"Diensthund" - Faunistischer Spürhund - passende (Jagd)Hunderasse?

  • Der Working Cocker kommt hier in Deutschland erst so langsam an. Es gibt einen Deckrüden der letztes Jahr die ZL bekommen hat. Und einige wenige andere die hier geführt werden aber nicht aus deutscher Zucht stammen.
    In England selbst ist der Working Cocker innerhalb des Kenneclub ganz normal anerkannt. Der Cocker wird da, wie ja viele Rassen, halt in zwei Schlägen gezüchtet.
    Show (heißt beim Cocker Standardzucht) und Arbeitslinie ( heißt beim Cocker dann Working Type).
    Also alles kein Problem. Keine ominösen Hinterhofvermehrer.
    Aber die Working Cocker sind echt schon ziemliche Granaten. Ich würde mir aktuell und in den nächsten paar Jahren keinen zutrauen.
    Aber ich hätte auch keine richtige Arbeit für ihn. Also ich glaube das Kartierungsbüro mit dem wir arbeiten hätte durchaus auch den Bedarf/die Möglichkeit so einen Hund einzusetzen. Bestimmt im Schnitt 2x die Woche.

  • Aber die Wirkung Cocker sind echt schön ziemliche Granaten.

    Ich kenn durch die Rettungshundearbeit einen und es hatte schon seinen Grund, warum sie ihn "Koksi" genannt haben :kissing_face:


    Der war wirklich, als wär er auf Koks.


    Echt ein genialer Hund, der ist durch den Wald gerast, so schnell konnte man gar nicht schaun.


    Aber sicher nix für jemanden, der lieber einen entspannten, ruhigen Hund möchte. Dieser Hund war mit seinem Energielevel nah an Toshi dran und das ist schon ne Hausnummer.

    Liebe Grüße von Julia, der Hound-Gang und den Flusen.

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  • Im Verein ist ein junger Working Cocker.
    Ich kann später mal Fotos von ihm einstellen.
    Da sieht man dann schon seinen Arbeitswillen ganz gut :grinning_squinting_face: .

    MfG Melanie mit Blacky&Geordi im Herzen & Joran an meiner Seite
    Manchmal lese ich über jemanden, der mit großer Autorität sagt, dass Tiere keine Absichten und keine Gefühle haben, und ich frage mich:" Hat der Typ denn keinen Hund?"(Frans de Waal)

  • Die zwei Bloodhounds, die ich kenne, sind nicht stur. Sie sind absolut zuverlässig und lassen sich nicht beeinflussen. Intelligenter Ungehorsam eben. Damit muss man natürlich umgehen können.


    Eine mir bekannte Border Collie Züchterin aus GB züchtet auch Wocker. Klar, die sind nicht mit den Cockern hier in Deutschland zu vergleichen. Selbst die Wocker in Deutschland sind ganz anders, als die aus GB.

  • Wie sieht es eigentlich mit den Settern und Wasserhunden aus? Oder mit den französischen Jagdhundrassen? ( im ODW liefen zB recht viele Grand Anglo Franzais Tricolore rum, alles Tierschutz Hunde aus Frankreich. Die schienen alle nicht grade Hyperaktiv zu sein aber ich hab auch keine Ahnung wie sie arbeiten wenn sie dürfen)

    Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :smiling_face:

  • @Kraeutergeist ich hatte heute ein sehr aufschlussreiches Telefonat mit einer Cockerzüchterin. Sie hat in Hunde in der Trümmerfeldsuche, Nachsuche, Druckjagd,Treibjagd usw.
    Also Hunde die arbeiten können.
    ABER sie sieht den Cocker nicht in diesem Bereich.
    Zum einen weil der Cocker als Stöberhund dir das Wild ja eigentlich hochmachen soll und auch dafür Sorgen tragen soll dass das Wild oben bleibt bis du es geschossen hast.
    Bzw auch sicherstellen soll dass, wenn da ein Stück Wild war ja vielleicht ja auch ein zweites und drittes Stück ist das man hochmachen könnte.
    Und zum anderen weil der Cocker so "geländegängig" ist, dass er dir bei der Suche im dicksten Gestrüpp verschwindet und du zwar durch das bellen mitkriegt das er was gefunden hat, du aber nicht weißt wo.
    Entweder kriechst du dann selber hintether oder riskierst dass er apportiert was er gefunden hat.
    Was er ja keinesfalls soll.
    Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem was er soll.
    Ihrer Ansicht na h ist die Geruchsdifferenzierung und aufstöbern nicht das Problem.
    Aber eben die Sequenz danach, bzw die Anzeige.
    Die Wahrscheinlichkeit dass du einen Cocker dazu bekommst die Spur nicht bis zum Ende auszuarbeiten und das Wild zu finden sondern sich abzulegen und zb durch verbellen anzuzeigen ist sehr gering.
    Es wäre sehr schwierig und würde so stark gegen den Instinkt des Hundes arbeiten dass man dem Hund den Spaß an der Arbeit nimmt.
    Sie empfiehlt eher einen Vorsteher. Also einen reinen, spezialisierten Vorsteher.
    Keinen Deutsch Kurzhaar oder ähnliches, weil die zu sehr Allrounder sind.
    Ausserdem hat sie noch gebeten Sie auf dem laufenden zu halten, hier ist das Thema auch gänzlich neu und sie findet diese Art des "Jagens" sehr spannend :thumbs_up:

  • Sie empfiehlt eher einen Vorsteher. Also einen reinen, spezialisierten Vorsteher.
    Keinen Deutsch Kurzhaar oder ähnliches, weil die zu sehr Allrounder sind.

    Seh ich soweit auch so.


    Heavy, die großteils DK ist, würde defintiv Wild töten und dann ggf apportieren :kissing_face: (hat sie auch schonmal mit einem Vogel gemacht, der im Gebüsch saß, wobei sie den tatsächlich nur apportiert hat, ohne ihn zu verletzen).


    Toshi, als größtenteils Pointer dagegen steht immer nur vor. Ohne meine Freigabe würde er (mittlerweile nach etwas Training) nie hinter Wild herhetzen oder es gar packen. Er steht einfach vor und fertig.


    Nur hab ich die meisten reinen Vorsteher halt als eher nicht die ruhigsten Gesellen kennen gelernt.


    Also sowohl die Pointer, als auch die Setter hab ich persönlich als eher mal nervös bzw hibbelig kennen gelernt (zumindest, wenn sie nicht gerade arbeiten).
    Inwiefern das das ist, was gesucht ist, ist halt die Frage.


    Der einzige Vorsteher, den ich als recht ruhig kennen gelernt hab, ist der von mir vorher schon genannte Spinone Italiano.

    Liebe Grüße von Julia, der Hound-Gang und den Flusen.

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  • Ich hab mal kurz gegoogled was für Hunde man in diesem Bereich so findet :


    Auf der Facebook Seite ( Wildlife Detection Dogs), sehe ich Border Collie, Labrador, Cattle Dog, Belgier, Gebirgsschweißer, DSH, Aussie, Golden Retriever, Mischlinge, Weimaraner, Deutsch Kurzhaar und glaub English Springer Spaniel.
    Daraus schließe ich dass es für den Job nicht notwendig ist zwingend einen Jagdhund zu nutzen, uns es einfach reicht einen Hund zu haben der richtig Bock hat auf Nasen Arbeit, sehr gerne arbeitet, und in der Lage ist kooperativ mit zu arbeiten.



    Was ich mir theoretisch noch gut vorstellen könnte wäre ein ausrangierter Jagdhund weil nicht schussfest. Der dürfte evtl etwas Vorbildung und wahrscheinlich auch Spaß dran haben, und hätte bei dir den Vorteil dass du ja kenn Jäger bist aber dennoch eine ähnliche Richtung einschlägst.



    Und wie gesagt : Ich stell mir da nen Airedale auch ganz passend vor. Weil Jagdhunde Rasse ja, aber kein Spezialist. Die waren im tiefsten Ursprung mal zur Otterjagd gedacht ( dann nach und nach auch in der Jagd ein Allrounder auf alles Mögliche - wobei hier die Tendenzen auf wehrhaftes liegt - ist bei nem Terrier nix ungewöhnliches) und im Laufe der Geschichte wurden sie Diensthund und danach alltagstauglich. Jagdliche Linien gibt es noch, aber auch anderweitige Arbeitslinien arbeiten in der Regel sehr gerne mit Nase. Allerdings sind es Terrier + Gebrauchshunde.
    Hier ein Artikel über jagdlicher eingesetzte Airedales ( allerdings geht es da um Redlines)
    http://www.arwjunker.de/unsere…nossen%20vertr%C3%A4glich.
    In DE werden sie in Jägerhand soweit ich weiß hauptsächlich zur Nachsuche eingesetzt.
    Aber vielleicht hilft der Artikel auch heraus zu finden was man in dem Job nicht braucht.



    Ich denke man kann besser eingrenzen wenn man weiß auf welche Eigenschaften besonders Wert gelegt werden.
    Darf er spurlaut sein?
    Darf er sichtlaut sein?
    Was ist der größere Vor-/Nachteil?
    Soll er in erster Linie Fährten Folgen oder in erster Linie Vorstehen?
    Hängt zwingend eine Leine dran oder ist die Arbeit überwiegend ohne möglich? Dann wäre ein Hund an der Leine mit viel Kraft der sich beim Suchen/aufspüren vergisst ziemlich unpraktisch.
    Jagdhunde sind halt verdammt vielfältig und haben alle ihr Spezialgebiet.

    Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :smiling_face:

  • Naja von Vorteil wäre eigentlich ein stummer Hund - also tatsächlich weder sicht- noch spurlaut - einfach damit er nix verscheucht. Also nicht mehr als eh schon durch unsere Anwesenheit dann. Ansonsten muss der Hund selbstständig auch mal ne Fährte abarbeiten und dann anzeigen.


    Heißt: Der Hund bekommt den Geruch vorgehalten, welchen er suchen soll und geht dann mehr oder weniger in die Fläche und sucht sich selbstständig seine Spur, arbeitet die ab und zeigt mit dann, was er gefunden hat. Ob der vorsteht, sitzt, liegt oder Samba tanzt ist an und für sich nicht so wichtig.
    Vermutlich muss es auch kein Vorsteher sein, der das macht. Das kann man sicher auch vielen anderen Hundetypen beibiegen, die grundsätzlich Spaß an sowas haben. Theoretisch wohl auch jeder Hund, der ruhig nachsucht - nur eben, dass er nicht auf den Schweiß (das Blut des verwundeten Tieres, welches man dann ja sucht) geht sondern eben auf was, was ich ihm vorher gezeigt habe. Keine Ahnung ob diese Beschreibung von dem was ich denke, was gut/richtig/passend wäre irgendwie hilfreich ist.


    Mit der Leine hmh... also ich denke theoretisch könnte ein entsprechend zuverlässiger Hund sicher auch ohne Leine das Gebiet absuchen. Alternativ kann man ja auch einen leichten MK drauf tun. Weiß nicht, das wiederum kenne ich aus Neuseeland (nicht live vor Ort, aber ich bin ja vielseitig interessiert was das angeht), wo sie mit Hunden die Kiwis kartieren und so. Da laufen die Hunde frei bei der Suche, aber es ist Pflicht, dass in dem Gebiet Hunde einen MK tragen müssen.
    Bei einem Hund der stumm ist allerdings, wäre die Leine wohl besser - sonst finde ich den ja nicht wieder, wenns dumm läuft. Aber ja, wenn der mich dann mit aller Macht durch den Wald schleift wäre das blöd. Da gibt es vermutlich keine Patentlösung.


    Es darf am Ende auch nicht zu viel Hund sein, von der Masse her habe ich mir überlegt.
    Ich mag große Hunde, aber ich bin mit 56 - 60 kg (je nach Zuladung) eben auch niemand, der Probleme mit dem eigenen großen Hund über Masse regeln kann. Zumal mein hauseigener Hundeskeptiker bei Größen andere Toleranzen aufweist als ich.


    Am Ende wird's ein Pudel - das ist bei uns schon mehr oder weniger der Running Gag.

    Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?

  • Weil ich bei den Pudels so eigen bin wie @Bananenhamster bei den Cockers :winking_face:
    Da ist es vielleicht schwer einen "Leistungspudel" bzw. "Sportpudel" zu finden, weil soweit ich das überblicke diese ja - leider muss man sagen - oft nicht so ernsthaft sportlich geführt werden. Und zugegeben, ich bin mir beim Fell nicht sicher - meiner hätte wohl einen "modischen Kurzhaarschnitt" damit das bürsten dann nicht jedesmal 3 Stunden dauert oder so. Aber das ist ja nicht schlimm oder gar verboten.


    Vorteil wäre natürlich, dass Pudel i.d.R. gut auszubilden sind und vorallem für jeden Geschmack was dabei ist - grade Größentechnisch. Aber es ist eben so - und deswegen isses auch der große Gag - dass wir beide beim Pudel immer als erstes an den Ausstellungs-Barbie- oder Rentner-Fiffi denken. IDK, ist so das Vorurteil was man wohl hat.

    Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?

  • Uii, in Schokobraun und schwarz :smiling_face_with_heart_eyes:


    Wie genau arbeiten Pudel eigentlich wenn sie jagdlich geführt werden? Nur Wasserjagd? Oder auch anders?

    Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :smiling_face:

  • Uii, in Schokobraun und schwarz :smiling_face_with_heart_eyes:


    Wie genau arbeiten Pudel eigentlich wenn sie jagdlich geführt werden? Nur Wasserjagd? Oder auch anders?

    Ich kenn neben der Wasserjagd auch einige, die Nachsuchen machen.

    Liebe Grüße von Julia, der Hound-Gang und den Flusen.

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  • Was ist denn mit Golden oder Labrador Retriever?
    Schließt du die beiden Rassen von vorn herein aus, weil sie zu alltäglich sind? :smiling_face:
    Ich bin nämlich der Meinung, dass sie für diese Arbeit sehr gut geeignet wären.

  • Ich weiß grade nicht, ich hab grade nicht den Kopf dafür bzw. um darüber sinnig nachzudenken.
    Passend wären die sicher auch, keine Ahnung ob das am Ende "mein" Hund ich - weiß nicht.

    Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?

  • Hätte denn jemand bezüglich dieser Rassen eine konkrete Empfehlung?
    Ich bin da auch wieder kritisch, weil ich immer diese optisch kurzbeinigen, dicken... kurzhaar Neufis vor Augen habe und das sagt mir nicht zu. Ich mag "wohlproportionierte" Hunde - worunter sich wieder jeder was anderes vorstellt, ich weiß.

    Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?

  • Ich würde mir mal verschiedene Arbeitsfreudige rassen, die passend sein könnten raussuchen und nach corona oder wenn das Thema sich entspannt nach Leuten zum Beispiel über fb suchen, die aktiv etwas in Richtung suchen mit dem Hund machen.
    also etwas aus der Sparte Terrier, einen Allrounder wie z. B. Dk oder Vizsla, einen spaniel Typ, einen nur Vorsteher wie setter, einen laufhund wie beagle, einen Retriever (Dual), und andere arbeitshunde die eigentlich was anderes machen aber Spaß am arbeiten haben (bc, dt. Schäferhund) und dann würde ich weiter überlegen. Was muss der Hund beruflich abdecken, was privat. Kann ich auch so einen Hund halten wenn es nicht damit klappt, oder suche ich dann ein neues Zuhause, kann ich den Hund auch gut halten wenn ich 3 Wochen krank bin? Was passt gut in den Alltag und gut in das Berufsleben.

  • Also beim Airedale fällt mir sofort die Adresse hier ein :
    https://xn--airedalevomwildenwller-i5b.de/


    Ansonsten aus der Terriersparte evtl die Irischen Rassen und die Foxls ( allerdings nicht jagdlich, die Showlinie hat es schon genug in sich). Die richtigen Jagdterrierrassen würde ich nicht empfehlen ( also keine DJT, keine Westphalen, Heideterrier, ect... Die dürften nen guten Ticken too much sein )
    Schnauzer ( egal welche Größe) haben in der Regel auch sehr viel Spaß an Nasen Arbeit + Bock auf Job.

    Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :smiling_face:

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