Wenn ein Welpe zu einem erwachsenen Hund kommt

  • Hallo ihr Lieben,


    in unserem alten Forum hatte ich auch dieses Thema schon mal gestellt.
    Es können hier also auch nochmal Antworten derjenigen gegeben werden, die darauf schon geantwortet hatten. :winking_face:


    Wenn alles klappt wird ja ein Welpe bei uns einziehen, Ende des JAhres oder im Frühjahr.
    Ich bin ja mit dem Thema "Zweithund" noch völlig jungfräulich und hätte gerne eure Erfahrungen mit dem Thema gehört.


    Wie hat sich der Ersthund verhalten, gab es Problene und wie wurden die gelöst?
    War der erwachsene Hund beleidigt, genervt, hat er den Kleinen ignoriert, gemaßregelt.
    Wie war das beim Füttern, Gassi gehen, im Alltag etc...


    Erzählt einfach mal, wie es so war. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Ich freue mich über Erfahrungen, Tipps und Anregungen.


    :dankeschoen:

    LG Schlundi :red_heart:

  • Nanouk war etwas über 2 Jahre, als Diego mit knappen 16 Wochen dazu kam. Nanouk fand ihn definitiv scheiße. Diego durfte sich im Haus nicht schnell bewegen und am besten nur Atmen. Ansonsten hat Nanouk geknurrt und wenn das nicht half, hat er sich den Diego schon auc mal gepackt.


    Nun, ich kenne Nanouk gut und ich hatte auch von Diegos Züchterin schon eine sehr ausführliche Beschreibung zu seinem Charakter bekommen - stur, schwer zu beeindrucken, kaum aus der Ruhe zu bringen, absolut gutmütig, null nachtragend, sehr frech und braucht definitiv Grenzen, weil er sonst null Respekt hat und sein eigenes Ding durchzieht. Entsprechend habe ich Nanouk machen lassen. Außer Diego war in meinem Einwirkungskreis, da hatte Nanouk nichts zu melden. Nach 3 Tagen war die Sache gegessen und seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele. Diego darf alles bei Nanouk und bei Diego darf sowieso jeder alles.


    Futter bekommen beide in getrennten Räumen, weil Diego deutlich schneller frisst, als Nanouk und Nanouk sich durch Diego beim Fressen gestört fühlt. Das äußert sich dann so, dass er einfach nicht frisst. Futterneid ist nicht vorhanden, aber Nanouk ist halt null verfressen. Diego ist mega verfressen. Diego muss ich verbieten bei Nanouk Knochen zu klauen, Nanouk würde es bei Diego niemals probieren.


    Diego lief bei mir vom ersten Tag an frei. Er kannte ja weder Leine noch Halsband. Ich bin ganz normal 1 Stunden in der Früh mit Beiden gegangen. Aber halt keine 5km, sondern nur 2km. War für Diego problemlos machbar und mit Nanouk habe ich nachmittags fast täglich Hoopers gemacht, um ihn auszulasten. Ein bis zwei Mal pro Woche gehen meine Eltern bis heute mit Diego, damit Nanouk bei mir Einzelprinz sein kann.


    Alles in allem muss ich sagen, dass es für mich als Mensch mit einem Hund leichter war, aber für die Hunde ist es 1000% schöner mit einem gleichwertigen Kumpel. Meine Hunde sind aber natürlich auch die selbe Rasse und spielen sehr ähnlich.

  • Bei mir ist Mogli mit 12 Wochen zu dem knapp 2 Jahre alten Balou gezogen. Wir hatten Balou zum Abholen von Mogli mitgenommen, haben die Beiden Zuhause aber weitgehend in Ruhe gelassen.


    Am nächsten Tag haben die Beiden sich ein Körbchen geteilt. Es gab in 7 Jahren Zusammenleben ca dreimal Ärger und jedes Mal wegen einem Kauartikel. Mogli wollte Balou den Kauartikel klauen, dass wollte sich Balou nicht gefallen lassen und dann wurde es laut. Seitdem wir aufpassen, dass niemand klaut gibt es keinen Ärger. Wenn die Futternäpfe verteilt werden bin ich mit im Raum, Näpfe checken ist nicht erlaubt, kleine Leckerchen fressen alle Hunde nebeneinander, bei Kauartikeln bekommt Balou schonmal einen zweiten weil er so schnell frisst oder er muss es ertragen, dass die beiden anderen Hunde noch fressen.


    Die Beiden spielen fast jeden Tag zusammen und teilen sich ein Körbchen, Mogli putzt bei Balou Augen und Ohren.


    Mir wurde von Trainerinnen der Huschu gesagt, dass es passieren kann dass sich das Verhältnis der Beiden ändert wenn Mogli in die Pubertät kommt. Das ist aber nie passiert.


    Mogli ist zu den Runden von Balou mitgekommen und wenn er nicht mehr konnte haben wir ihn ein Stück getragen. Er wog als Welpe aber auch nur 2 Kilo, daher ging das natürlich gut.


    Balou ist ein sehr gutmütiger Hund und hat Mogli nicht gemaßregelt und war auch nie eifersüchtig. Ich bin mit Mogli allein in die Huschu in die Welpen- und anschließenden Gruppen gefahren und Balou bliebt während der Zeit Zuhause. Im Gegensatz blieb Mogli allein wenn mein Mann mit Balou in den Huschu-Kursen war. Mit Mogli bin ich auch mal kurze Runden allein gegangen damit er die Leinenführigkeit lernt. Seitdem das klappt gehe immer mit allen Hunden, jeder Hund hat aber Einzelzeit bei den unterschiedlichen Huschu-Kursen.


    Es war etwas ganz anderes als Hermann mit 14 Monaten zu Balou und Mogli eingezogen ist. Das liegt aber vermutlich auch am Charakter von Hermann. Die Zusammenführung mit Mogli war viel einfacher.


    Ich würde aber sowohl einen Welpen zu einem erwachsenen Hund dazuholen und auch einen bereits erwachsenen Hund denn es war zwischen Balou und Hermann auch nur laut.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • Oh, @Schlundi, dann ist es ja schon richtig konkret bei euch, das war mir gar nicht bewusst! *Forenwelpe, Forenwelpe, freu!* :freu:



    Unsere Lucy zog als Welpe zu der damals neunjährigen Ronja, die bis dato immer Einzelhund gewesen war. Die beiden hatten sich schon vor Lucys Einzug kennengelernt, weil Lucys Züchter nicht weit weg wohnen und wir schon vor der Abgabe der Welpen mehrmals gemeinsam spazieren gegangen sind. Ronja war absolut sozial und verträglich mit anderen Hunden und es gab keinerlei Probleme. Wir kamen mit Lucy nach Hause, gingen mit beiden Hunden in den Garten, ließen sie dort frei laufen und gingen dann gemeinsam ins Haus. Die beiden beschnüffelten sich, Ronja "fragte" Lucy, ob sie wohl spielen wolle, Lucy jedoch war zu sehr mit der Erkundung des Gartens beschäftigt - na gut, auch okay. Alles total entspannt.
    So blieb es auch erst mal. Nur gefüttert haben wir in getrennten Räumen, da Ronja Futter verteidigt hat. Kauartikel durfte Ronja gar nicht haben, da sie die vor lauter Anspannung nicht fraß, dafür aber umso erbitterter verteidigte. :loudly_crying_face: Deshalb haben wir darauf geachtet, dass Lucy Kauartikel nur bekam, wenn Ronja es nicht mitbekam.
    Als Lucy in die Pubertät kam, wurde das Verhältnis der beiden etwas schwieriger. Zwischendurch kam es zu Situationen, in denen Lucy Ronja plötzlich aus heiterem Himmel angiftete. Wir sind dann hin, haben Lucy weggeholt und ein paar Minuten später war alles wieder gut und Lucy hat Ronja das Gesicht geputzt. :smiling_face_with_heart_eyes: Dennoch machten wir uns zu dem Zeitpunkt etwas Sorgen, dass sich die beiden nicht mehr verstehen würden, wenn Lucy erst richtig erwachsen wäre. Im Nachhinein glauben wir aber, dass diese Konflikte mit Ronjas Gehirntumor zu tun hatten, den sie ziemlich sicher damals schon hatte. Lucy hat wahrscheinlich gespürt oder gerochen, dass mit Ronja etwas nicht stimmte. Einige Wochen später ist Ronja dann ja auch gestorben. :loudly_crying_face:


    Rico zog dann ein, als Lucy knapp ein Jahr alt war. Da hatten wir etwas mehr Sorge als bei Ronja, weil Lucy ja nicht gerade verträglich mit fremden Hunden ist. Außerdem hatten die beiden vorher keine Gelegenheit gehabt, sich kennenzulernen. Wir machten die Zusammenführung wieder im Garten und ließen Rico frei laufen, Lucy aber zunächst an der Leine. Und Lucy - hat den Kleinen augenblicklich adoptiert. :red_heart: Sie zeigte keinerlei Aggression, zu keinem Zeitpunkt. Sie lief zwar ein paar Minuten aufgeregt hinter Rico her und schnüffelte ihn ab, aber danach war er als Familienmitglied akzeptiert, und das ist er bis heute. Die ersten ein, zwei Jahre hat sie ihn immer mal wieder gemaßregelt, indem sie ihn auf dem Spaziergang "zusammenstauchte". Ich habe sie machen lassen und nur eingegriffen, wenn es zu massiv wurde oder zu lange dauerte. Irgendwann hörte das von heute auf morgen auf.
    Gespielt haben die beiden von Anfang an nicht viel miteinander. Ab und an präsentiert einer von beiden mal provozierend ein Stofftier und der andere versucht, ihm dieses abzuluchsen. Aber mehr ist nicht. Dafür wird umso mehr gekuschelt und Lucy putzt Rico regelmäßig das Gesicht und die Ohren. :smiling_face_with_heart_eyes:
    Obwohl Lucy und Rico beide außenstehenden Hunden gegenüber ziemlich eifersüchtig sind und durchaus Ressourcen gegen andere Hunde verteidigen, gibt es zwischen ihnen nie Zoff um irgendwas. Im Gegenteil: Wenn man Lucy ein Leckerli hinwirft, ist Rico gerne so dreist, es sich zu schnappen. Sobald Lucy sieht, dass er zum Spurt ansetzt, dreht sie sich weg und überlässt ihm das Futter. :face_with_rolling_eyes: Hat sie dagegen einen vollen Napf oder einen Kauknochen vor sich, weiß Rico sehr genau, dass er sich das nicht unter den Nagel reißen kann, und hält respektvoll Abstand. Es gab nur eine oder zwei Situationen, in denen er mal vorsichtig versucht hat, sich einem solchen Objekt der Begierde zu nähern. Da reichte ein Blick von Lucy und er hat für immer verstanden, dass das nicht drin ist. Einmal hat er selbst Lucy etwas angeknurrt, als er einen Kauknochen hatte und Lucy an ihm vorbeiging. Daraufhin ist Lucy mit einer Gemütsruhe hingegangen und hat ihm, vor Souveränität strotzend, das Ding weggenommen. :grinning_squinting_face: Seitdem gilt das ungeschriebene Gesetz: Niemand klaut dem anderen seinen Kauartikel, aber es knurrt auch niemand den anderen an, wenn er gerade einen solchen hat. Inzwischen würde ich mich trauen, die beiden mit einem einzigen Kauartikel in einen Raum zu sperren und ich wäre sicher, sie würden ohne Blutvergießen regeln, wer den bekommt. (Mache ich natürlich nicht. :winking_face: )
    Sie liegen auch häufig zusammen in einem Hundebett, wenn ich mit Rico bei meinen Eltern bin. Aber es gibt auch Situationen, in denen Lucy alleine irgendwo liegt und Rico nur im Bogen an ihr vorbeigeht und nicht im Traum auf die Idee kommt, sich zu ihr zu legen. Wir Menschen können in diesen Momenten an Lucys Körpersprache keinen Unterschied feststellen, aber Rico scheint genau zu wissen, wann Lucy Kuschelgesellschaft haben mag und wann sie ihre Ruhe haben will. Die beiden kommunizieren teilweise extrem fein, das ist schon sehr faszinierend.

    Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
    Until we find a vaccination there's no substitute for love.
    So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
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    Jon Bon Jovi

  • Na, dann möchte ich nochmal erzählen wie es bei uns war :smiling_face:


    Phoebe war schon fast 11 Jahre alt als Priya im zarten Alter von 13 Wochen bei uns einzog :smiling_face_with_heart_eyes:
    Phoebe war nicht grundsätzlich unverträglich mit anderen Hunden. Sie machte sich einfach nicht viel aus Artgenossen und legte extrem viel Wert auf die Einhaltung des Hundeknigges.
    Priya hat dies beim ersten Kennenlernen gleich verstanden und war sehr zurückhaltend, ohne ängstlich zu sein.
    Phoebe musste Priya deutlich weniger „zusammenstauchen“ als ich anfangs befürchtete und die beiden hatten auch nie ernsthaft Streit miteinander.
    Das erste halbe Jahr habe ich beide nur getrennt gefüttert und Knabbersachen gab es nur auf dem jeweiligen Platz, weil es hier durchaus Streit gegeben hätte. Nach dieser Zeit lagen sie aber auch Seite an Seite zusammen auf dem Wohnzimmerteppich und haben entspannt an ihren Knabbersachen gekaut, ohne darüber nachzudenken dem anderen sein Teil zu klauen.
    Zusammen auf einem Platz lagen sie nur, wenn Phoebe den Kontakt zu Priya suchte. Priya hätte sich niemals getraut sich zu Phoebe dazu zu legen. Ich habe mal gelesen, dass der ranghöhere Hund darüber entscheidet, ob er Kontaktliegen zulässt oder nicht, darum machte das für mich Sinn. Würde ich mal interessieren, ob das wirklich stimmt :smiling_face:



    Priya war 4,5 Jahre alt, als die Elfe im besten Teeniealter von 7 Monaten hier einzog :face_with_rolling_eyes:
    Priya ist so lieb :red_heart: Ich glaube man könnte sie mit jedem anderen Hund vergesellschaften. Von ihr aus gäbe es nie Streit oder Ärger.
    Priya war dabei, als wir die Elfe abholten und forderte sie sofort in „Elefant im Porzellanladen“-Manier zum spielen auf.
    Zuhause galt mi casa es tu casa :grinning_face_with_smiling_eyes: Es dauerte ein paar Wochen bis sie verstand, dass die Elfe nicht bloß ein Besuchshund ist, sondern dass sie für immer bei uns bleibt. Da begann sie sich zu verändern, wirkte plötzlich erwachsener und übernahm „Jobs“, die ursprünglich Phoebe gehörten.
    Die Elfe lebt nun seit genau neun Monaten bei uns und orientiert sich bei weitem nicht mehr so sehr an Priya wie sie es am Anfang getan hat. Ihr Radius beim spazieren gehen ist deutlich größer geworden und ich habe oft das Gefühl, dass sie Priya herausfordern möchte. Mal abwarten wie es hier weiter geht und wer in einem Jahr die Krone auf hat :grinning_squinting_face:

  • Ich halte das erste Zusammentreffen für sehr wichtig. Dass das nicht im Haus oder auf dem Grundstück von Moony stattfindet. Draußen auf neutralem Boden ist sehr wichtig. Und bevor alle gemeinsam reingehen ist es ratsam erst mal den Welpen alleine das Haus ansehen zu lassen. Der checkt nämlich dann Verstecke wo er sich verkriechen kann, wenn der erwachsene Hund doch mal maßregelt.


    Bei mir kam damals zu Cindy die vierjährige Diesel. Obwohl cindy Artgenossenunverträglich war, hat Cindy Diesel total akzeptiert.
    dann kam zu Diesel Babypenny. Das fand Diesel dezent kacke. Aber war dennoch unproblematisch. Böse wurde Diesel nie, aber man merkte dass sie keinen zweiten Hund mehr nach Cindy gebraucht hatte.
    Die Rüden kommen ja auch alle als Welpe in mein Rudel zum kennenlernen dazu und bleiben oft auch erst mal kurz bei mir damit ich den Charakter kennenlernen kann und auch meine Mädels in Zukunft wissen dass der irgendwie dazu gehört.
    Da mache ich es auch immer wie oben beschrieben und es klappt immer gut.

  • Ich denke, was auch noch eine Rolle spielt ist, WER den neuen Welpen quasi an der Leine hat. Das sollte meiner Meinung nach jemand "Fremdes" sein.
    Ich komme darauf, weil ich es nämlich mal verkackt hatte und nur für ein paar Stunden einen Gastrüden bei uns hätte sitten sollen.
    Easy kannte ihn schon, aber Pepper nicht. Und wir haben es schon so gemacht, dass wir ein neutrales Terrain ausgesucht haben für das erste Zusammentreffen, aber ich hatte den Rüden an der Leine, und mein Mann Pepper. Und Pepper ist völlig ausgerastet weil dieser Rüde bei mir war. Das war dann so schlimm, dass es auch im Freilauf nicht funktioniert hat, weil sie immer diesen Rüden von mir weghalten wollte, da war sie echt garstig und total unter Strom. Wir mussten dann für die paar Stunden die Hunde im Haus trennen, zum Glück ist's groß genug.


    Aber deswegen komme ich drauf, und wenn hier mal wieder ein weiterer Hund einziehen sollte, dann wird immer jemand anderes diesen anderen Hund erstmal führen und ich meinen eigenen beim ersten Zusammentreffen, damit nicht von vornherein ein Ressourcenkampf (in dem Fall war ICH die Ressource) entsteht.

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • Ich lese hier ganz interessiert mit, denn auch wenn die (Zeit-)Pläne bei mir noch nicht ganz so konkret sind, spiele ich ja auch mit dem Gedanken an einen Zweithund. Und obwohl mir schon von diversen Seiten gesagt wurde, dass das mit Rico durchaus gut klappen kann, bin ich ein wenig nervös... :thinking_face:
    Jedenfalls finde ich die Erfahrungsberichte und Tipps hier total interessant! Danke @Schlundi für diesen Thread und danke v. a. an @Easy und @Monstie für die Zusammenführungshinweise! Bei Ronja+Lucy und Lucy+Rico wären sie unnötig gewesen, aber bei Rico+Neuzugang könnten sie sehr wertvoll sein, denke ich...

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    Jon Bon Jovi

  • Ich denke, was auch noch eine Rolle spielt ist, WER den neuen Welpen quasi an der Leine hat. Das sollte meiner Meinung nach jemand "Fremdes" sein.
    Ich komme darauf, weil ich es nämlich mal verkackt hatte und nur für ein paar Stunden einen Gastrüden bei uns hätte sitten sollen.
    Easy kannte ihn schon, aber Pepper nicht. Und wir haben es schon so gemacht, dass wir ein neutrales Terrain ausgesucht haben für das erste Zusammentreffen, aber ich hatte den Rüden an der Leine, und mein Mann Pepper. Und Pepper ist völlig ausgerastet weil dieser Rüde bei mir war. Das war dann so schlimm, dass es auch im Freilauf nicht funktioniert hat, weil sie immer diesen Rüden von mir weghalten wollte, da war sie echt garstig und total unter Strom. Wir mussten dann für die paar Stunden die Hunde im Haus trennen, zum Glück ist's groß genug.


    Aber deswegen komme ich drauf, und wenn hier mal wieder ein weiterer Hund einziehen sollte, dann wird immer jemand anderes diesen anderen Hund erstmal führen und ich meinen eigenen beim ersten Zusammentreffen, damit nicht von vornherein ein Ressourcenkampf (in dem Fall war ICH die Ressource) entsteht.

    Das finde ich interessant bei uns ist es wichtig, dass es genau andersrum ist. Also das ICH den Welpen bringe. Dann verstehen alle „ok, der gehört irgendwie zu uns, weil Frauchen den dabei hat.“

  • Das finde ich interessant bei uns ist es wichtig, dass es genau andersrum ist. Also das ICH den Welpen bringe. Dann verstehen alle „ok, der gehört irgendwie zu uns, weil Frauchen den dabei hat.“

    Ich könnte mir vorstellen, dass es vom Hund abhängt.


    Bei Lucy z. B. denke ich mir nachträglich, dass es genauso war, die du es beschreibst, Ramona. Ich hatte den neuen Welpen auf dem Arm und durch die Tatsache, dass es ein Welpe war, fühlte Lucy sich nicht bedroht, sondern schien vielmehr eine Art Muttergefühle zu empfinden. Sie schien sofort zu verstehen, dass der Kleine jetzt zur Familie gehört. Und ja, hätte ein Fremder ihn gebracht, hätte sie ihn wahrscheinlich eher als Besucherhund angesehen, den sie vielleicht nicht unbedingt haben will.


    Bei Rico könnte ich mir vorstellen, dass es genau umgekehrt ist. Er ist ja sehr auf mich fixiert und neigt zur Eifersucht. Hätte ich beim ersten Zusammentreffen den neuen Hund an der Leine, wäre Rico garantiert direkt eifersüchtig und würde so reagieren wie @Easys Pepper. Ich hatte mir deswegen auch schon überlegt, dass beim Kennenlernen und auch beim Nach-Hause-Kommen meines zukünftigen Zweithundes auf jeden Fall eine andere Person diesen halten müsste. Wahrscheinlich wäre das dann jemand aus meiner Familie, z. B. mein Papa. Dadurch könnte ich evtl. beides verknüpfen: Der Zweithund ist nicht direkt bei mir, aber dadurch, dass ein Rico gut bekanntes Familienmitglied ihn hält, versteht Rico vielleicht dennoch, dass das mehr als ein lästiger Besucher ist.... So zumindest meine Hoffnung.

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  • Ja, ich glaube auch dass das sehr charakterabhängig ist. Pepper ist ja eh ein Hund mit special effects was Artgenossen betrifft, wie ja auch Rico von @Amica .
    Deswegen hatte es glaub ich nicht funktioniert, dass ich den "neuen" Rüden mitbringe. Das hat sie zu sehr verunsichert, dass sie erstmal nicht zu mir konnte und da ein anderer Hund war.


    Mit Easy hingegen ist sowas viel unproblematischer, aber sie hat eh nicht ein generelles Problem mit anderen Hunden. Als sie Pepper damals kennenlernte sind wir mit Easy zu der Pflegestelle von Pepper gefahren, und haben die Hunde sich dort draußen bei einem Spaziergang kennehernen lassen.
    Und als Pepper dann zu uns gezogen ist, ist das Pflegefrauchen mitgekommen, wir sind erstmal hier ne Runde spazieren gegangen, und dann alle gemeinsam ins Haus, und das Pflegefrauchen ist irgendwann gegangen und hat Pepper hier gelassen. Das war ganz easy, aber auch jede andere Zusammenführung wäre mit Easy vermutlich easy gewesen, Pepper ist da halt schon von Grund auf ein anderes Kaliber was Artgenossen betrifft...

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • Oskar ist ja auch schwierig mit fremden Hunden. Nala kam auch als Welpe zu uns. Frisch aus’m Transporter aus Rumänien. Oskar ist mit zum Treffpunkt gefahren, blieb mit dem Männe aber abseits stehen. Ich bin dann mit Nala auf dem Arm direkt zu Oskar. Oskar war hin und weg, von Eifersucht keine Spur :smiling_face_with_heart_eyes: Es war Liebe auf den ersten Blick :red_heart:

    Es gibt ein Leben ohne Hund, es lohnt sich nur nicht!

  • Ich hab Diego ja am Abend, im Dunkeln, in strömenden Regen auf einem Autobahnparkplatz entgegengenommen. Nanouk war in seiner Box und Diego dann in einer eigenen Box im Auto. Um die 2 Stunden Fahrt. Bis wir daheim waren, war es Nacht. Ich habe Nanouk aus dem Auto gelassen und Diego ins Haus getragen. Nanouk hat gebrummelt, aber ich hatte von Anfang an die Einstellung "Der ist jetzt da und der bleibt da, egal wie du dich aufführst" Diego hat sich im Haus sofort in die aufgestellte Stoffbox verkrochen und ich bin erstmal mit Nanouk Gassi gegangen, während meine Eltern Diego gefüttert haben. Als wir wieder kamen, hat Diego geschlafen. Nanouk habe ich verboten an die Box zu gehen. Das erste richtige Treffen zwischen den Beiden gabs dann erst am nächsten Morgen im Garten.


    Nanouk und Diego - ein Border kommt selten allein
    (Hier sieht man die erste Begegnung)


    Wir hatten also keine Begegnung auf neutralem Boden und es hat trotzdem geklappt :grinning_squinting_face:

  • Danke für euer fleißiges Feedback! :thumbs_up:
    Ich lese sehr interessiert, was ihr so erlebt habt. Da kann ich mir bestimmt einiges rausziehen.


    Moony wird vernutlich auch nicht wirklich begeistert sein. Sie ist ja zu Welpen sehr nett, wenn sie nciht zu aufgedreht sind.
    Mit unserer Sheltie Freundin ist sie mega geduldig und sagt ihr nur mal bescheid, wenn sie es wirklich zu arg auf die Spitze treibt.
    Zu einem Labbiwelpen (mittlerweile Junghund) in der Nachbarschaft, ist sie wirklich ganz schön rabiat. Weil die aber auch eben nicht aufhört sich ganz wild an sie ranzuschmeißen. Das kann sie nicht leiden.


    Ich denke beim Fressen versteht sie keinen Spaß. Das muss ich ausprobieren.
    Kausachen sind so... naja, fress ich es heute nicht, fress ich es morgen. Manche Sachen läßt sie dann auch einfach liegen. Das könnte sich ändern, wenn noch ein Hund hier ist.


    Es wird auf jeden Fall spannend. :smiling_face:

    LG Schlundi :red_heart:

  • Manche Sachen läßt sie dann auch einfach liegen. Das könnte sich ändern, wenn noch ein Hund hier ist.

    Ja, vermutlich.


    Früher hat Easy Kausachen gerne mal im Garten vergraben und später irgendwann wieder hervorgeholt. Das macht sie nicht mehr seit Pepper hier ist... :face_with_rolling_eyes: . Jetzt wird alles gleich vernichtet was es an Fressbarem gibt, dass ja die andere nix klauen kann... :grinning_squinting_face:


    Und Fressen ist auch tatsächlich einer der Punkte, bei denen ich echt aufpassen muss, dass es nicht zu ner Schlägerei kommt. Ich hab es schon anderswo hier mal erzählt, mit Easy musste ich mal zum Tierarzt das Ohr nähen lassen, weil sie sich so schlimm geprügelt hatten - wegen einem Stückchen Karotte... :face_with_rolling_eyes:

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • Mit Fressen muss ich auch aufpassen. Hermann würde sich alles von Balou klauen lassen und ich hätte irgendwann einen dicken Balou und einen untergewichtigen Hermann und Mogli ist zwar nicht futterorientiert aber er ist nunmal ein Terrier und lässt sich daher nichts gefallen. Und Balou legt sich auch mit deutlich größeren Hunden an wie z.B. einem Hovawart und daher würde er sich wenn es um Fressen geht auch mit Mogli anlegen, der eigentlich sein bester Freund ist.

    Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina


    Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
    Suzanne Clothier

  • Moony ist auf den OEB Rüden von meinem Bruder losgegangen, als ich ihr Fressen in der Küche gemacht habe und der Hugo in die Küche gelaufen kam. :face_with_rolling_eyes: :astonished_face:


    Das wird auf jeden Fall spannend. Gut, getrennt füttern ist ja jetzt auch kein Ding.
    Bloß bei den Spielsachen und Kauzeugs muss ich einfach mal schauen.
    Schlafplätze haben wir eigentlich genug, hoffe ich.
    Und auch ausreichend groß.


    Man malt sich halt immer alles so schön aus und dann ist es vernutlich doch ganz anders wie man es erwartet hat. Oder man hat Angst vor bestimmten Dingen und die treffen gar nicht ein.
    :smiling_face:


    Ich schätze z.B. das Moony schon eifersüchtig werden wird.
    Ich möchte mit ihr auch dann Zeit alleine verbringen, dass sie sich nicht zurück gesetzt fühlt.
    Anfangs kann ja der Welpe auch gar nicht auf die "normalen" Spaziergänge mitkommen.


    Habt ihr auf den "Welpenrunden" den erwachsenen Hund mitgenommen? Oder war das anfangs erstmal getrennt?

    LG Schlundi :red_heart:

  • Ich habe einen Hundebuggy gekauft und setze die Welpen da mit rein und nehme sie mit. Zwischendurch lass ich sie raus und toben/erkunden und dann setze ich sie wieder rein wenn ich merke es wird zu lange oder zu viel. Feline ist aktiv nach einer gewissen Zeit zum buggy und daran hoch gehüpft wenn es ihr zuviel wurde.

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