Haltung, Aussenhaltung?

  • Soll der denn permanent im Zwinger leben? Oder hat er am Tage Auslauf im Garten?

    Ich fände viel wichtiger: Darf der denn auch mal ins Haus? Ich finde es einen Unterschied, ob ein Hund mal zwei, drei Stunden im Zwinger ist, wenn tagsüber keiner zuhause ist, oder ob er wirklich nur dann Sozialkontakt mit seinen Menschen hat, wenn diese mal zu ihm rauskommen. Denn in letzterem Fall ist der Hund ganz schnell sozial ziemlich isoliert, selbst wenn der Mensch dreimal am Tag eine Stunde mit ihm läuft - bleiben immer noch 21 Stunden, die der Hund dann alleine verbringt.
    Und ja, es IST ein Unterschied, ob der Hund bei seinen Menschen im Schlafzimmer schläft oder draußen alleine. Meine erste Hündin sollte ursprünglich nachts alleine im Wohnzimmer schlafen (also nicht mal draußen, sondern bloß alleine auf der Etage) und hat sich jede verdammte Nacht buchstäblich vor Angst und Unwohlsein in die Hose gemacht. :loudly_crying_face: Kaum durfte sie bei mir im Zimmer (nicht bei mir im Bett; das ist überhaupt nicht nötig!) schlafen, war alles gut und sie schlief friedlich und entspannt durch. Hunde sind Rudeltiere und deshalb brauchen sie ein Rudel. Auch Schlafen beim Rudel gehört dazu.


    Wenn ein Hund mit ins Haus darf, heißt das auch noch lange nicht, dass er automatisch auf Sofas und Betten dürfen muss. Unsere Hunde dürfen beides nicht. Bzw. Rico darf bei mir auf den Schoß, während ich auf dem Sofa sitze, aber dann hebe ich ihn eben zu mir rauf; er springt nie von alleine drauf (auch in meiner Abwesenheit nicht, soweit ich das beurteilen kann). Ich finde es verständlich und okay, wenn der Hund nicht auf Sofa / Bett soll; ich finde es auch okay, wenn bestimmte Räume für den Hund tabu sind. Aber Familienanschluss sollte gewährleistet sein und damit meine ich, dass der Hund den größten Teil des Tages mit seiner Familie verbringen darf. Und wenn er die Nacht über ausgesperrt ist, ist das schon nicht mehr gegeben.


    Liebe Grüße
    Amica

    Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
    Until we find a vaccination there's no substitute for love.
    So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
    Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

    Jon Bon Jovi

  • zwinge ist halt nicht gleich zwinger.

    Unsere Hunde sind sehr soziale Tiere - sozialer als einige Menschen - dem ist es also ******egal, wie groß der Zwinger ist in den Du ihn sperren willst und somit von seiner Familie fernhältst, für den Hund ist also Zwinger = Zwinger.


    Mein Hund liegt auch gern draußen, aber nur meist dann wenn ich in der Nähe bin, bin ich im Haus dann gesellt er sich zu mir. Er hat die freie Wahl und das ist der Unterschied, meiner darf sich draußen aufhalten, wenn bei Dir ein Hund käme, dann müsste er sich draußen aufhalten.


    Bei unseren Familienhunden geht es darum wo sie sich aufhalten und wie viel Bewegungsfreirraum sie dort haben, sondern mit wem sie sich dort aufhalten können. Eine kleine Einraumzimmerwohnung gemeinsam mit seinem Halter ist für den Hund besser, als z.B. ein vergleichbar großer Zwinger in dem er allein vor sich hin vegetieren muss und zwischenzeitlich mal zum Sport oder die Hundeschule rausgeholt wird.
    Luxus für unsere Hunde ist mit ihren Menschen zu leben und nicht seiner Familie von außen aus dem großen Zwinger mit Wasser, Futter und jeden Menge Spielzeug dabei nur zu zugucken.


    Ich habe nie verstanden warum man sich einen Hund (für mich und sicherlich auch für die meisten anderen hier ein Familienmitglied) zulegt um ihn dann von sich bzw. von seiner Familie fernzuhalten.

  • @Cleothecat, so wie du die Kangalhaltung in deiner Nachbarschaft beschreibst,, wäre dein Nachbar mein allerliebster Feind!
    Habe ich in meiner Nachbarschaft auch, allerdings ist das kein Kangal ( gewesen) sondern ein Leonberger!
    Das arme Vieh war nicht sozialisiert und hat sich seine Streicheleinheiten am Zaun von Passanten geholt :pouting_face: !
    Also kann auch ein Garten ein Zwinger sein!
    Für den Hund zum Glück, ist er tot inzwischen!


    Das DU einen Kangal artgerecht halten würdest würde ich niemals in Frage stellen! :flowers: !

    Liebe Grüsse
    Andrea



    Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :smiling_face_with_heart_eyes:
    Walt Disney

  • Es stellt sich erst einmal die Frage: Welpe oder erwachsener Hund?


    In jedem Fall kannst Du während der Eingewöhnungszeit den Hund nicht allein lassen und erst recht nicht in einen Zwinger sperren. Viele Leute nehmen dafür extra Urlaub.


    12-14 m2 ist kein großer Zwinger. Wobei nichts dagen einzuwenden ist, wenn er mal kurze Zeit in dem Zwinger bleiben muss und die übrige Zeit im Haus ist.


    Er braucht im Zwinger auch keinen Luxus. Eine gut isolierte Hütte, einen Liegeplatz und Wasser. Wenn niemand da ist, schläft ein entspannter Hund.
    Natürlich muss er behutsam daran gewöhnt werden.


    Es liegt an Deiner Erziehung, ob der Hund auf dem Sofa oder im Bett schläft.
    Ich hatte viele Jahre 4 Hunde, nur im Haus, keiner legte sich aufs Sofa und selbst einem Welpen kann man schnell klarmachen, dass er einen bestimmten Raum, z.B. das Bad, nicht betreten darf.


    Du solltest dafür sorgen, dass Dein Garten eingezäunt ist. Dann kannst Du die Tür offen lassen und der Hund kann sich selbst aussuchen, ob er im Haus oder draußen sein möchte.


    So, wie Du Dir das jetzt vorstellst, wird es nicht funktionieren.

    Liebe Grüße
    Uta mit den "Fuchseckles"

  • zum Thema IM Haus:


    Enzo darf nicht ins Schlafzimmer, nich ins Bad und nicht aufs Sofa. Obwohl er das Sofa kannte als er hier mit 6 Monaten einzog, ließ sich das recht gut trainieren. Allerdings war/bin ich den ganzen Tag da, ich konnte aso direkt reagieren. Er hat sich selten mal nachts aufs Sofa gelegt. Nach ca. 2 Monaten ist er nicht mehr aufs Sofa gegangen. (Man würde sehen, wenn doch).


    Ins Schlafzimmer geht er gerne mal "checken" wenn keiner da ist. Ist die Tür zu, geht er nicht rein. Ich müsste also nur konsequent dran denken die Tür zu zu machen. Ins Bad wollte er noch nie, da habe ich gar nichts machen müssen.


    Solange man konsequent ist, lernen Hunde schnell "ihre" Bereiche kennen.


    Übrigens, ich putze im Sommer genauso oft und viel wie im Winter, dabei ist mein kurzhaariger Hund deutlich öfter nicht in der Wohnung. In Bezug auf den Dreck ist das echt egal.


    Ich füttere allerdings nur noch draußen, barf in der Wohnung bei Enzo´s Portion ist nicht sooo dolle!

  • Hunde können sogar prima differenzieren, wo sie auf´s Sofa dürfen und wo nicht.


    Meine Hunde dürfen daheim aufs Sofa. Und sie dürfen auch bei meinen Eltern aufs Sofa wenn wir dort zu Besuch sind.
    Sie dürfen allerdings NICHT auf´s Sofa bei meinen Schwiegereltern zuhause und bei meinem Schwager zuhause. Das war überhaupt gar kein Problem den Hunden beizubringen, dass diese Sofas tabu sind, und die anderen ok.


    Hunde sind ja nicht blöd, die generalisieren nicht alles, sie können das schon gut unterscheiden - wenn man konsequent ist und dran bleibt.



    Noch zum Thema Zwinger.
    Ich schließe mich den allgemeinen Meinung hier an, dass ein einzelner Familienhund nichts über langen Zeitraum alleine in einem Zwinger verloren hat.
    Ich bin kein genereller Gegner von Zwingern, so wie Julia das beschreibt, bei Hunden die im Rudel leben und es gewohnt sind, die Zeit der Abwesenheit ihrer Menschen im Zwinger zu verbringen finde ich das schon ok. Klar möchte man 4,5,6 aktive Hunde vielleicht nicht unbedingt durch die Wohnung toben lassen wenn man nicht zuhause ist. Und wenn der Zwinger dann ausreichend groß, geschützt und isoliert ist, meinetwegen.


    Aber nicht ok ist es, einen einzelnen Hund über viele Stunden des Tages dort "wegzusperren" und nur dann mal rauszuholen, wenn man mal ne Stunde spazieren gehen möchte, das geht nicht.

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • Ich sehe es auch wie Julia und bin nicht kategorisch gegen Zwingerhaltung.
    Allerdings muss man hier sehr gut auf die Auswahl der Rasse achten - ein Vorsteher zB gehört NICHT in einen Zwinger - der braucht die Nähe des Hundeführers (was die Jäger da machen ist nicht gut - die wollen den Hund abhärten - aber viele brechen ja auch den Willen des Hundes - was ich nie tun würde), während zB Huskys der Rangers in Alaska auch gut in Zwingern gehalten werden können. Allerdings arbeiten die ja auch sehr viel mit den Hunden. Einen Hund in einen Zwinger zu stecken und nur 2x täglich 1h Gassi führen ist nicht wünschenswert. Also ist für mich entscheidend welche Rasse und was ist später seine Aufgabe - also wie wird er den restlichen Tag beschäftigt wenn er nicht im Zwinger "ruht" - für mich ist der Zwinger lediglich seine Ruhestelle (ähnlich der Box in die die Borders und Aussis der Agility Gemeinde gesteckt werden zum runterkommen (Achtung: mit Augenzwinkern gesagt!)) - also das Leben an sich muss sich ganz klar ausserhalb des Zwingers abspielen und es muss eine Rasse sein die das auch verträgt teilweise vom Rudel/Führer getrennt zu sein.
    Und man muss sich klar sein, dass ein Hund der nicht permanent bei seinem Rudel ist auch nicht die Bindung zur Familie aufbaut die er sonst aufbauen würde - also er wird eher Arbeitshund denn Familienhund sein.
    (Aber das sind eh die meisten Rassen die für diese "Lebensform" geeignet sind - und es gehört ihm auch früh antrainiert - daher Fallen mE nach alle Tierschutzhunde aus!


    BTW: Ein Hund sitzt nicht automatisch immer auf dem Sofa - das kann man dem auch durch gute Erziehung abgewöhnen bzw. gar nicht erst angewöhnen - ein Hund braucht und will ja klare Regeln - und wenn er diese hat kann man den auch permanent in der Wohnung halten - das sollte das Ziel sein :winking_face:


    lg

  • Das DU einen Kangal artgerecht halten würdest würde ich niemals in Frage stellen! !

    Ich schon :haumichweg: - das wäre mir tatsächlich eine Nummer zu groß...
    Ich verstehe auch nicht, warum Leute in der Stadt mit kleiner Wohnung und voll berufstätig sich einen Kangal halten :thinking_face: . Als er noch ein Welpe war ist die Oma (wohnt in gleichen Haus) noch zusätzlich mit dem Hund raus gegangen, aber seit der ausgewachsen ist traut sie sich nicht mehr. Der Hund ist immer total unter Strom, wenn er dann zum spazieren raus geht. Ich denke, das ist alles andere als artgerecht, allerdings scheint er verträglich zu sein und die machen auch große Runden mit ihm.
    Das kann ich allerdings nur aus der Ferne beurteilen, denn wenn Jakina den nur schon von weitem sieht versucht sie größtmöglichen Abstand zu gewinnen :kissing_face:

    Liebe Grüße
    Christine & Jakina

  • Naja, einen großen HSH kann ich mir nur unter einer Bedigung vorstellen: Ein wirklich großes Grundstück zum Bewachen - ausreichend für 2 der Rasse.


    Wir haben gute Freunde aus Polen, die haben auf ihrem Hof 2 Kaukasen. Die sind in der Erntezeit tagsüber auch im Zwinger (50qm) und kommen nachts zu bewachen raus. Ansonsten laufen sie das ganze Jahr auf den Grundstück und können dann auf dem ganzen Hof und einer angrenzenden Wiese laufen.
    An und für sich sind die beiden echt Goldstücke. Die Mutter, die auch oft alleine auf dem Hof ist, hat mit ihren 80 Jahren keine Probleme mit den Hunden. Sie kann alles abtasten, nachgucken, die beiden "hören" echt aufs Wort. "Hören" - weil die nur "das ist unser Gast" und "den mag ich nicht hier haben" kennen. Aber die Rasse wird dort seit 40 Jahren gehalten...


    Der alte Rüde akzeptiert keine neuen Tiere auf dem Hof. Das ist bei Mardern etc. ganz praktisch, wenn es aber um die jungen Katzen geht wird den meisten doch ganz anders, das muss man "abkönnen".
    Die beiden sind aber weit entfernt von einem Familienhund. Sie sind Wach- und Schutzhunde mit Familienanschluss. Den Enkel auch nur falsch anzuschauen kann für Fremde aber schon böse enden, da kennen beide gar nichts...

  • Wäre es möglich, eine geeignete Hunderasse, in einem XXL Zwinger zu halten? Dieser wäre dann ca. 12 - 14m2 gross und komplett eingerichtet, Hundehütte, Essen, Trinkmöglichkeit, Spielzeug usw. … also ein kleines Luxushotel für Hunde. Windschutz, Sonnenschutz usw. wäre natürlich auch gewährleistet.
    Was ist eure Meinung dazu?

    Meine Meinung dazu: Laß es, kauf dir eine Alarmanlage :exclamation_mark:
    Zum Rest sage ich mal nichts weiter, die anderen haben eh schon alles gesagt.

  • Hallo Neuling!


    Erst einmal herzlich willkommen!


    Nun meine Gedanken zu deinem Ansinnen. :winking_face: Und ich rede nun nicht über Zwingerhaltung mit recht vielen Hunden!


    Ich habe erst einmal grundsätzlich etwas gegen Zwingerhaltung. Wenn du es aber so einrichtest, wie ich es verstanden habe, also so

    Der Hunde wäre, wenn überhaupt, ca. 2-3 Stunden am Tag alleine

    dann kann man es bei einem Einzelhund, wenn er daran gewöhnt ist und den Zwinger positiv empfindet, durchaus machen. Aber:

    Dieser wäre dann ca. 12 - 14m2 gross

    Das ist nun nicht der Burner und weit entfernt von einem "Luxuszwinger", Das sind gerade einmal 3x4 Meter, grob gerechnet. Finde ich zu wenig.


    Aber mal eine Gegenfrage. Was spricht dagegen, dass Hund auch mal für 2-3 Stunden alleine in der Wohnung ist? Dort ist er zwar, wenn alle weg sind, auch alleine, doch es riecht wenigstens nach seinem "Rudel". Und wenn sie alleine sein erst mal gewöhnt sind pennen sie eh die meiste Zeit (wenn man es ihnen erst mal beigebracht hat, das Alleinsein). Mit wesentlich weniger Umwelteinflüssen als draußen. Auch hat er dort mehr Möglichkeiten, den Platz mal zu wechseln. Und man kann Türen auch mal zumachen wenn man weg ist. Bei uns sind es Küche und Bad.


    Mein Denkansatz-


    @ Andrea

    Ich glaube mich zu erinnern, dass Zwingerhaltung in Deutschland inzwischen verboten ist.

    Nein, ist sie nicht. Es sind nur Mindestanforderungen an Zwingerhaltung gestellt, die lächerlich sind. :thumbs_down:


    Liebe Grüße,
    Wulf und Dumbledore

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • Wenn ich mir einen Hund IN'S Haus hole, dann lebt er auch IM Haus und nicht im Zwinger!!
    Sei der Zwinger noch so groß, gut isoliert, etc,,,
    Ein Hund, sollte ein Familienmitglied sein und auch als Solches behandelt werden.


    L.G.

  • Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht so ganz, wie der Hund denn nun gehalten wird. Soll er sich größtenteils im Zwinger aufhalten oder 2-3 Stunden am Tag.
    Ich bin nicht prinzipiell gegen einen Zwinger. Wenn der Hund im Haus und bei seinen Menschen lebt und nur für die (kurze Abwesenheit) dorthin gebracht wird.
    Soll sich der Hund garnicht im Haus aufhalten, wird es problematisch. Dem Hund nutzt es nämlich nichts, dass jemand zuhause ist, wenn er draußen und Mensch drin ist. Ganz oft hört man bei solchen Plänen: Wir sind eh viel draußen im Garten, der Hund wäre nicht viel allein...
    Und dann kommt der Herbst, der Winter...
    Und spätestens dann sieht es auf einmal ganz anders aus. Plötzlich reduziert sich die gemeinsame Zeit bei Dreckwetter auf 1-2 Stunden.
    Und ja, das läuft eigentlich fast immer so.
    Leider kenne ich solche Hunde zur genüge.
    Da nutzt es auch nichts, wenn der "Zwinger" ein 500qm großer Garten ist.

    LG Petra mit Andy


    Mein Hund ist ein Dacia. Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen... :grinning_squinting_face:

  • Ich gehe auch mal stark von aus, der Hund wäre tagsüber nicht nur 1-2 Stunden da drin, sondern eben auch alleine nachts? Liest sich zumindest so, wenn der TE den Hund lieber draußenals drin sieht. Da kämen dann deutlich mehr Stunden des allein seins zusammen.

    "Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen."


    ~ Oliver Jobes ~

  • Für mich ist ein Tier ein Tier


    Ja - aber ein Hund ist von seiner Veranlagung her ein Rudeltier. Viele Probleme, die sich bei der Hundehaltung ergeben, kommen daher, dass der Hundehalter das übersieht und durch Haltungsfehler verhindert, dass eine ordentliche Bindung aufgebaut wird. Für den Hund ist es ganz wichtig, ein Leben innerhalb des Rudels zu führen.


    Wird ein Hund, der eine gute Bindung an seine Menschen hat und in einem geborgenen Umfeld lebt, zwischendurch mal in einem Zwinger "geparkt", ist das keine Problem. Lebt er grundsätzlich im Zwinger und wird nur dann, wenn der Mensch mal Zeit und Lust hat, sich mit ihm zu beschäftigen, herausgeholt, dann vereinsamt der Hund im günstigsten Fall einfach. Im ungünstigen Fall ergeben sich Verhaltensauffälligkeiten.



    Schliesslich wird sich der Hund im Freien wohler fühlen als zwischen einem iPad, Laptop und Küchenecke.


    Das wird bei den allerwenigsten Hunden so der Fall sein.
    Ich hatte schon sehr viele Hunde, die ihren Aufenthaltsort frei wählen konnten. Früher durch eine Hundeklappe, heute haben wir eine Glocke bei der Haustür angebracht, so dass die Hunde klingeln können, wenn sie ins Haus wollen.
    Bei all meinen Hunden war/ist das Verhalten gleich. Bei schönem Wetter waren/sind sie gerne auch mal zwei, drei Stunden alleine im Garten, aber wenn WIR länger im Haus waren/sind, kamen/kommen sie rein und woll(t)en bei uns sein.
    Wir haben 200 qm Wohnfläche, die für sie uneingeschränkt nutzbar ist, aber sie liegen nahezu immer dicht bei uns. Bis auf ein paar Tage im Sommer, wenn es extrem heiß ist, würden sie nach Einbruch der Dämmerung niemals alleine draussen bleiben. Da ziehen sie immer die Gemütlichkeit des Hauses und die Nähe zum Menschen vor.


    Wenn ein Hund frei wählen kann, wird er nicht draussen im Zwinger leben wollen.


    Wenn also grundsätzlich die Einstellung da ist, dass ein Hund nicht dauerhaft in Menschennähe im Haus erwünscht ist, würde ich tatsächlich von der Anschaffung abraten. Es gibt sicherlich Rassen, denen man eine dauerhafte Zwingerunterbringung von den körperlichen Gegebenheiten her (dichtes Fell, z.B.) zumuten kann. Ich persönlich will mich aber bei der Hundehaltung nie an den Minimalbedingungen orientieren, sondern eher am Optimum.


    Übrigens muss ein Hund nicht auf der Couch sitzen, wenn man das nicht haben will. Wenn er daran gewöhnt ist, schläft er auch sehr gerne auf einem gemütlichen Platz neben oder hinter der Couch. :grinning_squinting_face:


    Wobei meine Freundin ihrem ersten Hund die Couch von klein auf verboten hat.Irgendwann mal fand sie das dann doof und wollte, dass er künftig mit ihr auf der Couch kuschelt. Und war dann traurig, als sie festgestellt hat, dass er nicht mehr darauf eingegangen ist und nie gerne bei ihr auf der Couch war. :grinning_squinting_face: Die künftigen Hunde durften dann von klein auf rauf. :haumichweg:

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Hallo Neuling
    und herzlich willkommen im Forum.


    Zur Zwingerhaltung möchte ich gar nichts sagen.
    Ich möchte dir aber den Tipp geben, dich mit dem Wesen der Hunde und der Erziehung auseinander zu setzen.


    Dann wird sich vieles für dich ändern, du wirst einen ganz anderen Blick auf die Hundehaltung bekommen.
    Wenn du dann noch Fragen hast, sind wir für dich da.


    Wäre schön, wenn du dich hier noch einmal meldest

  • Wenn ein Hund frei wählen kann, wird er nicht draussen im Zwinger leben wollen.

    Definitiv. Wenn bei uns die Terrassentür offen ist und ich bin im Haus, sind meine Hunde trotzdem bei mir im Haus anstatt draußen zu sein.


    Ich persönlich will mich aber bei der Hundehaltung nie an den Minimalbedingungen orientieren, sondern eher am Optimum.

    Das finde ich ein sehr schönes Zitat :thumbs_up:

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • Zitat von Neuling1991

    Für mich ist ein Tier ein Tier

    Meines Erachtens eine schlechte Grundeinstellung für die Anschaffung eines neuen Familienmitgliedes. Das klingt eher nach: Eigentlich will ich gar nicht, aber schön wäre es schon. So als "Freizeitbespaßung".
    Ob man damit auch in schwierigen Situationen alles für sein Tier tut und es nicht am erstbesten Autobahnrastplatz anbindet?!


    Hunde sind lernfähig. Dinge, die man partout nicht möchte, wie eben das Schlafen auf der Couch, kann man verbieten. Nur deswegen eine Zwingerhaltung in Betracht zu ziehen, finde ich übertrieben und bestätigt mein Gefühl, daß es keine wirklich Entscheidung aus Freude und Leidenschaft ist.


    Auch nur ein Tier hat eine Seele und Gefühle. Wäre schade, wenn man damit spielt, wie mit einem Spielzeug

  • Ich mag diese Unterscheidung in Tier / Mensch generell nicht.
    Biologisch gesehen sind auch wir Menschen Tiere.


    Wir (Menschen) haben zum Gück (für die Hunde) in den vergangenen Jahren sehr viel darüber gelernt, wie viel mehr der Canis Familiaris wahrnehmen und empfinden und transferieren kann, als wir doch eigentlich immer voraussetzten und glaubten.
    Noch in den 80igern - so hat mir eine Tierärztin mal erzählt - wurde ihr in ihrem Studium zum Thema „Schmerzmittel-Verabreichung“ bei Hunden ein „kann, muss aber nicht“ vermittelt. Das heißt, man ging davon aus, Hunde erleben Schmerz „nicht so wie wir“ und brauchen deshalb auch nicht zuverlässig etwas, um ihre Pein zu lindern... :shocked:


    Hunde sind hochsoziale Lebewesen, die - das weiß man mittlerweile gesichert - den Anschluss zum Menschen sogar den zu ihren Artgenossen vorziehen.


    Das sollte man bei der Überlegung, sich einen einzelnen (Haus-)Hund anzuschaffen, ganz wesentlich mit einfließen lassen.


    Denn nur weil es spezielle Hunde gibt, die in Gruppen und in Ausläufen und angeschlossenen Zwingen durchaus artgerecht gehalten werden, rechtfertigt das keine schon im Voraus geplante Unterbringung eines „Normalo-Hundes“ in einem Zwinger,
    damit der nicht auf‘s Sofa kann :face_with_rolling_eyes:
    Aus meiner Sicht ist das eine Ausrede, um sich nicht mit den Bedürfnissen des Hundes auseinandersetzen zu müssen.
    Und wenn schon am Anfang eine drängende Frage ist, wie man sich den Hund vom Hals hält, sollte man besser davon absehen, sich einen anzuschaffen.


    Außerdem glaube ich, der ThreadStarter nimmt hier sowieso nicht mehr Stellung.
    Warum auch immer.


    :red_heart: liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:


    „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)


  • Aus meiner Sicht ist das eine Ausrede, um sich nicht mit den Bedürfnissen des Hundes auseinandersetzen zu müssen.

    Bedürfnisse eines Hundes? Ach was, man muß nur den An- und Ausstellknopf schnell finden, dann gehts auch ohne. :grinning_squinting_face:


    Und wenn schon am Anfang eine drängende Frage ist, wie man sich den Hund vom Hals hält, sollte man besser davon absehen, sich einen anzuschaffen.

    :thumbs_up:



    Außerdem glaube ich, der ThreadStarter nimmt hier sowieso nicht mehr Stellung.
    Warum auch immer.

    Weil wir so böse sind und von so einer Hundehaltung abraten.Das ist doch oft der Fall, wenn die Antworten anders ausfallen, als gedacht, meldet man sich nicht mehr, es wird sicher ein anderes Forum zu finden sein, in welchem dazu gejubelt wird. :smiling_face_with_horns:
    Keinem Hund wünsche ich einen Halter mit so einer Einstellung :exclamation_mark:
    LG

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