Du bist der Rudelführer ......

  • Diesen Satz habe ich hier im Forum schon gelesen.
    Wer das geschrieben hat, tut nichts zur Sache.


    Ich bin der Meinung, dass wir Hundehalter gar keine "Rudelführer" sein können.


    Unsere Hunde erkennen sehr wohl, dass wir ihnen unterlegen sind und auch in welchen Bereichen.
    Wir selbst sind auch keine Hunde und eine Mehrhundehaltung ist auch kein Rudel.
    Da ich schon selbst ein wirkliches Rudel (3 Generationen) hatte, behaupte ich, dass sich ein Rudel ganz anders verhält, als die von uns zusammen gestellte
    Hunde (Mehrhundehaltung).


    Jeder macht im Laufe des Zusammenlebens mit den Hunden seine Fehler, z.B. geben uns die Hunde Signale, die wir nicht erkennen und dadurch auch übergehen, wir wollen ihnen etwas beibringen, der Hund versteht aber nicht, was wir von ihm wollen, weil wir in diesem Moment eine andere "Sprache" sprechen.
    Aber die Hunde erkennen es weiterhin an, dass wir das "Sagen" haben, trotzdem sind wir keine "Rudelführer". Hat das nun wirklich etwas mit "Rudel führen" zu tun?



    Ein Rudelführer ist sehr souverän...., aber manche Hundehalter sind vom Wesen her sprunghaft, nervös, innerlich nicht ausgeglichen, wenn man längere Zeit Stress hat etc.pp. Trotzdem klappt das Zusammenleben mit dem Hund ganz gut


    Wie denkt ihr darüber?
    Sind wir tatsächlich "Rudelführer"?

  • Sehe ich auch so, ich denke nicht, dass wir "Rudelführer" sein können. Muss über solche Aussagen immer den Kopf schütteln...


    Allerdings denke ich schon, dass mehrere Hunde in einem Rudel leben können. Sie machen sich durchaus aus, wer der Chef ist..jedenfalls war das mein Eindruck bisher

    Liebe Grüße,




    Lisa und ihr sanfter Raser :red_heart:

  • Im Prinzip sehe ich das Zusammenleben mit unseren Hunden nicht anders, als das mit unseren Kindern.
    Wir müssen um unsere Autorität zu beweisen weder eine lockere Hand haben, noch hetiteiti machen.


    Es ist ein feinfühliges Zusammenspiel (feinfühlig weil man schauen muss wann was in welcher Dosis angebracht ist) zwischen verschiedenen Erziehungsmethoden.
    Es gelten Regeln im Haus die eingehalten werden sollten, diese muss der Hund jedoch erst lernen und das ist meine Aufgabe ihm das beizubringen, er kommt ja nicht hierher und kennt und weiss bereits alles.


    Sobald das sitzt, ist es für mich ein harmonisches Zusammenleben mit Höhen und Tiefen.
    Den Hund sehe ich als Mitglied und Teil meiner Familie an, ich mich aber nicht als Chef, der Hund ist ja nicht doof und weiss sehr wohl das ich kein Hund bin.

  • Für mich sind meine Wauzis vollwertige Familienmitglieder :smiling_face: wir gehen zusammen durch dick und dünn! Ja, ich denke auch das es mit Hunden, wie mit Kindern ist... Sie lernen was sich gehört und was nicht, lernen den Ablauf in der jeweiligen Familie kennen und wenn das alles funktioniert ist es (normalerweise) ein harmonisches Miteinander :winking_face: aber ich denke unter den Hunden sollte man schon ein Rangfolge einbehalten. Ich mach das auf jeden Fall so... Meine Omi hab ich als erstes gehabt, deswegen bekommt sie auch immer alles zuerst :smiling_face: und dann kommt der Krümel, das ist bei mir so wenn's Futter gibt oder Leckerlis, wenn's ans einsteigen ins Auto geht, oder beim bürsten.... Usw. :grinning_squinting_face:

  • Ich mag den Begriff "Rudelführer" nicht, weil ich hier kein Rudel habe und auch nix führe. :grinning_squinting_face: Es gibt gewisse Regeln bei uns, an die sich unser Hund gewöhnen muss. Aber genauso gibt es auch Regeln für "uns" oder Besucher, was den Hund betrifft. Also es geht nicht alles nur von uns aus, dass dem Hund dies oder jenes verboten wird.


    Und da ich auch finde, dass mein Hund ein Familienmitglied ist und kein "Untergebener", mag ich so Begriffe wie Rudelführer, Alpha, Chef usw. nicht.

    Ruby (Labrador Retriever) *30.04.2013

  • Also ich mag den Begriff Rudelführer sehr!
    Bezeichne mich auch so. Da ich weiß, dass das Wort viele Bedeutungen hat und es jeder anders sieht oder lebt.
    Für mich persönlich steht Rudelführer für - auf mein Rudel eingehen, jedem Hund seine Persönlichkeit lassen , in mit Liebe zu führen und auf ihn einzugehen, ein Team zu sein aber auch Grenzen zu setzen wenn es sein muss.
    Das ist für mich ein Rudelführer!


    Und das schönste für mich ist - dass ich der Rudelführer von meiner Familie bin.

  • Ein wirkliches Rudel ist ein Familienverband - wir können das aber unseren Hunden nicht bieten, noch nicht mal einen mangelhaften Ersatz dafür.


    Das Verhalten in einem wirklichen Rudel ist ein ganz anderes, als dieses, welche uns unsere (zusammen gestellten) Hunde zeigen, denn sie sind kein Rudel = Familie(verband).


    Als ich eure Antworten gelesen habe, fragte ich mich, ob man nicht die Bezeichnungen "Rudelführer" mit "Erziehung" verwechselt? Auch müssen wir nicht unsere Autorität bei den Hunden "beweisen". Entweder man hat sie oder man hat sie nicht - sonst wäre doch das ganze Zusammenleben mit den Hunden ein ständiger "Kampf" oder ein fremder Hund würde einem niemals gehorchen. Hier spreche ich von Berufen wie Hundepfleger (TH, Hundepension) Trainer usw., aber auch von Situationen, wo man selbst einen Hund auffindet


    Bestimmt war hier schon jeder gesundheitlich angeschlagen und trotzdem haben die Hunde alles gemacht wie immer - wie kann das sein, wenn wir unsere Autorität behaupten müssen? Weder haben wir sie in diesen Momenten, noch strahlen wir sie aus.


    Ein 4-beiniger Rudelführer braucht seine Stellung nicht behaupten oder seine Autorität beweisen, er hat sie einfach.
    Er sorgt für sein Rudel, beschützt es, (verpaart sich) und lernt ihnen alles wichtige, wie z.b.die Jagd, dass "Sich-Verteidigen", Körperpflege und noch vieles mehr


    Unsere Hunde wissen, dass wir nicht so gut hören und riechen wie sie und das wir im sportlichen Bereich oder jagdlich gar nicht mithalten können - Hunde sind ja nicht dumm.


    Und wir sollen nun in der Lage sein, einen Hund oder sogar ein "Rudel" zu "führen"?


    Bei meinen Hunden gibt es keine wirklich feststehende Rangordnung/Rangfolge (gab es auch noch nie), sie wechselt in den verschieden Situationen, keiner der Hunde besteht wirklich darauf, dass die anderen Hunde sie vollständig einhalten. Ist das bei euren Hunden denn nicht so?


    WIR Menschen sagen, dass unsere Hunde Familienmitglieder sind, dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber wir sind eben nicht ihre Familie.
    Ob die Hunde das nicht wissen? Wir sehen ganz anders aus, wir brauchen die Sprache um etwas mitzuteilen, wenn wir streiten, gehen wir ganz anders vor als sie. Wir gehen nicht immer auf ihre Körpersprache ein, zum Teil übersehen wir die Signale, manche können wir in den Situationen noch nicht mal richtig deuten.


    Z.B, warnen sie uns, doch wir sehen und hören nichts. In anderen Situationen (wo wir gesehen und gehört haben), haben wir ganz anders reagiert.
    Wir haben unsere Körpersprache nicht im Griff und loben sie mit hoher Stimme, gleichzeitig beugen wir uns tief über sie - und wir wollen dann "Rudelführer" sein?


    Meint ihr denn wirklich, dass sich die Hunde durch uns beschützt fühlen, wenn eine knifflige Situation entsteht? Wenn sie festgestellt haben, dass wir unfähig sind, mit ihnen Schritt zu halten oder nicht mal bemerken, was sie hören und riechen?
    Ich persönlich halte hier die Hunde für schlauer, viel schlauer!


    Z.B "Ruhe ausstrahlen" alleine, kann keine Ängste/Schrecken überwinden, das kann nur Vertrauen und Bindung....



    Ich bin auch der Meinung, dass der Begriff "Rudelführer" eindeutig und unstrittig ist, wenn man über Hunde redet/schreibt

  • Teilweise gebe ich dir da Recht @nuelo


    Aber in manchen Dingen muss ich dir da wiedersprechen.


    Zum Beispiel bei dem Punkt Autorität.
    Da spielt es überhaupt keine Rolle ob ein Hundetrainer o.ä. diese hat oder nicht, es gibt Hunde, ich würde mal sagen das sind nicht wenige, die hören nicht einfach so auf wahllos dahergelaufene Person, egal ob diese autoritär rüberkommen oder nicht.


    Bei meinen Hunden z.B. weiss ich 100% das Pastis und Zoey niemals auf fremde Menschen hören würden.
    Fala hingegen schon, sofern diese Person Leckerchen dabei hat.



    Zu dem Punkt entweder man ist Rudelführer oder nicht, nein so einfach ist das nicht auch bei den Wölfen muss sich der Chef ab und an behaupten, da gibt es immer den ein oder anderen Jungrüden der es einfach mal testet.


    Interessehalber gefragt, wenn du sagst das wir mit den Hunden weder ein Rudel noch eine Familie bilden, als was genau würdest du es bezeichnen?
    Ein einfaches zusammenleben ist es nicht, da trauern zu viele Hunde wenn "ihr" Mensch nicht mehr da ist.

  • Zur Autorität, schau nach, du hast geschrieben, man müsste die Autorität "beweisen"
    Wie würdest du es nun nennen?


    Du meinst also tatsächlich, sollte einer deiner Hunde abhanden und in ein TH kommen, dass niemand mit ihnen zurecht kommt und sie nicht in den Tagesablauf integriert werden könnten? Was auch mit "Grenzen setzen" zu tun hat.
    Ich hatte extra nun diese Berufe mit aufgezählt, dass sind Menschen, mit viel Erfahrung und entsprechender Ausstrahlung.
    Ich schrieb auch nicht "wahllos dahergelaufene Person". Sollte jemand sie privat auffinden, befinden sie sich in einer Ausnahmesituation


    Woher hast du das mit den Wölfen? Von Berichten, wo Wölfe erforscht werden, in sog. Gehegehaltung?
    Wann wird wohl so ein Jungwolf den Alten herausfordern?
    Hast du in letzter Zeit die Berichte über die Wolfspopulationen in Deutschland gelesen? Da steht, dass die Jungwölfe abwandern...
    Hunde sind auch keine Wölfe mehr...


    Was hat denn das Trauern eines Hundes mit "Rudelführung" zu tun?
    Hunde trauern auch, wenn ein tierischer Freund verstirbt oder abhanden kommt - der hat nun aber nicht unbedingt das "Rudel" geführt


    Was bedeutet denn Domestikation?

  • Die Frage ist einfach als was du die Mensch-Hund Beziehung bezeichnest, rein Interessehalber :smiling_face:


    Nein ich meine nicht das keiner meiner Hunde nicht integrationsfähig ist.
    Ich hatte deinen Satz eher so verstanden das du meintest das wenn ein Mensch autoritär ist jeder Hund auf ihn hören würde und ist er es nicht, hört der Hund auch nicht.
    Da hatte ich dich dann wohl falsch verstanden, ich dachte du meintest das wenn ich mit meinen Hunden auf den Hundeplatz gehe, diese auf einen autoritären Menschen sofort hören würde, und das wäre nicht der Fall.

  • Die Frage ist einfach als was du die Mensch-Hund Beziehung bezeichnest, rein Interessehalber :smiling_face:


    Nein ich meine nicht das keiner meiner Hunde nicht integrationsfähig ist.
    Ich hatte deinen Satz eher so verstanden das du meintest das wenn ein Mensch autoritär ist jeder Hund auf ihn hören würde und ist er es nicht, hört der Hund auch nicht.
    Da hatte ich dich dann wohl falsch verstanden, ich dachte du meintest das wenn ich mit meinen Hunden auf den Hundeplatz gehe, diese auf einen autoritären Menschen sofort hören würde, und das wäre nicht der Fall.

    Ich werde künftig mehr darauf achten, mich deutlicher auszudrücken. Danke für deinen Hinweis


    Und in der Frage

    Zitat

    Was bedeutet denn Domestikation?

    steckt die Antwort.


    Wie ich es persönlich nenne? Symbiose

  • Ich persönlich bin der Meinung, dass der Mensch wohl eine Art "Führer" sein kann. Immerhin haben wir unter anderem die Aufgabe unsere Hunde vor möglichen Gefahren zu schützen - was Hunde unter sich nicht anders machen würden.
    Man sollte eben nur bedenken, dass ein Rudel ein Familienverband ist und wir dieses nie mit unseren Vierbeinern bilden werden. Unsere Hunde bilden Gemeinschaften.


    Hunde können heutzutage ebenso die menschliche Mimik genau interpretieren. Deshalb erkennen Hunde auch schon kleinste Veränderungen an uns, bevor wir sie selbst merken (Diabetikerhunde sind das beste Beispiel dafür). Nur leider verstehen sehr viele Menschen die Calming Signals der Hunde nicht, weshalb es dann bei einer Hund-Mensch-Kommunikation oft zu Missverständnissen kommt.


    Ich bin der Meinung, dass sich jeder Hundehalter mehr mit der Körpersprache der Hunde auseinandersetzen und mehr auf das Wohlbefinden seines Begleiters achten sollte. Die CS sind nicht umsonst in deren Kommunikation entstanden.

  • Hunde sind Meister im Beobachten. Diese Gabe macht es ihnen einfach, unser Verhalten einzuschätzen. Die meisten Hunde bemühen sich auch, mit uns zu kooperieren, zumindest, wenn das Verhältnis Mensch/Hund einigermaßen stimmig ist. Im Gegenzug ist es fair, wenn sich die Hundehalter auch ein bisschen was über Hundeverhalten und -sprache aneignen, damit man erkennen kann, was so vorgeht im Hund - und entsprechend handeln. Meine Erfahrung ist, geht man fair mit Hunden um, wissen diese das sehr zu schätzen und geben das zurück, indem sie vertrauen. Dann muss man den Hund gar nicht so sehr führen, sondern ist sein Begleiter in der Zeit, wo er bei uns lebt. Fühlt er sich damit wohl, wird er uns ebenso gern durch unser Leben begleiten und das mit viel Loyalität und Lebensfreude danken. :winking_face:

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