Welpe hat Angst vor fremden Menschen und fremder Umgebung!

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    • Welpe hat Angst vor fremden Menschen und fremder Umgebung!

      Hallo meine Lieben :)

      Ich heiße Isabel und wir wohnen sehr ländlich. Seit Freitag haben wir einen kleinen Welpen aus Rumänien. Die kleine heißt Eila und ist ein Mischling, vermutung Border Collie Mix.
      Die kleine ist so süß und hat unser Herz sofort erobert. :love: Zuhause hat sie sich schon einigermaßen eingelebt. Ist uns schon gewohnt und erkundet jeden Tag immer mehr. Sie gehorcht auch schon recht brav, kann Sitz und Platz. Spazieren gehen funktioniert so einigermasen. Aber was halt das Problem ist, das sie vor Fremden Menschen, wenn jemand auf Besuch kommt oder wir bei den Nachbarn sind, sehr ängstlich reagiert. Sie zieht den Schwanz ein und will nur flüchten wenn wir bei den Nachbarn sind. Wenn jemand zu Besuch kommt, geht es so einigermaßen, sie lässt sich zwar streicheln, aber sie geht nicht von alleine auf Fremde z und hat auch Angst. Wir hatten schon einige Hunde, aber nicht so schüchterne. Jetzt wissen wir nicht genau was wir machen sollen? Hat jemand Tipps wie wir das besser in den Griff bekommen können mit ihr? Sicher sie ist noch nicht lange bei uns und alles ungewohnt, aber wir haben Angst das es so bleibt :/
    • Hallo und herzlich Willkommen im Forum von Hund.info :)

      "Seit Freitag" ist ein sehr kurzer Zeitraum, wo der euer Junghund (ein Welpe wird mit 16 Wochen zum Junghund und durch die Einreisebestimmung kann kein Welpe in Deutschland einreisen) in seinem neuen Leben einfinden muss.

      isi30 schrieb:

      Ist uns schon gewohnt und erkundet jeden Tag immer mehr. Sie gehorcht auch schon recht brav, kann Sitz und Platz. Spazieren gehen funktioniert so einigermasen.
      Das ist extrem viel, was ihr bereits von euren neuen Familienmitglied verlangt. Fahrt das Programm runter und überlegt, welche Kommandos im Alltag wirklich gebraucht werden. Als ich einen 4 Jährigen Hund übernommen habe (die wie wahrscheinlich Ella nicht wusste, was ein Name oder ein Kommando ist), habe ich mir Prioritäten gesetzt an Kommandos: Guter Rückruf war auf Platz 1 und war auch die Prio. Aber um den Rückruf zu üben, musste mein Hund erstmal lernen, was lernen ist und wissen, das "Caro" ihr Name ist. ;)

      isi30 schrieb:

      Aber was halt das Problem ist, das sie vor Fremden Menschen, wenn jemand auf Besuch kommt oder wir bei den Nachbarn sind, sehr ängstlich reagiert.
      Wie vorher geschrieben: Ihr verlangt zu viel. Lasst Ella erstmal ankommen, euch kennen lernen und dann nach und nach darf der Besuch kommen. Ella ist noch Jung und ihr überfordert sie. Zeigt ihr langsam die Welt, in der sie sich einfinden muss und nicht alles auf einmal.

      isi30 schrieb:

      Wenn jemand zu Besuch kommt, geht es so einigermaßen, sie lässt sich zwar streicheln, aber sie geht nicht von alleine auf Fremde z und hat auch Angst.
      Wenn sich dieser Besuch nicht vermeiden lässt, zeigt ihnen die Hausordnung:
      1) Ella wird ignoriert
      2) Ella wird nicht gelockt
      3) Ella wird in Ruhe gelassen
      4) Ella wird nicht gestreichelt
      2)-4) gehört zu 1) ;)

      Zwingt Ella euren Besuch nicht auf. Lasst sie beobachten, schnüffeln. Meistens legt sich das Problem von alleine, wenn Ella merkt, dass der Besuch gar nichts böses will und die Neugierde wird geweckt. Lasst ihr auch hier Zeit.
    • Erstmal herzlich willkommen bei uns.

      Ich würde abwarten bis sich die Hündin an ihr neues Leben gewöhnt hat und ihr solange einen Rücksort wie z.B. eine Box, die nicht geschlossen wird anbieten wenn du Besuch bekommst. Und der sollte abwarten bis die Hündin von sich aus Kontakt aufnehmen möchte, also nicht locken oder streicheln. Bei Besuchen bei den Nachbarn würde ich sie vorerst nicht mitnehmen wenn du das organisieren kannst.

      Vermutlich wird die Hündin nicht so ängstlich bleiben aber eher ein Hund der fremde Menschen ignoriert und ich persönlich finde das auch sehr angenehm wenn meine Hunde nicht von sich aus Kontakt mit unbekannten Menschen aufnehmen denn nicht jeder mag Hunde.

      Da die Hündin aus Rumänien kommt würde ich eher einen anderen Mix als einen Border Collie vermuten. Zeig doch mal bitte ein Bild
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Hallo Isi,

      mein Tipp: Gib ihr ZEIT!!!

      Sie ist fünf Tage bei euch, kommt aus einem fremden Land, muss sich komplett neu einleben und kann schon sitz und platz!
      Was für ein Programm!

      Und warum soll sie dann auch noch auf ihr völlig unbekannte Menschen zugehen und sich streicheln lassen? Nicht jeder Hund wird gerne gestreichelt und wenn dein Hund dazu gehört, solltest du das unterstützen und sie vor fremden Menschen schützen. Lass sie sich eingewöhnen, gib ihr Sicherheit. Lass sie lernen, dass sie sich auf dich verlassen kann und ihr nicht Schlimmes passiert, wenn du dabei bist.
      Es braucht Zeit, bis dieses Vertrauen aufgebaut ist und solange würde ich sie vor allem beschützen, was ihr suspekt ist. Auch vor anderen Menschen - ganz besonders, wenn die das süsse Hundchen streicheln wollen, von oben und immer feste über den Kopf!
      Zeig ihr, wie angenehm ihr Leben bei dir ist, wieviel Spass ihr zusammen haben werdet und dass du ein verlässlicher Partner für sie bist!
      Grüsse von Susanne mit Bruno


      Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt
    • Hallo @isi30!

      Manchmal hilft es, zu versuchen, sich in das andere, fühlende Lebewesen hineinzuversetzen.
      Also in seinen Schuhen bzw. Pfoten zu gehen.

      Wie würdest du dich fühlen, wenn du als ganz junger Hund in eine dir völlig fremde Umgebung platziert würdest und du ständig Neuem für dich nicht Einschätzbarem, Übergriffigem ausgesetzt wärst?
      Oder anders gefragt, wäre es nicht weit angenehmer, in eine Umgebung gekommen zu sein, wo du dich beschützt und sicher fühlen kannst?

      Und nein, das ist nicht „vermenschlichend“ - das ist emphatisch.

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Moin!
      Also, so aus der Ferne ist soetwas immer ziemlich schwierig zu beurteilen denke ich mal.
      Zeit geben für Sie und Dich ist erstmal das allerwichtigste denke ich. Alles neue macht Angst.
      Aber, ich habe auch so eine Schissbuxe ;) , die vom Gesäß der Welt kommt und ich habe bei meiner Dana gemerkt, Zeit und langsame, vorsichtige Gewöhnung an alle Angstauslöser wirken wirklich Wunder.
      Dana wollte zu Anfang nicht mal raus gehen, dann nicht wieder rein, gefühlt fast alles löste Panik bei ihr aus.
      Es ging nach und nach immer etwas besser und Zack, ein Mähdrescher o.ä. kam in unsere Nähe und Madame drehte wieder am Rad.
      Ich habe da auch am Ende der Welt gewohnt, also wenig neue und/oder ungewöhnliche Situationen und wenn doch, siehe oben :confused: .
      Das war wirklich anstrengend für mich und vor allem für Dana.
      Fremde Leute, besonder Männer mochte und mag sie nicht sonderlich. Also vermeide ich nach Möglichkeit auch solche Kontakte für sie und das ist auch o.k. so.
      Mittlerweile allerdings ist sie schon nahezu ein richtiger Ovtcharka geworden, schon richtig mutig und ich habe den Eindruck, es wird nahezu täglich besser. Wir haben uns beide ganz langsam und mehr und mehr an die Situationen gewöhnt. Ich kann besser mit ihren "Macken" umgehen und sie mit meinen und mit neuen Panikauslösern, die wirklich schon kaum noch vorhanden sind.
      Das ist nun eine ewig lange Geschichte von mir geworden, aber ich wollte Dir auch nur Mut machen dran zu bleiben und sie langsam aber sicher an alles heranzuführen. Das wird sicher ewig dauern (bei uns 3 Jahre bis heute), aber es lohnt sich. Besser wird es garantiert, mal schneller und mal langsamer, aber niemals aufgeben. Auch, oder besonders nicht nach Rückschlägen!!!
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tomstep ()

    • Danke für die vielen Antworten. Ja da muss ich euch recht geben. Wir werden es langsamer angehen und sie mal richtig ankommen lassen. Wenn Besuch kommt, was diese Woche leider nicht zu vermeiden ist, weil ich Geburtstag habe. Werden wir das versuchen und sagen das sie Eila ignorieren sollen. Bin gespannt wie sie reagiert.
    • border collie vermuteten die aus dem Tierheim. Mal schauen wie sie sich entwickelt. Das kann man erst wirklich sagen wenn sie ausgewachsen ist.
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    • Sehr niedlich die Kleine. Aber ich würde vermuten, dass es in Rumänien eher wenig Border Collies gibt. Bei Welpen kann man die Rasse aber schlecht raten.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Hallo @isi30 ,

      eigentlich wurde dir schon alles gesagt. Ich möchte nur meinen Erfahrungsbericht weitergeben. Ich habe vor Jahren einen 6 Monate alten Hund übernommen der auch nichts kannte. Hier hat, wie oben schon geschrieben, nur Zeit geholfen. Neue Dinge waren für Ihn furchtbar, hier haben wir zusammen alles ganz langsam in seinem Tempo erkundet. Fremde Menschen, andere Wohnungen etc. waren am Anfang erstmal gestrichen.
      Gib der Kleinen Zeit, dann wird das schon!
      Übrigens, eine ganz süße Maus :love:
    • dann solltest Du/Ihr aber obervorsichtig ran gehen an die Party. Unbedingt und ganz besonders auf klein Eila achten. Sie ist ja ein absolutes Kleinkind und auch noch absolut neu bei Dir und in nahezu allen anderen Situationen.
      Ich würde versuchen, sie langsam und erstmal nur kurz zu konfrontieren und je nach ihrer Reaktion, langsam die Zeit steigern. Ihr könnt Euch ja auch prima abwechseln bei Elis Betreuung.
      Das ist natürlich für (D)eine Geburtstagsfeier nicht gerade der Brüller, aber für Eli ist, oder besser kann das viel, viel schlimmer sein!
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:
    • Hast du jemandem im familiären Umkreis der sich bereit erklären würde in der Zeit bei ihr zu sein? Natürlich vorausgesetzt Ella kennt die Person und hat vor ihr keine Angst.
      Ich würde ehrlich gesagt einem so jungen Hund, der so kurz erst bei dir ist, und noch so überfordert mit allem Möglichen ist, keine Party mit derart vielen Menschen antun wollen.
      Es wäre schon gut wenn man sich da zumindest irgendwie abwechselt. ZB mal schaust du nach ihr, mal ist jemand aus der Familie bei ihr, oder eine andere Person die sie schon kennt.
      Allzu lange allein lassen würde ich sie nicht, aber wohl noch weniger mit auf eine Party nehmen. Es ist laut, es sind viele Menschen, sie sind angeheitert, niemand kann dir sagen ob sie die Kleine in Ruhe lassen, und das ist auch echt wirklich viel. Selbst für einen Erwachsenen Hund ist das nix das jeder mal eben so wegstecken kann :/
      Und um es nicht zu vergessen : Junge Hunde brauchen zum einen viel Ruhe, zum anderen ist es sicher auch für dich entspannter wenn du nicht permanent aufpassen musst.
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • Hallo, Isi und herzlich Willkommen, im Forum :hello:

      Eine ganz allerliebste, süße Maus, hast Du da,,, :love:
      Ich, kann mich den Vorschreibern nur anschließen,,,gib ihr Zeit!!
      Unser Vierbeiner, ließ und lässt sich auch nicht von Jedem streicheln,,,
      Muss auch nicht sein.

      Terri_Lis_07 schrieb:

      Ich würde ehrlich gesagt einem so jungen Hund, der so kurz erst bei dir ist, und noch so überfordert mit allem Möglichen ist, keine Party mit derart vielen Menschen antun wollen.
      Das, sehe ich genauso und würde mir eine gute Lösung für den Hund, überlegen.
      Ich, wünsche Dir ganz viel Freude, mit dem kleinen Schatz!! <3

      L.G