Frage an die Halter von jagdmotivierten Hunden.

  • @Sassy9 ich finde sie hat das ziemlich gut und sehr klug gemacht!
    Sie wollte das Interessanteste in der Gegend zurück holen... das ist doch das was ihr zusammen so oft spielt ? Du kannst mega stolz auf sie sein, das sie dein Kommando abgewartet hat!!
    Auch wenn sie dann hinter dem falschen „Futterbeutel“ hinterher gerannt ist! :smiling_face: :winking_face:

  • Um nochmal zur Ausgangsfrage zu kommen, ja als ich meine Hündin bekam, hatte sie eine extreme Motivation zum jagen ( leider ja auch anderen Bewegungsreizen gegenüber).
    Ich bin nur aus der Tür raus, da ging sie schon auf die Suche. Das war harte Arbeit und ich lege zwar nicht meine Hand ins Feuer, aber sie ist jetzt stark kontrollierbar und bei Wild zu - ich schätze mal - 80 % abrufbar. Nun ist es so, ich bin aber auch umzingelt von Katzen, Hasen, Rehe, Füchse usw. Ich habe täglich ( und tue es immer noch) trainiert.
    Impulskontrolle, perfekter Rückruf, gutes Stopp Signal und ritualisiert: Wenn etwas fliegt dreht man sich zu Frauchen um! Ich habe sehr stark an der Impulskontrolle gearbeitet, mittlerweile kann ich einen Tennisball aus dem Affekt heraus schmeißen und sie bleibt stehen. Ich habe mit hoher Belohnung ( Jackpot) gearbeitet und alles unter Signalkontrolle gestellt. Zusätzlich Jagdersatz geschaffen, in Form von Dummy und etwas Fährte usw. Schleppleine sowieso und bevor ich rausgehe, erwarte ich, dass sie erst mental bei mir ist.
    Jeder Freilauf darf nur mit meiner Erlaubnis geschehen, alles was rollt, fliegt, wegrennt auch nur mit meiner Erlaubnis. Ich bin da sehr streng, allerdings hatte ich auch schon einen Hund unterm Auto - wegen eines Hasens.
    Ich lade alle Signale, die wichtig sind öfter sehr hochwertig auf. Stöbern gibt es nicht und Rehe beobachten darf sie mit mir zusammen. Das ist so etwa das Gesamtpaket.
    Es gibt Hunde, die sind natürlich so autark und haben schon Jagderfolge gehabt oder waren tatsächlich mal abhängig davon als Nahrungserwerb, da wird man es vergessen können. Oder eben Rassebedingt schwieriger. So ein Hund gehört dann, meiner Meinung nach in Jägerhand.
    Das Problem ist die hohe Dopamin Ausschüttung, das ist so stark selbstbelohnend - dass es schwer ist dagegen anzugehen. Genau deshalb ist es ja auch wichtig, dass der Hund kein Erfolg hat. Die Dopamin Ausschüttung will man immer wieder haben und das Verhalten etabliert sich bei Wiederholungen. Dazu gehört bei vielen Hunden aber das eigentlich Packen ( eher die Sequenz am Ende der Jagdkette) gar nicht mehr dazu, das töten auch nicht - auch Rassebedingt. Ein Retriever ist ja genetisch darauf selektiert, dass er die Ente nur bringt usw.
    Ich würde es bei jedem Hund durchaus versuchen, ob dann Erfolg da ist - ist natürlich von vielen Faktoren abhängig.
    Ein gut aufgebautes "Antijagdtraining" macht ja Sinn, auch wenn es "nur" einigermaßen zum Erfolg bringt. Dem wegrennenden Hasen vor der Nase tatsächlich zu wiederstehen, ist ja Impulskontrolle par excellence!

  • Ja, mir auch... Ist ein toller Kerl. :smiling_face_with_heart_eyes:
    Aber meiner Meinung nach werden die Halter noch richtig "Spaß" mit ihm bekommen, der ist ja gerade mal ein Jahr alt, so richtig "witzig" wird der vermutlich erst noch werden... :upside_down_face:

    Viele Grüße von Heike und den Mädels

  • Habs auch gesehen!
    Ich frage mich, warum man sich nicht erst informiert und dann anschafft.
    Würde optisch auch gerne nen Aussi haben. Aber auch nur optisch!


    Hab ne Kundin der musste ich gerade erklären, warum meine Hunde an ihr schnüffeln, wenn sie da ist. Hab ihr erklärt, dass sie quasi die Hundebild ins Haus liefert. Und sie dachte immer sie stinkt :shocked: zwei Sätze später sagte sie mir dann, wenn das Haus fertig gebaut ist, überlegen die auch, sich nen Hund anzuschaffen :confused_face:

    Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten :red_heart:

  • Manchmal ist es aber auch schwierig.... ich kenn ein paar Beispiele , da haben sich HH vorab gut informiert, Hundeschule, e.t.c das ganze Programm und trotzdem entwickeln sich Hunde nich so wie es die Rasse, das Lehrbuch usw. vorgibt!
    Aus verschiedenen Gründen......


    LG MARTINA

  • Das kommt natürlich oft vor @StarskySmilla. Aber wenn man sich vorab informiert und sich mit Hund allgemein auseinander gesetzt hat, dann steht man auch im Falle eines Falles nicht ganz blöd aus und steht dann nicht wie Ochs vorm Berg....

    Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten :red_heart:

  • Also ich sehe beides, einmal Halter, die sich einfach irgendeinen Hund holen weil is ja süß :thumbs_down:
    Und die anderen, die sich schon informieren, aber der Hund ist echt einfach anders.
    Aber ich pack mir manchmal auch am Kopf, was die Leute sich so für Hunde holen.
    Und!! die Rassebeschreibungen sind teilweise auch extrem ungenau. Wenn ich so etwas lese wie intelligent, loyal - das kann ja alles heißen.


    lg Sassy

  • Ja klar...manche denken nun wirklich nicht nach und dann steht der Border an der Kühlschranktür...... :grinning_squinting_face: aber man muß es wirklich differenzieren.......
    Oder wie der mexikanische Einwanderer zu sagen pflegt:
    In erster Linie ist es ein Tier.......
    An zweiter Stelle ein Hund......
    Und dann kommt die Rasse.......................


    Viele mögen ihn ja nicht, aber da hat Er recht!!!!


    LG MARTINA

  • Hallo Martina!


    Viele mögen ihn ja nicht, aber da hat Er recht!!!!

    Stimmt, und ich gehöre dazu. :face_with_tongue: :grinning_squinting_face: Aber, und das sage ich auch immer, es ist nicht alles schlecht, was er sagt oder macht. :winking_face: Immerhin kann er (die meisten) Hunde "lesen" und damit hat er geschätzten 70 bis 80 % der Hundehalter etwas voraus. Die Umsetzung steht auf einem anderen Blatt... :face_with_rolling_eyes: :grinning_squinting_face:


    Rassebeschreibungen. Ja, da lache ich mich wirklich oft schlapp. Gut, es ist das angestrebte Ziel. Doch zwischen Ziel und Ergebnis klafft dann doch oft eine recht große Lücke. Was die meisten Rassebeschreibungen nämlich vergessen ist, dass ein Hund (wie alle Lebewesen!) auch von ihrer Umwelt und Umfeld geprägt wird. Und da hat selbst der beste Züchter keinen Einfluss mehr drauf. Zusätzlich erschwerend kommt noch dazu, wenn eine Rasse zum "Modehund" wird. Da ist noch NIE etwas gutes bei heraus gekommen weil dann jeder "Depp" anfängt, diese Rasse zu züchten, egal wie wenig Ahnung er hat. :thumbs_down:


    Liebe Grüße,
    Wulf und Dumbledore

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • Ja und es ist wie bei uns Menschen, das kann dieselben Eltern haben, dieselben Aufzuchtsbedingungen und trotzdem hat der eine einen komplett anderen Charakter, als der andere.
    Die Rassen sind ja nur Tendenzen.

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