Zweithund als "Therapiehund"

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich denke, wenn es ein Rassewelpe werden soll, und dann auch noch ein Individuum, das sich für die Therapiearbeit eignet, werdet ihr eine Warteliste in Kauf nehmen müssen. So einen Welpen bekommt man nicht von jetzt auf gleich. Grundsätzlich arbeiten die meisten VDH-Züchter mit Wartelisten und ein Jahr auf einen Welpen zu warten, ist nicht unbedingt ungewöhnlich. Wie gesagt, wenn man besondere Anforderungen hat (genau dieser Züchter, genau diese Linie, genau diese Verpaarung, oder eben wie bei euch: ein Welpe mit dem Geschlecht Z und den Charaktereigenschaften X und Y), dann muss man erst recht Wartezeit in Kauf nehmen.

      Eine Alternative wäre evtl. ein erwachsener, aber noch junger Hund aus dem Tierschutz, der optimalerweise auf einer Pflegestelle lebt, die ihn charakterlich gut einschätzen kann. Vor allem wenn man einen Assistenzhundetrainer zur Hilfe nimmt, kann man auch hier einen geeigneten Hund finden, denke ich, und das geht evtl. schneller.

      Ich kann aber auch verstehen, wenn man bei so einem Job mit einem Tierschutzhund skeptisch ist. Nur - dann muss man halt ggf. warten.
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Ich habe die ein oder anderen Assistenzhunde gesehen oder Berichte gehört. Es waren wirklich viele ehemalige Tierschutzhunde dabei. Das geht, und oft auch sehr gut. Ich hab zB eine MS kranke Frau im Rollstuhl gesehen mit zwei kleinen Terrier mixen aus dem Tierheim. Die zwei waren prima und ich war wirklich faszinierend wie diese Frau das gemeistert hat.
      Der Absolute Streber war allerdings ein West Highland Terrier. Dieser Hund war bereits da, der Trainer hat sich den Hund erstmal angeschaut und festgestellt dass er sich eignet. Aus ihm wurde ein Diabetikerwarn- und Therapiehund ( einmal für Herrchen und einmal für eingeschränkte Kinder in einer Einrichtung).

      Was man bedenken muss, ist dass die Anforderungen wirklich auch schwanken können je nachdem wie euer Sohn genau drauf ist, und was ihr erwartet. Ein Diabetiker- oder Epileptikerwarnhund muss Anfälle im Vorfeld erschnüffeln, es anzeigen und bei Bedarf die Medikamente bringen. Ein Hund für einen Menschen der im Rollstuhl sitzt, muss Dinge aufheben, zuverlässig "hören", Dinge zurück bringen, Schalter betätigen,...
      Ein PTBS Hund dagegen muss sich Panikattacken und Co richtig verhalten.

      Auch bei einem Therapiehund sind die Anforderungen unterschiedlich. Behinderte Menschen, ältere Menschen, ganz junge Menschen,... Überall muss ein Hund teils unterschiedlichen Anforderungen entsprechen.


      Und ein entsprechender Trainer, weiß wie gesagt welche Anforderungen das sind, und bei welchem Hund es passen könnte.
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • Boah ihr seid ja echt super :)

      Also das mit dem Assistenzhundetrainer ist mal eine richtig gute Idee ! :) :thumbsup: Man kann den Theorieteil der Therapiehundeausbildung bei einigen Instituten auch ohne Hund machen, das wäre vielleicht auch noch was, nur da muss ich mir dann 100% sicher sein, dass ich das machen will weil ein Schnäppchen ist das ja nicht. Hab ich mir aber auch überlegt, gerade um noch mehr Wissen und Kontakte zu bekommen. DANN halte ich aber tatsächlich den Goldie für den passendsten Hund weil ich glaube der kommt da am besten an wegen Farbe, Wesen, Körpergröße, Fell... hat denke ich schon seine Berechtigung, Amy ist schon eher respekteinflößend, oft auch für erwachsene Hundefreunde, Klischee groß & schwarz halt :D

      Wegen dem Golden Retriever war ich schon über besagte Verbände mit einigen Züchtern in Kontakt und habe glaube ich auch eine richtig gute Züchterin gefunden, hab ein sehr gutes Gefühl bei ihr, was mir vor allem sehr gut gefallen hat war dass sie gemeint hat, sie kann frühestens aber der 5./6. Lebenswoche entscheiden, ob sie einen Hund hat der zu uns passt. Dauern wird das auf jeden Fall, steht jetzt aber auch nicht im Vordergrund sofort einen zu finden. Da stehen wir jetzt auf jeden Fall mal auf der Warteliste.

      Wegen der Dogge, ja, richtig, reinrassig schwierig, wegen Gesundheit und ja auch wirklich extremer Größe und das Sabbern (egal wie selten) führt zu Problemen mit meinem Lebensgefährten ;) Amy hat das gar nicht, aber ein Mischling mit Doggegemüt wäre ja auch was... ich denke so oft, wenn ich die Amy als Welpe schon gehabt hätte...

      Flat Coated Retriever kam ja auch als Vorschlag, megaschöner Hund finde ich, habe ich auch schon als Familienhund gesehen, gefällt dem Freund net :rolleyes:

      Fazit: Es wird wohl ein Goldie werden, auch wenn das jetzt nicht "mein" Hund ist :whistling: als "Vernunfts- und Familienentscheidung" aber in Stein gemeißelt ist das noch nicht :D schließlich ist es dann nachher doch 99% mein Hund und mein Job

      Ich danke euch allen sehr!!!
    • also ich (!) würde mir erstmal einen guten Ausbilder/eine Ausbildungsstelle für Assistenzhunde suchen, denen dann genau schildern was ich brauche und mich möglichst umfassend beraten lassen. Also richtig mit Hintergrundwissen!
      Die ganzen Vermutungen und dergleichen mögen ja o.k. sein, aber so richtig beurteilen kann es wohl nur jemand, der mit solchen Hunden arbeitet, also sie ausbildet denke ich.
      Es gibt endlos viele Tierschutzhunde die solche Jobs hervorragend machen, sogar ehemalige Straßenhunde.
      Ich will damit nur sagen, nicht Rasse A oder B ist automatisch für solche Jobs geeignet, es kommt wohl eher massgeblich auf den einzelnen Hund an.
      Aber auch das weiss wohl ein entsprechender Trainer am Allerbesten.
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:
    • Was du jedenfalls festlegen solltest, ist, was der Hund einmal können soll, denn das gibt wichtige Hinweise auf körperliche Voraussetzungen. Ein Westie ist nun mal nicht als Aufstehhilfe oder als Blindenführhund geeignet, nicht weil er zu dumm dazu wäre, sondern weil der Hund Kraft braucht um notfalls eingreifen zu können.

      Auch sollte der Zweithund größenmäßig einigermaßen zum existierenden Tollpatschhund (wir haben eine Dobermännin und ich kann da gut mitreden) passt. (Unser Nachbar hat seinen 55kg Dobermann nicht zu Unrecht Moose = Elch genannt). Es gibt zwar gute Beispiele von extremen Größenunterschieden, wir haben selbst von klein bis groß, aber ich tendiere eher, in etwa gleiche Größe zu empfehlen, vor allem, wenn sie noch jung sind. Ich hatte schon Verletzungen vom groben Spiel der großen mit den kleinen.
    • Ja, das is es auch als Beispiel beim Westie : Als Warnhund ist der prima geeignet, oder auch um Einrichtungen zu besuchen ( erster Aufgabenbereich fällt unter "Assistenzhund", das zweite unter "Therapiehund", kann man sich quasi ableiten von "Service Dog" /"Alltagshelfer eingeschränkter Personen" für ersteren, und den zweiten von "tiergestützter Therapie/Besuchshund, wenn man es grob einteilt).
      Aber ein Westie kommt nicht an den Lichtschalter, kann die Ampel nicht drücken, und bietet wie erwähnt körperlich keine Stütze.


      Ich lese raus dass der Hund eine gewisse Größe haben sollte, eine eher höhere Reizschwelle, keine extremen Trieblichen Anlagen, und vielleicht auch eher etwas gemütlicher unterwegs ( also kein Spezialist).
      Was bei einem Assistenzhund immer von Vorteil ist : Wenn er lernfreudig ist, gerne apportiert und gut motivierbar ist. Er sollte ein solides Nervenkostüm besitzen und umweltsicher/verträglich sein.
      Was er in der Regel auch definitiv sein sollte ( vor allem als Therapiehund, bzw Besucher in bspw Pflegeeinrichtungen, oder auch wie du außerdem glaub noch überlegst als Rettungshund - wobei ich mir da überlegen würde wie wichtig das ist, denn er hat dann im Idealfall bereits einen richtigen Job), ist Menschenfreundlich.
      Das allein sind schonmal viele Anforderungen, fällt für mich zum Großteil unter "basics".
      Näheres hängt davon ab was er genau lernen muss, wie euer Sohn drauf ist, was er braucht, was dadurch bedingt garnicht sein darf,...

      Dieser Aufgabenbereich ist sehr vielschichtig. Assistenzhund ist nicht Assistenzhund, und Therapiehund nicht Therapiehund ( Rettungshund auch nicht gleich Rettungshund, aber das ist erstmal außen vor, ich denke das Hauptaugenmerk liegt hier auf einem Assistenzhund).
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)