Mein Sorgenkind

  • Mensch Uta!


    Das war ja wirklich kurz vor knapp! :face_with_open_mouth:


    Schön, dass die Hübsche es dann doch so einigermaßen verkraftet hat und ihr und eure TÄ so schnell reagiert habt! :thumbs_up:


    Ganz liebe Genesungswünsche und Knuddels an Zarie :smiling_face_with_heart_eyes: ,

    Wulf

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • Lieben Dank für Eure guten Gedanken und Wünsche.


    Zarie ist wieder etwas fitter. Richtig zufrieden ist sie eigentlich nur, wenn ich irgendwo sitze und sie daneben liegen und schlafen kann.


    Heute muss ich nochmal nach der Naht gucken lassen. Die Fäden sind ganz lose und gehen von selbst raus, sind nur noch wenige drin.

    In der Tiefe ist es schon zu, aber die Ränder klaffen etwas.


    Sie geht nicht dran und leckt nicht.

    Liebe Grüße
    Uta mit den "Fuchseckles"

  • Ach, Ute, so was nimmt einen mit. Gut, dass du das noch rechtzeitig erkannt hast. Das mit dem Aufwachen ist schon normal, eigentlich hätte sie noch in der Klinik verbleiben sollen. Der Tiefschlaf, in dem sie versetzt werden, lässt die Körpertemperatur sinken, damit werden die Prozesse verlangsamt. Auch Puls und Atmung sind heruntergeregelt. Die Hunde werden oft auf Heizkissen gelegt, damit die Temp nicht zu sehr absinkt. Auch das kann schief gehen, unsere Ebony hat Narben von einem ungeregelten Heizkissen. Anyway, noch mal gut gegangen.


    Noch ein Wort zum Krebs. (Alles mit Vorbehalt, in der Wissenschaft weiß man ja nie...) Es ist wichtig zu verstehen, wie Krebs entsteht, dann fällt man auch nicht so leicht auf irgendwelche Gerüchte und Mythen herein.

    Jede Zelle des Körpers birgt den kompletten genetischen Code, also den Bauplan für das Lebewesen. Alles. Nach der Befruchtung der Eizelle sind die ersten Zellen nicht spezifiziert. Sie können alles Mögliche werden. Dann das Wunder: Die Zelle spezifizieren sich, d.h. aus dem gesamten Code wird nur das bisschen Code verwendet, der zur Erfüllung der Aufgabe der Zelle wichtig ist. Muskelzelle, Darmzelle, Nervenzelle... Der Fetus wächst, dann wird ein Neugeborenes daraus, und die Zellen teilen sich bis ins Erwachsenenalter, in dem die Zellen aufhören sich zu teilen. Bauplan fertig. Wie das gesteuert wird, wissen wir noch nicht.
    Die Zellen teilen sich erst wieder, wenn eine Lücke entstanden ist, aber nur im begrenzten Maß. Meistens wird mit Bindegewebszellen aufgefüllt, was zur Minderung der Leistungsfähigkeit des Organs oder Teils führt.

    Bei Krebs passiert nun das Unmögliche: Die Zellen stoppen nicht mehr. Sie wissen nicht mehr, was ihre Aufgabe ist und wann sie aufhören sollen. Schlimmer noch, ab und an löst sich so eine böse Zelle aus dem Verband und hängt sich woanders fest und "infiziert" das noch gesunde Gewebe.

    Das Einzige, was den Vorgang stoppen kann, ist das Immunsystem. Das muss erkennen, dass die Zelle nicht mehr ganz richtig "im Kopf", im Zellkern, ist. Angeblich tut es das viel öfter als es uns lieb sein kann. Aber halt nicht immer.

    Manche Lebewesen sind prädestiniert zu solchen Genveränderungen. Die Neigung dazu ist vererbbar, was Sinn macht, denn Krebs ist eine Krankheit der DNA. Manche Studien deuten beim Menschen daraufhin, dass eine pessimistische und stressreiche Lebenssituation Krebs fördert - eventuell durch die Beeinträchtigung des Immunsystems... aber hier gibt es noch viel Spekulation.


    Wenn man sich die Prozesse, die zum Krebs führen, genau durchdenkt, erkennt man auch, dass es keine Tablette gegen Krebs geben kann. Heute vergleicht man Krebs mit einem Virus, der ja auch die DNA der Zellen manipuliert.


    Nun zu meinem Sorgenkind: Ebony. Sie hat immer wieder Episoden, wo sie erbricht und/oder Durchfall bekommt. Normalerweise geht das schnell weg, doch dieses Mal scheint es nicht der Fall zu sein. Ebony (Doberfrau) wird jetzt 11. Sie kam zu uns als verhungernder Welpe. Sie fraß alles, was in ihren Schlund passte, am liebsten Stoffe. Maiskolbenhälften gaben ihr den Rest, die mussten herausoperiert werden. Vielleicht hängt es damit zusammen, wer weiß.

  • Susa danke für deinen Bericht!! Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich die Wauzis reagieren. Amys Gesäugetumor war unterhalb des Bauchnabels und wurde wie ja schon berichtet, entfernt und gleichzeitig kastriert.


    Sie war am nächsten Tag bereits wieder voll fit, hat gefressen und wollte mit raus. Schmerzen hatte sie nicht (soweit ich das überhaupt beurteilen kann, Metacam hat sie ja eh bekommen).


    Ok, bei Amy war es aber ja leider auch so, dass sie 2 Monate vorher am Knie operiert wurde und das hat sie ja wochenlang extrem eingeschränkt. Von daher war diese im Verhältnis kleine OP für sie wohl ein Klacks.


    Ich habe mittlerweile auch aufgehört, täglich nach Knubbeln zu suchen. Aber einmal wöchentlich mach ich es schon noch :see_no_evil_monkey: Manchmal denke ich, der Hund muss mich doch hassen. Ständig fummel ich an ihr rum, seit 2 Wochen gibt es 5 mal täglich 3 verschiedene Augensalben und Tropfen. Das findet sie doof! Lässt es aber ohne große Gegenwehr mit sich machen...

    Liebe Grüße


    Stef, Hannibal & Amy


    ************************************************************************************************************************************************
    Es ist mir völlig egal, wer im Film stirbt. Hauptsache der Hund überlebt!

  • Murmel na, das war ja auch für einen Laien mal echt verständlich erklärt. Vielen Dank dafür!!


    Sag mal, woher oder besser warum weißt du das alles? :shocked:


    Und natürlich auch für deine Ebony alles Gute und dass auch dieser Anfall bald vorbei geht :crying_face:

    Liebe Grüße


    Stef, Hannibal & Amy


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    Es ist mir völlig egal, wer im Film stirbt. Hauptsache der Hund überlebt!

  • Weiterhin gute Besserung für Zarie Schattenfell. Ein Glück, dass du schnell reagiert hast als die Läufigkeit nicht so war wie sonst.

    Hoffentlich ist mit Ebonys Verdauung schnell wieder alles okay Murmel.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • Update on Ebony:


    Gestern abend hatten wir den Hoffnungsschimmer, dass sie wieder ok ist, aber heute Morgen das alte Spiel: Fressen und aufstoßen und Gras fressen und Erbrechen. Beim TA stellten wir fest, dass sie 2.5 kg abgenommen hat und sehr dehydriert ist. Ein X-ray zeigte einen vollen Magen und einen mit Gas aufgeblähtem aber sonst leerem Darm. Keine Obstruktion sichtbar.


    Ebony muss nun 24h am Tropf hängen und morgen kommt jemand, um einen Ultraschall mit ihr zu machen.


    Sie hatte solche Episoden schon öfters, aber die haben sich meistens nach zwei Tagen wieder von selbst aufgelöst. Dieses Mal nicht. Auch fiel mir auf, dass diese Episoden sich häufen und verschlimmern. Irgendetwas stimmt mit meinem Mädchen nicht.


    Hoffe nur, dass es nichts Schlimmes ist. Ebony wird in zwei Wochen 11 Jahre alt.

  • Das ist ja kurios. Ich hoffe sehr für euch, dass man beim Ultraschall die Ursache findet und man ihr helfen kann.

    Nicht zu wissen, was ist, lässt das Gedankenkarussell Achterbahn fahren, schlimm!


    Ich drück dich und die Daumen

    Liebe Grüße


    Stef, Hannibal & Amy


    ************************************************************************************************************************************************
    Es ist mir völlig egal, wer im Film stirbt. Hauptsache der Hund überlebt!

  • Ich drücke die Daumen, dass es etwas harmloses und leicht behandelbares ist. :four_leaf_clover:

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • Ich hoffe auch, dass es sich behandeln lässt und dass dein Mädchen wieder in Ordnung kommt.

    Grüsse von Susanne mit Bruno



    Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt

  • The saga continues...


    Ebony: Der Ultraschall zeigte winzige Fremdkörper in Darm- und Magenwand. Stoff vermutlich. Das hat mich mehr als erstaunt, denn Ebony hat schon seit Jahren keinen Stoff mehr vertilgt, das war ein Übel ihrer Jugendjahre. Sollten Stofffetzen da so lange drinnen geblieben sein?

    Der US deutete auch daraufhin, dass schon Darminhalt in den Abdomen lecken könnte. Das hieß, Notfalloperation. Der TA hat dann in der Gegend herumtelefoniert, wer Ebony abends um 5 Uhr aufnehmen könnte. Die hiesige Notfallklinik ist zurzeit leider ohne Chirurgen. Also ich den Hund geschnappt und 40 Minuten weiter gefahren, um den Chirurgen zu treffen.

    Der Chirurg war eine Chirurgin und mit der Ärztin, die den US durchgeführt hat, befreundet. Daher war alles klar und vorbereitet. Sie hat mich auch gewarnt, dass Ebony mit fast 11 Jahren von der Rasse her, das nicht verkraften könnte. Aber was ist die Alternative?

    Fast forward, zwei ein halb Stunden später.


    Kein Stoff, sondern Gras.


    Ebony frisst, wenn es ihr schlecht geht Gras. Nicht Halm für Halm, sondern wie eine Kuh. Das würde nichts ausmachen, aber durch die Darmoperation vor Jahren, bei der man Maiskolbenhälften (nicht von uns!) aus ihrem Darm und Magen schneiden musste, waren die Darmschleifen verklebt und zu einer Schleife verformt, so dass das Gras nicht mehr durchrutschen konnte. Die Chirurgin meinte, so etwas hätte sie in ihren 20 Jahren Chirurgie noch nie gesehen.


    Seither muss Ebony in der Klinik bleiben. Sie wird alle 4 Stunden gefüttert, aber bisher mag sie noch nicht so. Vielleicht bekomme ich sie heute oder morgen früh zurück. Das arme Mädchen. Hoffentlich renkt sich das alles wieder ein. Dobermänner sind zwar nicht für Langlebigkeit berühmt, aber ich hatte den Eindruck, sie kann durchaus noch ein, zwei Jahre (oder drei?) vor sich haben.

  • Was für ein Drama :face_with_open_mouth:

    Ich hoffe, dass dein tapferes Mädchen alles gut übersteht. Jetzt wo die Chirurgin gut aufgeräumt hat sollten ihr doch ein paar nette Jährchen möglich sein :thumbs_up:

    Grüsse von Susanne mit Bruno



    Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt

  • Ich drücke die Daumen, dass Ebony schnell wieder frisst und dann bald nach Hause darf. :four_leaf_clover:

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • Das arme Mädel. :frowning_face:


    Hoffentlich bessert sich ihr Zustand rasch, so dass sie schnell wieder nach Hause kann und noch ein paar schöne Jahre vor sich hat. :red_heart:

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Auch von mir Daumendrücken, dass es Ebony bald wieder gut geht. :red_heart:


    Ich lese immer wieder, dass anorganischer Schwefel Löcher im Darm heilen kann.

    Hast Du Dich da schon mal informiert?

    Liebe Grüße
    Uta mit den "Fuchseckles"

  • Auch ich drücke die Daumen für Ebony. :four_leaf_clover:

    Hoffentlich kommt sie bald wieder auf die Beine.

    Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
    Until we find a vaccination there's no substitute for love.
    So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
    Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

    Jon Bon Jovi

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