moment ist er relativ schmerzfrei, so meine Einschätzung, seit der Biopsie, die offenbar etwas mehr entfernt hat, also nur ein kleines Stück des Tumors, hat er keine Probleme mehr, die halbe Stunde-Runde mitzulaufen. Vorher musste er sich nach einer Viertelstunde hinlegen. Ich habe ihn daher schon gar nicht mehr zu Längerem mitgenommen. Deshalb bin ich zum TA, um das checken zu lassen. Das erste Mal hat man nichts gefunden... obwohl es schon da war. Tja, hängt halt eben doch vom TA ab. Mein Lieblings-TA (es gibt drei in der Praxis) ist nächste Woche zurück und ich habe am Dienstag einen Termin mit ihm.


    Ich bin kein Freund von Bestrahlungen und Chemo bei älteren Hunden. Vielleicht bin ich zu rational gesteuert... aber wie viel Schmerzen bin ich bereit zuzufügen für ein paar Monate mehr? Sind es Jahre, die man gewinnt? Fünf, drei, nur eins? Um ehrlich zu sein, einfacher ist die Entscheidung bei einem hoch-aggressiven Krebs, denn dann gewinnt man praktisch nichts mehr, außer man findet den Tumor in seinen Anfangsstadien, bevor er sich verbreiten kann. Normal hast du schon verloren, wenn man ihn findet.



    Doof.

  • Ach wie blöd :frowning_face: .
    Ich finde die Entscheidung echt schwer. Da gibt es so viel für und wider :frowning_face: .
    Du wirst die "richtige" Entscheidung treffen :flowers: .

    MfG Melanie mit Blacky&Geordi im Herzen & Joran an meiner Seite
    Manchmal lese ich über jemanden, der mit großer Autorität sagt, dass Tiere keine Absichten und keine Gefühle haben, und ich frage mich:" Hat der Typ denn keinen Hund?"(Frans de Waal)

  • Tut mir leid, dass es Sarkom ist.


    Ich kenne zwei Hunde mit Krebs. Ein Golden Retriever hatte mit 10 Jahren alle 3 Tage Chemo, Medikamente und Bestrahlung und hat den Krebs bis jetzt um mehr als 1 Jahr überlebt. Nebenwirkungen waren laut dem Frauchen "nur" Blähungen. Bei Jake wurde der Krebs ja leider zu spät erkannt...


    Schwierige Entscheidung, ich wünsche dir viel Kraft für die richtige Entscheidung in Sonics Sinn.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • Tut mir leid, dass es Sarkom ist.


    Ich kenne zwei Hunde mit Krebs. Ein Golden Retriever hatte mit 10 Jahren alle 3 Tage Chemo, Medikamente und Bestrahlung und hat den Krebs bis jetzt um mehr als 1 Jahr überlebt. Nebenwirkungen waren laut dem Frauchen "nur" Blähungen. Bei Jake wurde der Krebs ja leider zu spät erkannt...


    Schwierige Entscheidung, ich wünsche dir viel Kraft für die richtige Entscheidung in Sonics Sinn.

    Das Problem dabei ist immer: Wie viele Monate hätte er ohne Chemo und Bestrahlung überlebt? Das muss man in Beziehung setzen. Beim Nasenkrebs von der Diana war's Lebenserwartung ohne Behandlung 3-6 Monate, mit Behandlung (Operation nicht möglich) 6-9 Monate, und sie war 15. Bei Lady mit Lungenkrebs gab's gar keine Alternative. Bei Zeus mit dem Hemangiosarkom lag es ähnlich: Lebenserwartung (nach Entfernen des Tumors und der Milz maximal 3 Monate, mit Behandlung maximal 9. Er hat nicht mal drei Wochen gelebt, wir hatten nicht einmal mehr Zeit irgendetwas zu unternehmen, weil ja schon die Biopsie fast 1,5 Wochen dauert. Vielleicht ist Sonic der erste Hund, bei dem die Nachbehandlung Sinn macht.

  • Jake hatte ohne Behandlung nur noch wenige Wochen, mit Behandlung bis zu 2 Jahre. Es waren dann letztendlich nur 6 Wochen aber gute Wochen in denen Jake Hund sein konnte. Ohne Behandlung bzw. nur Palliativbehandlung hätte er gar nicht mehr Gassi gehen dürfen.


    Ja, man muss wirklich genau abwägen, dass man für den Hund entscheidet und loslassen kann wenn es sein muss. Ich drücke dir die Daumen, dass die Nachbehandlung bei Sonic Sinn macht.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • habe eine lange antwort geschrieben.
    mag sie aber nicht absenden, weil ich sie nicht so formulieren kann, wie ich sie verstanden wissen mag;


    daher wünsche ich euch einfach nur von herzen alles gute! :red_heart: :exclamation_mark: :exclamation_mark:


    herzliche umarmug, ulla

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