Wisente töten Hund

  • So hätte sich der Hundehalter das Ende seines Spazierganges nicht vorgestellt.


    Als "Schaufenster/Guckloch" für das Wisentprojekt (noch freilaufende Herde im Rothaargebirge auf 4.500 Hektar) gibt es in Bad Berleburg ein Wisent-Gehege, in dem auf 20 Hektar eine Herde lebt.


    Dort haben Wisente am 8.7.2020 einen Hund getötet, der mit seinem Herrchen dort spazieren ging.
    Die Umstände sind tragisch und ob dem Hundehalter zum Zeitpunkt des Geschehens klar war, dass Wisente mit Kälbern beim Anblick von Hunden humorlos reagieren, ist nicht bekannt.


    https://wildundhund.de/bad-berleburg-wisente-toeten-hund/


    Ob zu diesem Zeitpunkt schon das Mitführen von Hunden verboten war (wie es ausweislich der Seite des Wisentvereines jetzt der Fall ist (bitte bis unten scrollen), weiss ich nicht. Ich weiss auch nicht, ob an den Eingängen zum Gehege entsprechende Hinweisschilder vorhanden waren oder sind.


    https://www.wisent-welt.de/wisent-wildnis/


    Jedenfalls weist der Verein auf das richtige Verhalten hin und warnt davor, näher als 50 Meter an die Tiere heranzugehen. Nach dem folgenden Link sind Hunde jedenfalls nicht verboten - siehe letzter Punkt bei Regeln.


    https://www.wisent-welt.de/ver…ungluecklicher-umstaende/


    Ich weiss nur, dass mein Hund dort auch dann nicht mitkäme, wenn es keine Kälber gäbe, dazu brauchte ich kein Hinweisschild oder ein Verbot. Wisente sind nun mal wehrhafte Wildtiere, die ggf. unberechenbar reagieren können. Und dann sind sie schnell, unglaublich schnell.


    Der alte Hund fand ein tragisches Ende.
    Womöglich deshalb, weil die Betreiber des Geheges keine klaren Regeln setzten und auf die Einsicht der Besucher hoffen/hofften. Vielleicht auch deshalb, weil der Hundehalter unvernünftig war, naturentfernt oder zu dem Zeitpunkt sowas wie gesunden Menschenverstand zu Hause gelassen hatte. Vermutlich eine Mischung aus beiden Möglichkeiten.
    Auszubaden hatte es - wie so oft - das Tier.

    Viele Grüße
    Dieter


    Wenn es im Himmel keine Hunde gibt - dann will ich da nicht hin.

    Einmal editiert, zuletzt von Dieter ()

  • Die Wisentwildnis ist quasi neben an, wir waren schon öfter mit den Kindern dort. Dass es mit den freilaufenden Wisenten immer wieder Probleme gibt und es schon etliche Unfälle wegen ihnen gab, ist kein Geheimnis. Ich bin mir ziemlich sicher, dass an dem Gehege Hundeverbotsschilder stehen. An dem Gehege muss man Eintritt zahlen und kommt nur durch eine Schleuse rein. Ich weiß gar nicht, wie der Hundehalter den Hund da mit rein bekommen hat, ohne, dass die Mitarbeiter das mitbekommen haben.

    „Was uns so fest mit Hunden verbindet, ist nicht ihre Treue, ihr Charme oder was es sonst noch so sein mag, sondern die Tatsache, dass sie nichts an uns auszusetzen haben.“
    (unbekannt)


    Kati mit Marla :smiling_face_with_heart_eyes:

  • Ach Herrje... :frowning_face:


    Gestern ist mir Feline in den Kuhzaun gerannt, weil ich abgelenkt war. Normal lass ich sie gar nicht erst in die Nähe des Zauns, sondern behalte sie auf der anderen seite. Aber meine Freundin war dabei und ich war einfach abgelenkt. Da hat sie einen Schlag bekommen und ist statt zurück zu weichen, vor gerannt, also unter den Zaun durch und hat sich dann nicht mehr raus getraut. Was hab ich für Ängste gehabt, weil da tatsächlich gerade auch Kühe auf der Weide waren. Die haben sich aber Gott sei Dank nicht für Feline interessiert und Feline sich nicht für die Kühe... dennoch hab ich echt unfassbare Angst gehabt dass die Kühe jeden Moment aufstehen (waren alle ganz gemütlich gelegen) und auf dem Fiffi-Tier rumtrampeln. Meine Freundin hat mit der Leine den Stromzaun angehoben und ich Feline auf dem Bauch raus gelockt. Die war von dem Stromschlag ganz verstört.
    Das ist wirklich ein Albtraum und ich kann mir nicht vorstellen dass man dieses Risiko nicht kennt bzw. denkt da passiert schon nichts. Vor allem wenn da Kälber dabei sind.

  • Die Feindschaft Hund und Kuh ist so alt, wie es Hund und Kuh auf Erden gibt. Schon Konrad Lorenz hat diese prekäre Beziehung beschrieben. Letztendlich dienen die Verwandten der einen Seite als leckeres Dinner für die andere. Du brauchst schon Hunde wie einen Catahoula, der sich ans Rinderhüten in der Meute traut. Kann ich Hund und Rind aneinander gewöhnen? Sicher, aber da ist man dann untereinander bekannt.


    Der arme Hund, der auf den Besitzer vertraut, dass er ihn aus allem Gefährlichen heraushält. Aber die Dummheit der Menschen ist unendlich. Das sieht man auch an Besuchern des Yellowstone Parks, die wegen eines Selfies zu jedem Blödsinn fähig sind.

  • Ich möchte noch nachtragen, dass der Besitzer wenigstens das Problem erkannt und versucht hat, umzukehren. Aber ich wäre gar nicht mit meinen Hunden da hinein. Ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht noch einmal ohne Hund gern in die Nähe einer Herde mit Kälbern gehe.

  • Hab vor dem Lesen des Beitrages einen Beitrag bei "quer" gesehen, da ging es um Almkühe, kurz zusammengefasst. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, es gibt so viele unfassbar dämliche Menschen.
    Als unsere Kinder jünger waren, wanderten wir viel in den Bergen und natürlich sahen wir Kühe, aber es wurde Abstand, also wirklich echter Abstand gehalten. Aber ich bin auch ein Dorfkind.


    Edit: Aber auf der anderen Seite werden die Almabtriebe übelst vermarktet, da werden busseweise Rentner rangekarrt. Das gaukelt doch den Ahnungslosen vor, dass Rinder harmlos sind.

    Liebe Grüße von Karola mit Lucky und Aslan :smiling_face:

  • Aber ich wäre gar nicht mit meinen Hunden da hinein. Ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht noch einmal ohne Hund gern in die Nähe einer Herde mit Kälbern gehe.


    Da schließe ich mich an. Das gilt für mich genauso.

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Das gleiche Problem gibt es auch bei Kühen. Wir wandern ganz gerne im Allgäu und leider führen dort die Wanderwege oft mitten durch Kuhweiden :thumbs_down:
    Mit Lady war das noch kein großes Problem, sie wurde argwöhnisch beobachtet und lief von sich aus im möglichst großen Bogen an den Kühen vorbei. Nur einmal wurde sie von einer Herde Jungkühe voll angegriffen :shocked: da sie aber sehr schnell und ausdauernd, sowie fernlenkbar ist, konnte ich sie erst weg von uns und dann berghoch wieder im Bogen zu uns führen - da ging den Kühen die Puste aus :grinning_squinting_face: und wir waren auf der anderen Seite durch den Zaun - aber mit einem Adrenalinpegel von min 150% :unamused_face:
    Freya ist vom Erscheinungsbild viel zu sehr Wolf, sie wird praktisch immer sofort angemacht :frowning_face: und so mussten wir schon ein paar Wanderungen abbrechen. Wir wandern da jetzt nur noch nach dem Almabtrieb.

    Wenn nur Älle so wäret, wie i sei sodd! :face_with_rolling_eyes: :smiling_face_with_halo:

  • Ich lebe ja im Allgäu, und hatte noch nie ein Problem mit Kühen und Hunden. Eine meiner Gassistrecken vom Haus weg führt über eine Kuhweide, die im Sommer auch bewohnt ist. Aber ich weiß halt auch was ich tue. Manchmal, wenn die Herde sich ziemlich nah am Durchgang zusammengerottet hat, dann gehe ich halt einen anderen Weg, das ist IHR Zuhause.
    Im Normalfall, wenn Wanderwege durch die Kuhweiden führen, dann sind die Kühe das gewohnt. Außer Jungvieh zu Beginn des Sommers, die sind einfach neugierig, aber nicht bösartig. Oder fern von Bergbahnen, wo nicht so viele Menschen entlangkommen weil es ja anstrengend ist, da sind die Kühe es nicht so sehr gewohnt und kommen dann eher mal schauen. Wenn die Menschen cool bleiben, und die Hunde Kühe gewohnt sind, dann gibt's da kein Problem.
    Ein Problem hier sind tatsächlich meistens die Touristen, die ihre Hunde über die Kuhweiden frei laufen lassen und nicht bei sich behalten und die Herde damit aufscheuchen...
    Ich bin schon mal hinter einer Touristengruppe hergewandert, die einen freilaufenden Hund dabei hatten der hektisch bellend die Herde aufgeschreckt hat. Und ich dann hintendran hatte dann schon ne blöde Situation, weil die Kühe halt außer Rand und Band waren...
    (Erinnert mich grad an die Idioten, die aus Spaß an der Freude Kühe erschreckt haben um das auf TikTok zu zeigen, ich könnte kotzen - zumal es da auch echt Verletzungen gab...)


    Mutterkuhweiden sind meistens klar ausgeschildert, da sollte man tunlichst vermeiden, zwischen Kalb und Mutterkuh zu geraten. Wobei ich mich über solche Herden immer besonders freue, weil dann das Kalb mal wenigstens bissle länger bei der Mama bleiben darf als nur eine Nacht, wie es in hochkommerziellen Milchviehbetrieben der Fall ist - schließlich ist es ja unverschämt, wenn das Kalb die kostbare Kuh-Muttermilch dem Menschen wegtrinkt, aber das ist ein anderes Thema... :pouting_face:

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

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