Adopt - don´t shop

  • @Cleothecat ich hätte jetzt fast geheult als ich deine Beiträge las :loudly_crying_face: :loudly_crying_face:


    Wegen meiner Nala gehts mir ja auch so :loudly_crying_face: Was ich mir wegen ihr schon anhören durfte :thumbs_down:

    Es gibt ein Leben ohne Hund, es lohnt sich nur nicht!

  • Da kann ich dich so gut verstehen. Ich hätte Easy auch so gerne ihre ganzen Schmerzen erspart und möchte sie ihr noch ersparen die sie noch haben wird. Sie ist ja schließlich auch der Grund und meine Motivation für meinen Berufswechsel zur THP und Hundephysiotherapeutin gewesen. Ich weiß nicht, ob ich ohne kranken Hund auch diesen Weg gegangen wäre, keine Ahnung... :winking_face:

    Und nun stelle man sich mal vor, Easy wäre ein Hund vom Züchter gewesen.
    Sollte nämlich genau das nicht passieren? Aber genau das passiert und man sieht es immer wieder. Leider! Warum muss ein Hund extra auf die Welt kommen, obwohl es so viele gibt, die ein Zuhause suchen? Warum muss dieser Hund dann auch noch Schmerzen leiden? Wie kann es passieren, das Hunde von einem Züchter, mit ED und HD auf die Welt kommen? Nur weil A) der Züchter keine Ahnung hat, und B) ein anderer Mensch sagte: genau so ein Hund muss es sein! (TH oder TS ist vllt. nicht gut genug)


    Dazu verdammt ein Leben lang zu leiden


    Hole ich einen aus zweiter Hand, aus dem TH oder aus dem TS und dieser ist nicht gesund, kann ich ihm wenigstens noch ein Leben mit weniger, oder ohne Schmerzen ermöglichen, eben weil ich ihn "gerettet" habe und nicht bestellt habe!
    Den anderen würde es aber nicht geben und müsste nicht Leiden müssen.



    Wenn ich mir vorstelle, dass es keinen TS gibt. Bella hat mit ihren zwei Geschwistern neben der erschlagenen Mutter gelegen. Zum Tode verurteilt, wenn sich keiner gekümmert hätte.
    Möppi sollte entsorgt werden und wurde aus dem Fenster, dritter Stock, geworfen. Hätte nicht lange überlebt mit seinem Trümmerbruch.

    Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten :red_heart:

  • Hole ich einen aus zweiter Hand, aus dem TH oder aus dem TS und dieser ist nicht gesund, kann ich ihm wenigstens noch ein Leben mit weniger, oder ohne Schmerzen ermöglichen, eben weil ich ihn "gerettet" habe und nicht bestellt habe!

    Das würde bedeuten, dass jeder Hund vom Züchter automatisch krank ist, was falsch ist und es würde außerdem bedeuten, dass er automatisch sein Leben lang leiden würde, weil ihn niemand hilft, im Gegensatz zu dem Tierschutzhund, den man ja gerettet hat, was ebenso Quatsch ist.


    Ich denke, über dieses Thema zu diskutieren ist recht müßig. Die Fronten sind eh von vorne herein festgefahren. Und es sei angemerkt, dass ich im Tierschutz aktiv arbeite UND drei Rassetiere Zuhause habe UND zwei Tierschutztiere. Sie sind alle fünf gleich viel wert, wenn man das so nennen will. Sie kriegen die gleiche ungemessene Liebe, Zuneigung, Pflege und alles andere. Jeder zu gleichen Teilen. Da wird nicht unterschieden.

    "Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen."


    ~ Oliver Jobes ~

    Einmal editiert, zuletzt von Skadi ()

  • Man müsste sich mal Gedanken machen, woher die Tiere aus dem Tierschutz kommen.
    Aus den deutschen Tierschutz stammen die meisten Tiere von Menschen, die ihre Hündin unbedingt mal decken lassen wollten (z.B. für den netten Nebenverdienst) und ihnen egal ist, was mit den produzieren Welpen passiert.
    Wie viele Welpen werden den erstbesten Interessenten mitgegeben, obwohl dieser nicht mal eine Vorstellung davon hat, was das zusammenleben mit Hund bedeutet? Der nicht weiß, ob dieser Mischling zu ihnen passen würde? Der Welpe wird so spontan gekauft wie eine Audio-CD.
    Nach einer Zeit muss der Welpe, der nun erwachsen ist, weg, z.B. weil er mangels Sozialisation verhaltensauffällig ist, er dreck macht, Möbel zerstört, bellt, nicht alleine bleiben kann, in die Wohnung pillert usw.


    Wie oft ist ein Rassehund mit Papieren im Tierheim? Ja, es gibt diese und ja, die Tierheime vernichten teilweise diese Dokumente. Es sind aber vergleichsbar wenige Hunde.
    Zum einen, weil sehr viele seriöse Züchter, sollte es am Ende nicht passen, ein Vorkaufsrecht haben und zum anderen, die Interessenten selten einen Welpen gleich beim Kennenlernen mitgeben.


    In Deutschland gibt es so gut wie keine Streuner und entsprechend vermehren sich die Streuner auch nicht wirklich.


    Wenn man also der Theorie folgt, dürfte es man nur seriöse Zucht zulassen und das Vermehren von Hunden ohne Zuchtverband verbieten. Dabei muss aber auch überprüft werden, ob der Zuchverband seriös ist. Nicht wenige Dissidenzvereine existieren nur, um Papiere selber zu drucken. Inzwischen sind die Welpeninteressenten ja meistens aufgeklärt, dass Papiere wichtig sind. Einige glauben allerdings auch noch, dass der Impfausweis damit gemeint ist. :winking_face:


    Als wir damals Caro suchten, habe ich mit einer Züchterin telefoniert, die ihren Jungmops abgeben wollte, weil dieser nicht zuchtzulässig wäre wegen eines Zahnfehlers. Ich hätte ich den Hund sofort abholen können für 800 Euro ohne Papiere oder 1000 Euro mit Papiere. Den Zuchtverein dahinter habe ich nie herausgefunden und für einen 1.5 Jahre alten Hund sehe ich auch nicht ein, mehr als die normale Schutzgebühr zu zahlen (350 bis 450 Euro).


    Bei FB sehe ich oft solche Diskussionen: Verbietet die (seriöse) Hundezucht! Wir haben genug Hunde im Tierschutz!
    Dabei sehe ich es halt anders. Die Hunde aus seriöser Zucht macht einen Bruchteil der Hundepopulation in Deutschland aus. Selbst wenn wir zur seriösen Zucht mal alle VDH Hunde zählen würden plus alle Dissidenzvereine, haben wir im Schnitt, dass jeder vierte nach Rasse aussehender Hund Papiere hat. Jährlich werden etwa 50 % Mischlinge (oder waren es sogar mehr?) und 50 % nach Rasse aussehende Hunde bei Tasso registriert. Also kann man davon ausgehen, dass 12,5 % der Hunde in Deutschland Rassehunde mit beliebigen Papieren sind. Und etwa die Hälfte dieser Hunde sind von einer seriösen Zucht. Macht dann ~ 6,25 %.
    Gut, die anderen 87,5 % sind natürlich nicht alles Hunde von Vermehrern, sondern auch aus den Ausland importierte Hunde. Würden man theoretisch das Vermehren von Hunden verbieten (z.B. durch sehr hohe Geldstrafen), dann könnte man das Elend eindämmen. Aber zeitgleich würde der Hundebedarf in Deutschland wieder nicht gedeckt werden, so dass mehr Hunde aus den Ausland importiert werden müssten.


    Sinniger ist es also, dass die potenziellen Hundebesitzer gewisse Schulungen brauchen, um einen Hund aufnehmen zu können. Das wäre zumindest der einfacherste Schritt, ein Dokument vorzulegen, der mitteilt, dass man einen Hund halten darf (egal ob beim Vermehrer, im TSV oder Züchter) inkl. der Genehmingung des Vermieters.


    Aber das sind halt alles nur Theorien.

  • Beide Möglichkeiten einen Hund zu adoptieren sind gleichermaßen gerechtfertigt und gut. Darauf sollen meine Artikel hinaus gehen.
    Ich finde es schade dass dennoch hier genau die Floskeln kommen, wegen denen ich mich hingesetzt habe und diese Artikel verfasst habe.
    Beim Rassehund heißt es, man habe den Hund „bestellt“ im Tierschutz aber wieder nicht? Wer liefert denn die Hunde vom Ausland nach Hause?
    Der Züchter mit Sicherheit nicht...

    Noch was: Im Artikel steht, dass man aus dem Tierschutz keinen Hund bekommt, ohne Schutzgebühr zu entrichten. Das stimmt so nicht.
    Hat meine beste Freundin mich gerade drauf hingewiesen. Ihr heute eingezogener Auslandshund hat genau gar nichts gekostet, da eben schon älter und nicht komplett gesund.


    Ich habe es auch schon mitbekommen, dass zB ältere und gehandicappte Hunde ohne Schutzgebühr abgegeben werden.

    Nein, in dem Artikel steht: „niemals würde man im Tierschutz einen Hund einfach mit nach Hause bekommen, wenn man die „Schutzgebühr“ nicht stemmen kann.“
    Das ist ein Unterschied!


    Zudem wird gerne vergessen, dass sich die Tierschutzvereine für genau solche Fälle wie du sie anführst, Paten suchen und auch die vielen Spenden die sie monatlich erhalten werden gerne unter dem Tisch gekehrt. Ich habe auch einen „Patenhund“ das ist ein Flat-Dobermannmix. Lange hab ich in dem Tierschutzverein den ich persönlich wirklich gut finde, überlegt ihn zu adoptieren. Das ist schon einige Jahre her. Aber (ich böser Züchter) habe mich entschieden Baghira zu behalten, statt diesen Hund aufzunehmen, der aber auch mein Herz erobert hat. Jedenfalls habe ich ihn also als Paten übernommen und spende monatlich etwas. Er ist sehr krank, wurde aber auch kostenlos weiter vermittelt, seine Behandlungen werden auch weiter vom Verein übernommen. Was aber im Grunde auch gut für sie ist. Denn er hat nicht nur mich als Paten, sondern noch ein paar andere. Wie viele weiß ich aber nicht. Jedenfalls tragen seine Paten nicht nur die Behandlungen von dem Flatmix, sondern was über ist, fließt wieder in die Ausgaben für andere Sachen. Was ja auch völlig in Ordnung ist.

  • Und nun stelle man sich mal vor, Easy wäre ein Hund vom Züchter gewesen.
    Sollte nämlich genau das nicht passieren? Aber genau das passiert und man sieht es immer wieder. Leider! Warum muss ein Hund extra auf die Welt kommen, obwohl es so viele gibt, die ein Zuhause suchen? Warum muss dieser Hund dann auch noch Schmerzen leiden? Wie kann es passieren, das Hunde von einem Züchter, mit ED und HD auf die Welt kommen? Nur weil A) der Züchter keine Ahnung hat,

    Weil man im Leben nichts zu 100% unter Kontrolle hat.



    und B) ein anderer Mensch sagte: genau so ein Hund muss es sein! (TH oder TS ist vllt. nicht gut genug)

    Weil ich z.B. Hunde brauchte die meine Ziegenherde hüten können.
    Der Jäger der entweder einen spursicheren oder wasserfesten Hund braucht.
    Weil jemand einen Hund braucht der sein Hab und Gut sichert ohne auszuticken.
    Da gäbe es noch viele Beispiele.

    Hole ich einen aus zweiter Hand, aus dem TH oder aus dem TS und dieser ist nicht gesund, kann ich ihm wenigstens noch ein Leben mit weniger, oder ohne Schmerzen ermöglichen, eben weil ich ihn "gerettet" habe und nicht bestellt habe!

    Das möchte doch jeder machen wie es ihm am liebsten ist.
    Aber, keine Zucht mehr. Irgendwann wären die THs leer wenn nicht böse schwarz gezüchtet wird.
    Heißt dann sind wir alle zufrieden und unsere Nachfahren werden nie einen Hund ihr eigen nennen können.

    Bella hat mit ihren zwei Geschwistern neben der erschlagenen Mutter gelegen. Zum Tode verurteilt, wenn sich keiner gekümmert hätte.
    Möppi sollte entsorgt werden und wurde aus dem Fenster, dritter Stock, geworfen. Hätte nicht lange überlebt mit seinem Trümmerbruch.

    Und was hat das jetzt mit der Zucht zu tun?
    Glaubst du Hunde aus dem TH kommen immer in die richtigen Hände und denen kann das nicht auch (wieder), passieren?

  • Eigentlich wäre es ganz einfach


    Züchter als Beruf anerkennen (somit wären zumindest schon einmal die "1x Welpen bekommen" weg, da dann Schwarzarbeit) und auch etliche die quasi nur Welpen bekommen mit dem Hintergrund Welpen zu verkaufen.


    Und auch bim Tierschutz gehört gründlich aufgeräumt, evtl. auch mit einer zwingenden Qualifikation (z.B. nur Tierheime dürfen vermitteln). Dann hätten wir da auch nicht die ganzen für den deutschen Markt produzierten Massen an Hunden/Welpen die über den "Tierschutz" vermittelt werden.


    Aber daran hat man kein Interesse, sonst hätte man das längst gemacht.


    Was mir als Züchter gewaltig aufstößt ist das der schuldige (Qualzucht/Krankheit etc.) immer beim VDH gesucht wird, der einen Marktanteil von nicht einmal 5% hat. Bei uns gibt es keine Franz-Bull in Fehlfarben oder Chiwis in Merle (was erhebliche Gesundheitsrisiken birgt) um nur 2 Rassen zu nennen. Auch haben wir ein Mindestgewicht (2Kg) zur Zucht, sowie Belastungstests der Brachyzephalen Rassen.

    In a world full of Kardashians - be a Gallagher! :thumbs_up:

  • ....und wenn ich dann manchmal höre was ein Tierheim für Anforderungen stellt an zukünftige Besitzer, und was teilweise für Verträge und auch Preise aufgerufen werden, wundert mich nicht das der Markt der billig Auslandswelpen boomt.

    In a world full of Kardashians - be a Gallagher! :thumbs_up:

  • Ich will nur anmerken, dass ich im Moment von den sieben vier reinrassige Hunde habe und keiner ist von einem Züchter gekauft. Aber das heißt nicht, dass ich niemals nicht von einem Züchter kaufen würde. Wieso auch? (Habe ich ja schon, die Diana war von einem Züchter).
    Zugegeben, bei uns in USA ist der Druck größer, weil wir so einen hohen Überschuss an Hunden haben. Wie gesagt, im Petfinder, den (fast) alle Tierrettungsorganisationen angeschlossen ist, kann man jede Rasse finden. Das ist immens traurig.


    Wenn jemand eine Rasse bei einem Züchter kaufen will, soll er das, solange er sicherstellt, dass der Züchter nicht aus Geldmacherei züchtet. Das kann man einfach feststellen, in dem man zu ihm fährt und sich seinen Zucht vor Ort ansieht. Geht das nicht, wird man abgewimmelt, dann suche eine andere Resource. Wenn jemand adoptieren will, ist es auch gut. Aber auch da gilt es, sich die Quelle genau anzuschauen!


    Garantien gibt es eh nicht, denn immer noch diktieren die Gene der Erbmasse, was dem Hund als Voraussetzung mitgegeben wird. Und da spielen durchaus mehrere Generationen hinein.

  • Und du denkst, die Suche nach Paten ist einfach? Ich arbeite ehrenamtlich bei einem Verein mit, der in Kenia Kinder unterstützt. Das Schulgeld wird durch Paten finanziert. Bis jetzt haben wir - und den Verein gibt es schon ein paar Jahre - um die 60 Paten. Die Schule besuchen aber deutlich mehr Kinder, die einen Paten benötigen würden. Und da geht es um armutsbedrohte Kinder, für die viele Leute wahrscheinlich mehr Mitgefühl empfinden als für andere Spezies. Die Suche nach langfristigen Paten ist definitiv nicht einfach.


    Es geht bei den Patenschften zudem oft auch nicht nur um eine Geldquelle. Im lokalen Tierheim hier, aus dem ich Rex habe, sind die Paten vor allem Bezugsperson für den Hund. Gehen mit ihm Gassi, trainieren Alltagssituationen, spielen und schmusen mit ihm...


    Seriöse Orgas und Vereine verschweigen übrigens auch weder Patenschaften noch Spendeneinnahmen. Auf der HP der Orga meiner Jasmin sieht man zB, welche Hunde einen "Futtersponsor" haben.
    Und nochmal; es geht dabei um Kostendeckung für Lebensnotwendiges - Futter, Medikamente etc..



    Züchter sagen ja oft dass beim Züchten kein Gewinn übrig bliebe. Warum sollte die Situation im Tierschutz besser aussehen, da müssen oft etliche Tiere versorgt werden. Also der Verein, vom dem meine beste Freundin gestern die 12-jährige Hündin übernahm, wird sicher schon für diesen einen Hund ordentlich Kosten gehabt haben, denn die Hündin hat einen Herzwurm, Herzinsuffizienz und DCM. Da macht man keinen "Gewinn" und Spendengelder sind meist sehr schnell verpufft.

    ♡-liche Grüße von Lina, Chihuahua Rex und Yorkie Jasmin

  • Ich finde es total schade, dass die Fronten so verhärtet erscheinen. Und das eher aus Sicht der Tierschutz-Verfechter als aus Sicht der Züchter, muss ich ehrlicherweise so sagen, trotz dem dass ich ja selber Tierschutzhunde habe...



    Und nun stelle man sich mal vor, Easy wäre ein Hund vom Züchter gewesen.
    Sollte nämlich genau das nicht passieren?

    Naja, vor einer Autoimmunkrankheit ist keiner gefeit. Jeder Mensch hier im Forum, der ne Allergie hat - also auch eine Form von verrückt spielendem Immunsystem - ist ja nicht automatisch genetisch ein schlechterer Mensch mit schlechteren Anlagen. Das kann einfach Pech sein. Und so ist's beim Züchterhund halt auch. Aber beim seriösen Züchter kann man wenigstens davon ausgehen, dass mit so einem Hund wie Easy mit Sicherheit niemals weitergezüchtet werden würde - und wäre Easy auf der Straße geblieben, wer weiß wieviele Würfe sie hätte bekommen müssen, an die sie vielleicht (!) ein kaputtes Immunsystem weitergegeben hätte...



    Wie kann es passieren, das Hunde von einem Züchter, mit ED und HD auf die Welt kommen?


    Hmm, diese Sache mit der HD und ED ist halt noch viel komplexer. Bei der HG ist genetisch bedingt eine "Veranlagung", genau genommen ist das eine lockere Hüfte im Wachstum. Ob sich dann tatsächlich eine HD herausbildet, also diese Dysplasie sich manifestiert, hängt ganz ganz maßgeblich von der Aufzucht ab - und die haben die Besitzer in der Hand, nicht mehr der Züchter...
    Ist so, auch wenn das nicht so populär ist wenn man sagt, dass der Besitzer da einen ganz großen Anteil an der HD seines Hundes hat, bzw. an der Schwere der HD, da hab ich mir schonmal ne blutige Nase geholt... :neutral_face:




    Ich finde, @Isa hat noch einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, nämlich diese wilde Kinderzimmer-Vermehrung. Gegen DIE müsste man vorgehen, weil da wird ja wild gemixt und produziert, weil halt die Kinder mal sehen wollen wie Hundebabies aufwachsen. So viele versehentliche Ups-Würfe kann es gar nicht geben, wie es Mixe auf dem Markt gibt. Und die verdienen damit dann tatsächlich einen Haufen Geld, und haben eben NICHT diese ganzen wichtigen genetischen Untersuchungen und Gesundheitsuntersuchungen ihrer Hunde, wie es bei den seriösen Züchtern der Fall ist.



    Wie ich ja irgendwo schon mal geschrieben habe, ja, ich habe zwei Tierschutzhunde. Und ja, ich habe extrem ein Herz für den Tierschutz, bin in vielen Vereinen sowohl ehrenamtlich als auch finanziell aktiv. Aber trotzdem kann ich mir für mich vorstellen, irgendwann mal einen Hund vom Züchter zu adoptieren (ich nenne jetzt bewusst dieses Wort, weil auch ein Züchterhund wäre mein Baby, nicht nur meine Tierschutzhunde sind das, also passt das Wort adoptieren da ganz genauso), weil ich bestimmte sportliche Pläne habe mit dem Hund.
    Ich weiß es noch nicht, wenn im Tierschutz in der Nähe (importieren lassen würde ich mir einen Hund niemals!) tatsächlich dann ein passender Hund sitzen würde wenn es bei mir soweit ist, jederzeit wieder. Aber wenn nicht, dann kann ich mir auch einen Zuchthund gut vorstellen.



    Wie ich eingangs zu diesem Post schon schrieb, ich finde diese verhärteten Fronten total schade, weil in meinen Augen betreiben auch seriöse Züchter eine Form von Tierschutz, jedenfalls hundert Mal mehr als diese Kinderzimmer-Vermehren!


    Habe fertig :grinning_squinting_face:

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • @Chiwi ist zwar OT, aber hast du gelesen? In Holland sind jetzt tatsächlich 12 brachyzephale Rassen zum züchten verboten worden.

    Ich weis nur das einige auf der Qualzuchtsliste landeten und es eben gewisse Vorgaben für die Zuchthunde geben soll. Aber alles nur Gerüchte. Also die Rasseliste hatte ich gesehen, aber dann kam nix mehr...
    Was habens denn verboten?

    In a world full of Kardashians - be a Gallagher! :thumbs_up:

  • Züchter sagen ja oft dass beim Züchten kein Gewinn übrig bliebe.


    Na ja, ganz umsonst macht es wohl keiner :winking_face: Warum auch? Warum soll der Züchter es für lau machen?
    Niemand stellt in Frage das ein Bauer, Bäcker oder Friseur Geld verdient, warum also beim Züchter?


    Aber die Rechnung 8 Welpen - pro Kopf 1500.- - 12.000.- in der Tasche geht natürlich nicht auf
    Es sei denn man züchtet schwarz (ohne Verein/Finanzamt/etc)

    In a world full of Kardashians - be a Gallagher! :thumbs_up:

  • @Chiwi Eben, ich persönlich kann mir auch nicht vorstellen, dass Züchtern nie was vom Welpenverkauf übrig bleibt... Aber ich habe diese Behauptung eben schon gehört.

    ♡-liche Grüße von Lina, Chihuahua Rex und Yorkie Jasmin

  • Na ja, ganz umsonst macht es wohl keiner Warum auch? Warum soll der Züchter es für lau machen?

    Weil Züchten kein "Beruf" ist, mit dem man Brötchen verdient. :face_with_open_mouth:
    Meiner Meinung nach sollte man aus Leidenschaft für die Rasse züchten, aus dem Wunsch heraus, "seine" Rasse zu erhalten bzw. zu verbessern (z. B. gesundheitlich) und aus Freude daran, Welpen aufzuziehen. Nicht um einen (Neben-)Verdienst zu haben.
    Ricos Züchter spendet alles, was nach Abzug seiner Kosten übrig bleibt, für die Ausbildung von Assistenzhunden. Sowas find ich gut! :thumbs_up:

    Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
    Until we find a vaccination there's no substitute for love.
    So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
    Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

    Jon Bon Jovi

  • @Chiwi Eben, ich persönlich kann mir auch nicht vorstellen, dass Züchtern nie was vom Welpenverkauf übrig bleibt... Aber ich habe diese Behauptung eben schon gehört.

    Bei Liebhaberzuchten sicher nicht. Aber bei den Modehunden bestimmt!


    Ich kenne so einige Hobbyzüchter (das ist die Unterscheidung, wie das Finanzamt sie trifft!) hier wie drüben, die aus Liebe zur Rasse und zum Spaß züchten. Es ist ihr Hobby. Kleine Gewinne werden in die Behandlung ihrer alten Hunde gesteckt. Bekommen sie einen Welpen nicht los, dann haben sie einen mehr in der Crew. Die Hunde leben im Haus oder in einem optimal ausgestatteten Zwinger. Solche Züchter finde ich toll, von solchen würde ich einen Welpen nehmen. Von @Schattenfell liebend gern.


    Im Tierschutz gibt es solche und solche. Wie überall. 5% (behaupte ich mal) der Bevölkerung hat schlechte Neigungen, nutzen alles zu ihrem persönlichen Vorteil aus. Ob du in einer Schulklasse sitzt oder auf der Arbeit - du wirst immer einen haben, der querschießt, der sich mit Abschreiben durchschlägt, der klaut oder die Firma ausnutzt. Warum sollen Hundezüchter und Tierretter davon ausgenommen sein?


    Ich betone noch einmal, es liegt an jedem seiner Verantwortung, sich vorher genau zu informieren, von wem man ein Tier nimmt. Damit man weiß was Sache ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Murmel ()

  • Weil Züchten kein "Beruf" ist, mit dem man Brötchen verdient. :face_with_open_mouth: Meiner Meinung nach sollte man aus Leidenschaft für die Rasse züchten, aus dem Wunsch heraus, "seine" Rasse zu erhalten bzw. zu verbessern (z. B. gesundheitlich) und aus Freude daran, Welpen aufzuziehen. Nicht um einen (Neben-)Verdienst zu haben.
    Ricos Züchter spendet alles, was nach Abzug seiner Kosten übrig bleibt, für die Ausbildung von Assistenzhunden. Sowas find ich gut! :thumbs_up:

    Neben den tatsächlichen Ausgaben, die die Voruntersuchungen der Eltern kosten, plus den Aufwand den es braucht, welpengerechte Unterkünfte zu haben, sie alle gut sozialisieren zu können, die Ausbildung die man selbst benötigt, das Futter was gebraucht wird, ect p.p. ... man kann es beinahe unendlich weiter ausführen, ist es für mich selbstverständlich, dass dem Züchter auch etwas über bleibt. Denn wer mal einen Welpen hatte, weiß, was die für Arbeit machen und das rechne man dann mal X für mehrere Welpen. Also mal ehrlich, ich möchte niemandem zu nahe treten, aber ich finde es lächerlich zu erwarten, dass ein Züchter kein Geld dran verdienen darf, obwohl er mehrere Monate viel Arbeit da rein steckt. Niemand arbeitet umsonst! Keiner von euch.


    Ein seriöser Züchter sollte sich niemals eine goldene Nase verdienen. Aber er darf ruhig für die Liebe und Arbeit die er da reingesteckt entlohnt werden.


    Wem so etwas zuwider ist, der muss ja nicht zwangsläufig beim Züchter sein Tier aussuchen :smiling_face:

    "Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen."


    ~ Oliver Jobes ~

    Einmal editiert, zuletzt von Skadi ()

  • Es kommt darauf an, wie viel wirklich überbleibt. Ich finde, es muss schon klar sein, dass man die viele Arbeit, die man mit der Welpenaufzucht hat, nicht mit Geld aufwiegen kann. Wenn jemand züchtet, damit es sich finanziell "lohnt" (im Sinne eines Nebenverdienstes), dann finde ich das nicht gut! Wenn der Züchter nach Abgabe der Welpen ein bisschen was übrig hat, wovon er mit seiner Familie schön essen gehen kann o. Ä., dann find ich das total okay - hat er sich nach der wochenlangen Arbeit verdient. :thumbs_up:

    Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
    Until we find a vaccination there's no substitute for love.
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    Jon Bon Jovi

  • Es sagt ja auch keiner, dass man damit reich werden soll. Ich finde es aber beinahe schon frech zu sagen, dass er nichts dran verdienen sollte, er mache das ja freiwillig und das was übrig bleibt, solle bestens Falles alles gespendet werden. Ich weiß, so direkt hast du das nicht gesagt. Das ist jetzt überspitzt wiedergegeben.

    "Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen."


    ~ Oliver Jobes ~

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