Welches Fleisch bei empfindlichen Magen?

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    • Welches Fleisch bei empfindlichen Magen?

      Guten Tag,
      ich hätte gerne ein paar Meinungen.
      Dazu muss ich eine Vorgeschichte erzählen :

      Meine Aussie Hündin, 4Jahre, hat letztes Jahr im Oktober die Diagnose ,,Umweltallergie gegen Alles'' erhalten.
      Sie hatte extremen Juckreiz, besonders an den Pfoten (wundgeleckt).
      Ich sollte mich darauf gefasst machen, dass Sie immer Apoquel nehmen müsste oder ich solle eine Desensibilisierung durchführen.
      Damit wollte ich mich jedoch nicht zufrieden geben, sie bekam erstmal Apo (damit die Wunden heilen) und anderes TroFu : Hill's P. Diet Derm Defense mit Huhn
      und pflegendes Shampoo.
      Ich konnte den Juckreiz etwas minimieren, Apo in eine halbe Dosis, ganz weg ging es aber nicht.

      Nachdem ich die TA wechselte, wurden u.a. noch Malasssezien diagnostiziert. Neues Futter (Insektenprotein) neues Shampoo neue Packung Apo.
      >>und eine Ausschlussdiät

      Gleichzeitig lernte ich jemanden kenne, welche ebenfalls 2 kranke Hunde besitzt.

      Sie gab mir den Tipp, die Ausschlussdiät mit zB. Pferd zu beginnen, eine Darmsanierung durchzuführen mit Bifidobakterien.

      Dies tat ich, sie bekam nur noch Pferdefleisch und jeden Tag eine Kapsel Bifi (Bakterien)
      Gleichzeitig begann ich meinen Hund mehr zu beschäftigen (wegen Corona war der Hundeplatz geschlossen, musste mir verschiedenes zuhause einfallen lassen)
      da ich dachte, evtl. sei sie zu gelangweilt.

      Ich habe es tatsächlich geschafft! Der Juckreiz ging weg und mir viel auf das Hundi auch weniger Bauchweh hatte! (Das war mir öfter mal aufgefallen, aber dachte sie hätte wieder was falsches genascht, da sie auch öfter bei meinen Eltern war)

      Jetzt habe ich hier in der Zwischenzeit, auch mal Süßkartoffeln und wieder Gemüse reingemacht, verträgt sie alles, keine Auffälligkeiten.
      Auch Rinderleckerlies klappt bisher ohne Probleme.

      Huhn traue ich mich leider nicht, ich habe das Gefühl, dass sie das nicht so gut annimmt und daher früher auch oft Bauchweh hatte, sie hatte oft Huhn bekommen damals.

      War jetzt am überlegen mal das Pferdefleisch zu tauschen zB. Rindfleisch, ich habe jedoch Angst, dass das ganze Theater von vorne losgeht und alles für die Katz war.

      Man hört ja immer mal, dass man auch mal verschiedene Fleischsorten nehmen soll. Huhn ist ja wie Rind schon ziemlich vorbelastet zwecks Antibiotika ... hab ich mal gelesen..
      Bei den Massen an Infos im Netz habe ich den Überblick etwas verloren ;(

      Wie seht ihr das?
      Brauche da mal eure Meinung zu

      Die Dame aus dem BARF Geschäft sagt, dass man es mal probieren kann. Aber bin da noch so unsicher...

      Viele Grüße
      doggo263
    • Aber grade Huhn, Rind und Getreide sind dich die bekanntesten Allergieauslöser.
      Häufig noch mit Kreuzallergien auf alles was irgendwie ähnlich ist (bei Rind zb auch Büffel, bei Huhn auch anderes Geflügel)

      Bei einem so extrem mit Allergien geschlagenem Hund würde ich etwas nehmen was er wirklich noch nie, NeverEver, nicht in den kleinsten Mengen und auch nicht als Leckerli bekommen hat versuchen.
      Und kein Trockenfutter mehr, das die meisten allergischen Hunde auf die Futtermilben reagieren und diese nicht im TroFu zu haben ist fast unmöglich.

      Also ich würde es mit Reinfleischdosen probieren. Vllt Ziege? Oder Lamm/Schaf? Hatte er das schonmal?
      Und dann entweder Gemüsedosen dazu oder eben Gemüse, Kartoffel usw selber frisch kochen.
    • Bananenhamster schrieb:

      Aber grade Huhn, Rind und Getreide sind dich die bekanntesten Allergieauslöser.
      Häufig noch mit Kreuzallergien auf alles was irgendwie ähnlich ist (bei Rind zb auch Büffel, bei Huhn auch anderes Geflügel)

      Bei einem so extrem mit Allergien geschlagenem Hund würde ich etwas nehmen was er wirklich noch nie, NeverEver, nicht in den kleinsten Mengen und auch nicht als Leckerli bekommen hat versuchen.
      Und kein Trockenfutter mehr, das die meisten allergischen Hunde auf die Futtermilben reagieren und diese nicht im TroFu zu haben ist fast unmöglich.

      Also ich würde es mit Reinfleischdosen probieren. Vllt Ziege? Oder Lamm/Schaf? Hatte er das schonmal?
      Und dann entweder Gemüsedosen dazu oder eben Gemüse, Kartoffel usw selber frisch kochen.
      Hallo Bananenhamster,
      ja ich hatte auch schonmal Lamm im Futter gehabt (NaFu), würde es vielleicht auch noch mal probieren, nach der langen Zeit. Ich glaube da muss ich mich wohl rantasten. Habe etwas Angst gleich alles kreuz und quer zu probieren, es gibt ja auch noch Känguru. Möchte noch etwas im Ärmel haben, falls es wirklich nach hinten losgeht.

      Was ist eigentlich mit Pute? Es zählt ja auch zum Geflügel, habe mal gehört, dass es bei Allergiehunden niemals genommen werden sollte.
      Hatte sie jedoch auch schon als Leckerlie beim Hundetraining, bevor das alles rauskam :thumbdown: mir wurde mal geraten bei magenempfindlichen Hunden sollte man Pute nehmen.....

      TroFu bekommt sie auch nie wieder, habe es ihr vorher auch selten gegeben tatsächlich (sie hat es ungern gegessen, habe sie zu sehr verwöhnt, als sie ein Baby war) aber sie trinkt auch recht wenig und sie hatte auch oft Verstopfung, wenn sie es bekam, war so ein Gefühl!
      Und dann wurde ich beim TA auch noch schief angeschaut, weil sie nur NaFu bekommt (als Ausgleich gabs Knochen zum Zähne putzen und selbstgemachte harte Leckerlies) und mir wurde sofort teures TroFu verkauft.

      Als Laie bezüglich - Verbindung Hundefutter und Krankheiten - war ich total überfordert und habe natürlich erstmal alles gekauft!
      Manchmal habe ich das Gefühl es geht immer nur ums Geld! ;(
    • Woher kommt denn bloß immer dieser Aberglaube, das Trockenfutter auch nur das aller kleinste bisschen für die Zahnreinigung tut?
      Das tut es nicht. Gar nicht. Überhaupt nicht.


      Was genau möchtest du denn jetzt eigentlich finden/erreichen?
      Du suchst ein Futter, dass möglichst wenig bis garkeine Allergien auslöst?

      Dann würde ich mit frischem eine Ausschkussdiät machen.
      D.h mit Muskelfleisch einer Tierart, dass der Hund noch niiiiemals gefressen hat anfangen.
      Und dann nach 4 Wochen eine Gemüsesorte dazunehmen. Nach 4 Wochen dann zb Leber derselben Tierart dazunehmen.
      Und alle 4 Wochen dann eben eine neue Komponente.

      Und wenn du dann eine was zusammen hast, was eine vollwertige Mahlzeit ist und gut vertragen wird, erstmal dabei bleiben. Für ca 6 Monate.
      Und dann kannst du zb eine andere Tierart ausprobieren, vllt Fisch, wenn er das noch nicht kennt.



      PS: Ich sehe es grade...Wenn sie Pferd verträgt, dann bleib doch bei Pferd und ergänze dieses Fleisch halt jetzt noch mit Innereien vom Pferd und vllt gewolften Knochen. Wenn du dann noch 2,3,4 Gemüsesoten hast die sie verträgt, würde ich nicht groß rumexperimentieren. Vllt nochmal mit Fisch versuchen. Sprotten gehen oft gut. Und man bekommt tolle Leckerlie aus Fisch, zb auch ganze, getrocknete Mini-Fische.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bananenhamster ()

    • Wenn Pferd geht und du wirklich unbedingt etwas anderes ausprobieren möchtest, würde ich vermutlich erstmal bei den "exotischen Nicht-Exoten" bleiben und Ziege nehmen.
      Es gibt inzwischen recht viel mit Ziege. In der Regel haben das die meisten Hunde noch nie im Napf gehabt ( unter Anderem vermutlich wegen des Eigengeruchs), aber es ist nicht so exotisch wie bspw Strauß oder Känguru.
      Zusätzlich, kannst du wenn es vertragen wird sogar evtl Ziegenjogurt und Ziegenkäse verfüttern. Das gibt dir also nen guten Spielraum für Leckerchen ausm Supermarkt.

      Alternativ zur Ziege geht auch Kaninchen oder Hase.
      Bei meiner Schnauzerhündin war Kaninchen der Durchbruch. Sie verträgt kein Hühnchen, kein Rind und keine Pute weil sie davon Durchfall bekommt. Als ich dann mit Kaninchenfleisch angefangen hab, war das wie ein Segen, weil endlich kein Bauchweh und kein Durchfall/Breikot mehr.
      Im Nachhinein durch probieren hab ich noch festgestellt dass sie auch Wild, Lamm und Fisch gut verträgt. Sogar Gans und Kauartikel vom Büffel gehen.


      Unsere Westie Omi dagegen reagiert auch auf Umweltallergene. Reis, Kartoffeln, Getreide, Rind, Pute, Ente, Lamm, Ziege, Wild ect verträgt sie nicht.
      Aber sie verträgt Strauß, Känguru, Fisch und Hühnchen sehr gut. Pflanzlich geht Süßkartoffel, Möhre, Pastinaken, Buchweizen und Hirse.


      Im Großen und Ganzen ist es individuell verschieden. Wenn man etwas gefunden hat ist das ein Segen. Es ist das unkomplizierteste einfach dabei zu bleiben. Aber ich kanns sehr gut verstehen wenn man gern ein wenig Auswahl hätte.
      Allerdings würde ich da wohl erstmal auf Nummer sicher gehen und eine Sorte nehmen die noch nie im Hund war. Einfach aus dem Grund, weil man Magen-Darm und Haut nicht nochmal unnötig reizen möchte, auf die Gefahr hin dass sich nach einer neuen Sorte die nicht vertragen wird, weitere Unverträglichkeiten bilden, oder sich der Hund erstmal von der Magenverstimmung oder durch Juckreiz entstandenen Wunden erholen muss. Vor allem wenn es richtig Bauchweh gibt und sich das ganze etwas entzünden kann, oder sich ein Hotspot bildet, ist das sehr unschön und hat dem Hund nicht weiter geholfen.
      Dann eher auf Nummer sicher gehen, und potentiell häufige Allergene/Verdachtsallergene meiden ( also wenn bspw der Verdacht besteht dass Huhn nicht vertragen wird, sicherheitshalber auch auf andere Geflügelsorten lieber verzichten. Und sicherheitshalber erstmal nen Bogen um alles machen was "gängig" ist. Sprich : Huhn, Pute, Rind, Lamm, Wild und Ente ).
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • Die Krux an der Sache ist halt, dass man oft nicht weiß, was Hund "noch nie nicht" gefressen hat. Weil es leider in ist, alle möglichen, auch exotischen, Sachen in normales Futter und Leckerli zu packen.
      Das "Premium-Futter" mit Strauß oder Elch, damit der Luxushund auch nur das allerbeste bekommt...
      Ziege ist sicher einen Versuch wert. Ziegenfleisch hat in Deutschland ja eher einen schlechten Ruf, weil früher Armeleuteessen und wegen des etwas eigenen Geruchs.
      Wenn du kochen willst, könntest du versuchen, beim Jäger Wildschwein zu bekommen. Das ist auch eher unüblich, darf aber nicht roh verfüttert werden wegen den Aujezky-Virus, der für Hunde tötlich ist.
      LG Petra mit Andy

      Mein Hund ist ein Dacia. Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen... :D
    • Lesko schrieb:

      Die Krux an der Sache ist halt, dass man oft nicht weiß, was Hund "noch nie nicht" gefressen hat. Weil es leider in ist, alle möglichen, auch exotischen, Sachen in normales Futter und Leckerli zu packen.
      Das "Premium-Futter" mit Strauß oder Elch, damit der Luxushund auch nur das allerbeste bekommt...
      Ich verstehe diesen Trend auch ehrlich gesagt nicht.

      Es gibt immer wieder Futter auf dem Drauf steht Pferd, Büffel, Strauß, Perlhuhn whatever, und dann sind davon grademal 5 Prozent oder so drin. Der Rest ist Schwein, Rind und Geflügel.
      So angepriesen a la "Für den Gourmet unter den Hunden.". Oder bestimmte Marken die grundsätzlich in erster Linie exotische Sorten haben und boomen.
      Da gibt's Hunde die bekommen als Welpe bspw schon Wolfsblut Wide Plain ( mit Pferd). Da denk ich mir immer : Wieso? Wenn du es verfüttern kannst ( ich kann es nicht) und dein Hund Unverträglichkeiten entwickeln sollte gibt es fast keine Sorte die es dir einfacher macht deinen Hund ernähren zu können.

      Ich behalte mir bestimmte Sorten vor, die ich bewusst nicht verfüttern, um etwas parat zu haben sollte es zu mehr Unverträglichkeiten kommen ( ist ja leider auch eine Möglichkeit... Hat man selbst Allergien oder Unverträglichkeiten, entwickeln sich gerne mehr oder sog Kreuzallergien. Is beim Hund ja nicht anders...).
      Deshalb bekommt Lilo zB keine Ziege. Weder Ziegenfleisch, noch Jogurt, Pansen oder Käse.

      Susi würde Ziege übrigens vermutlich prima vertragen. Also sie hatte da weder Probleme mit Durchfall, noch mit Juckreiz. Aber, es gibt auch keine andere Fleischsorte von welcher sie sich je übergeben musste.
      Die meisten Hunde haben dieses Problem soweit ich weiß allerdings nicht.


      Das Problem bei Wild im Allgemeinen ist, dass man oft nicht weiß welches Wildfleisch genau enthalten ist. Es kann Reh oder Rotwild sein, aber Genauso gut auch Wildschwein oder Wildhase/Kaninchen. Deshalb ist das n bisschen tricky.
      Wichtig ist nur bei Schwein, besonders Wildschwein dass es nicht roh verfüttert wird.
      Schwein allgemein hat in der Hunde Ernährung einen sehr Schlechten Ruf. Deshalb kann es durchaus sein dass auch Schwein von Allergikern gut vertragen wird. Allerdings, gibt es viele Futtermarken die Schwein enthalten ( in den meisten ist es nicht deklariert, vor allem bspw in Discounterfutter). Wenn also schonmal Schwein im Hund war ( weil die Deklaration bspw nicht stimmig war oder es aufgrund des Preises mit Schwein gestreckt wurde), kann es trotzdem sein dass es nicht vertragen wird.


      Bei Fisch hätte man das Problem dass es schlicht einige Hunde gibt die Fisch nicht annehmen. Sonst könnte man durchaus auch bspw Hering, Lachs, Dorsch oder Kabeljau versuchen ( wobei Lachs und Hering am häufigsten in gängigen Futtersorten Verwendung finden. Kabeljau bspw könnte man im Supermarkt kaufen, Dorsch bekommt man als Single Protein Nassfutter von Schecker).
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • Ich habe mit Caro eine Ausschlussdiät gemacht.

      Ich habe mit Pferd angefangen, dann kam nach sechs Wochen Fisch dazu, Fisch wurde auch vertragen und wir gaben nach weiteren sechs Wochen Lamm. Lamm wurde nicht vertragen und es gab mehrere Wochen nur noch Pferd und Fisch. Die Hauptmahlzeit war Pferd und dazu täglich ca. 20 g Fisch bei einem 7 kg Hund.
      Dann gaben wir Kartoffeln. Da hat Caro direkt mit Sodbrennen reagiert. Also auch das wieder weg.
      Wichtig waren immer diese sechs Wochen konsequent bleiben, damit man die Allergene ausschließen kann.
    • Ruebe schrieb:

      Ganz ehrlich, wenn dein Hund Pferdefleisch mit Süßkartoffeln verträgt und so extrem empfindlich ist, warum möchtest du Experimente machen?
      Ich würde dabei bleiben und Abwechslung durch unterschiedliches Gemüse und die Leckerlies, die sie jetzt schon bekommt und verträgt, hereinbringen :)
      Ich frag mich auch, warum du überhaupt was anderes testen willst, wenn du damit doch gut fährst?!

      Bella verträgt wirklich gar nichts. Nichts! Nur Strauß. Null Getreide. Und bei uns wird eben nur das gefüttert.
      Das Futter nehm ich auch mit für unterwegs als Leckerchen. Nur beim Dummytraining bekommt sie mal Käse. Den verträgt sie in Maßen.
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3