Labrador Arbeitslinie - schwierig auszulasten?

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    • Ich denke, dass du dir die Hunde mal live bei der Arbeit anschauen solltest, denn die Field-Trialer sind schon etwas anderes. Ich mag sie ja sehr :love:
      Auf einem Working Test kannst du mit Haltern und Züchtern sprechen und erfahren was das Training und der Alltag mit einem Retriever bedeutet.

      Mal auf einem Spaziergang ein, zwei Dummys werfen oder Leckerlies suchen lassen, lasten diese Hunde nicht aus. Sie brauchen wirklich eine Aufgabe.

      Übrigens ist auch der Standardlabbi keine Schlaftablette. 2-3 Stunden spazieren gehen sind für einen gesunden, erwachsenen Hund das absolute Minimum pro Tag und zusätzlich möchte auch der Kopf noch beschäftigt werden.
      Ich erlebe es leider viel zu oft, dass sich Leute einen Labbi anschaffen und dann schnell feststellen, dass er eben nicht mit täglich zwei kleinen Runden um den Block und 20 Minuten Bällchen spielen zufrieden ist.

      Ich habe zwei Hunde. Die Golden Hündin ist aus einer jagdlichen Zucht und viele Leute, die wir treffen, sind gleich in sie verliebt, weil sie „so schön, lieb und ausgeglichen“ ist. Junge Familien merken oft auch an, dass sie genau so einen Hund gern hätten. Es ist nicht so, dass ich niemandem einen solchen Hund gönne, aber ich erkläre dann auch gerne wieviele Stunden ich pro Woche bei Wind und Wetter in der Pampa stehe, um kleine grüne Säckchen suchen und apportieren zu lassen. Zusätzlich gehen wir natürlich noch spazieren und zuhause üben wir gerne Tricks. Leckerlies verstecken wir zwischendurch mal, aber das ist nichts, was wirklich nachhaltig den Hund auslastet.

      Anbei mal eine, wie ich finde, sehr treffende Rassebeschreibung des Labrador Retrievers, bei der auch auf die Besonderheiten der unterschiedlichen Linien eingegangen wird. hey-fiffi.com/hunderassen/labrador-retriever/
    • Ich glaube die Geister scheiden sich hier an der Definition von "größere Gassigänge"
      3km 2x am.Tag sind noch keine größeren Runden. Wie gesagt dein Rentnerdackel ist das gelaufen und meine Rentner laufen das auch locker.
      Deinen Eingangspost habe ich auch so verstanden dass diese 3-5km Runde nur 1x täglich ansteht. Und das ist einfach viel, viel zu wenig. Für jeden gesunden Hund, für eine Arbeitslinie erst Recht.
      Bei insgesamt 8-10km tägl plus Dummyarbeit die über bloßes schmeißen und holen hinausgeht passt es für einen "normalen" Hund durchaus. Aber immer noch nicht für eine AL.
      Ich mache die Dummyarbeit auch nicht im Verein, da ich das neben Beruf und Kindern nicht schaffe.
      Aber es gibt genug Literatur und Videos um es dir selbst zu erarbeiten.
    • Morgens 20min und nachmittags 1,5- 2 Stunden unterwegs sein sind bei uns das ganz normale Pensum. Ein, zwei Tage nur mal ne Stunde (deine 3-5km) geht bei absolutem Mistwetter, dann muss aber Zuhause auf jeden Fall noch ein bisschen was gemacht werden.
      Und ich habe einen inzwischen fast 10jährigen Mix. Keinen Jungspund voller Energie aus einer Arbeitsrasse.
      Natürlich gewöhnt der Hund sich auch an weniger Beschäftigung. Was soll er auch sonst tun. Er wird sich vielleicht eigene Beschäftigung suchen (Dekorationsarbeiten z.B. :whistling: ). Oder er wird sehr früh träge und alt.
      Ich kenne einige Hunde, deren Halter behaupten, der Hund wäre genügsam und bräuchte nicht viel Beschäftigung. Meist ist das aber nur schöngeredet für "hat aufgegeben, ist verblödet und vorzeitig gealtert". Bequem für den Halter, traurig für den Hund.
      LG Petra mit Andy

      Mein Hund ist ein Dacia. Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen... :D
    • Die Tiere der AL haben ihre entsprechenden Berufe in den Genen. Deswegen sind es ja aus Arbeitslinien. Tiere die zum Arbeiten geschaffen sind und die auch arbeiten MÜSSEN.

      Bei deinem genanntem Programm kann man nicht von Arbeit sprechen und daher rate ich dringends dem Tier zu Liebe von einer Anschaffung ab. Dem Tier tut ihr nämlich keinen Gefallen damit, weshalb ich eine solche Anschaffung unter den Gesichtspunkten als egoistisch und falsch ansehe.
      "Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen."

      ~ Oliver Jobes ~
    • drums030 schrieb:

      Danke für den Input! Zugegebener Maßen bin ich nicht der Typ, der in seiner Freizeit gerne in Vereinen unterwegs ist. Das klingt jetzt vielleicht seltsam aber ich arbeite täglich im direkten Menschenkontakt (medizinischer Bereich) und bin froh, wenn ich dann in der Freizeit "Ruhe" habe und abschalten kann. Damit meine ich nicht zu Hause rumsitzen aber eben gedanklich zur Ruhe kommen. Mein Dackel war da für mich immer ein optimaler Ausgleich zum Alltag. Insofern wären Dinge wie Dummyarbeit für mich interessant aber eben "alleine" also nur Hund & ich.. Ich sehe also, dass das Thema AL hier sicherlich nicht in Frage kommt, die Frage ist, ob ich auch einen Labbi der SL maximal unterfordern würde oder ob das denkbar wäre mit Spaziergängen
      Ich bin auch überhaupt kein Vereinsmensch. Die Hundeschule liebe ich und da gehe ich auch gern hin aber das Vereinsleben ist nichts für mich.

      Dummyarbeit kannst du aber sehr gut allein machen. Das ist meiner Meinung nach eine der Beschäftigungen für Hunde, die man am Besten allein machen kann denn man braucht keine aufwändige Ausrüstung wie beim Agility, keine zweite Person wie beim Mantrailing, keine aufwändigen Aufbau wie beim Rally Obedience sondern einfach nur ein paar Dummys und das Wissen wie man dem Hund alles was die Dummyarbeit angeht und über das apportieren, nachdem man einen Dummy ausgelegt hat, hinaus geht beibringen kann.

      Die 3 - 5 Kilometer sind das absolute Minimum das jeder Hund täglich unterwegs sein sollte. Aber ein junger, gesunder Hund ist nach 3 Kilometer (und auch nicht nach 5) nicht völlig fertig und liegt den Rest des Tages nur rum. Der gewöhnt sich an dieses tägliche Pensum aber mehr geht immer.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Lesko schrieb:

      Morgens 20min und nachmittags 1,5- 2 Stunden unterwegs sein sind bei uns das ganz normale Pensum. Ein, zwei Tage nur mal ne Stunde (deine 3-5km) geht bei absolutem Mistwetter, dann muss aber Zuhause auf jeden Fall noch ein bisschen was gemacht werden.
      Und ich habe einen inzwischen fast 10jährigen Mix. Keinen Jungspund voller Energie aus einer Arbeitsrasse.
      Da schließe ich mich an, wobei mein Mix erst sieben Jahre alt ist. Aber ziemlich genauso ist es hier auch mit Pepper (der schwarzen in meinem Avatar). Ich hab auch schon mehrere Dinge ausprobiert damit sie glücklich ist, Mantrailen als erstes, dann war ich im Agility, das war nicht so ihrs, und nun mache ich mit ihr mit großer Begeisterung Rally Obedience.
      Und das braucht sie auch. Sie wäre sonst ein extrem quengeliger unausgeglichener Hund, der mir hier keine Freude machen würde, und das als Mix, ganz ohne ein "AL" vor dem Namen...

      Und auch meine andere Mix-Hündin, seit vielen Jahren schon durch Gelenkrheuma sehr arthrosegeplagt, kann leider nicht lange Strecken laufen, also muss ich mir anderes für ihren Kopf ausdenken, damit sie beschäftigt ist. Weil auch sie als kranker Hund braucht mehr als nur ihrem Vermögen nach durch die Gegend zu latschen um glücklich zu sein.

      Hunde brauchen immer einen Job finde ich...
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Easy schrieb:

      Hunde brauchen immer einen Job finde ich...
      Und das ist halt wichtig!
      Man sollte sich nicht mit Hundehaltern vergleichen, die noch weniger mit den Hund machen.
      Meine Nachbarn haben 11 Jahre ein Rottweiler im Garten gehalten. Der Tod wird für die Hündin eine Erlösung gewesen sein. Spazieren gegangen sind sie mit ihr, wenn sie einmal im Jahr im Urlaub waren. Da kam sie halt mit.

      In meiner Umgebung ist diese Art der Hundehaltung gang und gebe. Hunde werden sich selbst überlassen (inkl. einen AL Labrador). Spazieren gehen ist nicht, Beschäftigen ebenfalls nicht.
      Die Menschen hier sind überrascht, wo sie mich überall mit meinen Hunden treffen. 5 km in einer Stunde schafft Kiara (16 J.) zwar nicht mehr, aber 5 km in 1,5 Stunden schon. Je nach Tageszustand. Einer meiner Nachbarn meinte auch schon, dass es die Hunde verdammt bei mir haben und ich ein gutes Vorbild sei.

      Aktuell empfinde ich es nicht als viel, was ich mit den beiden mache. Ich vergleiche es halt mit den jungen Jahren von Kiara. Da waren wir so viele Stunden unterwegs, haben so viel Strecke gemacht. 8o

      Meine Hunde sind sechs Jahre auseinander. Ich werde gleich alleine mit Caro loslaufen, um ihr gerecht zu werden. Mein Mann geht dann mit Kiara. Danach werde ich Kiara aber auch noch ein wenig beschäftigen.
    • Isa schrieb:

      Meine Hunde sind sechs Jahre auseinander. Ich werde gleich alleine mit Caro loslaufen, um ihr gerecht zu werden. Mein Mann geht dann mit Kiara. Danach werde ich Kiara aber auch noch ein wenig beschäftigen.
      Das finde ich auch gut und richtig, dass jeder Hund das bekommt, was er braucht. Ich hatte es hier ja auch schon mehrfach erwähnt, dass ich oftmals zweimal laufe, eine kleinere Runde mit Easy und ne große mit Pepper, oder eben dass mein Mann und ich uns aufteilen mit den Mädels.
      Pepper kann ja nix dafür, dass Easy nicht so lange laufen kann und Easy kann nix dafür, dass ihre Runden für Pepper nicht ausreichend sind...
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Vielen Dank für eure Antworten. Ich meine das jetzt überhaupt nicht als Affront aber ich habe schon den Eindruck, dass die meisten von euch die hier antworten eben genau deshalb in diesem Forum sind WEIL sie so viel mit ihren Hunden machen. Ich kenne absolut niemandem in meinem Umkreis, für den es "normal" ist, 10 km pro Tag mit seinem Hund spazieren zu gehen. Und ich habe zB eine sehr gute Freundin die 2 Hunde hat(te) die sie zwischenzeitlich auch - nicht wegen mangelnder Auslastung sondern weil auch sie selbst Lust darauf hatte - im Mantrailing hat mitlaufen lassen. Selbst die (und die halte ich für SEHR aktiv was Hunde"bespaßung" angeht) geht - und sie ist im Gegensatz zu mir nicht fest berufstätig - definitiv nicht täglich minimum 8 km spazieren. Ich will das überhaupt nicht aggressiv klingen lassen, ich habe eine Frage gestellt und bekomme hier eure Antworten. Aber ich glaube schon, dass hier eben auch die Selektion derer, die antworten auf die "Top Hundeauspowerer" beschränkt ist, sonst dürften vermutlich 90% der Leute keinen Hund halten (bei 20% ist es vielleicht wirklich so...)..
      Nichtsdestotrotz danke ich euch sehr für eure Antworten und Denkanstöße, Fakt ist, dass ich mir dadurch die AL definitiv aus dem Kopf schlage!

      "Dummyarbeit kannst du aber sehr gut allein machen. Das ist meiner Meinung nach eine der Beschäftigungen für Hunde, die man am Besten allein machen kann denn man braucht keine aufwändige Ausrüstung wie beim Agility, keine zweite Person wie beim Mantrailing, keine aufwändigen Aufbau wie beim Rally Obedience sondern einfach nur ein paar Dummys und das Wissen wie man dem Hund alles was die Dummyarbeit angeht und über das apportieren, nachdem man einen Dummy ausgelegt hat, hinaus geht beibringen kann."

      Das ist dann tatsächlich etwas, in das ich mich genauer einlesen werde, vielen Dank für den Tipp!
    • Ich glaube vllt unterschätzt du auch wie weit ihr auf euren Gassirunden so kommt?
      Hälst du das irgendwie nach oder schätzt du das die Runden so 3-5 km?
      Weil, ich hab wie gesagt Rentner. Der Rüde ist taubblind und nimmt sich dementsprechend wirklich, wirklich viel Zeit um jeden Grashalm einzeln zu beschnüffeln.
      Wir sind also echt im Rentnerzuckeltempo unterwegs. Und selbst wir kommen in 55min (unsere Morgenrunde) 3,2km weit.(Nachgehalten über Fitnesstracker und GPS App)
      Also vllt sind deine Runden auch einfach länger als gedacht, geschätzt?
      Weil so langsam zu laufen wie ich mit Leo ist schon echt ne Kunst.
      Gehe ich, wenn Leo nen schlechten Tag hat, Nachmittags nur mit Nala, kommen wir in 60min knapp ca 4,4km weit UND haben noch an verschiedenen Stellen Dummyeinheiten gemacht.
      Also vllt läufst du und auch deine Freundin weiter als ihr so schätzt?
      Denn 7,8,9,10 km KLINGT super viel ist es aber eigentlich nicht.
    • Also ich finde, ich mache mit Vicco "normal viel" der Hund ist nunmal ein Tier, was laufen mag, das gut kann und davon allein i.d.R. nicht ausgepowert ist. Und ja, einige Menschen, welche Hunde haben, sollten meiner Meinung nach lieber keinen haben.
      Mein Nachbar z.B. - der hat einen Lagotto, gleiches Alter wie Vicco, wird aber leider nur so 10 min um den Block geführt und nicht gearbeitet und mal abgesehen davon, dass ich finde, der Hund wird auch nicht oft genug gebürstet finde ich ihn auch respektlos und nervig. Der wäre sicher ein super Hund, wenn man ihm eine anständige Aufgabe gäbe. Aber weil der Hund nicht komplett verwahrlost, kann man natürlich leider nix gegen so eine Haltung machen.
      Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?
    • Hm.. Also im Winter wüsste ich zB einfach zeitlich gar nicht, wie ich 2 Runden à 5 km unterkriegen soll weil es einfach so früh dunkel ist, dass ich die Runde nach der Arbeit nur noch im Dunkeln machen kann und das hier auf dem Land jetzt eigentlich nicht auf meine sonstige (vollständig unbeleuchtete) Deichrunde ausweiten wollen würde.. Ich selbst gehe aktuell jeden Tag nur ein 2 km Runde (die gehe ich m.E. sehr flott, brauche dafür aber schon 25 min), mit Hund der ja häufig stehen bleibt und mit Dummy-/Sucharbeit müsste man dafür doch aber sicherlich mind. 40 min einplanen, also für 5 km etwa anderthalb Stunden oder rechne ich da einfach zu großzügig? =O

      @Kraeutergeist: Das ist natürlich das andere Extrem und so soll es natürlich nicht sein! Aber vielleicht gibt es eben irgendwie auch ein ‚Zwischending‘?
    • Ich war vorhin mit dem Mops unterwegs. Mit ein wenig Unterordnung und Tricks zwischendurch haben wir für 4,8 km 1:07 h gebraucht. Das erste und letzte Stück davon lief sie an der Leine, den Rest frei.
      Ich bin ein wenig neidisch, wie gut Leo von @Bananenhamster unterwegs ist. Wenn es Kiara schlecht geht, brauche ich für 2 km 37 Minuten, teilweise sogar 49 Minuten. Manchmal tracke ich meine Strecken wie heute mit der Dog Walk App. In der Regel tracke ich eine Strecke einmalig um zu sehen, wie lang sie eigentlich ist ;) Manu hat vorhin auch nur eine kleine Runde mit ihr gehen können, weil es ihr heute echt schlecht geht. :(

      Für Hundespaziergänge im Dunkeln haben meine Hunde Leuchthalsbänder um (z.B. von LumiVision, aber auch Leuchties sind gut, oder auch die billigen aus dem Supermarkt gehen auch) und ich selber trage eine Stirnlampe. Im Winter bin ich auch fast nur im Dunkeln mit dem Mädels unterwegs.
      Es gibt auch Spielzeug, was leuchtet. Ich weiß, dass mir Emmi im Dunkeln entgegenkommt, weil ich das leuchtende Spielzeug sehe ;)

      Im Dunkeln Spazieren gehen finde ich nicht weiter schlimm. Man gewöhnt sich über die Jahre daran. :)
    • Also ich finde es teilweise leider auch sehr erschreckend das viele Leute denken Spazieren gehen reicht und es wird sich davor einfach null informiert, teilweise habe ich das Gefühl bei jedem elektronischen Gerät wird sich mehr informiert als bei der Hundeanschaffung... Daher sehe ich mich jetzt nicht als Ausnahme, denn in meinem Umfeld, in dem ich mich mit meinem Hund bewege ist das Gang und Gebe das man seinen Hund auslastet. Und ja nur weil man schon mal einen Hund hatte ist man leider nicht erfahren, also an dem würde ich mich nicht orientieren.
      Ich beginne um 6 Uhr zu arbeiten, stehe gegen 3:30/4:00 Uhr auf und gehe erstmal eine halbe bis dreiviertel Stunde spazieren. Dann fahre ich zu meinen Eltern und liefere Maximus bei ihnen ab und fahre weiter in die Arbeit. Dort verbringt er dann den ganzen Tag und ist dort auch relativ viel in Bewegung, ich hole ihn dann gegen 17 Uhr fahre dann 2 mal die Woche zum Trailen an verschiedene Orte und komme gegen 21 Uhr heim (je nachdem wo wir trainieren). An Tagen wo wir nicht Trailen wird Zuhause dann mindestens 1 1/2 Stunden spazieren gegangen (da ist es natürlich gerade im Winter schon sehr sehr dunkel) und auch andere Dinge trainiert. Das Wochenende gehört genauso Maximus, also wie du siehst trotz Vollzeitjob ist das zu schaffen. Aber das wusste ich von Anfang an und was ganz wichtig ist, ich hätte diesen kleinen Wirbelwind nie von der Züchterin bekommen hätte ich nicht gewisse Voraussetzungen erfüllt, wie eben die passende Auslastung einer solchen Rasse.
    • Es ist schon so, dass in Foren die Hundehalter unterwegs sind die sich viel mit ihrem Hund beschäftigen.

      Ich kenne einige Hundehalter, die eine Strecke von einem Kilometer den ich zu Fuß mit den Hunden gehe mit dem Auto fahren. Die überholen mich, parken, der Hund wird ausgeladen, es wird eine Runde um eine kleinen Wald gegangen oder der Hund wird mit einem Ball bespasst und 30 - 45 Minuten später werden die Hunde und ich wieder mit dem Auto überholt und das war es mit der Hundebeschäftigung. Ich weiß natürlich nicht ob das die kleine Abendrunde ist. Ganz extrem ist eine Hundehalterin bei mir im Dorf die im Auto neben ihrer Hündin herfährt.

      Die 3 Kilometer-Runde, die man bei mir direkt vom Dorf aus gehen kann ist immer gut besucht und ich vermute, dass das für einige Hunde die große Freilaufrunde ist. Auf der 6 Kilometer-Runde treffe ich selten andere Hundehalter und wenn immer die gleichen und wenn ich meine Ruhe haben möchte wandere ich bis ins nächste Dorf und das sind dann 8 bzw. 10 Kilometer. Da treffe ich dann die Hunde vom Nachbardorf.

      Ich gehe so gern längere Runden mit meinen Hunden und kann dabei, wenn die Hunde keinen Blödsinn anstellen, wunderbar entspannen.

      Im Winter bin ich mit Stirnlampe mit den Hunden unterwegs, die Hunde mit einem reflektierenden Geschirr und Leuchthalsband.

      Ich bin mit den Hunden ziemlich trödelig unterwegs, die Hunde schnüffeln viel, ich mache Unterordnung, Mogli sucht seinen Dummy, ich fotografiere die Hunde und wir brauchen für 6 Kilometer 1:45 und für 8 Kilometer waren wir am Sonntag 2:30 unterwegs.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • @ Lilie: Was ist Maximus denn für eine Rasse?
      Ich finde es wirklich toll was du schreibst aber bin nach wie vor der Meinung, dass Maximus zu den top 3% der ‚verwöhntesten‘ Hunde zählt. Damit meine ich natürlich nicht verwöhnt im herkömmlichen Sinn. Aber welcher Hund bekommt so viel Auslauf und ist trotz Vollzeitarbeitsmama nie allein?! Das ist ja fast unrealistisch, das als Normalo zu schaffen, zB schon allein weil niemand tagsüber den Hund nehmen kann.

      ‚Ich gehe so gern längere Runden mit meinen Hunden und kann dabei, wenn die Hunde keinen Blödsinn anstellen, wunderbar entspannen.‚

      Ja, genauso habe ich es mit meinem Hund auch immer empfunden..
    • drums030 schrieb:

      Ich meine das jetzt überhaupt nicht als Affront aber ich habe schon den Eindruck, dass die meisten von euch die hier antworten eben genau deshalb in diesem Forum sind WEIL sie so viel mit ihren Hunden machen. Ich kenne absolut niemandem in meinem Umkreis, für den es "normal" ist, 10 km pro Tag mit seinem Hund spazieren zu gehen.
      Da hast du sicherlich recht. In meiner Nachbarschaft gehen die meisten Hunde auch lediglich ein-, zweimal am Tag "um den Block" oder werden sogar nur im Garten gehalten. :thumbdown: Aber auch wenn das so ist, ist und bleibt das eine sehr suboptimale Hundehaltung. Und nur weil der Hund nicht "am Rad dreht", heißt das nicht, dass es ihm damit gut geht. Hunde sind sehr anpassungsfähig; wenn ihre Sturm-und-Drang-Zeit vorbei ist, resignieren sie halt ggf. und nehmen ihr Leben so, wie es ist. Das heißt dann aber nicht, dass sie wahrhaft glücklich und zufrieden sind. Und das mit dem "resignieren und hinnehmen" ist bei echten Arbeitshunden so eine Sache. Die sind dazu eben oft nicht in der Lage und entwickeln dann Verhaltensstörungen.
      Unabhängig davon finde ich es immer wieder schade, zu sehen, wie viel "Hundepotenzial" (gerade auch geistiges!) "verschwendet" wird. Hunde können so tolle Sachen lernen und ich finde es immer wieder faszinierend, zu welchen Intelligenzleistungen sie in der Lage sind! Wenn ich dann sehe, wie viele Menschen ihre Hunde praktisch null fördern, tut mir das im Herzen weh.

      drums030 schrieb:

      ‚Ich gehe so gern längere Runden mit meinen Hunden und kann dabei, wenn die Hunde keinen Blödsinn anstellen, wunderbar entspannen.‚
      Aber das ist z. B. auch so etwas, was mit einem passionierten Arbeitshund so ohne Weiteres nicht möglich ist. Die haben oft einiges an Jagdtrieb (auch der Labbi ist ja ursprünglich ein Jagdhund und die AL ist das noch durch und durch!); da muss man auf Zack sein während des Spaziergangs, und kann nicht träumend oder mit dem Gassi-Partner quatschend durch die Gegend laufen. Es sei denn natürlich, der Hund bleibt an der (kurzen) Leine....
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Also, ich habe jetzt mal in meiner App geschaut:

      4,7 Kilometer in 1:14 h
      3,3 Kilometer in 56 min
      7,7 Kilometer in 1:56 h
      4,1 Kilometer in 1:02 h
      4,0 Kilometer in 1:21 h
      9,1 Kilometer in 3:05 h (und da war ich echt sowas von im Sack danach)

      Also, es kommt scheinbar auf die Tagesform an...
      Und ich gehe mit der Moony nicht jeden Tag 5-10 Kilometer. :saint:
      LG Schlundi <3