Verhalten und Erziehung

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    • Mein Welpe ist auch sehr aufgeweckt und wenn er seine 5 Minuten hat wird es mir beim Spielen auch manchmal zu wild. Ich unterbinde das dann auch und er weiß auch meistens dass dann Schluss ist. :D

      Ich hätte dennoch eine Frage, wäre auf jeden Fall hilfreich ein paar Meinungen zu hören. (Ich dachte das passt ganz gut zu dem Thread Verhalten und Erziehung).

      Meine Oma trifft auch ab und an auf meinen Welpen. Mein Benny ist immer offen auch gegenüber neuen Bekanntschaften, allerdings scheint er sie einfach nicht besonders zu mögen.
      Nun frage ich mich woran das liegen kann. Meine Vermutung ist, dass sie dann vielleicht nicht offen genug auf Benny zugeht. Was meint ihr? Habt ihr auch solche Erfahrungen? Und eigentlich kann man sie ja am besten aneinander gewöhnen, solange mein Welpe eben noch klein ist, oder? :)
    • Benny12 schrieb:

      Meine Oma trifft auch ab und an auf meinen Welpen. Mein Benny ist immer offen auch gegenüber neuen Bekanntschaften, allerdings scheint er sie einfach nicht besonders zu mögen.
      Nun frage ich mich woran das liegen kann. Meine Vermutung ist, dass sie dann vielleicht nicht offen genug auf Benny zugeht. Was meint ihr? Habt ihr auch solche Erfahrungen? Und eigentlich kann man sie ja am besten aneinander gewöhnen, solange mein Welpe eben noch klein ist, oder?
      Es kann am Verhalten deiner Oma liegen. Beugt sie sich z.B. über Benny? Dadurch fühlen sich manche Hunde bedroht. Andere Hunde mögen laute Stimmen nicht oder schnelle Bewegungen. Da müsstest du überlegen was zutreffen könnte.

      Hunde können sich aber in jedem Alter an neue Menschen in ihrem Leben gewöhnen. Es kann sogar besser sein wenn ein Hund erwachsen und im Verhalten gefestigt ist und kein Welpe mehr.

      Und ja: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meinen Hunde nicht alle Menschen denen wir begegnen gleich sympathisch sind. Auch nicht alle Menschen im näheren Umfeld die wir regelmäßig treffen. Das ist für mich völlig okay.

      Wenn allerdings deine Oma auf Benny aufpassen soll dann würde ich aktiv daran arbeiten, dass sich das Verhältnis verbessert.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier

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    • Vielen Dank für deine Antwort! :)

      Ja, es könnte eventuell an der Körperhaltung oder an den schnellen Bewegungen liegen, wenn ich jetzt so drüber nachdenke. Ich werde das auf jeden Fall das nächste Mal beobachten, ob es daran liegt. Vielleicht werden die beiden sich ja noch sympathisch, dass ist natürlich meine Hoffnung :D
      Aber falls nicht, dann ist das auch in Ordnung. Ist nur manchmal schade, wenn er sie dann anbellt.
    • bei ihm ist ja alles neu und ungewohnt. Neue Umgebung, neue Leute, neue ... alles neu.
      Vielleicht muss er sich ja erstmal an alles langsam gewöhnen. Er ist ja (vermutlich?) noch ein Baby. Aber auch Hunde mögen nicht alles und jeden automatisch und/oder sofort.
      Das ist ja sein gutes Recht finde ich und solange er nicht böse, also z.B. mit schnappen o.ä. reagiert finde ich das auch ziemlich normal.
      Aber wie gesagt, gib ihm Zeit erstmal mit allem neuen klar zu kommen und alles als normal zu empfinden. Das kann auch durchaus etwas dauern.
      Darf es auch finde ich ja immer noch.
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:
    • Was die Oma anbelangt kann ich mir auch gut vorstellen dass es einfach an der Art liegt wie sie sich verhält, bewegt, eben kommuniziert ( aus Hundesicht).
      Mein Schnauz war von Anfang an fremden Dingen immer etwas skeptisch. Erst hat sie sich einfach mal hingesetzt und beobachtet um für sich heraus zu filtern wie sie sich jetzt verhalten soll. Zu dem Zeitpunkt als sie eingezogen ist, hatte ich in meiner unmittelbaren Umgebung genügend verschiedene Menschen. Mal bin ich mit ihr entspannt am Kindergarten vorbei, mal an der Seniorenresidenz. Alles ohne Bedrängung, und mit Geduld. Es mag Hunde geben die kapieren dann "ah is n normaler Mensch - ältere oder jüngere Personen bewegen und benehmen sich halt so", aber meine ist bis heute ( und wird es bestimmt immer bleiben) der Fall : Das Individuum zählt. Bei ihr wird prinzipiell jeder Mensch kritisch beäugt. Sie ist ein sehr misstrauisch Er und unsicherer Hund, der erst lernen musste wie man sich da am besten verhält.
      Wenn sie aber erstmal jemanden in Ruhe kennen gelernt hat, hat sie mit dieser Person dann kein Problem. Sprich : Sie braucht Vertrauen zu einer Person, und die Gewissheit dass nichts passiert, und dieser komische Mensch vor allem nichts von ihr will ( vor allem nix böses).
      Als sie ein Welpe war, waren viele Menschen überaus interessiert. Allerdings haben die sich aus Hundesicht übergriffig verhalten. Wenn sie gemerkt haben dass sie Angst hat, haben sie sich runter gebeugt oder in die Hocke gesetzt, die Hand ausgestreckt und gesagt "Gucke mal, ich mach doch nix". Dieses Verhalten hat genau das Gegenteil bewirkt - mehr Unsicherheit ( mein Fehler war es nicht von Anfang an klarer zu zeigen dass ich auf sie aufpasse und ein "nein, versuchen sie es nicht erst die zu streicheln" auch so klar rüberkommt dass der Mensch kapiert "oh die wird echt sauer wenn ich das mache, lass ich besser", aber jeder lernt draus :whistling: ).

      Was ich mit meinem Text eigentlich meine : Hunde achten sehr auf Körpersprache, und vieles was auf einen körperlich eingeschränkten, einen älteren Menschen, ganz jungen Menschen hindeutet, oder aus unserer Sichtweise Höflichkeit und Freundlich sein bedeutet, deuten einige Hunde als : Der bewegt sich seltsam, das macht mir Angst. Oder eben : Moment mal, der guckt mich an, der faselt irgendwas, ich sehe Zähne, er beugt sich runter, immer näher zu mir, der, der will mich doch fressen! ( bzw kommt es eben bei einigen verdammt unhöflich bis richtig übergriffig rüber).
      Und das kann dann dazu führen dass der Hund erstmal beschwichtigt um die Situation zu entschärfen. Wenn das nicht funktioniert kann es vorkommen dass er versucht auszuweichen. Und wenn er den Eindruck hat dass das alles nix bringt : Wird gedroht, gebellt, der ganze Hund einfach laut ( Hau endlich ab! Lass mich in Ruhe!).

      Ich würde ihm einfach der Oma näher bringen, indem ihr einfach in einem Raum seid, ihr setzt euch beide hin , Hundi erstmal auf die angewandte Seite und - es passiert überhaupt nichts. In dem Sinne dass ihr zwar miteinander reden könnt, aber deine Oma dem Hund erstmal keine Aufmerksamkeit schenkt. Wenn er sich entscheiden sollte mal gucken zu gehen - auch dann sollte nix passieren, außer dass vielleicht gelegentlich mal was Leckeres für ihn herunter fällt, evtl von deiner Oma, aber ohne dass sie sich ihm zuwendet.
      Das klingt erstmal ziemlich schwierig und streng. Aber das Ziel ist es ja nur : Hundi soll merken : Guck mal die Frau kann nicht böse sein, weil die will garnix von dir. Das höchste was passieren kann, ist dass es in ihrer Gegenwart richtig gute Snacks gibt.
      Wichtig ist dass man sich dem Hund anpasst - nur er kann bestimmen wie weit er gehen kann, Vertrauen muss man langsam aufbauen, das geht nicht über Zwang. :)
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • :knochen:
      Mein Ben ist jetzt mittlerweile fast 5 Jahre alt, aber ich weiss noch ganz genau wie die erste Zeit mit ihm verlief.
      Von Beginn an ein sehr aufgewecktes Kerlchen und ich habe viel mit non verbaler Kommunikation und binär Sprache gearbeitet.
      Körpersprache spielt eine wahnsinnig große Rolle und ich habe schnell gemerkt, dass wenn sich z.B. meine Mutter zu Ben runtergebeugt hat, also ihn quasi von oben herab begrüßt hat, dann hat es Ihn eingeschüchtert.
      Dem habe ich entgegengewirkt, indem ich sein verhalten meinen Mitmenschen verständlich gemacht habe. Mit offenen Armen in die Hocke gehen, kann da schon Wunder bewirken :hund-lol:
      Da muss man natürlich immer von Hund zu Hund unterscheiden, woraus sich welches Verhalten ergibt :Hund-smile:

      Liebe Grüße von Ben :knochen: und Julian :D
      :knochen: “Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, dass dich mehr liebt, als sich selbst.” Das sollte man sich bei der Hundeerziehung ins Gewissen rufen :knochen:
    • jo, meine Dana mag das auch nicht, von "oben herab" ;) angefasst zu werden. Sie wird dann bei fremden Menschen z.T. sogar mitunter recht patzig und knurrt sehr deutlich.
      Viele Leute wissen das sehr wohl, aber irgendwie scheint es so drin zu sein in uns Menschenkindern wider besseren Wissens zu handeln. :confused:
      Besonders wenn es Hunde betrifft habe ich oft den Eindruck, von Leuten die nie selbst einen Hund hatten und auch darum natürlich alles viel besser Wissen :P !
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tomstep ()