Verlässlichkeit: Rückruf, Schleppleine und Co. unterwegs

  • So mach ich es auch. Fürs kommen gibts einen Keks und wenn der Hund schon mal da ist, darf der Hund auch gleich mal Sitz oder Ähnliches machen, das kurz halten und wird dafür belohnt. Oder darf Futter in der Wiese suchen oder den dummy holen. Dann passiert zwar was spannendes aber es geht von mir aus und nicht von den Leuten die da kommen. Wenn ich nur rufen würde wenn Leute kommen, den Hund belohne aber warten lasse und selbst die Leute angespannt beobachte („ hoffentlich ist da kein Kind dabei... oh nein da ist ein kleiner Zwerg auf einem Laufrad dabei... der fährt aber Kurven... hoffentlich fährt der nicht so dicht ran... oh nein einen Hund haben sie auch dabei...) dann wird es für den Hund auch aufregender.

  • Macht euch doch nicht so verrückt!
    Die Hunde sind doch noch jung. Das wird schon. Dranbleiben! :thumbs_up:

    LG Petra mit Andy


    Mein Hund ist ein Dacia. Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen... :grinning_squinting_face:

  • Der Rückruf und das Anleinen lassen sind bei uns ja auch große Themen :face_with_rolling_eyes:


    Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass das Training je nach Tagesform mal besser und mal schlechter klappt. Es gibt Tage, an denen könnte ich mit Fleischwürsten behangen Hula tanzen und die Elfe würde trotzdem nicht einmal den Kopf nach mir umdrehen (gestern :pouting_face: ) und dann sind da wieder Tage, an denen reicht ein kurzer Pfiff und sie kommt mit Vollgas sofort zu mir gerannt (heute :smiling_face_with_heart_eyes: ).


    Bei einem sensiblen Hund, der sehr genau auf die Stimmungen seines Halters reagiert, kann auch das eine zusätzliche Herausforderung sein. Bin ich nur einen Hauch gestresst oder genervt von etwas, kommt es mir so vor, als würde die Elfe förmlich nach etwas suchen, um mich auf die Palme zu bringen. In Kacke wälzen, Kacke fressen, mit einem Köttel im Maul kläffend und Kreis um mich herum rennen und mich immer wieder von hinten anspringen... ihrer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Und wenn dann auch noch die Zeit drängt, weil ich pünktlich an der Kita sein muss, um den Sohnemann abzuholen, könnte ich förmlich explodieren.


    Ich bin gerade noch dabei, mich von dem Gedanken zu verabschieden, dass die Elfe genauso viel Freilauf wie Priya genießen kann.
    Freilauf um jeden Preis ist einfach zu gefährlich und der Umwelt gegenüber nicht fair.
    Wir haben zwar kein Problem mit anderen Menschen oder Hunden, dafür jagt sie aber eben leider alles was kein Mensch oder Hund ist und hatte bereits mehrfach Erfolg :frowning_face:
    Die Metapher von @Lesko mit dem Wasserglas finde ich sehr passend :thumbs_up:
    Bei uns reicht schon ein Eichhörnchen im Baum auf der anderen Straßenseite, während wir gerade das Haus verlassen und das Wasserglas ist komplett leer. Ich kann das Wasserglas aber auch während eines Spaziergangs wieder auffüllen, indem ich gezielt auf Orte zur Entspannung achte. Bei uns sind das meist große, weitläufige Wiesen ohne Gesteüpp, die idealerweise nicht mit Mäuselöchern übersäht sind. Wenn ich mich hier selber hinsetze und somit eine Pause signalisiere, dauert es oft nicht lange, bis sich auch die Hundemädchen zu mir legen, sich kraulen lassen und einfach den Moment genießen :red_heart: Dafür muss ich dann aber auch entspannt und in der richtigen Stimmung sein und hier schließt sich dann der Kreis :winking_face: Ansonsten muss man einfach akzeptieren, dass die Leine an dem Tag am Hund bleibt.

  • Also ich bin froh, dass ich mit Vicco nur 2 Themen im Freilauf habe, wo er mich dann schon mal überhört: andere Hunde (teilweise) und Wassergeflügel... das eine mal war er drauf und dran sich mit 2 Schwänen :winking_face_with_tongue: anzulegen! Gut, dass er da an der Leine war, mein nicht so sehr wassermögender Hund stand nämlich ratzfatz bis zum Bauch im See!


    Bei ihm ist es auch so ne Sache mit der Tagesform. Manchmal kommt er sofort, manchmal ignoriert er den Pfiff weil er meint er muss noch schnüffeln und markieren :smiling_face_with_horns:
    Muss wohl streng sein, dann gibts nur noch für's sofort kommen oder so. Ansonsten ruf ich ihn auch immer mal so ran, gibts Lecker, dann darf er noch was machen so wie bei @Minze auch. Zum Glück ist Vicco gegenüber vielen Sachen total ignorant. Kinder interessieren ihn null (auch nicht in Gruppen, schreiend, spielend, mit Ball....), genau wie andere Menschen allgemein, auch mit Rollator oder Stock, Radfahrer beeindrucken ihn gar nicht...


    Bisschen mehr Distanzkontrolle hätte ich gern, dass ich ihn einfach sitzen (oder so) lassen kann und nicht unbedingt rufen muss (bei Radfahrern z.B.), damit er einfach da bleibt wo er ist (an der Seite) und wartet bis man ihm was anderes sagt. Sonst wirds oft brenzlig, weil es anscheinend unnötig ist, dass ein Radfahrer auf sich aufmerksam macht, wenn er von hinten kommt. Hundehalter haben ja anscheinend auch da Augen :face_with_rolling_eyes:


    Ansonsten sind bei uns ja teilweise noch Hundebegegnungen mit Leine ein Thema.

    Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?

  • Ich kann gut nachvollziehen, was du schreibst, @Ruebe
    Moony wird auch kein Hund mehr werden, der immer und überall frei laufen kann.


    Bei Elvea kann ich es nicht sagen, aber SWH neigen ja auch eher zum Jagen.
    Sie findet Vögel im Moment seeehr spannend.
    Aber abhauen tut sie noch nicht. Da ist dann der Folgetrieb und "ich will beim Rudel" bleiben doch noch stärker.
    Aber wenn Moony losrennen würde, dann würde sie bestimmt mitrennen.

    LG Schlundi :red_heart:

  • @Ruebe
    Dass die Elfe jagdbegeistert ist, ist natürlich im handling ungeschickt, dafür bringt sie ja viele Qualitäten mit, die sie als Familienhund für den nachwuchsjäger Leander bestens eignen. Die Erkenntnis hilft da natürlich auch weiter. Es ist ja nicht schlimm wenn sie nicht überall ableinbar ist, sicher gibt es ja ein paar Stellen wo sie ihre Runden rennen kann, das braucht sie ja auch.
    Bestimmt kann man mit Training und co. Auch noch mehr raus holen.

  • Bei Elvea kann ich es nicht sagen, aber SWH neigen ja auch eher zum Jagen.
    Sie findet Vögel im Moment seeehr spannend.
    Aber abhauen tut sie noch nicht.

    Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich bei Faye genau an dem Punkt nochmal ansetzen. Bei ihr fing es nämlich auch mit dem Anstarren von Krähen auf dem Feld an. Aus dem Anstarren wurde ein anschleichen, dann folgte das kurze aufscheuchen und schlussendlich hetzt sie nun minutenlang kreuz und quer über den Acker hinter einer Krähe her - wenn ich sie lassen würde.
    Phoebe und Priya sind als Junghunde auch mal hinter den Krähen her gerannt, aber sie nach ein paar Versuchen von alleine damit aufgehört, weil sie nicht schnell genug waren. Darauf hatte ich mich auch bei der Elfe verlassen, aber das war ein Fehler :thinking_face:


    Im Momemt ist es wirklich sehr anstrengend mit ihr. Ich habe oft das Gefühl nicht zu ihr durch zu dringen. Sie ist extrem reizoffen und scannt permanent die Umgebung nach jagdbarem Getier ab. Besonders schlimm ist es, seit sie tatsächlich auch Jagderfolg hatte. Drei Kaninchen in 10 Tagen sind schon eine Hausnummer. Eines davon war definitiv sehr krank, aber bei den anderen beiden bin ich mir nicht sicher.
    Heute Nachmittag spazierten wir an einer Streuobstwiese vorbei, auf der eine kleine Schafherde lebt. Plötzlich reckte die Elfe den Hals, ich sah, wie zwei Kaninchen gemütlich über die Wiese hoppelten und die Elfe gab Gas. Sie weiß, dass sie nicht durch den Zaun kommt, aber das Weidetor war nicht mehr weit (100m) und dort passt sie drunter durch, was sie weiß. Geistesgegenwärtig rannte ich mit den Armen fuchtelnd hinterher, wodurch sie anhielt und wieder Ausschau in Richtung Wiese hielt. 5m vor dem Tor konnte ich sie mir schnappen und sie anleinen. Puuhh, hier läuft sie ab jetzt dann auch nur noch an der Leine.

  • Wenn ich mir elfchen so anschaue würde ich vermuten dass hier ein Bretone oder etwas spanielartiges drin steckt. Da ist die Freude am aufscheuchen inklusive. Jagen ist auch selbstbelohnend, was für ein Käse.
    Kimani hat es ja auch geliebt Vögel zu scheuchen. Hier hieß es 3 Jahre üben üben üben. Aus Frust flog dann auch mal die Leine in ihre Richtung. Dass hatte sie schon sehr beeindruckt.
    hast du eine Möglichkeit dass sie irgendwo sicher flitzen kann ohne dass sie jagderfolg haben kann?
    ansonsten denke ich, musst du wichtiger werden, denn so ist ja gerade das jagen wichtiger als du. Hast du schon einen Plan wie du mit der Elfe üben magst?

  • Ich gehe mittlerweile ganz stark davon aus, dass in ihr ein Bretone steckt. Fälschlicherweise dachte ich immer, dass der Bretone, wie der Cocker Spaniel, ein Stöberhund ist. Dabei gehört er zu den Vorstehhunden. Somit passt auch das arbeiten mit hoher Nase, das Abscannen der Umgebung und ihre Vorliebe für das weiträumige, rasante Rennen ins Bild.
    Ich habe ja zu der Besitzerin von einer ihrer Schwestern Kontakt. Holly jagt auch, wenn ihr zum Beispiel ein Hase über den Weg hoppelt, aber sie sucht nicht gezielt nach etwas jagdbaren.


    Ich habe durch Hundewiesen und verschiedene Gärten in der Familie auf jeden Fall die Gelegenheit sie flitzen zu lassen. Sicher ist jedoch relativ, denn es ist noch gar nicht lange her, dass sie einen Buchfink im Garten meiner Mutter aus der Luft fing, als dieser aus einem Strauch flog.


    Du hast mit Kimani 3 Jahre geübt. Ich habe die Elfe jetzt erst seit gut einem Jahr. Ein bisschen haben wir also noch vor uns :grinning_squinting_face:
    Unser Training überdenke ich gerade. Ich habe jetzt mehrere Bücher zum Thema Jagdverhalten gelesen und eine neue Hundebekannte mit nicht jagdlich geführtem Viszla möchte uns das nächste Mal, wenn wir uns sehen, die Nummer von einem Hundetrainer mitbringen, der auch Bretonen züchtet. Mal sehen, ob der vielleicht eine Chance für uns ist.


    Danke Isa. Was hast du mit Kiara gemacht? Hast du noch einen guten Tipp?

  • Ich finde, dass ist doch ein super Plan! Du hast das Problem erkannt und willst etwas daran ändern, du akzeptierst nicht den ist Zustand- dass finde ich echt super.

  • Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich bei Faye genau an dem Punkt nochmal ansetzen. Bei ihr fing es nämlich auch mit dem Anstarren von Krähen auf dem Feld an. Aus dem Anstarren wurde ein anschleichen, dann folgte das kurze aufscheuchen und schlussendlich hetzt sie nun minutenlang kreuz und quer über den Acker hinter einer Krähe her - wenn ich sie lassen würde.
    Phoebe und Priya sind als Junghunde auch mal hinter den Krähen her gerannt, aber sie nach ein paar Versuchen von alleine damit aufgehört, weil sie nicht schnell genug waren. Darauf hatte ich mich auch bei der Elfe verlassen, aber das war ein Fehler

    Das hätte ich genau so über Rico schreiben können. :face_with_rolling_eyes: Ich hab das bei ihm damals auch nicht ernst genug genommen, weil selbst meine KML-Hündin Ronja Vögel nicht ernsthaft gejagt hat, und auch Lucy, die ja echt eine Jagdsau ist, das nicht tut. Tja, Rico macht es!


    Ich bin jetzt nicht ganz im Bilde, wie dein Training mit Faye derzeit aussieht bzw. was ihr schon versucht habt. Ich habe bei Rico ja so angesetzt, dass ich mit zwei Schleppleinen gearbeitet habe: Einmal der normalen Biothaneleine und zusätzlich einer noch längeren, aber sehr dünnen, leichten Nylonleine. Beide waren am Hund, die Biothaneleine wurde zwischendurch abgemacht, um Freilauf zu simulieren, die Nylonleine blieb (und bleibt derzeit immer noch) permanent am Hund; je nach Situation in der Hand oder schleppend. An der Biothaneleine hat Rico ausschließlich Freizeit. Er wird mal geclickt fürs Blickkontakt-Aufnehmen, für erfolgreiches Vorstehen/Abwenden von Wild o. Ä., aber es gibt keinerlei Bespaßung von meiner Seite und auch (soweit möglich) keine Forderungen in Form irgendwelcher Kommandos (außer natürlich es tauchen andere Leute, Hunde oder sonstwas auf, die es notwendig machen, ihn in den Gehorsam zu nehmen). Ich habe ihn anfangs bewusst sehr viel an dieser Schlepp geführt (und mache das zwischendurch immer noch), sodass er sehr viel sein Ding machen konnte und regelrecht ein bisschen Langeweile entwickelte. Zwischendurch kam dann die Biothaneleine mal ab. Das "zelebriere" ich auch ganz bewusst: Ich hole ihn zu mir, gebe ein Signalwort, hake die Leine aus und er bekommt direkt bei mir ein paar attraktive Leckerchen zum Aufsuchen. Ab dann ist er im "Freilauf" (in "...", weil ich ja ggf. die Notfall-Schlepp doch in der Hand halte, aber ich gebe mir immer große Mühe, ihn dann so zu führen, dass er nicht merkt, dass ich die Leine halte). Im "Freilauf" hat er durchaus auch Freizeit, aber im Unterschied zur "Biothaneleinenzeit" rufe ich ihn immer wieder mal und dann gibt es eine geniale Superleckerliparty oder eine attraktive Aufgabe bzw. ein tolles Spiel mit mir. Positives Verhalten an Wild wird in dieser Phase natürlich ganz besonders hochwertig belohnt.
    Dadurch habe ich mir den Rückruf echt gerettet. Der funktioniert jetzt wirklich ziemlich gut - nicht zu 100%, wie du weißt, aber wann hat man schon 100%? Es ist jetzt zugegebenermaßen so, dass Rico, sobald er im "Freilauf" ist (wir haben die Nylonschlepp noch dran und jetzt, in der BuS, halte ich die auch wieder öfter in der Hand. Nach der BuS möchte ich anfangen, die über schrittweises Abschneiden auszuschleichen), nicht wirklich entspannt ist. Er hat schon die Erwartungshaltung, dass ich jederzeit rufen könnte, und probiert auch oft aus, wie er mich provozieren kann, ihn zu clicken oder zu rufen. Daran versuche ich jetzt zu arbeiten, dass ich da wieder mehr entspanntes Herumtrödeln reinbekomme, ohne dass er in seine alten Jagdmuster zurückverfällt. Aber der momentane Ist-Zustand ist mir wesentlich lieber, als das ständige Abhauen! Zumal ich ihm einfach zwischendurch die Biothaneschlepp verpasse und er dann sehr schnell in einen entspannten Zustand wechselt.


    Ich weiß nicht, ob irgendetwas davon für dich hilfreich ist, da ich, wie gesagt, gar keinen genauen Überblick habe, was/wie ihr bisher trainiert habt. Aber wie du die Elfe beschreibst, erkenne ich doch einiges von Rico wieder, daher dachte ich, vielleicht hilft dir die eine oder andere Idee von mir. Am Ziel bin ich mit Rico ja selbst auch noch nicht....



    eine neue Hundebekannte mit nicht jagdlich geführtem Viszla möchte uns das nächste Mal, wenn wir uns sehen, die Nummer von einem Hundetrainer mitbringen, der auch Bretonen züchtet. Mal sehen, ob der vielleicht eine Chance für uns ist.

    Das wäre natürlich supergenial! :winking_face_with_tongue: Falls du wirklich zu diesem Trainer gehst, berichte mal bitte, okay? *ganz lieb guck* :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
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    Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

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