Aus welchen Gründen Hund abgeben

  • Liebe Ilona, in Deinem speziellen Fall sehe ich es nicht als Abgabe, weil man sich der Sache nicht gewachsen fühlt oder keine Lust mehr auf den Hund hat, sondern bei deiner Beschreibung sehe ich es so, dass esihm bei deinem Sohn evtl. sogar gut geht, vielleicht aus seiner Sicht sogar besser als jetzt bei dir. Das ist von mir nicht böse gemeint, aber wenn er nach 10 Jahren bei dir immer noch tut wie die Axt im Wald und bei deinem Sohn ist er der Schmusebubi.... was meinst Du, wäre Dein Rat, wenn jemand von uns das Schreiben würde?
    Alles Liebe für dich, ihr macht bestimmt das beste draus.

    Viele Grüße


    Schlupi & Lilli


  • Hallo Ilona!


    Ich schliesse mich den Worten von Schlupi 1:1 an!


    Für mich klingt es so, als wäre es für alle eine win-win Situation.


    Liebe Grüße,
    Wulf und Dumbledore

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • aber wenn er nach 10 Jahren bei dir immer noch tut wie die Axt im Wald und bei deinem Sohn ist er der Schmusebubi.... was meinst Du, wäre Dein Rat, wenn jemand von uns das Schreiben würde?
    Alles Liebe für dich, ihr macht bestimmt das beste draus.

    Naja, zu Hause ist Ezio auch mit uns der Schmusebubi. Die Sache hat sich insofern verschärft, dass Cody, der frühere Alpha, nicht mehr bei uns ist. Ezio hat übrigens Wochen gebraucht, bis er Codys Hundebett als seines angenommen hat. Man hat ihm angesehen, dass er sich der Amtsanmaßung bewusst war. Ezio ist sehr intelligent und hätte jemanden verdient, der Hundesport mit ihm macht. Sohnemann und Frau sind da weniger engagiert und leider zeigt Ezio schon Verschleißerscheinungen.


    Ich weiß, dass es Ezio beim Sohn gut gehen wird. Aber ich weiß nicht, ob den beiden bewusst ist, was für eine Marke Ezio ist. Vor Jahren haben beide unsere Ginger, Boxermix, aufgenommen, als Ginger die vielen Hunde im Haus zu viel wurden. Sie hat sich mit Zeus gebissen und irgendwann wurde mir klar, dass Ginger bei uns nicht glücklich ist. Bei unserem Sohn war sie der einzige Hund mit zwei Katzen. Das war eine gute Lösung, und als sie krank wurde und damals niemand zu Hause war, kam sie wieder - da war unser Haus auch schon wieder ruhiger. (Andys Frau hat inzwischen einen permanenten Heimarbeitsplatz, die Firma, für die sie arbeitet, hat kein Büro, und Andy ist nicht mehr so lange unterwegs).
    GiInger war zwar auch superstur, aber sie war nicht angstaggressiv. DAS ist der große Unterschied.


    Nächste Woche soll er probewohnen machen. Ich denke, da wird sich entscheiden, wo er bleiben will.

  • Ich habe auch immer gesagt, ich würde niemals einen Hund abgeben können, niemals.


    Und dann kam Hugo, die englische Bulldogge (die aus dem "alten" Forum erinnern sich vielleicht noch vage). Hier nur eine kurze Zusammenfassung, das Thema nimmt auch heute immer noch mit. Er hat uns angegriffen, mehrfach, diverse Male mussten wir ins Krankenhaus mit schweren Bisswunden.


    Erst nur draußen, wo er dann natürlich nur noch mit MK geführt wurde. Wir haben eine sehr erfahrene Trainerin gefunden und monatelang mit ihm gearbeitet. Es half aber leider alles nichts, die Auslöser wurden immer geringfügiger. Eines Tages hat er uns nach einem Spaziergang im Haus angegriffen, meinen Freund den Arm zerbissen. Da war dann der Punkt, wo wir aufgegeben haben. Einen Hund 24/7 mit Maulkorb zu halten und mich in meinem eigenen Heim nicht mehr sicher zu fühlen, das konnten und wollten wir nicht. Zumal ich auch für Hannibal eine Große Gefahr gesehen habe, denn hier wurde es auch immer brenzliger. Allerdings ist es sehr schwierig bis fast unmöglich, einen Platz für einen beißaufälligen Hund zu finden. Unser Tierarzt hat uns zum Glück damals geholfen und einen Platz vermittelt.


    Hugo ist immer noch dort (seit Dez. 2018). Er ist als beißauffällig gegen Hund und Mensch eingestuft und vermutlich hat er keine Chance auf Vermittlung.


    Es hat mir das Herz gebrochen, es tut immer noch weh... Aber für uns war es die einzig richtige Entscheidung, denn ich bin überzeugt, dass das ganz böse geendet hätte.

    Liebe Grüße


    Stef, Hannibal & Amy


    ************************************************************************************************************************************************
    Es ist mir völlig egal, wer im Film stirbt. Hauptsache der Hund überlebt!

  • Sowas finde ich aber wirklich absolut nachvollziehbar!
    Wenn ich etwas nicht wollen würde, dann berechtigte Angst vorm eigenen Hund haben. Da finde ich eine Abgabe nur vernünftig. Wenn man sich dem stellen kann und sich so eine Form der Hunde Haltung freiwillig antun würde/die Möglichkeiten dafür hat, gerne.
    Aber es ist halt auch ein Unterschied ob man weiß dass bestimmte Situationen ( zB Bürsten, Zecken ziehen, Tierarzt, Fütterung) problematisch sind, oder ob man die Auslöser weder kennt noch meiden kann/sogar die Gefahr besteht dass es schlimmer wird.

    Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :smiling_face:

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