Hundeerziehung - ein paar Gedanken

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    • Hundeerziehung - ein paar Gedanken

      Hallo Ihr Lieben!
      Da ich, nicht nur hier, viel über Erziehung, Training, Beschäftigung und, und, und..... lese, höre und zu hören bekomme möchte ich hier mal ein paar persönliche Gedanken loswerden.

      Vorweg; aus "berufenem" Mund habe ich zu hören bekommen, dass ich um Himmelswillen nie einen Hund haben sollte! Aha!
      Zugegeben, meine Hunde müssen "nur" Grundgehorsam besitzen, mehr nicht! Und den haben sie immer gehabt! Sogar meine Kaukasin Lucy


      Da ist sie!

      Da ich eigentlich kein "Hundemensch" bin habe ich meine Hunde immer so erzogen, wie meine Kinder!
      Es gab und gibt Grenzen, die ich durch positives Lernen vermittelt habe, also Lob und Leckerchen! Ja auch "Leckerchen" für die Mädels.
      Also z. B. kein Quengeln an der Supermarktkasse = selbst gekochter Pudding zu Hause (bitte, das ist nur ein Beispiel)

      Der Erfolg gab und gibt mir Recht. Die Kinder konnte ich immer und überall mit hin nehmen und das könnte ich auch mit Baby.

      Ok, Baby nehme ich nicht überall mit, weil ich ihre Macken kenne und achte.
      Sie mag keine Menschnasammlungen, also fallen Straßenfeste, essen gehen, einkaufen etc. mit Hund halt aus, weil sie sich fürchtet.
      Sie mag keine gleich großen Hunde, also gaaaanz langsames Testen ob die Chemie stimmt.
      Kreischende Kinder findet sie widerlich! Ich halte sie fern und ranze auch schon mal Eltern an, die ihre Kinder nicht im Griff haben!

      Alles ohne Buh und Baff!
      Also was bringen bitte solche Sprühhalsbänder und ähnliches?
      Reicht es nicht sich auf seinen Hund ein zu lassen und danach zu erziehen?
      Liebe Grüsse
      Andrea


      Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :love:
      Walt Disney
    • Schön geschrieben.

      Mir ist die ganze Hundeerzieherei auch zu viel.
      Meine Hunde konnten nie besonders viel. Sie sind eingezogen und mussten sich an ein paar Regeln halten.
      • Hier vertragen sich alle.
      • Es werden keine anderen Tiere gefressen (Katzen, Jungtiere zur Aufzucht).
      • Alle kommen, wenn ich sie rufe.
      • Alle bleiben stehen, wenn ich es sage.
      • Alle gehen, wenn ich sie wegschicke.
      • Es wird kein Ärger mit Artgenossen gemacht.
      • Es werden keine fremden Menschen belästigt.


      Das war's eigentlich auch schon.
      Das Einlassen, wie du es schreibst, finde ich ganz wichtig. Deshalb muss ein Hund auch nicht zwingend perfekt zu mir passen, wenn er bei mir einzieht.
      Man lebt schließlich miteinander und passt sich aneinander an.
      Liebe Grüße
      Manuela
    • Zum Teil teile ich die Gedanken, zum Teil nicht.

      Die von Manuela genannten Beispiele sehe ich als Erziehung an.
      Und Erziehung ist auch wichtig bei einem Hund.

      Beschäftigung ist für mich heutzutage wo sogar die Hundeauswahl eine Modesache geworden ist als sehr wichtig an.

      Ein Hund der starken Jagdinstinkt hat braucht unbedingt Erziehung wie auch Beschäftigung, ansonsten sucht er sich diese selber, mit Folgen die nicht unbedingt lustig sind.

      Ein Hund mit einem grossen Laufbedürfnis benötigt auch mehr als nur eine Stunde gemütlich Gassi, ansonsten wird ihm langweilig und auch dieser sucht sich dann eine andere Beschäftigung.

      Ansonsten sehe ich es gleich, Hundeerziehung ist nichts anderes als die Erziehung von Kindern oder anderen Tieren.
      Positives Verhalten bestärken - mit Belohnung, negatives Verhalten bestrafen mit Konsequenzen (wegschicken, ignorieren o.ä.) sodass Kinder wie auch Tiere positives Verhalten immer öfter zeigen und es vermeiden das negative zu wiederholen.
      Wobei man hier auch wieder aufpassen muss, oftmals wird positives Verhalten irgendwann als normal eingestuft und nicht näher darauf eingegangen, Hunde sind aber Wesen die gerne die Aufmerksamkeit ihres Besitzers haben und vor allem nicht dumm sind.
      Dann dreht der Hund dann auch mal im schlimmsten Falle den Spiess um und zeigt verstärkt negatives Verhalten um Aufmerksamkeit zu bekommen.

      Und was das anpassen angeht, da kann ich nur zustimmen, man muss sich immer individuell auf seinen Hund einlassen.
      Aber auch beim Kauf darauf achten das man zusammen passt.
    • Danke für Deine Meinung!

      Ich bin auch der Meinung, dass es in groben Zügen passen muss!
      Wenn ich kein Joggingcrack bin sollte ich mir keinen laufverrückten Hund aussuchen. Genauso schaffe ich mir keinen Jagdhund an, wenn ich meine Katzen behalten will ;) .
      ich bin ja auch nicht dagegen den Hund zu erziehen, nur eben solche "Hilfsmittel" wie Sprühalsbänder.

      Also ist es nicht übertrieben, dass ich Baby bei allem, was sie fein gemacht auch lobe? Bei jedem Gassi oder auch zu hause!
      Liebe Grüsse
      Andrea


      Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :love:
      Walt Disney
    • Andrea Vetter schrieb:

      Genauso schaffe ich mir keinen Jagdhund an, wenn ich meine Katzen behalten will .
      Ich finde, du verallgemeinerst hier zu sehr.
      Ich kenne einen HH der 3 Podis und einen Galgo besitzt, aber auch 2 Katzen die nur im Haus wohnen.
      Einer der Podis hat eine Kerbe im Ohr, dass sagt aus, dass er ein sehr guter Jäger war.

      Es kommt auf den Menschen und den Weg an, ob er seinen Hunden etwas beibringen kann und wie er es ihnen beibringt

      Es gibt so viele Schäferhunde, die nicht! die Familie hüten wollen und ganz zufrieden mit normalen Runden sind.
      Ich finde, hier kommt es doch sehr auf das einzelne Individuum an.
      Es gibt soo viele Jagdhunde, die lieber auf der Couch lümmeln, als viel zu laufen und dann wieder Hunde, denen man nachsagt, sie wären total unsportlich, aber z.B. bei Agilti-Turnieren auf den vorderen Plätzen beheimatet sind

      Aber auch die Hunde verändern sich ja im Laufe ihres Lebens, Hunde sind eben auch Haustiere, weil sie sich so wunderbar an den Menschen und sein Leben anpassen können

      Zum Lob:
      Hunde "erspüren" es, ob ein Lob ehrlich gemeint ist, oder nur "Schauspiel" ist. Das merken schon die Welpen, wenn man sich "zum Kasper macht", wenn sie beginnen, sich draußen zu lösen.

      Ich würde auch sagen, ein Hund in der Stadt sollte völlig anders erzogen werden, als ein Hund, der in einem kleinen Dorf lebt
    • Mit dem Jagdhund und den Katzen war natürlich nur ein allgemeines Bespiel.
      Lucky war ein Jack Russel Mix, also auch ein Jagdhund Mix und meine Katzen haben überlebt.
      Da hat mein Chefkater "Oppenheimer" ein paar mal "gesagt" wo es lang geht. Dann war gut.

      Ich für meinen Teil würde mir keinen Hund ins Haus nehmen, wo ich von vornherein weiß, ich käme mit charakterlichen Besonderheiten der Rasse(n) nicht zurecht.
      Liebe Grüsse
      Andrea


      Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :love:
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