Siberian Husky Unfall in der Hundeschule

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    • Siberian Husky Unfall in der Hundeschule

      Guten Abend,

      ich weiß leider nicht an wen ich mich wenden soll, wenn mir hier keiner hilft gehe ich einfach zum Anwalt.
      Ich war heute in der Hundeschule und wir haben den Rückruf geübt auf einem Platz der komplett umzäunt war.
      Mein Hund hat aber irgendwo auf dem Platz ein Loch gefunden und ist dort auch vom Platz geflohen, danach hat er auf einem Feld nebenan
      mit einem Schaf gespielt und hat diese dann leicht gebissen, nix wildes trotzdem musste ein Tierarzt kommen. Wer ist hier in dem Fall verantwortlich?
      Ich der mit meinem Hund in der Hundeschule übte oder der Hundeschulbesitzer der nicht geprüft hat ob der Zaun keine Löcher hat?

      Vielen Dank für jegliche Hilfe ;(
    • Also ich persönlich würde meine eigene Geldbörse aufmachen, wenn die Kosten für die Behandlung der/des Schafe(s) halbwegs übersichtlich sind, ansonsten tatsächlich auch wie meine Vorschreiber den Vorfall meiner Hundehaftpflichtversicherung melden.
      Sicherlich könnte man sich auch mit der Huschu rumstreiten, aber irgendwie hast du ja scheinbar nicht genügend auf deinen Hund geachtet- nehme ich an, wie ich deine Schilderung verstand.
      Liebe Grüße von Karola mit Lucky und Aslan :)
    • TDK schrieb:

      Wer ist hier in dem Fall verantwortlich?
      Für mich ein ganz klarer Fall.

      Hund war nicht gesichert, hat nicht gehört und "etwas" beschädigt. (Ob das jetzt ein Schaf war, ein Mensch oder der Hund einen Verkehrsunfall verursachte - völlig egal!) In solchen Fällen ist IMMER der Halter haftbar! Punkt.

      Klarer Fall für die Versicherung, so sie denn besteht (sollte sie eigentlich bei Besuch einer HuSchu). Du, oder deine Versicherung, können bestenfalls auf zivilrechtlichen Weg versuchen, sich das Geld von der HuSchu zurückholen. Aber eine solche Klage ist eine Reise ins Blaue.

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Also ich denke zwar auch dass die Haftpflicht der wahrscheinlichste Ansprechpartner ist aber mir fällt was anderes auf:
      Der Unterton klingt/ liest sich so vorwurfsvoll.
      Also es ist ja nicht so als ob die TE ihren nicht hörenden Hund irgendwo draussen im Feld neben der Schafsweide abgeleint und ihn hat machen lassen während sie die Nase ins Handy gesteckt hat oder so.
      Sie war ja zu dem Zeitpunkt in einer Hundeschule um an der "Hört nicht" Problematik zu arbeiten. Und man geht ja auf so einen Platz, damit man in sicherer, kontrollierter Umgebung den Hund zum üben ableinen kann. Damit eben nix passiert wenn der Hund abrauscht.
      Und wenn ein Hund durchstartet um irgendwo auf der anderen Platzseite durch den Zaun zu schlüpfen, da machste nix. Hören tut er ja nicht, bis man selber übern Platz gerannt ist, ist der Hund längst auf der anderen Seite. Man selber passt aber nicht durchs selbe Loch und zum drüberspringen sind die Zäune zu hoch. Also aussen rum.
      Aber das kostet alles mega viel Zeit. Ohne das man als HH was dafür kann.

      Andererseits ist "hat mit einem Schaf gespielt" natürlich auch stark verharmlost. Bestimmt hatte der Hund viel Spaß an seinem Jagdspiel, das Schaf garantiert nicht. Und das war auch kein Spiel unter Freunden.
    • Ja blöde Dinge passieren während man einen Hund erzieht mal mehr mal weniger. Aber letzten Endes ist blinder gehorsam nicht gut. Auch nicht für den Mensch. Und im Zweifel muss man seinen Mann oder Frau stehen und sagen „Ne hier nur mit schleppleine“. Im dummy Kurs sollte ich den Hund dummys auf ein geerntetes Feld suchen lassen. Nö mach ich nicht. Die ganze Zeit verbiete ich ihr ins Feld zu gehen und da sage ich klar Hund geh? Ne ich habe es der Trainerin gesagt und wir fanden einen alternative.

      Wenn halt was blödes passiert muss man halt die Konsequenz tragen. Wenn man es aus eigener Tasche zahlen kann dann gerne so. Wenn nicht, dann eben die Versicherung.
    • Hallo Bananenhamster!

      Bananenhamster schrieb:

      Sie war ja zu dem Zeitpunkt in einer Hundeschule um an der "Hört nicht" Problematik zu arbeiten.
      Warum und wieso ist völlig unerheblich. Hund hat etwas gemacht, Halter ist haftbar.

      Wenn du deinen Hund einem Gassigeher gibst und etwas passiert bist DU haftbar. Auch wenn du noch nicht mal zugegen warst. Du (oder die Versicherung) kannst wirklich nur zivilrechtlich versuchen, das Geld vom Gassigeher zurück zu holen.

      Beispiel:
      Dir (Schäfer) fährt einer mit Auto (Hund) in dein Auto (Schaf). Dein Auto muss repariert werden. Wer ist dein Ansprechpartner wegenden Kosten? Das Auto (=Hund)? Oder ist es der Fahrzeughalter/-führer? Ist es für dich wichtig, WARUM er dir ins Auto gefahren ist? Ob er abgelenkt war oder ob er vielleicht von jemanden geblendet wurde? Eher nicht. DEIN Ansprechpartner ist der Fahrzeugführer/-halter. DU willst ja, dass DEIN Auto repariert wird und du nicht vielleicht jaherlang auf dein Geld warten musst, weil der andere Fahrzeugführer/-halter erst einen Rechtsstreit mit dem möglicherweise ursprünglichen Verursacher (in dem Fall: der Hundeplatz) abwarten muss, oder? ;)

      Genau so läuft es auch bei Hundevorfällen.

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Ich würde die Tierarztkosten meiner Haftpflichtversicherung melden und mich von dem Gedanken trennen, dass mein Hund mit anderen Tieren als Artgenossen spielen möchte. Das ist Jagdtrieb und der ist beim Husky ja auch nicht ungewöhnlich.

      Ich kann aber den TE/die TE verstehen. ICH würde erwarten, dass ein Hundeschulplatz ausbruchsicher ist und ich dort einen Hund ableinen kann den ich in der freien Natur nicht ableinen würde. Irgendwo muss ich ja den Rückruf üben können wenn ich keinen eigenen Garten habe.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Ich seh es wie @Wautzi dahingehend, dass ich davon ausgehe, Hundeplatzgelände ist ordentlich gesichert. Ich sehe auch, dass sowas passieren kann und wir Menschen in Situationen zu langsam sind, um reagieren zu können wie @Bananenhamster. Wenn der Hund das Loch fand und nicht erst buddeln brauchte- sehr schwierig.
      Ich gehe nach meinem bescheidenen Wissen davon aus, dass die Verletzung(en) nicht so gravierend waren, dass es um ein Vermögen von Geld geht bei den Tierarztkosten.
      Deshalb meine Idee, es einfach unter sich auszumachen. Man möchte ja eventuell die Huschu wieder besuchen.
      Was ich einen guten Zug vom Betreiber der Huschu fänd, sich zu beteiligen oder gar die Kosten ganz zu übernehmen.
      Liebe Grüße von Karola mit Lucky und Aslan :)
    • Hanca schrieb:

      Das ist die Gefährdungshaftung. Für alles, was der eigene Hund anstellt, haftet man selbst.
      Endlich :) .
      Der Halter eines "Luxustieres" haften aus Gefährdung und gerade nicht aus Verschulden. Einschlägige Norm ist der § 833 BGB.

      gesetze-im-internet.de/bgb/__833.html

      Allerdings wird man sich mit der Hundeschule wegen Verletzung vertraglich bedingter Sorgfaltspflichten auseinandersetzen müssen.
      Ein Loch im Zaun, durch das ein Husky passt, fällt bei gebührender Sorgfalt auf.

      Diese Auseinandersetzung besorgt vermutlich die Haftpflichtversicherung.
      Viele Grüße
      Dieter

      Wenn es im Himmel keine Hunde gibt - dann will ich da nicht hin.
    • Ich würde es wie @Karojaro einfach aus eigener Tasche zahlen.

      Minze schrieb:

      Aber letzten Endes ist blinder gehorsam nicht gut.
      Wieso ist blinder Gehorsam nicht gut? Ein Hund, der einfach folgt und nicht diskutiert, kann deutlich mehr Freiheiten haben. Und eine Schleppleine kann niemals einen Freilauf ersetzen. Meine Hunde folgen absolut zuverlässig. Das erlaubt es, dass sie immer und überall frei laufen können. Sie können schnüffeln, rennen, toben, einfach was sie wollen, aber wenn ich etwas sage, wird das augenblicklich ausgeführt. Wäre das nicht so, könnte ich ihnen diese Freiheit nicht geben.


    • Viel zu wenig Input für eine Auskunft (rechtlicher Art schon zweimal nicht).
      Wie alt ist der Huski? - in unserem Verein wurde in den Welpenplätzen der Zaun extra unten dicht gemacht.
      Ich vermute >6 Monate wenn er ein Schaf angreift, so dicht sollte ein Zaun der HuSchu sein, sonst muss der Trainer auf eine Schleppleine bestehen und den Hund damit sichern.
      Kannte der Trainer den Jagdtrieb des Hundes - oder hast du es ihm gegenüber auch so stark verniedlicht?
      Wurde der Hund auf Anordnung des Trainers abgeleint?

      1. Rede mit dem Trainer - wo ist der versichert?
      2. Melde es vorsorglich deiner Hundehaftpflicht (hast du keine, hast du dich m. W. strafbar gemacht!) aber
      sage, dass mit der HuSchu und gib der Kontaktdaten mit an. Die Versicherungen werden es dann sicher unter sich auskarteln.

      Blinder Gehorsam ist ein blöder Ausdruck aber ja, ich verlange ihn von meinen Hunden zumindest für 'Platz' und 'Hier' und dafür bewegen sie sich meist ohne Leine (wo erlaubt) was imho zur artgerechten Haltung gehört.
      Wenn nur Älle so wäret, wie i sei sodd! :rolleyes: :saint:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KuNiRider ()

    • Dieter schrieb:

      Endlich .
      Der Halter eines "Luxustieres" haften aus Gefährdung und gerade nicht aus Verschulden. Einschlägige Norm ist der § 833 BGB.

      Darüber musste ich in meiner mündlichen Prüfung referieren. Und über den Taschengeldparagraphen. Das werde ich niemals vergessen. :D


      19Kenia98 schrieb:

      Wieso ist blinder Gehorsam nicht gut? Ein Hund, der einfach folgt und nicht diskutiert, kann deutlich mehr Freiheiten haben. Und eine Schleppleine kann niemals einen Freilauf ersetzen.


      Sehe ich auch so. :)

      KuNiRider schrieb:

      Viel zu wenig Input für eine Auskunft

      Also - viel Spielraum für eine Interpretation sehe ich da aber nicht.
      Die Gefährdungshaftung ist nun mal Tatsache - und wie meine Versicherung das dann handhabt, wäre mir egal.
      Liebe Grüsse von Doris und Paul
    • also mir wäre ja ziemlich wurscht, wer nun im juristischen Sinn haftbar ist.
      Dein Hund hat das Schaf verletzt, nicht gespielt!
      Also bist Du auch ganz klar mit der wenigstens finanziellen Regelung der Folgen dran.
      Jeder Hund über 20 Kg und/oder 40 cm Schulterhöhe muss ja in D eine Hundehalterhaftpflicht haben (stimmt nicht, habe ich nun auch erst neu gelernt. Aber haben sollte sie wohl jede/r finde ich!) und somit kannst Du umsonst aus der Sache herauskommen.
      Wenn der Schafhalter Dich beim Ordnungsamt melden würde, könnte dein Hund u.U. zum Wesenstest müssen und als gefährlicher Hund eingestuft werden.
      Das ist dann richtig teuer und mehr als nervig!
      Also würde ich zusehen, alles möglichst ohne großes Trara aus der Welt zu schaffen und jetzt nicht noch so einen rechtlichen Aufriss vom Zaun brechen. Dein Hund hat ein anders Tier angegriffen und sogar verletzt. Das reicht für die oben von mir beschriebenen Maßnahmen durch das Ordnungsamt. Ich habe mal sowas ähnliches live miterleben müssen/dürfen.
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tomstep ()