Mein erster Hund - Recherchen/Vorüberlegungen und Wünsche

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    • Mein erster Hund - Recherchen/Vorüberlegungen und Wünsche

      Guten Abend zusammen,

      inzwischen habe ich mich durch einige Beiträge und Threads geklickt - sehr informativ und hilfreich, das Forum hier. Danke dafür.

      Habe jetzt beschlossen, mal einen eigenen Thread zu eröffnen in der Hoffnung, dass ihr mir den ein oder anderen Tipp geben könnt, da wir uns in ein paar Jahren einen eigenen Hund anschaffen wollen (wir hatten beide bisher keinen).

      Wir, das sind mein Partner (30), seine Mutter (68) und ich (30). 2019 haben wir uns ein schönes Reihenmittelhaus (auf 3 Stockwerke verteilt etwa 130qm) mit Garten gekauft. Die Ortschaft in der wir wohnen ist zu groß, um "Dorf" genannt zu werden, aber zu klein, um wirklich "Stadt" zu sein. Hier gibt es direkt hinter dem Haus einen Wald, wo man schön spazieren gehen kann und insgesamt ist es auch eher ländlich.

      Mein Partner arbeitet Gleitzeit in einem Amt (also 5 Tage die Woche ca. von 7:30 bis 17 Uhr unterwegs). Ich arbeite im Schichtdienst. In der einen Woche bin ich von 6:15 bis ca. 16:15 unterwegs, in der anderen Woche von 14:30 bis ca. 0:15.
      Seine Mutter ist bereits in Rente und gesundheitlich noch recht fit (wie das aber bei Anschaffung in ca. 5 Jahren sein wird, weiß ich natürlich nicht).
      Somit hätte ich in meiner Frühschichtwoche am frühen Abend Zeit für den Hund, in der Spätschichtwoche den ganzen Vormittag (wenn keine Termine anstehen). Das Einzige, was mir halt Gedanken macht ist die Frage, wer sich um den Hund kümmert, wenn wir arbeiten sind. Am Besten wäre es natürlich, wenn Schwiegermutti das übernehmen könnte, aber ich weiß wie gesagt nicht, wie fit sie in 5 Jahren noch ist. Wie handhabt ihr das?

      Was wir uns vorstellen ist so 100%ig noch nicht geklärt, da mein Partner sich bisher noch nicht wirklich dazu äußert (außer, dass er keinen ganz kleinen Hund haben will, er sagt, ich soll ihn ein halbes Jahr vor der Anschaffung nochmal fragen :rolleyes: ) aber ich hab mir schon so ein paar Gedanken gemacht:

      1. der Hund müsste bei uns regelmäßig Treppen steigen (Eingang oben, Schlafzimmer in der Mitte und Garten unten), was - wie ich gelesen habe - bei größeren Hunden unter Umständen schwierig werden könnte. Deshalb sollte es vermutlich kein 50 Kilo Riese werden, denn ein Hund ist ja normalerweise nicht das ganze Leben lang kerngesund und mopsfidel - und er wird irgendwann auch alt. Dann sollte ich ihn (wenn nötig) auch mal tragen können, schätze ich. Und so wie ich mich einschätze (auch von dem, was ich in der Arbeit tragen muss) würde ich mal so grob sagen, dass ich so 15 bis 20 Kilo - maximal - die Treppe noch schaffe, wenn es nicht 100 mal am Tag ist.
      Was die Größe betrifft, bin ich da eher flexibel, aber mein Freund wünscht sich schon so "mindestens Kniegroß" - also wohl eher die mittelgroßen Rassen denke ich.

      2. da wir beide berufstätig sind, wie gesagt, sollte der Hund auch mal ein paar Stunden allein bleiben können (also jetzt keine 10h, aber man kann ja auch nicht rund um die Uhr daheim sein).

      3. er sollte nicht unbedingt "bellfreudig" sein, denn das käme in einem Reihenmittelhaus vermutlich auch nicht soo gut an.

      4. ich würde mir wünschen, dass ich mit dem Hund auch mal ins Wasser gehen kann (Badesee etc.), denn ich gehe unheimlich gern schwimmen - mein Partner allerdings nicht ;)

      5. Unser Garten ist nicht stabil eingezäunt (und das könnte auch schwierig werden vermute ich - aber genau weiß ich es nicht - da wir uns die Treppe mit dem Nachbarhaus teilen und es nur ein Tor gibt),der Wald quasi nebenan und es gibt hier einige Katzen. Daher denke ich, der Hund sollte wahrscheinlich auch keinen ausgeprägten Jagdtrieb haben - oder wie seht ihr das?

      6. da wir beide vom Typ her eher ruhig sind, wäre ein ausgeglichener Hund wohl besser als einer, der sehr schnell aufdreht. Aktiv darf er schon sein, dass man mal toben kann und so, aber ich würde mir wünschen, dass man hin und wieder eine "Knuddelstunde" einlegen kann. Mir ist klar, dass ein Hund kein "Kuscheltier" ist, aber es gibt bestimmt Rassen, die verschmuster sind als andere - könnte ich mir jedenfalls vorstellen.

      7. langhaarige Hunde sind zwar hübsch, aber ich weiß nicht, wie viel Zeit wir in Fellpflege investieren können/wollen und wie begeistert meine Family wäre, wenn überall Hundehaare herumliegen - klar, ganz ohne geht nicht und das ist okay. Ich denke ihr wisst, was ich meine...?

      8. da wir beide noch nie Hunde hatten (abgesehen von dem einen, der auf dem Hof bei der Familie von meinem Freund in Rumänien gelebt hat - aber das war ein reiner "Hofhund" und mein Freund noch keine 3 Jahre alt) sollte der Hund wohl keinen all zu großen Dickschädel haben und auch mal kleinere Patzer in der Erziehung verzeihen können.

      9. ich weiß, dass viele Leute sagen, als Anfänger sollte man sich keinen Welpen holen, allerdings ist das bei uns wohl notwendig, denn Schwiegermutti (die ja mit im Haus lebt) ist bei Hunden sehr - sagen wir mal - vorsichtig. Außer, der Hund ist (wie der in Rumänien) schon vom Welpenalter an da und sie kann ihn aufwachsen sehen.

      10. Da es hier doch einige andere Hunde zu geben scheint (ich sehe auf meinem Weg zur Arbeit alle paar Tage einen neuen) wäre es wohl gut, wenn der Hund kein Problem mit Artgenossen hätte - zumal ich ja möglicherweise am Anfang auch eine Hundeschule brauchen könnte, wer weiß.

      11. Der Hund sollte bis zu einem bestimmten Punkt auch anpassungsfähig sein, da ich aufgrund gesundheitlicher Probleme wohl nicht täglich mehrere Kilometer zurücklegen kann (das ist aber nur phasenweise und heißt nicht, dass der Hund an solchen Tagen überhaupt kein Gassi bekommt, sondern nur, dass die Runden etwas ruhiger bzw. kürzer ausfallen könnten). Das sollte der Hund schon vertragen können (also sowas wie ein Husky oder so die sehr sehr viel Auslauf brauchen wäre wohl auch nicht das Richtige für uns).

      Allgemeine Überlegungen:

      Mit dem Thema Hundesport muss ich mich noch näher befassen, da kann ich im Moment nicht viel zu sagen, ebenso wie das Thema Ernährung und Hundeerziehung.

      Sobald es mit dem Thema Corona wieder ruhiger wird, will ich im Tierheim den Gassigeherkurs machen und dann dort Hunde ausführen, um auch praktische Erfahrungen sammeln zu können.

      Das ist so das, was mir im Moment einfällt, ich freue mich auf eine rege Diskussion :D
    • Ich hab mir mal alles so grob durchgelesen und würde einfach mal den Klein- oder Großpudel ins Rennen schicken.

      Kleinpudel sind 35-45cm groß und wiegen max. so um die 15kg.

      Großpudel sind 45-60cm groß und wiegen auch so um die 15-25kg (meine 58cm große Hündin wiegt 16kg).

      Pudel sind generell Allrounder, also man kann sie für so gut wie alles begeistern, aber wenn man mal 1-2 Tage auf der Couch verbringt, kuscheln sie sich einfach dazu und sind zufrieden.

      Mit meiner Hündin mache ich Rettungshundearbeit beim BRK und sie begleitet mich auf den Scooter-Touren mit meinen Eurohounds. Aber sie ist, wie gesagt, auch nicht beleidigt, wenn sie mal nur chillt.

      Ein riesiger Vorteil: Pudel haaren nicht. Also ich verlier wohl mehr Haare, als mein Pudel :whistling:

      Ich habe eigentlich alle Pudel als sehr offen, freundlich und einfach immer gut drauf und aufgeschlossen kennen gelernt.
      Meine Hündin hat mit keinem Tier oder Mensch ein Problem.

      Jagdtrieb KANN vorhanden sein, ist aber idR sehr gut händelbar. Meine Hündin läuft immer frei, außer in der Stadt (und da auch nur, wegen der Leinenpflicht).

      Pudel sind generell sehr gut händelbar und sehr umgänglich. Sie sind halt schon sensibel, also man sollte jetzt nicht zu grob mit ihnen umgehen, aber entsprechend reicht auch oft schon ein Blick, wenn der Hund grad was macht, was er nicht soll.

      Auch die Fellpflege ist nicht so schlimm, wie man es sich vielleicht vorstellt.

      Also grob zusammengefasst:

      Sie sind freundliche, aufgeschlossene Clowns, die für so ziemlich alles zu begeistern sind, aber auch mal einen ruhigen Tag genießen und außerdem haaren sie nicht.

      Und wieso sollte man sich als Anfänger keinen Welpen holen? Wenn man entsprechend engagiert ist, spricht da rein garnix dagegen.
      Liebe Grüße von Julia, der Hound-Gang und dem Pü.





    • Zwecks der Größe wäre evtl die Frage einzubringen wie viel die Mutter deines Freundes mit dem Hund zu tun haben wird. Bzw : Ob davon auszugehen ist dass sie mit dem Hund auch mal selber spazieren geht oder aufpasst wenn ihr ihn länger alleine lassen müsst.
      Da wäre ein leichterer Hund besser geeignet als ein grobmotorisches Kraftpaket. 19 Kilo Hund können bspw vor allem wenn sie jung sind, ziemlich Kraft aufbringen.
      Aus dem Aspekt würde ich jetzt fragen : Bis welcher Größe ist zu klein?

      Hinzu kommt dass viele mittelgroße Rassen Arbeitsrassen sind. Viele Hütehunde, Hofhundrassen oder Jagdhunde sind mittelgroß, und vom soweit gelesenen würde ich von diesen Rassen auch eher abraten.
      Hütehunde lassen sich zB sehr schnell hochfahren, Jagdhunde haben viel Jagdtrieb, Hofhunderassen neigen zum bewachen und beschützen. ( das sind ja alles Eigenheiten die bei euch aus Vernunftsgründen unerwünscht sind)
      In der FCi 9 Gruppe findet man leichter Rassen die dem genannten Anforderungen entsprechen, allerdings sind die zum großen Teil denke ich zu klein. Der Tibet Terrier bspw ist nicht ganz so winzig, haben aber viel Fell das man pflegen muss.

      Wenn der Pudel eine Option ist, würde ich noch andere Wasserhundrassen einwerfen.
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • Julia schrieb:

      und würde einfach mal den Klein- oder Großpudel ins Rennen schicken.

      War klar, dass du den Pudel empfiehlst. :haumichweg:

      Aber ich schließe mich allem, was du geschrieben hast, an.
      Der Pudel wäre sehr passend. :)

      Und ich finde auch, dass nichts gegen einen Welpen spricht. Wenn die Betreuung sichergestellt ist, sehe ich überhaupt kein Problem.
      Liebe Grüsse von Doris und Paul
    • also, Empfehlungen sind ja immer so ne Sache :P , aber viele Hunde sind Jäger und manche gar nicht und so nur nach der Rasse kannst Du vermutlich nicht entscheiden. Ich finde immer am Besten, wenn man den Hund schon etwas kennenlernen kann, also einiges an seinem Charakter besser abschätzen kann.
      Das ist natürlich manchmal schwierig machbar.
      Ich persönlich mag Beagle sehr gerne, auch wenn viele schon Jäger sind.
      Die meisten sind sehr nette freundliche Kollegen und das scheint mir schon wichtig zu sein.
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:
    • Ob ein Hund andere Hunde mag, kommt halt auch viel auf seine Erfahrungen an.
      Es gibt halt Hunde, wo die Wahrscheinlichkeit, dass sie andere Hunde eher mögen höher ist als bei anderen Hunden.
      Man sollte halt wissen, dass Hunde Rudeltiere sind und in der Regeln anderen Rudeln (also fremden Hunden) aus dem Weg gehen.

      Viele Hunde, die alt Tut-Nixe abgestempelt werden, sind Distanzlos (und hören nebenbei nicht auf den Abruf :rolleyes: ). Ein sozialer Hund sieht einen anderen Hund und macht einen Bogen um diesen. Ein distanzloser Hund interessiert sich für die Netiquette reichlich wenig und kommt z.B. frontal auf den anderen Hund zu (was extrem unhöflich ist aus Sicht von Hunden).
      Es ist also nicht normal, dass jeder Hund jeden Hund (auf Anhieb) mag.
      Es gibt halt einige Rassen, die kommen mit Fremdhundebegegnungen wahrscheinlich besser klar wie der Golden oder Labrador Retriever (die in der Regel distanzlos ist, wo man als Halter halt eingreifen muss, um den anderen Hunden nicht zu bedrängen).
      Aber andere Rassen brauchen so gar keine Fremdhunde wie z.B. der Akita Inu.

      Es gibt natürlich ausnahmen. Daher sollte man auf einen seriösen Züchter achten. Ein Golden Retriever von einer Hinterhofvermehrerei kann aufgrund der ersten Lebenswochen auch zum Beißer werden. Daher ist es wichtig zu gucken, was der Züchter bietet. Vielleicht guckst du dir auch mal die Threads von unseren Züchtern @Perra (spanische Wasserhunde), @Monstie (Flat Coated Retriever), @BoDaDo (Border Collie, hat aktuell sogar einen Wurf Welpen) und @Wiedu (Papillions) an, damit du einen ersten Eindruck bekommst, was ein seriöser Züchter wirklich leistet.

      Auch kann ein Hund aufgrund schlechter Erfahrung andere Hunde nicht leiden. Wenn dein Hund öfters von Tut-Nixen attackiert wird, dann lernen die Hunde - ja nach Charakter - schnell, dass andere Hunde ziemlich doof sind. Auch ist jeder Hund ein Individuum und daher kann es gut sein, dass er andere Hunde einfach seines Charakterwillens nicht mag.
    • Guten Abend zusammen,

      erst mal danke für eure Antworten.

      Julia schrieb:

      Ich hab mir mal alles so grob durchgelesen und würde einfach mal den Klein- oder Großpudel ins Rennen schicken.
      Hm, ich hab mal bissle gegoogelt. Also charakterlich würde ein Pudel wohl wirklich gut passen. Allerdings hab ich gelesen, dass die geschoren werden müssen...? Ich weiß nicht, aber das wäre mir glaub ich zu viel... und wenn man zum Hundefriseur geht, ist das dann nicht sehr teuer?

      @Terri_Lis_07 was die Größe betrifft kann ich nur sagen, dass mir ein Chihuahua zu klein wäre, aber generell habe ich nichts gegen kleinere Hunderassen - wie mein Freund das sieht weiß ich aber nicht, da er über das Thema jetzt noch nicht so detailiert redet.

      @Isa, danke dir für die Anregungen. Da werd ich mich auch mal umsehen. Deshalb auch an @Monstie kannst du mir bissl was über Flat Coated Retriever sagen?
    • Wie oft man zum Hundefriseur geht und wie viel es kostet variiert stark je nach Frisur ( und der Preis auch je nach Salon teils sehr stark).
      Ich hab als Hundefriseur in gearbeitet. Die meisten Pudel Leute kamen Etwa alle 6 bis 8 Wochen ( die kleineren öfter als die größeren). Preislich je nachdem wie groß der Aufwand war etwa zwischen 60 und 110 Euro ( bei vielen Anderen fängt es an der Obergrenze allerdings erst an).
      Aber man muss nicht zwingend zum Friseur. Nen sog Retrievercut bspw bekommt man mit etwas Übung auch ganz leicht selber hin. Bei dieser Frisur wird einfach alles auf eine Länge runter geschoren und es sieht auch nicht so sehr nach Pudel aus : pudelgarten.de/mediac/400_0/me…39163ffff805ffffffff0.jpg


      Ansonsten könnt ihr euch auch die 9-er Gruppe mal durch Clicken vdh.de/welpen/rasse?fci=9
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • Also ich war mit meiner Pudelhündin noch nie beim Friseur. Ich hab mir einmal eine Schermaschine mit verschiedenen Aufsätzen gekauft. Kostenpunkt ca. 150-200€.

      Das nutze ich jetzt seit 3 Jahren und funktioniert prima. Das scheren habe ich learning by doing gelernt.

      Ich scher sie je nach Frisur alle 1-3 Monate. Das dauert halt dann inkl waschen und föhnen 2-3h, dafür hat man dann Ruhe. Ich bürste sie idR 1x pro Woche.

      Das sind so ein paar Frisuren, die wir jetzt die letzten 3 Jahre hatten.







      Liebe Grüße von Julia, der Hound-Gang und dem Pü.





    • @Julia, deine Hündin ist wirklich sehr hübsch. Das letzte Bild gefällt mir besonders gut. Ich bin nur wirklich sehr skeptisch, was das Scheren betrifft. Die Vorstellung ist irgendwie - naja, nicht so mein Ding. Aber das heißt nicht, dass ich es komplett ausschließen würde, der Pudel kommt auf jeden Fall in die engere Auswahl.


      tomstep schrieb:

      also, Empfehlungen sind ja immer so ne Sache , aber viele Hunde sind Jäger und manche gar nicht und so nur nach der Rasse kannst Du vermutlich nicht entscheiden. Ich finde immer am Besten, wenn man den Hund schon etwas kennenlernen kann, also einiges an seinem Charakter besser abschätzen kann.
      Das ist mir klar. Aber ich kann mir ja schlecht alle Hunde die es auf dieser Welt gibt in nem TH oder so anschauen gehen, um mich zu entscheiden. Deshalb dachte ich eher, dass ich erst mal nach einer groben Richtung schaue, um mich dann mit denen in der "engeren Auswahl" noch eingehender zu beschäftigen. Durch die Rassen in dem Link hab ich mich auch mal ein bisschen durchgeklickt. Das Problem ist - wie ich finde - dass dort einige Hunde sehr unvorteilhaft dargestellt sind auf den Fotos (hier im Forum hab ich bei einigen schon hübschere Vertreter einer bestimmten Rasse gesehen).
      Für mich selber kämen schon auch kleinere Hunde in Frage. Mal sehen, was es am Ende wird.

      Heute als wir einkaufen waren und im Auto warteten, lief ein Hund vorbei. Mein Freund meinte "ein Cocker Spaniel". Aber das war es nicht. Es war ein Beagle :lach:

      Irgendwie kamen wir dann darauf, dass er der Ansicht ist, es gebe nur 2 oder 3 schöne Hunderassen (ich bin da definitiv anderer Meinung). Auf meine Frage welche das denn wären meinte er "ein golden Retriever zum Beispiel". Bei Flat coated Retriever (die mir wirklich sehr gefallen) hörte es dann bei ihm schon wieder auf.
      Ich habe momentan allerdings den Eindruck, dass es dann eher "mein" Hund wäre - kann mich aber auch täuschen. Vielleicht hat er auch nur andere Prioritäten im Moment und es ist noch zu früh, sich mit dem Thema zu befassen ?(

      Aber so vom Aussehen her (Charakterlich muss ich mich noch einlesen) finde ich schon ein paar wirklich hübsch:

      • Kooikerhondje
      • Flat Coated Retriever
      • die Sennenhunde (aber die kommen charakterlich eher weniger in Frage schätze ich mal)
      • (Cavalier) King Charles Spaniel
      • Kromfohrländer
      • golden Retriever
      • Collie und Australian Shepherd finde ich auch toll, aber ich glaube, die sind für unsere Vorstellungen nicht so passend, oder?


      Was denkt ihr so?
    • Butterblume schrieb:


      Deshalb auch an @Monstie kannst du mir bissl was über Flat Coated Retriever sagen?
      Gerne ^^
      Der Flat besitzt ein überfreundliches Wesen.
      Er besitzt viel Will-to-please, aber auch viel arbeitswillen. Grundsätzlich sehe ich ihn schon als einen genialen Familienhund, empfehle ihn aber nur bedingt in Anfängerhände.
      Wenn man etwas Hundeerfahrung hat, sind sie leicht zu erziehen, jedoch sind sie sehr sensibel.
      Es ist manchmal eine Gradwanderung zwischen konsequent sein, aber nicht hart. Da ist es von Vorteil wenn man bereits Hundeerfahrung mit sich bringt.
      Sie sind im Familienleben absolut mittendrin und laufen niemals nur nebenher.
      Flats haben den Beinamen dass sie der „Peter Pan“ unter den Hunden sind. Sie sind ihr Leben lang Kindsköpfe, quirlig, verspielt und lebensfroh. Wenn andere Rassen mit 3 Jahren erwachsen sind und langsamer machen, ist der Flat auch mit 8 Jahren noch fröhlich und mit Feuereifer bei allem mittendrin statt nur dabei.
      Beim Arbeiten sind sie aber hoch konzentriert und haben einen ausgeprägten Findewillen. Das bedeutet dass sie bis zur völligen Erschöpfung ihrer Arbeit nachgehen und nicht aufgeben.
      Auch hier ist es wichtig dass der Hundeführer Erfahrung mitbringt, damit der Hund sich nicht über die Belastungsgrenze verausgabt.
      Hitze vertragen sie überhaupt nicht. Im Sommer brauchen sie eine Möglichkeit zu schwimmen, da sie ansonsten auch bei kurzen Runden nicht mehr können und die Gefahr des kollabieren ist vorhanden.
      Der Flat ist kein stupider Befehlsempfänger. Wenn ihn die Aufgabe langweilt, denkt er sich eine Verbesserung aus.
      Einem Golden sagst du 20x Sitz! Und er macht das auch, bei einem Labrador ist es genauso. Der Flat wird spätestens beim 5ten Mal denken, dass er was falsch macht (sensibel) weil er die Aufgabe mehrfach wiederholen soll (für ihn unlogisch) und denkt sich dann eine „Verbesserung“ (aus seiner Sicht) aus. Zum Beispiel legt er sich dann, oder macht Männchen.

      Wie gesagt, empfehle ich ihn nur bedingt für völlige Anfänger. Da muss schon ein Flat erfahrener Trainer die Erziehung begleiten. Leider haben viele Trainer keine Erfahrung mit Flats und halten diese Kreativität bei Wiederholungen von Übungen für Frech oder trotz und werden dann härter, was genau der falsche Weg beim Flat ist. Den Flat muss man über Motivation arbeiten und manchmal sind sie leicht übermotiviert womit ein Flat unerfahrener Trainer auch schnell überfordert ist.

      Wenn ein Retriever für euch interessant ist, würde ich euch eher einen Labrador aus Showlinie oder einen Golden aus Showlinie empfehlen von einem seriösen Züchter.
    • Monstie schrieb:

      Sie sind ihr Leben lang Kindsköpfe, quirlig, verspielt und lebensfroh. Wenn andere Rassen mit 3 Jahren erwachsen sind und langsamer machen, ist der Flat auch mit 8 Jahren noch fröhlich und mit Feuereifer bei allem mittendrin statt nur dabei.

      Monstie schrieb:

      Hitze vertragen sie überhaupt nicht. Im Sommer brauchen sie eine Möglichkeit zu schwimmen,
      Die Beschreibung trifft auch auf mich zu, würde ich mal behaupten ;)
      Nee im Ernst, das klingt wirklich nach tollen Hunden, aber auch anspruchsvoll.

      Monstie schrieb:

      Der Flat wird spätestens beim 5ten Mal denken, dass er was falsch macht (sensibel) weil er die Aufgabe mehrfach wiederholen soll (für ihn unlogisch) und denkt sich dann eine „Verbesserung“ (aus seiner Sicht) aus. Zum Beispiel legt er sich dann, oder macht Männchen.
      das kann ich im Übrigen auch sehr gut verstehen.

      Danke dir für die Beschreibung, das kann ich dann in meine Überlegungen mit einbeziehen. Hätte halt schon gern einen Hund, der auch mal ins Wasser gehen will (ich LIEBE Schwimmen, mein Freund leider nicht).

      Zum Thema Hitze: da verkriechen wir uns auch gern in unser Büro, da gibt es nämlich kein Tageslicht und keine Fußbodenheizung. Im Winter zwar etwas frisch, aber im Sommer der beliebteste Raum, da angenehm kühl :)

      Monstie schrieb:

      Grundsätzlich sehe ich ihn schon als einen genialen Familienhund, empfehle ihn aber nur bedingt in Anfängerhände.
      Danke für die ehrlichen Worte. Ich werde es bei meiner Entscheidung berücksichtigen. Aber vorher komm ich bestimmt nochmal auf dich zu.
    • Gerne :thumbsup:
      Die anderen Retriever sind übrigens genauso Wasserverrückt. Sie alle sind ja für den Apport aus dem Wasser gezüchtet worden. Daher ist die Passion fürs Wasser auch bei dem Golden und Labrador vorhanden.


      Butterblume schrieb:



      Monstie schrieb:

      Der Flat wird spätestens beim 5ten Mal denken, dass er was falsch macht (sensibel) weil er die Aufgabe mehrfach wiederholen soll (für ihn unlogisch) und denkt sich dann eine „Verbesserung“ (aus seiner Sicht) aus. Zum Beispiel legt er sich dann, oder macht Männchen.
      das kann ich im Übrigen auch sehr gut verstehen.
      Das sagst du jetzt :D Bis du auf dem Hundeplatz stehst und der Trainer zum Xten mal die selbe Übung fordert weil sie noch nicht perfekt gelaufen ist, die anderen in der Gruppe mit Sternchen abliefern und dein Flat vor dir sitzt mit einem verständnislosen Blick auf dein leicht genervtes, inzwischen etwas verschwitztes „Mach jetzt endlich Fuß!“ mit einem Erdmännchengang reagiert und der Rest der Hundeschule darüber laut lacht :haumichweg: Und der Hundetrainer dir sagt „du musst dich endlich durchsetzen! Der tanzt dir auf der Nase rum! Rotzfrech ist der! Der nimmt dich nicht ernst!“ und du langsam selbst an dir zweifelt.
      Das passiert tatsächlich recht häufig weswegen ich, solltet ihr euch wirklich für einen Flat entscheiden, dringend dazu rate einen Flat erfahrenen Trainer an der Hand zu haben.


      Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist, dass es nicht optimal ist wenn der Flat viel alleine bleiben muss. Während manche Hunde die Probleme beim alleine bleiben haben, laut werden und bellen, fängt der Flat, (aber auch der Labrador) eher das Zerstören an.
      Gut aufgebaut kann ein Flat oder Labbi schon mal 4 Stunden alleine bleiben. Wenn er jedoch Probleme damit hat, dann nagt er Wände an, schreddert Schuhe, zerrupft Kissen usw.
      Also nicht falsch verstehen: jede Hunderasse bzw. jeder Hund kann Probleme beim Alleine bleiben haben. Und auch jeder Hund kann dann anfangen „umzudekorieren“ aber speziell beim Flat und Labbi äußert es sich gerne dadurch, dass er sich die Zeit anders vertreibt :saint:
    • Monstie schrieb:

      Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist, dass es nicht optimal ist wenn der Flat viel alleine bleiben muss. Während manche Hunde die Probleme beim alleine bleiben haben, laut werden und bellen, fängt der Flat, (aber auch der Labrador) eher das Zerstören an.
      Gut aufgebaut kann ein Flat oder Labbi schon mal 4 Stunden alleine bleiben. Wenn er jedoch Probleme damit hat, dann nagt er Wände an, schreddert Schuhe, zerrupft Kissen usw.
      Also nicht falsch verstehen: jede Hunderasse bzw. jeder Hund kann Probleme beim Alleine bleiben haben. Und auch jeder Hund kann dann anfangen „umzudekorieren“ aber speziell beim Flat und Labbi äußert es sich gerne dadurch, dass er sich die Zeit anders vertreibt
      =O
      Das ist tatsächlich gut zu wissen. Ich fürchte, dann wird diese Rasse - so toll sie auch ist - wohl eher weiter nach unten rutschen auf meiner Liste - das wäre hier wirklich nicht so gut. Ich hab zwar nicht vor, dass der Hund lang allein bleiben muss (wie wir das regeln - sofern Schwiegermutti die Betreuung nicht übernehmen kann - muss ich noch rausfinden), aber trotzdem. Wir sind immerhin beide voll berufstätig...


      Monstie schrieb:

      Das sagst du jetzt Bis du auf dem Hundeplatz stehst und der Trainer zum Xten mal die selbe Übung fordert weil sie noch nicht perfekt gelaufen ist, die anderen in der Gruppe mit Sternchen abliefern und dein Flat vor dir sitzt mit einem verständnislosen Blick auf dein leicht genervtes, inzwischen etwas verschwitztes „Mach jetzt endlich Fuß!“ mit einem Erdmännchengang reagiert und der Rest der Hundeschule darüber laut lacht
      Okay, das könnte sein. Ich kann es nicht wirklich beschreiben was ich meine, aber ich kenne das von mir selber auch irgendwie. Also der Gedanke, etwas falsch zu machen wenn man was öfter widerholen muss - hab aber jetzt kein passendes Beispiel parat. Das wollte ich damit sagen.
    • Bedenke bitte, dass Wasserliebende Hunde wie der Flat gerne sehr nass und dreckig nach Hause kommen.
      Eine Möglichkeit, deinen Hund notfalls draußen mit dem Gartenschlauch abzuspritzen, wäre schon manchmal ganz hilfreich. Oder eine Badewanne, die nicht allzu weit von der Haustür entfernt ist.

      Von meiner Gassihündin Sally (Golden Retriever, ich habe sie einen Monat 3-mal täglich mitgenommen, da ihr Frauchen im Krankenhaus war) kann ich berichten, dass sie wirklich jedes nach stehenden Wasser aussehendes etwas aufgesucht hat: Pfützen, Gräben (wo auch schön Gülle reingewandert ist), stinkende Tümpel ... Ein Genuss, sie dann noch im Auto zu transportieren. ;)
      Ich konnte sie nach fast jeden Gang einmal abwaschen.
    • Ich werfe jetzt mal noch eine andere Option in den Raum... Was wäre denn mit einem Hund aus dem Tierschutz? Da gibt es immer wieder sehr viele Welpen... Charakterlich sind Hunde ja soooo unterschiedlich. Natürlich kann man je nach Rasse schon sagen wie anspruchsvoll oder eben nicht sie sind, aber das sind ja auch nur Richtwerte. Hunde sind soooo individuell und ich tue mir meist sehr schwer eine Rasse zu empfehlen. Mein erster Hund war ein Mischling aus dem Tierschutz und ein so ein wunderbarer Hund, das ich bei der Rasse irgendwie hängen geblieben bin. Nachdem wir also unseren ersten Hund haben gehen lassen müssen zog bei uns ein Hund vom Züchter ein (Drathaar Vizsla) und auch er ist soooo komplett anders... Ganz anders wie seine Geschwister und zum Teil auch ganz anders wie seine Rassenbeschreibung. Was ich eigentlich sagen will, vielleicht wird es ja doch ein Welpe aus dem Tierheim den du bei deinen Gassi gehen kennen lernst ^^