Gefahren durch die Kastration per Mikrochip

  • Zur Info

    Zitat


    Im Jahr 2007 kam ein Mikrochip auf den Markt, der Hunderüden hormonell auf den Level eines kastrierten Hundes stellt. Der Vorteil soll
    sein, dass dieser Zustand reversibel und der Hund (je nach Wirkdauerdes Chips) nach ca. sechs bis zwölf Monaten wieder ganz der alte ist.


    Seitdem hat der sog. „Kastrationschip“ einen wahren Siegeszug in den Tierarztpraxen eingehalten und wird beinahe wahllos bei jedem Rüden eingesetzt, dessen Halter das wünscht, was allerdings längst nicht so ungefährlich ist, wie in der Regel vermutet.

    von Dr. Michael Lehner und Clarissa v. Reinhardt
    https://www.animal-learn.de/ti…ration-per-mikrochip.html

  • Eine Bekannte hat ihren Hund jahrelang chippen lassen. Der Tierarzt hat einfach immer wieder einen neuen Chip gesetzt. Irgendwann wurde der Hund dann sehr krank. Da hat der Tierarzt dann plötzlich festgestellt, dass sein schlechtes Befinden vom Dauerchippen kommt. :face_with_rolling_eyes:


    Der Bub hat sich nicht mehr wirklich erholt und ist nach kurzer Zeit gestorben. :loudly_crying_face:

    Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi

  • Danke für den Thread @nuelo!
    Wir hatten nämlich darüber nachgedacht, Linus so einen Chip setzen zu lassen, weil Baby ja schon 12 jahre ist.
    Das lassen wir dann wohl besser bleiben und lassen ihn "richtig" kastrieren.

    Liebe Grüsse
    Andrea



    Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :smiling_face_with_heart_eyes:
    Walt Disney

  • @nuelo


    Vielen Dank, für den Link.
    Werde mir das ausdrucken und in aller Ruhe durchlesen, weil mich das auch sehr interessiert.


    L.G.

  • Danke für den Thread @nuelo!
    Wir hatten nämlich darüber nachgedacht, Linus so einen Chip setzen zu lassen, weil Baby ja schon 12 jahre ist.
    Das lassen wir dann wohl besser bleiben und lassen ihn "richtig" kastrieren.

    Ich weiß nicht, ob du es nur überflogen hast, aber scheinbar gibt es mehrere Arten von Chips, welchen nun dein TA setzen würde, weiß ich natürlich nicht und auch nicht, ob die im Artkel genannten "Nebenwirkungen" identisch oder ähnlich sind
    Auch die Kastration hat viele, viele Nachteile.


    Ich halte schon seit vielen Jahren intakte Rüden und Hündinnen zusammen. Die Rüden lernen mit diesem Geruch umzugehen und erkennen im Laufe der Zeit, wann die Stehtage der Hündinnen sind. Vorher oder nach den Stehtagen werden sie von den Hündinnen abgewiesen. Und nicht jede Hündin nimmt jeden Rüden. Das ist auch bei jedem Züchter so, viele halten ja Rüden und Hündinnen zuammen.


    Ich an deiner Stelle, würde mir das erst mal anschauen, wie die beiden überhaupt reagieren. Ob überhaupt eine Kastration dann angebracht wäre, denn, wenn man es genau nimmt, ist eine Kastration, die keine medizinische Indikation ist, vom Tierschutzgesetz nicht erlaubt.

  • Als Cordt 3 Jahre war, ist er mit einem anderen intakten Rüden aneinander geraten und dann hatten wir den "Salat".


    Spaziergänge wurde für uns beiden zum Streßakt und jeder unangeleinte Hund der uns entgegen kam ließ meinen und seinen Puls sprunghaft ansteigen.


    Da Cordt ganz eindeutig der Agressor war und ich bei ihm für vernünftiges Training keinen "Fuß in die Tür" bekam und da er wirklich nur gegen unkastriete Rüden vorging, habe ich mich für einen Chip bei ihm entschieden.


    Nach 4 Wochen war er entspannte und ich konnte auch etwas runter fahren - nicht mehr dies "is da n intakte Rüde?" auf den Spaziergänge.


    Er ließ sich ansprechen und ich konnte mit ihm trainieren.


    Der erste Halbjahreschip hielt 12 Monate und ich habe als man an den Hoden erste Anzeichen sah, dass die Wirkung nachließ, noch einen zweiten nachsetzen lassen, weil wir noch nicht fertig waren mit dem Training.


    Nach 1,5 Jahren Training waren wir soweit, dass ich beschlossen habe keinen weitere Chip setzen zu lassen.


    Als er wieder "hergestellt" war, war er wieder umgänglich. Klar ist er ein erwachsener Rüde und grundlos anpupen lässt er sich nicht (muss er auch nicht), aber er ist nicht mehr per se der Agressor der erst "zuschlägt und dann nachfragt".


    Sein Fell ist okay - die Veränderungen des Fells bei Kastraten, ob nun chemisch oder real, kenne ich nur bei langhaarige Hunden wie z.B. Setter oder Cocker - allerdings ist sein Bindegewebe nicht mehr ganz so straff wie zuvor, noch gut aber nicht mehr ganz son Muckibolzen wie vor dem Chip.
    Im Verhalten kann ich sagen, dass er während der Chip seine Wirkung getan hat seine eh schon vorhandene Ressourcenverteidigung (nicht Menschen aber Artgenossen gegenüber) verstärkt war, das ist aber wieder auf "Normalnull" zurück gegegangen, also er stellt andere Hunde bei uns in der Wohnung nur noch "in die Ecke" und will ihnen nicht gleich an die Gurgel und er kann wieder verknusen, dass auch andere Hunde neben ihm mal ein Leckerlie von mir bekommen.


    Bei uns war der Chip die richtige Entscheidung, aber es war eh nicht als dauerhafte Option gedacht, sondern nur als eine Hilfe für uns beide um mit Training etwas ändern zu können.

  • Hallo, :hello:

    Spaziergänge wurde für uns beiden zum Streßakt und jeder unangeleinte Hund der uns entgegen kam ließ meinen und seinen Puls sprunghaft ansteigen.

    So geht es uns mit Micky auch!!
    Allerdings reagiert er auch, wenn der andere Hund ebenfalls an der Leine ist.
    Ich kenne viele HH, die mit dem Chip sehr zufrieden waren und auch weiter empfehlen.


    Eine Sache verunsichert mich allerdings,,,
    Vor einer Verabreichung an aggressiven oder sonst verhaltensauffälligenHunden wird vom Hersteller ausdrücklich gewarnt!
    Dieser Satz, gibt mir zu denken, denn verhaltensauffällig ist Micky definitiv.
    Generell wäre ich von der Methode sehr angetan.


    L.G.

  • Hallo zusammen! :hello:


    Hier nun auch noch meine ganz persönliche Meinung... :face_with_rolling_eyes:


    Meist gibt es bei dem Thema Kastration oft nur 4 Gründe, um es beim Rüden machen zu lassen.


    1.: Gesundheitliche Gründe
    2.: Verhalten soll sich verbessern (Stichwort "Aggression")
    3.: Keinen Stress mehr bei läufigen Hündinnen
    4.: Keine ungewollte Verpaarung


    Zu 1.:
    Wenn es wirklich gesundheitliche Gründe gibt ist für mich eine Kastration keine Frage.


    Zu 2.:
    Finde ich persönlich Schwachsinn. Klar, das Verhalten KANN sich ändern, MUSS es aber nicht.


    Zu 3.:
    Kann ich sogar verstehen. Das kann Rüden wirklich an den Rand des Wahnsinns treiben. Wenn man es so unterbinden kann, warum nicht?


    Zu 4.:
    Kann ich voll und ganz verstehen. Zumindest bei uns gibt es fast ganzjährig immer mindestens eine läufige Hündin. Und als Hexe das erste mal läufig war habe ich den ein oder anderen freilaufenden Rüden wieder zu seinen Besitzern bringen "dürfen" beim Gassi, einen sogar ins TH - das nervt beide Seiten.


    Von der chemischen Kastration halte ich persönlich gar nichts wenn man es aus den o.g. Gründen 2 bis 4 machen würde! Dann lieber einmal ein komplettes mit Säckchen ab als den Hund dauernd mit Chemie "vollzustopfen".


    Eine Ausnahme gibt es da aber und das ist die von Ilona angesprochene und auch praktizierte Anwendung. Wenn ich nämlich erst mal schauen möchte, ob mein Rüde tatsächlich ruhiger wird und man parallel dazu mit ihm arbeitet, das unerwünschte Verhalten (Aggressivität) abzustellen. Das wäre der für mich einzige Grund für diese Methode.


    Wie gesagt, das ist meine ganz persönliche Meinung. Wer mich dafür kritisieren möchte, nur zu. Ich werde mich nämlich nicht rechtfertigen. :face_with_tongue:


    Liebe Grüße,
    Wulf und Dumbledore

    mit Dumbledore und Merlin und Hexe und Bessy in Erinnerung

  • @Wusan


    Ich will und werde Dich sicherlich nicht kritisieren. :winking_face:

    Wenn ich nämlich erst mal schauen möchte, ob mein Rüde tatsächlich ruhiger wird

    Das wäre auch mein Beweggrund gewesen, denn es kann teilweise sehr stressig sein, wenn ein anderer intakter Rüde in Sicht ist.


    L.G.

  • @Dackel Cordt


    Wollte nur mal nachfragen:
    Hat dich denn dein TA über evtl. "Nebenwirkungen" vor dem setzen des Chips aufgeklärt?
    Weißt du, welcher Chip genau gesetzt wurde?

    Nein, der TA hat mir nichts dazu gesagt, allerdings hatte Cordt nie wirklich etwas wo man hätte mal der Sache wirklich intensiv auf den Grund gehen müssen und somit waren wir - außerhalb der 3-Jahres-Tollwutimpfung - auch bei ihm nur 2 Mal, einmal weil er Glassplitter in der Pfote hatte und einmal wegen der Analdrüse. Ich bin also jemand der zum TA geht und weiß was er will und was nicht und wenn ich keine Fragen stelle, dann will ich auch nicht viel sabbeln.
    Mittlerweile sind wir zu einer anderen TÄin gewechselt, die sich viel Zeit fürs Dackelkind nimmt und auf die mein Hund auch total steht - war eine Empfehlung, weil ich auf Grund seines "Alters" gern mal eine genaue Draufsicht auf ihn wollte und das habe ich meinem vorherigen TA nicht wirklich "im Sinne meines Hundes" zugetraut.


    Von den Nebenwirkungen zum Thema Verhalten wusste ich schon vorher, weil ich mich belesen hatte. Beim Fell hatte ich keine Bedenken, weil ich keinen Rauhaar kenne bei dem sich durch einen Chip oder eine Kastration das Fell verändert hat und das er u.U. vom Körper her nicht mehr so straff sein könnte wie vor dem Chip wusste ich auch (er ist ein wenig "wabbeliger" wie vorher).


    Welcher Chip es genau war, kann ich leider nicht mehr sagen. Ich weiß nur, dass es beide Male ein 6-Monats-Chip war (ich gehe da also von der geringeren Dosierung aus) und das es ein Suprelorin-Implantat war, welcher Hersteller ... ich vermute das in Deutschland meist der von Virbac gesetzt wird.

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