Hund hat Angst vor der Umgebung bei der Wohnung

  • Hallo ihr Lieben,


    ich hoffe ihr könnt mir helfen. Bei mir lebt eine 1-Jährige Weißer-Schäferhündin. Wir sind vor 1,5 Monaten in eine andere Wohnung gezogen, sie kannte aber die Gegend und auch die anderen Spazierwege schon davor. Jetzt habe ich das Problem, dass mein Hund im Umkreis von 400m von der Wohnung extrem Angst hat. Alles was sich bewegt oder Geräusche von sich gibt macht ihr Angst. Sie zieht dann an der Leine und reagiert nicht mehr wirklich. Eigentlich kann sie brav an der Leine gehen und reagiert auch auf Kommandos wie "sitz", "warten" usw. Wenn wir aber außerhalb von diesem Umkreis spazieren, ist sie wie ausgewechselt und benimmt sich vorbildhaft. Da kann es laut sein und hektisch. Mittlerweile sehen mich die Nachbarn schon komisch an und warte nur noch auf den Anruf von Tierschützern. Ich liebe meine Hündin über alles und möchte ihr nicht jedes Mal den Stress antun.


    Ich habe probiert immer wieder kurz runter gehen. Auch mitten in der Nacht wenn alles ruhig ist aber auch da ist sie total unruhig. Es ist nie was vorgefallen wodurch sie sich unsicher fühlen könnte. Ich weiß, dass sie eine eher unsichere Hündin ist, aber so kenne ich sie eigentlich nicht. Laut Tierarzt sollte ich einfach immer wieder runtergehen aber sie ist danach immer fertig und hechelt extrem. Soll ich eine Hundeschule konsultieren oder noch warten?


    Vielen Dank im Voraus!



    Liebe Grüße,
    Nina :grinning_face_with_smiling_eyes:

  • Hallo Nina,


    erstmal herzlich Willkommen im Forum von hund.info :smiling_face:
    Schön, dass du her gefunden hast :smiling_face:


    Es kann einen Auslöser geben, den du nicht mitbekommen hast. Vielleicht eine Fehlzündung bei einem Auto.
    Es kann auch sein, dass du selber der Auslöser bist. Du weißt, dass dein Hund gleich gestresst sein wird und du spannst dich selber an, womit du deinen Hund ungewollt Gefahr signalisiert. Berger Blanc Suisse (BBS) sind ja bekannt dafür, dass sie sehr sensible sind.
    Vielleicht bist du auch einfach nur genervt von der Situation.


    Da wir nur spekulieren können, ist es ratsam, einen guten Hundetrainer für Einzelstunden bei dir Zuhause zu finden. Ich weiß, dass es extrem schwierig ist, gute Trainer zu finden. Je nachdem wo du wohnst, kann der ein oder andere User vielleicht Empfehlungen aussprechen.


    Vorrübergehend würde ich ausprobieren, mit den Hund bei jeden Gassigang ins Auto zu bringen und rauszufahren. So kannst du entspannt beim Aussteigen sein und dein Hund kann möglichen Stress abbauen, wenn ihr etwas aussucht, wo sie ohne Leine laufen kann.

  • Hallo,


    danke für die Antwort. Ich probiere immer mit dem Gedanken aus der Türe zu gehen das es heute super funktioniert. Ich lasse ihr auch unterm Tag die Balkontüre offen damit sie einfach immer wieder wenn sie Lust und Laune hat rausgehen kann und die Umgebung beschnuppern oder auch die Geräusche in Ruhe beobachten kann. Dort ist sie auch immer entspannt und neugierig.


    Das mit dem sensibel sein weiß ich und das war auch ein Grund wieso ich mich für diese Rasse entschieden habe aber so habe ich sie noch nie erlebt. Ich weiß, dass sie für manche Situationen länger braucht und ich gebe ihr auch immer die Zeit. Ich habe mich schon mal mit ihr um 2 Uhr in der Früh vor die Tür gesetzt, dass sie einfach in Ruhe alles beobachten kann.


    Ich komme aus Tirol in Österreich. :smiling_face:


    Ich hatte auch schon die Vermutung, dass es vielleicht von der Läufigkeit kommt, da sie wieder bald läufig wird.


    Das mach ich auch so oft wie möglich aber es wäre fein wenn es möglich wäre, dass wenn sie ganz dringend muss das ich nicht davor mit dem Auto irgendwo hin muss. Weil manchmal wird es knapp wenn sie viel Wasser getrunken hat :smiling_face:


    Lg,
    Nina :smiling_face:

  • Dieses übersteigerte Verhalten kann/könnte wirklich mit der bald einsetzenden Läufigkeit zu tun haben. Manche Hündinnen - gerade wenn sie noch sehr jung sind - sind dann extrem durch’n Wind... Hormone... :face_with_rolling_eyes:


    Ich würde - gerade bei einer so sensiblen Hündin - wie Isa es schon geschrieben hat, auch einen guten Fachmann dazu holen. Zumindest wenn die Probleme sich nicht innerhalb ganz kurzer Zeit in Luft auflösen, weil deine Hündin von selbst „hormonell stabiler„ wird.


    :red_heart: liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:


    „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)

  • Moin!
    Also, vermuten können (und müssen) wir ja viel, aber ich (!) glaube mal, dein Tierarzt hat nicht nicht soooo unrecht. Meine Ovtcharka Lady war zu Anfang, also als sie zu mir kam auch für mich grundlos sehr ängstlich, wegen jedem Mist.
    Bei uns hat die immer wiederkehrende Gewöhnung an alles an Geräuschen, landwirtschaftlichen Maschinen, Autos u.s.w. langfristig sehr gut geholfen. Das kann ewig und drei Tage dauern bis es fruchtet, aber bei uns hat es gefruchtet. Sie hat sich schon zu einem "fast normalen" :winking_face: Hund, der sogar schon richtig mutig geworden ist entwickelt. Mittlerweile knurrt sie z.B. den Staubsauger an und geht nicht voller Panik flüchten wie zu Anfang. Das ist nur ein kleines Beispiel, so ganz am Rande :hund-lol:
    Das ist natürlich bei ihr von Anfang an so gewesen, also eher das Resultat ihrer schlechten frühkindlichen Prägung :confused: und nicht urplötzlich aufgetreten wie bei deiner Fr. Schäfer, also schon eine etwas andere Situation.
    Die Effekte finde ich aber schon recht ähnlich insgesamt.

    "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:

    Einmal editiert, zuletzt von tomstep ()

  • Also, vermuten können (und müssen) wir ja viel, aber ich (!) glaube mal, dein Tierarzt hat nicht nicht soooo unrecht. Meine Ovtcharka Lady war zu Anfang, also als sie zu mir kam auch für mich grundlos sehr ängstlich, wegen jedem Mist.
    Bei uns hat die immer wiederkehrende Gewöhnung an alles an Geräuschen, landwirtschaftlichen Maschinen, Autos u.s.w. langfristig sehr gut geholfen. Das kann ewig und drei Tage dauern bis es fruchtet, aber bei uns hat es gefruchtet. Sie hat sich schon zu einem "fast normalen" Hund, der sogar schon richtig mutig geworden ist entwickelt.

    Ja, dass habe ich mit Caro auch.
    Wir haben fast zwei Jahre gebraucht für diese Routine. Jetzt ist Caro 5,5 Jahre bei uns und man muss sich weiterhin an die Regeln halten. Caro hat gelernt, dass ich ihr sicherer Hafen bin. Wenn sie Angst hat, soll sie sich an mich orientieren. Ich kümmere mich um die Stresssoren.


    Ich hatte halt das große Glück, gleich zu Beginn meine Trainerin an der Hand zu haben. Caro zog Samstags ein und Mittwoch sah sie sich das Zusammenleben meiner Hunde an. Sie kannte mich mit Kiara bereits. Somit war mir zumindest die Trainersuche erspart gewesen und ohne meine Trainerin wären Caro und bei mir schlechte Chancen gehabt. Ich hätte sie vermutlich unter Tränen abgegeben in bessere Hände. Kompetentere.


    Auf uns kam hartes Training zu. Später kaufte ich mir auf Empfehlung das Buch "Leben muss gelernt sein" von Birgit Laser.
    Dieses Buch - es ist für Halter von Hunden mit Deprivationssyndrom bestimmt - half mir zusätzlich gut zu den vielen, vielen Einzel- und Gruppenstunden.
    Das Buch finde ich sehr empfehlenswert. Nicht nur bei Hunden mit dem Syndrom, sondern auch für viele Besitzer von unsicheren oder ängstliche Hunden.

  • Hallo,
    eine ähnliche Situation hatte eine Freundin von mir auch. Teilweise wollte ihr Hund dann gar nicht mehr in die Wohnung reingehen und saß dann vor der Tür. Sie hatte ihrem Hund dann Zeit gelassen, da es bei ihr auch mehrere neue Einflüsse auf einmal waren. Nach einiger Zeit hat sich ihr Hund an die Situation gewöhnt und jetzt spielt er auch super gerne im Innenhof.

    Jeder Hund will erzogen werden. :smiling_face_with_heart_eyes:

  • Hallo Nina,
    wie sieht es denn inzwischen aus? Hat sich das etwas gelegt oder ist es immer noch so schlimm?
    Die Eingewöhnungszeit sollte ja vorbei sein und Sie ist hoffentlich nicht mehr so ängstlich unterwegs.
    Vielleicht hat ein ganz bestimmtes Geräusch das ausgelöst und jetzt reagiert Sie auch auf anderes so ängstlich da sie nicht weiß was es ist.
    Wenn sich das bis jetzt nicht verbessert hat, hoffe ich das du bereits einen Hundetrainer aufgesucht hast.

    Ein Himmel ohne Hunde ist kein echter Himmel.

  • Hallo @Doglove77 und @Fleckchen!


    Ihr schaut aber schon manchmal auf das Datum, wann der Beitrag erstellt wurde, oder?


    Nach einem halben Jahr noch zu antworten macht nur Sinn, wenn ihr selbst ein ähnliches Problem hättet.


    Liebe Grüße,
    Wulf und Dumbledore

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

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