Kastration

  • Ich werfe jetzt mal einen Link in die Runde. Sehr interessant und bitte bis zum Ende lesen. Endlich mal von einem Anwalt eine "Stellungnahme" die besagt das es nur gaaaaaaaanz wenige Ausnahmen gibt um Hunde legal zu kastrieren. Und vor allem das die Bequemlichkeit der Halter KEIN Grund ist! Man kann seinen Hund nämlich auch ERZIEHEN.


    http://kanzlei-sbeaucamp.de/di…-juristische-betrachtung/


    Allerdings sind die hier zuletzt genannten Gründe in meinen Augen auch ganz klar welche die FÜR eine Kastration des jeweiligen Tieres sprechen.


    Ich habe auch ein Beispiel warum ich so dagegen bin. Die Hündin einer Freundin ist vor drei Wochen auf dem OP Tisch (sollte kastriert werden) gestorben. Sie war gerade mal zwei Jahre alt......... Einfach unglaublich traurig! :loudly_crying_face:

  • Ich hab mich da auch mal reingelesen. Grundsätzlich kann man das Tierschutzgesetz so auslegen, dass eine Kastration nur in besonderen Fällen rechtens wäre. Es gibt aber zu solchen Gesetzen immer Auslegungen, juristische Fachleute interpretieren die einzelnen Paragraphen, fassen das als Buch oder Heft zusammen, was später Richtern bei einem Urteil helfen soll.
    Da ist es weniger "contra Kastration". Es gibt aber inzwischen drei? Urteile, allerdings gegen Tierschutzvereine, die Pauschal in ihrenVerträgen eine Kastrationspflicht haben.
    Ansonsten sieht es derzeit so aus, dass die Entscheidung für oder gegen eine Kastration beim Halter liegt.
    Aber "nur mal so" aus Bequemlichkeit sollte man nicht kastrieren, finde ich.

    Viele Grüße von Mona und Nelke! :smiling_face_with_heart_eyes:

  • In dem Schutzvertrag, den wir für Bella unterschrieben haben, ist auch die Klausel, dass wir sie kastrieren müssen. Haben wir nicht und werden wir nicht. Hat bislang kein Hahn nach gekräht...
    Finde diese Klausel absolut unmöglich, zumal sie ja gegen Vermehrer, privat "Züchtern" usw. wirken soll. Aber eine gute TierschutzOrga schaut sich ja vorher das zuhause und die neuen Besitzer an. Somit könnte das wirklich raus aus den Verträgen.

    Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten :red_heart:

  • Aber "nur mal so" aus Bequemlichkeit sollte man nicht kastrieren, finde ich.


    Tun aber geschätzt 95% der Halter. Das bringt mein Blut zum kochen! Wie kann man sein Tier nur so verstümmeln und das auch noch richtig finden?? Wenn es medizinisch gar nicht anders geht ist das natürlich ein anderes Thema! Aber einfach so? Das ist in meinen Augen echt krank! Der Mensch nimmt sich einfach raus wichtiger als alles andere zu sein und das entscheiden zu können. Ekelhaft!


    (Mein Ausbruch gilt natürlich nicht dir persönlich!)


    In dem Schutzvertrag, den wir für Bella unterschrieben haben, ist auch die Klausel, dass wir sie kastrieren müssen. Haben wir nicht und werden wir nicht.


    Richtig so! Die Klausel ist nicht rechtens und daher nicht haltbar eben weil es gegen das Gesetz ist. Und das wissen die THs und Vereine auch. :winking_face:

  • Richtig so! Die Klausel ist nicht rechtens und daher nicht haltbar eben weil es gegen das Gesetz ist. Und das wissen die THs und Vereine auch. :winking_face:



    Genau.
    Und das AG Alzey beispielsweise hat dazu auch ein Urteil gefällt.



    Urteil

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Mein Mann und ich sind uns auch einig, dass wir Elmo nicht kastrieren lassen werden. Nur, wenn es medizinisch dringend notwendig ist. Ansonsten lassen wir im seine Manneskraft! :thumbs_up:

    William Shakespeare: „Der Basset - Traum einer Halbsommernacht mit Ohren, die den Morgentau wegkehren und einer Wamme, breit wie Thessaliens Stiere.“

  • Das Thema Kastration spaltet die Gemüter, keine Frage. Und das ist auch gut so, wie ich finde. Zeigt es doch, dass die betreffenden Hundehalter sich zumindest in irgend einer Art und Weise mit diesem Thema beschäftigt und auseinandergesetzt haben. Schlimm und bedenklich finde ich das Gegenteil: Hundehalter, die sich gar keine Gedanken machen und ihre Hunde "halt kastrieren lassen, weil man Hunde halt nun mal kastrieren lässt" und ausserdem hat es ja auch der Tierarzt empfohlen und der ist ja schließlich der Fachmann :upside_down_face:


    Ich muss zugeben, unseren ersten Hund haben wir auch viel zu früh kastrieren lassen. Er kam als Junghund zu uns und hatte einen der beiden Hoden dauerhaft in seiner Bauchhöhle. Unser Tierarzt riet zur Kastration (Merlin war damals erst 1 Jahr alt) und wir vertrauten ihm, ohne uns bis zu diesem Zeitpunkt jemals selber mit dem Thema beschäftigt zu haben. :smiling_face_with_horns:
    Tja, wie heißt es: Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu! Zwar hatte Merlin (gottlob) danach keine negativen Auswirkungen. Weder gesundheitlich, noch was das Sozialverhalten anbelangt. Dennoch haben wir uns im Nachhinein fürchterlich über uns selber geärgert und würden heute ganz anders damit umgehen.


    Als dann ein paar Jahre später unser knapp 10jähriger, unkastrierter Spanier als Zweithund dazu kam, haben wir erst mal abgewartet, welches Verhalten er an den Tag legte. In unserer direkten Umgebung gibt es einige nicht kastrierte Hündinnen und irgendeine von ihnen ist ja immer läufig. Wie das eben heutzutage so ist, in Ballungszentren. César war selbstverständlich interessiert an der Damenwelt, blieb dabei aber dennoch stehts ansprech-, und abrufbar. Auch saß er nie liebeskrank vor der Haustür, oder stellte gar sein Fressverhalten ein. Auch das Zusammenleben mit Merlin klappte völlig reibungslos, so dass wir keine Veranlassung sahen, ihn kastrieren zu lassen.


    Die Frage nach einer möglichen Kastration ist für mich heute keine schlichte entweder/oder-Entscheidung mehr, sondern vielmehr eine völlig individuelle Angelegenheit, die ich vom jeweiligen Tier, seinem persönlichen Verhalten, seinen evtl. gesundheitlichen Problemen und dem Lebensumfeld abhängig mache.

    Einmal editiert, zuletzt von Maria ()

  • Sehr schön geschrieben, @Maria. :thumbs_up: So und nicht anders sehe ich das auch! Ich bin mal gespannt, wie Elmo auf läufige Hündinnen reagiert, wenn er im entsprechenden Alter ist. Bisher kann ich da (noch) kein anderes Verhalten als sonst feststellen...

    William Shakespeare: „Der Basset - Traum einer Halbsommernacht mit Ohren, die den Morgentau wegkehren und einer Wamme, breit wie Thessaliens Stiere.“

  • 8,5 Monate

    William Shakespeare: „Der Basset - Traum einer Halbsommernacht mit Ohren, die den Morgentau wegkehren und einer Wamme, breit wie Thessaliens Stiere.“

  • Das stimmt, @Susa, aber wir sind von Hündinnen umringt! Wenn da eine oder mehrere heiß sind...na prost Mahlzeit! :ergeben:

    William Shakespeare: „Der Basset - Traum einer Halbsommernacht mit Ohren, die den Morgentau wegkehren und einer Wamme, breit wie Thessaliens Stiere.“

  • Wir haben unsere aus dem Tierschutz unkastriert bekommen. Wir sind leider an ein schwarzes Schaf geraten.
    Erst kam Chinouk und ein Rüde, den wir kurz als Pflegi hatten, zu uns. Und Chinouk war läufig, der Rüde auch unkastriert. Das war vielleicht ein Caos. Nach drei Wochen wurde der Rüde vermittelt und wir bekamen Taja dazu.
    Die beiden waren ja zur Welpenproduktion da und Chinouk hatte richtig Angst vor Rüden. Ausserdem hatte sie ein Gesäugetumor. Die Läufigkeit hörte auch nicht wirklich auf. TA meinte wir müssen aufpassen. Da war klar das wir Kastration und die Entfernung des Tumors so schnell wie möglich vornehmen ließen.
    Der TA meinte bei Taja wäre es auch besser. Aber eigentlich weiß ich nicht mehr warum. Sie hatte "nur" ungefähr zweimal geworfen.


    Große Auswirkungen hatte es bei beiden nicht. Außer das sie das sie das ein und andere Kilo zu viel hatten. Da müssen wir heute noch aufpassen. Wenn sie ein Leckerli angucken, sind schon ein paar Gramm mehr auf den Rippen.



    Ich weiß nicht ob ich das nochmal so machen würde. Bei Chinouk ja, aber bei Taja?

    LG
    Petra mit Demon+Yoomee
    und Chinouk+Taja im Herzen :red_heart:

  • Ich habe mich bei meiner Hündin dagegen entschieden. Außer es sollte mal dazu kommen, das es medizinisch Notwendig wird.
    Aber momentan sehe ich keinen Grund es machen zu lassen. Ihre Läufigkeit verläuft regelmäßig und sie wird nicht extrem Scheinschwanger. Sie wird zwar Scheinschwanger, baut aber keine Nester und sucht sich auch keinen Welpenersatz, ein wenig Milcheinschuss bekommt sie zwar, aber das bekomme ich mit Homöopathie, Kräutern und viel Ablenkung sehr gut in den Griff, sodass es schnell erledigt ist, daß Gesäuge wird nicht heiß und sie leidet nicht darunter.
    Solange das so bleibt verzichte ich auf diese mMn recht schwere OP.


    Hat Taja denn Schwierigkeiten während oder nach der Läufigkeit?

  • Wir hatten nicht viel davon mitbekommen. Sie war am Ende der Läufigkeit laut TA. Dann wurde sie kastiert. (ca 4 Monate später)
    In dieser Vermehrerstation hatten mehrere Hündinnen Gesäugetumore und irgendwelche Probleme.

    LG
    Petra mit Demon+Yoomee
    und Chinouk+Taja im Herzen :red_heart:

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