Verlässlichkeit: Rückruf, Schleppleine und Co. unterwegs

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    • Du hast doch oben geschrieben, dass er es kaum erwarten kann, den Dummie zu holen.
      Warum ist er dann nicht an Spielzeug interessiert? Arbeitest du mit Futterdummy?

      Weil "Beute machen" eine super Belohnung ist. Beim Rückruf dürfte er dann z.B. direkt hinterher...

      Magst du Mal genau beschreiben, wie ihr das mit dem Dummy macht und auch, wie das genau aussieht, wenn du ihn ableinst.
      Ich hab da so ein paar Ideen...
      Denn vom Temperament und Energielevel könnte Vicco ähnlich drauf sein wie Andy. Es gibt ein paar Sachen, die ich nie wieder so machen würde wie am Anfang.
      LG Petra mit Andy

      Mein Hund ist ein Dacia. Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen... :D
    • Naja er holt den gern ja, allerdings hab ich ihn ja zu Weihnachten versehentlich damit gehauen beim werfen uuuuuund ja seitdem ist er etwas verhalten. Wenn der Dummy fliegt is super, aber wenn ich den in der Hand habe zeigt er aktuell noch eher Meiderverhalten... :/

      Wir arbeiten mit einem Futterdummy.
      Der Plan ist so, dass wie nach dem Unfall mal wieder auf unser altes Level kommen. Das sah so aus:
      Vicco sitzt und wartet, ich werfe den Dummy und dann schicke ich ihn holen. Nix dolles, er sitzt und wartet bis ich ihn losschicke und bringt mir das teil her. Oder er sitzt und wartet bis ich das verstecke habe und dann suchen wir den zusammen (für's allein suchen reichts noch nicht bei ihm). Ich weiß halt nicht ob er draußen z.B. auch für's zerren oder so zu begeisterrn wäre.

      Oder Frauchen "findet" mal hier und da Leckerlis und er darf natürlich auch immer mal zeigen, was er für Unfug gelernt hat. Das finden ja besonders Kinder toll.

      Also wenn ich ihn loslasse geht er erstmal schnuppern. Er schaut i.d.R. regelmäßig nach mir und kommt auch von sich aus. Beides habe ich bisher immer belohnt, keine Ahnung ob es Sinn macht. Aber es soll ja immer toll sein, dass er kommt und da ich nicht weiß wie er so geprägt wurde... Er rennt nicht weit weg oder so 20 - 30 m meistens, selten dass er mal bis 50 m vorrennt. Dann schaut er aber auch schnell wieder nach mir, wenn ihm auffällt, dass ich vielleicht doch ein bisschen weit weg bin. Und dann kommt er auch lieber man wieder ran.
      Ich hab mich auch schon öfter mal versteckt, aber das wird mittlerweile schwierig...

      Wir haben für den Rückrug 2 Möglichkeiten.
      Einmal rufe ich ihn beim Namen, dann kommt er meistens schon oder er bekommt dann ein Sichtzeichen. Bei uns ist das dann wie in der Schule die Hand heben und "sich melden". Wenn er auf dem Weg ist freut sich ja Frauchen dann auch schon meistens ganz dolle. Oder eben, wenn er abgelenkter ist, dann der Pfiff. Gleiches Spiel, ist er auf dem Weg, freut sich Frauche schon mal, damit er sich auch brav beeilt.
      Die letzte Eskalationsstufe wäre dann "EY!" damit er erstmal alles sein lässt, was er grade macht und dann eben der Abruf.
      Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?
    • Na, das klingt doch aber gut, wenn er sich so an die orientiert.
      Zum Spielzeug: Man muss nicht werfen oder zergeln. Ich mach das manchmal, dass sich das Spielzeug bei mir versteckt. Zuhause z.B. setzte ich mich auf den Boden und das Spieli wechselt schnell von Hand zu Hand, taucht unter dem Bein oder hinter dem Rücken auf und Andy darf versuchen, es mir abzusagen. Und natürlich darf er es auch mal erwischen. Unterwegs geht das auch im Stehen mit einem Tannenzapfen. Die lass ich auch rollen und er darf sie killen.
      Mag Vicco Wettrennen mit dir?
      LG Petra mit Andy

      Mein Hund ist ein Dacia. Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen... :D
    • ich finde mich/uns hier in vielen beschreibungen!

      grad jetzt zur brut- und setzzeit habe ich mich entschlossen, socke an der schleppleine zu führen.
      aber auch, weil ich ihn grad in seiner pubertät echt nicht mehr einschätzen kann! ?(

      ich lasse die schlepp hängen, stelle fest, dass ihn menschen, radfahrer, kinder ... gar nicht mehr interessieren.
      gut so! - habe das gefühl, dass er durch die schlepp mit mir verbunden ist - bei fuss gehen klappt an der schlepp viel besser als an einer kürzeren leinne!

      erkären muss ich aber auch: wenn schlepp, dann nur am K9, nicht am halsband - mag sein, dass auch das für socke einen unterschied macht!

      aber grad vorgestern hatte ich ihn (labrador-pudel-mix, jetzt 1,75 jahre alt, 32 kg, ca. 69 cm schulterhöhe, mutig, neugierig, ehrer forsch als zurückhaltend)
      in unserem stadtpark an der schleppleine. - alles entspannt bzw. er hat viel geschnüffelt und viel mit dem unterkiefer geklappert, weil offenbar viele weibliche
      gerüche am wegesrand waren. ich hab ihn genau beobachtet, die schlepp nicht schleifen lassen, sondern immer locker gehalten.
      wie gesagt: kinder, kinderwagen, menschen... alles war ihm egal, hat ihn null interessiert.

      und dann kam uns dieser jogger entgegen - socke hat ihn registriert, nicht beachtet - schleppleine hatte ich lang und locker.
      und als der jogger in sockes höhe an socke vorbei war hat er ihm NACHGESCHNAPPT! - also ich konnte echt das geöffnete maul
      in höhe des oberschenkels des joggers sehen - woah° 8o gsd hat socke nicht wirklich hingeschnappt und gsd hat der jogger es offenbar
      gar nicht mitbekommen! - ich hab irre laut NEEEIN geschrien! - ich denke, socke hat sich erschrocken, so, wie ich es mit dem schreien erreichen wollte.

      mään... hatte ich puls nach dieser situation! :/ :S :shocked:

      ich habe langsam das gefühl, dass socke ein schleppleinen-hund werden wird, weil ich ihm nicht vertrauen kann.
      ja, der rückruf klappt ganz gut, aber bei wild oder katzen habe ich keine chance - also kann er nur an der leine bleibe.
      finde ich sehr schade - war so nicht mein plan. - ich hätte gerne einen freilaufenden hundgehabt..

      habt ihr tips, wie ich weiter mit socke arbeiten kann?

      ulla :hello:
      socken machen nicht nur die füsse warm ♥
    • Tipps kann ich leider nicht geben. Ich hatte noch nie eine Schleppleine und kenne mich deshalb auch nicht mit dem Training damit aus.

      Aber das, was bei dir passiert ist, ist der Grund, weshalb ich meine Hunde immer dann, wenn Menschen in der Nähe sind, an der kurzen Leine bei mir behalte.

      Deshalb gehe ich auch gerne dort spazieren, wo außer uns nicht so viele Leute sind. Da kann er dann auch nach Herzenslust frei laufen.
      Kommt jemand, wird er abgerufen und angeleint. Ganz konsequent und ohne Ausnahme.

      Es gibt Situationen, in denen ich Problemen im Vorhinein aus dem Weg gehe. Dann bin ich nicht gefrustet, weil irgendwas Negatives passiert ist, und kann meinen Hund immer toll finden. :D
      Schont einfach meine Nerven. :hund-lol:
      Liebe Grüsse von Doris und den Jagdraubtieren Paul und Rudi
    • Wie lang ist die Schleppleine und aus welchem Material?
      Ich habe bspw verschiedene Längen. Je nachdem wo es hin geht nutze ich dann entweder 10 Meter oder 4 Meter ( 5 wären wojl besser gewesen, aber ich wollte damals erstmal testen welche Länge noch geht ohne dass ein Rein krachen schmerzhaft endet).
      Das K9 halte ich als Geschirr, vor allem wenn ordentlich Zug drauf kommen kann ungeeignet. Unabhängig von der Schulter Freiheit in erster Linie deshalb weil der Brust Gurt meist nicht auf dem Brustbein sondern auf der Luftröhre liegt. Wenn er da rein kracht, ist es für den Hals also ähnlich wie ein sehr tief sitzendes Halsband.
      Ich nutze da bspw ein Annyx, aber ich hab früher auch das K9 benutzt, da wusste ich es nicht besser.
      Susi hatte zum Üben eine 5 m Schleppe und ein ungepolstertes Wolters Geschirr.
      Bei Lilo hab ich dann sicherheitshalber ein gepolstertes genommen. Wichtig ist, dass es den Stoß beim rein donnern, am Brustbein abfangen kann, dort kann sich ein Hund am wenigsten weh tun.

      Wenn Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, Kinder oä kommen, rufe ich den Hund immer zu mir und führe ihn an der Abgewandten Seite und mit eingekürzt er Leine vorbei, oder lass ihn absitzen/legen. Dauert es zu lange um die Schleppleine einzuholen, kann man sich so immernoch mit seinem eigenen Körpergewicht auf die Leine stellen.
      Bei Hunden ist es Ähnlich, allerdings halte ich hier deutlich größeren Abstand. Unter Anderem um zu signalisieren :,, Wir üben grade und es ist eine Leine dran."
      Bei Pferden, nutze ich ebenfalls Abstand und je nachdem wie der Hund Pferden gegenüber ist, nutze ich das entweder zum Üben oder es erfolgt ebenfalls absitzen.

      Das Grundprozedere ( auf die andere Seite nehmen und vorbei führen oder absitzen) handhabe ich allerdings vollkommen unabhängig von Hund und Leine so, weil ich Rücksicht nicht nur nehmen, sondern auch zeigen möchte.

      Auch wenn ich Wild sehe, oder bemerke dass etwas ganz interessantes in der Luft liegt, kürze ich ein.

      Wenn man einen kräftigen Hund an der Leine hat, muss man überlegen wie lang die Leine sein darf, und wie man es handelt. Im Zweifel lieber einmal zu oft nachkürzen als zu oft schleppen lassen. Volldampf rein brettern kann nämlich sch**** weh tun. Je länger die Leine, umso stärker der Ruck ( und der war bei nem halbjährigen 14 Kilo Mittelschnauzjungspund mal so heftig dass ich dachte,, Jo, ein paar Kilo mehr und ich hätte mir jetzt mindestens 3 Finger gebrochen ^^").
      Es gibt auch Schleppleinen mit Rückdämpfer, aber ich hab die noch nie ausprobiert.


      Außer zur Absicherung, nutze ich die Schleppleine unter Anderem zum einhalten eines bestimmten Radius, zum Rückruftraining, als Hilfe wenn ein Hund lernen muss auf dem Weg zu bleiben, als Hilfe zum Üben auf Distanz oder zum Stoppen auf Distanz.

      Und für Mistwetter, hab ich mir jetzt vor Kurzem ne 8 Meter Flexi gekauft. ( 10 Meter durch Matsch ziehen und aufwickeln nervt irgendwann einfach :whistling: )
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Terri_Lis_07 ()

    • sockenfrau schrieb:

      ich habe langsam das gefühl, dass socke ein schleppleinen-hund werden wird, weil ich ihm nicht vertrauen kann.
      ja, der rückruf klappt ganz gut, aber bei wild oder katzen habe ich keine chance - also kann er nur an der leine bleibe.
      finde ich sehr schade - war so nicht mein plan. - ich hätte gerne einen freilaufenden hundgehabt
      Es gibt ja nicht nur entweder oder.
      Hund genau beobachten und rechtzeitig (lieber einmal zu viel) anleinen, dann geht auch Freilauf.
      Zur Schlepp kann ich nicht sooo viel sagen, weil bei uns die Fortschritte erst kamen, als ich sie weggelassen habe. Ich muss einfach gut darauf achten, wann die Impulskontrolle aufgebraucht ist.
      Kennst du das Prinzip der Löffel oder des Glases Wasser?
      Stell dir vor, dein Hund hat jeden Morgen ein volles Glas Wasser. Immer wenn er sich beherrschen muss, trinkt er einen Schluck davon. Irgendwann ist das Glas leer und die Selbstbeherrschung aufgebraucht.
      Du musst also entweder schauen, dass du das Glas über den Tag gut einteilst oder akzeptieren, dass es irgendwann leer ist.
      Vielleicht war der 10. Jogger dann eben zu viel für Socke.
      Ansonsten handhabe ich es genauso wie meine Vorschreiben. Kommen Menschen, wird entweder angeleint (kurze Leine) oder am Wegrand abgesessen. Obwohl Andy sich für fremde Menschen so gar nicht interessiert, ist das für mich einfach eine Frage der Höflichkeit.
      LG Petra mit Andy

      Mein Hund ist ein Dacia. Das Statussymbol für alle die kein Statussymbol brauchen... :D
    • Balou hat das Problem, dass er nachschnappt wenn Menschen an ihm vorbeigehen von jetzt auf gleich auch ausgepackt. Er war schon älter als Socke. Das geht natürlich gar nicht. Er hat es jetzt schon so 2 - 3 Jahre nicht mehr gemacht. Wenn Menschen an uns vorbeigehen rufe ich ihn zu mir und nehme die Schleppleine in die Hand und Balou an die abgewandte Seite oder setze die Hunde am Wegrand ab. Mogli und Hermann gehen im Fuß an den Menschen vorbei, Balou vertraue ich nicht soweit. Mein Mann sagt immer, dass ich Menschen für die Hunde zu wichtig mache aber ich möchte einfach, dass jemand der uns entgegenkommt oder an uns vorbeigeht sieht, dass ich ihn wahrnehme und mich um die Hunde kümmere.

      Vielleicht bleibt Socke ein Schleppleinenhund aber mit noch nicht mal zwei Jahren ist er als großer Hund auch noch so jung, dass erziehungstechnisch noch etwas passieren kann. Wenn du dich wohler fühlst wenn Socke an der Schleppleine ist dann lass die Schleppleine dran. Es gibt Schleppleinen die 20 m lang sind und mehr Radius braucht ein Hund meiner Meinung nach nicht.

      Ich würde versuchen darauf zu achten ob Sockes Impulskontrolle aufgebraucht ist wie @Lesko mit dem Beispiel mit dem Glas Wasser erklärt hat. Hunde brauchen für einiges im Zusammenleben mit uns ihre Impulskontrolle wie z.B. absitzen bis der Napf auf dem Boden steht, bei Hundebegegnungen ruhig bleiben, ordentlich an der Leine laufen usw. Dann reicht Sockes Impulksontrolle vielleicht für drei Jogger/Fahrradfahrer/Fremdhunde und bei der vierten Begegnung ist sie aufgebraucht.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Hanca schrieb:

      Aber das, was bei dir passiert ist, ist der Grund, weshalb ich meine Hunde immer dann, wenn Menschen in der Nähe sind, an der kurzen Leine bei mir behalte.
      Das mache ich auch, und ich finde es ist ein Gebot des Anstands das zu machen. Meine Hunde hätten niemals die Reichweite an der Leine, an einen Passanten heranzukommen.

      Eine meiner Kolleginnen hat Angst vor Hunden. Sie weiß von ihrem Kopf her, dass das irrational ist, dass die meisten Hunde nichts tun usw. Aber wie das so ist mit Ängsten, mit rationalen Erklärungen kommt man da nicht weit. Auch vor meinen Hunden hat sie Angst, das ist einfach so.

      Und sie fühlt sich immer unwohl, wenn ihr Hunde entgegenkommen die nicht angeleint sind. Die können noch so brav im Gehorsam stehen und ihr Herrchen oder Frauchen anhimmeln und keine Notiz von ihr nehmen, sie fühlt sich trotzdem unwohl und hat Angst und ist dankbar für jeden, der einfach kurz ne Leine an seinen Hund hängt wenn sie sich begegnen...
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Bei jedem der mir entgegenkommt anleinen mache ich tatsächlich nicht.
      Dann käme ich aus ständig An- und Anleinen nicht mehr raus. Bzw müsste Nala permanent an der Leine bleiben.
      Ich rufe sie noch nicht mal immer Ran.
      Kommen uns Leute mit "irgendwas" entgegen, dann immer (irgendwas sind zb Kinder, Kinderwagen, Rollator, Krücken, besonders alte Menschen etc) kommen uns Personen ohne irgendwas besonderes entgegen, schicke ich sie vorbei, sofern ich den Eindruck habe das passt so (Weg ist breit genug, Person macht keinen Unbehaglichen Eindruck.)
      Wird Nala angesprochen darf sie auch hingehen. Sie ist generell freundlich-neutral. Reagiert auf Ansprache durch Dritte mit einem kurzem Anschnuppern.

      Rufe ich sie Ran um Entgegenkommende zu passieren, dann i.d.R nur angewandte Seite Fuß. Anleinen nur wenn es situativ nötig erscheint.

      Ich versuche generell Spaziergänge an Orten zu Zeiten zu vermeiden an denen es sehr voll ist. Ich mag einfach keinen Leinenspaziergänge und finde es schön lästig genug Leo immer an der Leine zu haben.
      Lässt es sich aus Gründen mal nicht vermeiden oder ist voller als erwartet, gibt es Leinenknast an der Führleine.

      Schleppleine habe ich nur da und dann genutzt, wenn der Hund eigentlich hätte frei laufen können, es aber eben noch nicht ging weil sie nicht gut genug gehört hat
    • sockenfrau schrieb:

      ich habe langsam das gefühl, dass socke ein schleppleinen-hund werden wird, weil ich ihm nicht vertrauen kann.
      ja, der rückruf klappt ganz gut, aber bei wild oder katzen habe ich keine chance - also kann er nur an der leine bleibe.
      finde ich sehr schade - war so nicht mein plan. - ich hätte gerne einen freilaufenden hundgehabt..
      Ich finde, das kann man bei einem zweijährigen Hund noch überhaupt nicht sagen.
      Rico mit zwei Jahren konnte ich null vertrauen; bei jedem Vögelchen versagte mein Rückruf, bei jedem zweiten Mauseloch, bei Hase, Reh und Co. erst recht. Rico mit zwei Jahren rannte sogar aus heiterem Himmel plötzlich Richtung Horizont, ohne das irgendwas zu sehen war! (Ich weiß, ich wiederhole mich mit diesen Geschichten... :rolleyes: )
      Jetzt ist Rico fünf Jahre alt. Ich habe nie aufgegeben, auch wenn ich zwischenzeitlich echt demotiviert und gefrustet war. Ich bin immer dran geblieben und habe auch ganz neue Belohnungsformen und Methoden ausprobiert. Rico ist immer noch kein Hund, den ich bedenkenlos frei laufen lassen kann - aber ich bin auch noch nicht an meinem Tranings-Endziel angelangt. ^^ Aber gegen Vögel und Mauselöcher habe ich inzwischen durchaus eine Chance. Gegen Rehe auch, wenn sie weit genug weg sind. Also - es wird....

      Ich denke, Zuverlässigkeit ist einfach eine Lebensaufgabe. Damit ist man bei einem zweijährigen Hund noch lange nicht fertig. ;)
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • sockenfrau schrieb:

      wenn schlepp, dann nur am K9,
      Wenn Du das Norwegergeschirr meinst, würde ich dir raten, über die Zeit Ausschau nach einem Geschirr zu machen, welches nicht in der Bewegung einschränkt.
      Meine Erfahrung ist, dass bei Kiara H-Geschirr mit Schleppleine nicht ideal ist. Das Geschirr verrutscht bei ihr dann, was unangenehm wird (auch bei Geschirren nach Maß). Bei Caro hingegen ist H-Geschirr mit Schleppleine kein Problem.
      Kiara's Ruffwear Geschirr (Webmaster Harness) ist total klasse bei der Verwendung einer Schleppleine.

      sockenfrau schrieb:

      als der jogger in sockes höhe an socke vorbei war hat er ihm NACHGESCHNAPPT!
      Ich bin fast immer zwischen den Fremden und meinen Hunden. Meine Hunde sind bei Gegenverkehr bei mir. Ohne Leine müssen sie meistens neben mir sitzen, bis die Freigabe erfolgt. Caro parkt auch gerne zwischen meinen Beinen an. An der kurzen (Schlepp-)Leine müssen sie einfach nur neben mir laufen, manchmal auch sitzen. Mein Gegenverkehr Kommando lautet "Auto". Dann kommen sie an (Kiara ist inzwischen taub, aber früher war es das selbe Spiel ;) ), setzen sich links neben mir und kassieren nach der Begegnung ihr Leckerchen und werden freigegeben. "Auto" hat sich einfach eingespielt. Das Kommando wird auch bei Fußgängern, Radfahrern, Pferden, Traktoren, Motorrädern usw. verwendet. Vorteil: Kiara erkennt Gegenverkehr schon vorzeitig und kommt zu mir hin. Sie hat das Kommando mit der Situation verknüpft. Das kann bei Socke auch nach ein paar Wochen schon drin sein. Caro ist ggf. zu stark blind, um das vorher wahrzunehmen. Allerdings weiß sie durch das Kommando, dass jetzt etwas an uns vorbeikommt, sie keine Angst haben muss und danach ein Leckerchen gibt.
      Mein "fast immer" bezieht sich auf die Radfahrer, die sich nicht bemerkbar machen und von hinten angeschossen kommen. Aber da reagieren meine Mädels cool drauf.

      Wie handhabst du deine Schleppleine? Nutzt du sie wie eine Flexileine und gibst Socke entsprechend Leine oder schleppt Socke sie voller Länge hinterher?

      sockenfrau schrieb:

      ich habe langsam das gefühl, dass socke ein schleppleinen-hund werden wird, weil ich ihm nicht vertrauen kann.
      ja, der rückruf klappt ganz gut, aber bei wild oder katzen habe ich keine chance - also kann er nur an der leine bleibe.
      finde ich sehr schade - war so nicht mein plan. - ich hätte gerne einen freilaufenden hundgehabt..
      Mit Socke hast du dir einen Mischling aus zwei Apportierhunden geholt, die den Oberbegriff "Jagdhund" zugeordnet werden.
      Einen Schleppleinen-Hund zu haben, ist keine Schande, und auch kein Versagen Deinerseits! Ganz im Gegenteil: Es ist vorbildhaft. Wie viele Hundehalter hast Du schon erlebt, dessen Hund freilauf genießen durfte, obwohl er nicht abrufbar ist? Wie oft hast du gesehen, wie andere Hunde Wild hinterher hetzen durften?

      Deinen Wunsch kann ich nachvollziehen, einen Hund zu haben, der viel ohne Leine laufen kann. Mit Kiara habe ich jahrelang trainiert, alternativen geboten, hochwertig belohnt (z.B. mit Dummysuche statt Hasen jagen). Ich konnte Kiara nur Stellenweise frei laufen lassen, musste dabei immer die ganze Umgebung scannen und schneller sein als sie. Der Freilauf war für mich immer sehr anstrengend.
      Kiara ist nun 16,5 Jahre alt und immer noch ein Schleppleinenhund. Ich kann sie nur an sehr übersichtlichen Stellen laufen lassen, da sie inzwischen taub ist. Im Notfall sieht sie meinen Rückruf halt nicht, daher brauche ich die Übersicht, um Zeit zu haben, sie anzuleinen. Sie ist nach wie vor ein Jagdtriebiger Hund.

      Gib nicht auf und etabliere neue Regeln, wie z.B., dass Socke bei Gegenverkehr jeglicher Art zu Dir kommen muss.
    • Also ich würde da bei einem knapp zweijährigen Pubertier auch noch nicht sagen, dass es gar nie wird.
      Ja, aktuell wohl nicht. Okay. Dann ist das so, dann wird eben weiter geübt und die Schlepp bleibt erstmal dran. Du bist dir unsicher, weil er nachgeschnappt hat? Dann vielleicht über Maulkorb nachdenken. Ich weiß, ist auch nicht schön. Aber vielleicht kannst du dann einfach entspannter mit ihm agieren, wenn du weißt, dass nix passieren kann.

      Vicco war ja schon gut 3,5 Jahre als wir überhaupt angefangen haben zu üben und der hat mich bei allen möglichen Gelegenheiten ignoriert und ist voll in die Leine gerannt. Gut, mit 7 kg und 10 m Anlauf gehts grade noch - aber uncool ist halt schon. Da muss man bei 32 kg schon vorrausschauender gehen und zeitig kurz nehmen.

      Vicco ist ja schon ziemlich ignorant anderen Menschen und teilweise auch Hunden gegenüber, dennoch muss er mindestens mal zu mir kommen und Fuß laufen. Je nach dem. Wenn ich merk, dass packt der nicht kommt er so und so an die Leine. Ich muss sagen ich bin da ein bisschen ignorant und mach ihn wirklich nur in wenigen Fällen an die Leine. Er lässt sich halt aber auch nicht locken oder sonstwas.
      Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?
    • Bei Kimani dachte ich auch, es wird ein flexi Hund. Sie hat sehr stark auf Vögel reagiert. Ich habe weiter geübt und mit 3 konnte sie komplett frei laufen.
      dran bleiben lohnt sich, Alternativen schaffen, Umdenken, andere Methoden nutzen auch positiv dem Hund gegenüber Bleiben, vorausschauend handeln und das richtige Zubehör ( gut sitzendes gepolstertes Geschirr, bei der Größe Max. 5 m schleppleine gummiert) nutzen. Und im Zweifel Trainer zu Rate ziehen. Dass hilft aus meiner Sicht.
    • Ich muss jetz auch wieder öfter anleinen, weil man Hündchen sich nicht (mehr) von Hunden abrufen lässt.
      Ob Flexi oder Schlepp- ich frag mich: wenn ich bei jedem Mensch der entgegen kommt zurück rufe, wird es dann nicht extra interessant?

      Ich hab bei entgegenkommenden Hunden immer "bleib" gerufen und bin dann hin und habe angeleint. Aber die letzte Zeit fiel mir auf, dass bei "bleib" der Puls meines Hundes nach oben schnellte und er geschaut hat wo denn der Hund ist :D und joa, jetzt düst sie eben dann doch meist hin.


      @sockenfrau lass dich nicht demotivieren. Ich bin bei meinem Hund ständig: woah, wie gut das klappt und dann wieder: das wird nie was.
    • Ich rufe meine Hunde auch zwischendurch immer mal wieder zu mir und nicht nur wenn es einen Grund dafür gibt. Dann gibt es Fressi und sie dürfen wieder loslaufen. Daher entsteht bei meinen Hunden keine Erwartungshaltung, dass irgendwas besonderes los sein muss wenn ich sie rufe.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier