Verhalten und Erziehung

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    • Verhalten und Erziehung

      Mich beschäftigt folgendes und ich würde gern eure Meinung wissen: ein Welpe(14 Wochen alter Boxer) der vertraute Menschen aus Übermut oder sonstigen Gründen ankläfft, den Oberkiefer entblösst, knrurrt, Handfixiert ist, aber nicht in die Finger beisst...die Hundetrainerin meint das sind die berühmten 5 Minuten und man sollte das einfach ignorieren.
      Ich habe dieses Verhalten bei meinen Hunden sofort unterbunden durch ne scharfe Ansage. Ich wollte einfach nicht das meine Hunde ständig kläffen, dieses ganze Spiel wäre mir auf die Nerven gegangen sowie das ständige Kläffen für die Ohren. Wie ist eure Meinung dazu: IGNORIEREN ?

      Gruß
      Birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !
    • Wenn‘s einmal auftritt, ja, dann würde ich ignorieren.
      Wenn‘s - wie ja bei dieser jungen Boxerhündin der Fall - schon ritualisiert ist, würde ich umlenken, also ein Alternativ-Verhalten aufbauen.

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Ich denk, es sind die berühmten 5 Minuten.
      Wenn ich mitspielen will, würde ich drauf eingehen, wenn mir doch zu dolle und doch mal beißen dabei, würde ich quietschen und kurz unterbrechen.
      Wenn ich nicht drauf eingehen will, würde ich ignorieren.
      Ich empfinde das Verhalten in dem Alter als normal- mit 12 Wochen ist es für mich noch ein Baby.
      Liebe Grüße von Karola mit Lucky und Aslan :)
    • Danke Euch <3 .

      Gruß
      Birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !
    • Ich würde auch mitspielen und dabei an der Beißhemmung und einem Pausesignal arbeiten. Ich würde aber darauf achten, dass der Welpe die 5 Minuten nicht zehnmal am Tag hat.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Meine Welpen ignoriere ich niemals - ich gehe immer in irgendeiner Form auf ihr Verhalten ein. :)
      Entweder (meistens) mache ich mit, und dann wird wild getobt. Da darf er mich auch mal beissen und zwicken - und wenn es zu doll ist, gibts ein schrilles Auuuuu.

      Wenn ich gerade nicht mit vollem Körpereinsatz spielen will, lenke ich sein Verhalten um auf ein Spielzeug.

      Ich empfinde diese wilden 5 Minuten der Welpen nicht als Situation, in der man dem Welpen irgendwas beibringen könnte - außer natürlich der Beißhemmung. Dafür ist es optimal.
      Aber m.E. ist der Hund in diesem Moment nicht wirklich aufnahmefähig für Lernprozesse. Der ist höchstens gefrustet, weil man nicht mitmachen will. Von daher unterbinde ich das auch nicht.

      Wobei das jetzt nur eigene Erfahrungen sind, die ich mit Welpen gemacht habe. Aber alle meine Welpen wurden zu tollen Hunden, die in Erwachsenenalter niemals auch nur annähernd auf die Idee gekommen wären, zu beissen. Selbst dann nicht, wenn etwas mal weh tat, wie eine Behandlung beim Tierarzt.

      Und das, obwohl ich in der Welpenzeit häufig auf dem Boden lag, der Welpe auf mir drauf - und er mich überall gebissen hat, wo er nur hin kam. :D
      Liebe Grüsse von Doris mit Hans und Paul
    • ich würde je nach Stimmung auch mitspielen. Jedoch drauf achten, dass nicht immer der Welpe diese Spiel- bzw Tobeaufforderung macht. Auch mal kurz ignorieren und 2 min später selbst zum Toben auffordern.
      Schmerzhaftes zwicken oder am Ärmel ziehen ist nicht erlaubt, dann eher ein Zergel benutzen und immer mal 2 Sekunden Pause machen und das loben.
    • Danke Euch :) .
      Muss für die gesunde Entwicklung eines Welpen dieses Toben und Ankläffen mit seinen Leuten unbedingt sein,
      diese Frage stelle ich mir gerade?
      Und wenns so wäre: würde es nicht auch reichen diese Vorliebe mit anderen Hunden (die das auch gern tun) auszuleben?


      Gruß
      Birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !
    • Ich glaube das ist vom Hundetyp abhängig. Balou hat uns als Welpe nie angebellt und bellt auch heute nicht als Spielaufforderung, Mogli bellt viel und ausdauernd wenn er mit Balou spielen möchte.

      Körperlich ohne Spielzeug mit dem Menschen spielen finde ich aber wichtig für die Beißhemmung und die Bindung und es macht einfach Spaß.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Toben mit Hund ist für mich ein MUSS!

      Nichts macht mich so interessant wie toben , gerade zum Kennenlernen und zum Bindungsaufbau ist es ideal.Da ist dann auch ganz schön viel erlaubt und es passieren schon mal blaue Flecken. Feste Zubeissen natürlich nicht --- auu,auu,auu!

      Natürlich soll der Hund auch mit anderen Hunden toben und dabei feststellen, dass es Unterschiede gibt!
      Grüsse von Susanne mit Bruno


      Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt
    • Ich bin da viel Frl. Rottenmeiriger als ihr alle. :P

      Alles was mir zu heftig wird, unterbinde ich bei 'nem Welpen.
      Das heißt nicht, dass ich nicht mit Lani getobt hab', aber wenn die überdrehte und anfing zu zwicken und zu zwacken, dann war Schicht - und zwar sofort. :huh:
      Und ich hab' dieses aufgedrehte Verhalten auch nicht gefördert.

      Und ich bin auch generell keine Verfechterin von dieser "der Welpe muss erst ankommen"-Theorie.
      Wenn er da ist, ist er da 8o - und es gelten Regeln, die ich mir vorher genau überlegt hab.
      Ich wusste ja vorher, dass Lani sehr, sehr bald mit mir ins Büro kommen wird, und deshalb wusste ich auch, was ich von ihr wollte...

      Bei Alfke habe ich durch meine unerfahrene Unsicherheit einfach zu viele Fehler gemacht, war viel zu unbestimmt in meinem Verhalten. Alfke hätte es sehr geholfen, wenn ich ihm gleich klarere Regeln und viel mehr Sicherheit vermittelt hätte.
      Das wollte ich bei Lani nicht wieder vermurksen.
      Hat auch geklappt.

      Ich übe sofort Impulskontrolle mit dem Zwerglein und lenke Verhalten, - wirklich vom ersten Tag an.
      D.h., alles was der Hund von sich aus schon so macht, wie ich es möchte, wird mit Handzeichen verknüpft (z.B. für jedes selbständige auf den Po fallen lassen ging mein Zeigefinger hoch...).

      Und ich rede wenig. Also nicht so wie jetzt mit der erwachsenen Lani in ganzen Satz-Fluten. :rolleyes:
      Entweder ich lobe was bzw. hab' was zum Loben geformt, oder ich halt die Klappe.
      Nur beim Schmusen wird gesäuselt... :love:

      Das was Birgit von dieser kleinen Boxer-Hündin geschrieben hat, wäre nicht meins.
      Wozu soll das Kläffen gut sein?
      Sie steigert sich doch da nur rein... 8|
      Warum soll die ihre Leute anknurren und in die Finger beißen dürfen?
      Das dient doch nun wahrlich nicht dem Vertrauens-Aufbau. 8|
      Später wird sie das ja auch nicht mehr dürfen. Nehme ich zumindest mal schwer an. Warum ist man dann jetzt nicht schon so fair zu dem Hund, es gar nicht erst zuzulassen?!
      Es mag sich in manchen Fällen "verwachsen" - aber wahrlich nicht in allen. Sonst gäbe es diese vielen Problemfelle nicht. :(

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Boxer spielen sehr körperbetont. Sie rempeln und raufen, knurren und bellen beim Toben, dass ein unbedachter Zuschauer in Panik verfällt!
      Wenn ich dieses Toben mitmache, akzeptiere ich diese Eigenarten , bis auf richtig festes Beissen. Da hört´s auf und das Toben wurde beendet.

      Meine Boxer waren nie Beller oder haben gar nach Menschen geschnappt. Die haben ganz schnell kapiert, dass im nornalen Umgang dies nicht erlaubt ist. Das hätte ich nötigenfalls auch unterbunden aber eigentlich war das gar nicht nötig.

      Auch heute tobe ich noch mit Bruno, er ist mit Begeisterung dabei und hat leuchtende Augen. Für ihn ist es das Grösste überhaupt und weil ich so was Schönes mit ihm mache, findet er mich prima und hat mich fest im Blick!
      Grüsse von Susanne mit Bruno


      Nerversäge und Glücksfall --- auch Bruno genannt
    • Danke für eure Antworten.
      An jeder Aussage von Euch ist was dran. Ich bin allerdings sehr froh das es die Aussage von @DogGirl, Carola gab, denn ich habe schon gedacht das ich meinen Hunden etwas weg nehme weil ich nicht mit ihnen gerauft habe.
      Es ist so dass ich mich überhaupt von gar keinem Hund gerne ankläffen, anspringen oder in ein körperliches Spiel verwickeln lasse. Durchknuddeln auch etwas heftiger ist o.k. Früher haben wir, meine beiden Grundschulkinder und ich, viel mit unserer Boxermixhündin Darlin körperlich gespielt. Es gab einige Verletzungen bei mir und auch bei meinen Kindern meist Kratzer und Blutergüsse... ich hatte u.A. einen Bandriss am Daumen mit 6 Wochen Gips. Ganz grosser AUA! Es war immer irgendwie Stress für alle! Danach war Schluss damit.
      Darlin habe ich keine Schuld gegeben sondern mir.
      Keinem meiner Hunde hat es gefehlt. Sie waren und sind nette ausgeglichene Hunde die uns gern begleiten.
      Mein Mann spielt manchmal mit Kenia etwas körperlich. Irgendwann muss ich allerdings STOP sagen weil sie es übertreibt. Ich habe nicht das Gefühl das es Kenia damit gut geht. Gemeinsame Spaziergänge mit Suchspielen oder auch Joggingeinlagen sind gut, zumindest schaut sie und auch Olga so aus als ob es ihnen gefällt. Und es ist für mich und auch für sie kontrollierbar und somit entspannend und ich muss keine Abbruchsignale geben.
      Danke nochmals an Euch <3 .

      Gruß
      Birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !
    • Lupo schrieb:

      Muss für die gesunde Entwicklung eines Welpen dieses Toben und Ankläffen mit seinen Leuten unbedingt sein,
      diese Frage stelle ich mir gerade?

      Das ist für mich so welpentypisches Verhalten, dass es irgendwie einfach dazugehört. Es macht ehrlich gesagt auch MIR Spaß, mit dem Welpen so körperbetont zu spielen.
      Und ich kenne viele Welpenbesitzer - echt viele- , die erstmal nur langärmelige Sachen anziehen, wenn sie unterwegs sind, weil ihre Arme in den ersten Wochen total zerbissen sind. :D

      Bin da wirklich sehr locker.

      Lupo schrieb:

      Und wenns so wäre: würde es nicht auch reichen diese Vorliebe mit anderen Hunden (die das auch gern tun) auszuleben?

      Ich nutze diese Spielsituationen für den Bindungsaufbau.

      Ich war mal in einer Hundeschule in der Junghundgruppe, und eine Aufgabe, die gestellt wurde, war, dass jeder seinen Hund aus dem Platz heraus auf den Rücken drehen und ihn am Bauch streicheln sollte. Die Hunde waren alle so um die 6 Monate alt.

      Ich dachte, ich seh nicht recht, als der größte Teil der Leute es nicht geschafft hat, den Hund auf den Rücken zu bringen. 8o
      Die haben das zuvor mit ihren Hunden noch niemals gemacht. 8o

      Solche Sachen laufen bei mir alle während unserer wilden Tobespiele ab. Da liege mal ich unten und der Kleine reagiert sich an mir ab, und mal liegt er auf dem Rücken und wird am Baucherl gekitzelt, während er versucht, mich in die Finger zu beissen. :D

      Also - Toben mit Welpen ist für mich ein Stück Lebensqualität...auch wenn es manchmal zugegebenermaßen sehr weh tut. :D

      Schade, dass ich davon niemals Videos gemacht habe. Wahrscheinlich würde man mich aber für verrückt halten bei dem, was ich mir alles gefallen lasse. :rolleyes:



      DogGirl schrieb:

      Es mag sich in manchen Fällen "verwachsen" - aber wahrlich nicht in allen. Sonst gäbe es diese vielen Problemfelle nicht.

      Ich habe 10 Welpen großgezogen....alle auf die gleiche Weise.....und bei allen hat es irgendwann aufgehört. Bei mir also eine Erfolgsquote von 100 Prozent. :D


      Ich muss aber auch sagen, dass ich es für möglich halte, dass diese Vorliebe für körperbetontes Spielen evtl. so ein Boxerding ist. :rolleyes: Es ist einfach ihr Wesen, grobmotorisch zu sein und zu rempeln und umzunieten. Und irgendwie brauchen sie es, dass Frauchen da mitmacht. Anschließend ist Ruhe, und das Boxerkind ist ausgeglichen und zufrieden. :love:
      Liebe Grüsse von Doris mit Hans und Paul
    • @Hanca dein ganzer Text hätte von mir sein können <3 Nur ohne „Boxer“ :haumichweg:

      Ich liebe dieses Spiel auch und alle meine bisherigen Hunde ebenfalls, dabei spielte es keine Rolle, ob Welpe oder erwachsen :thumbup: (Wobei die Welpenzähnchen echt böse waren :D )

      Mit Nala und Oskar spiele ich immer noch so :love:
      Es gibt ein Leben ohne Hund, es lohnt sich nur nicht!
    • Hallo Doris!

      Ich unterschreibe jeden Satz von dir! Habe ich bei Hexe genauso :love: gemacht. Hat nicht geschadet. :D

      Hanca schrieb:

      Und ich kenne viele Welpenbesitzer - echt viele- , die erstmal nur langärmelige Sachen anziehen, wenn sie unterwegs sind, weil ihre Arme in den ersten Wochen total zerbissen sind.
      Stimmt! Ich wurde damals mal von einem Kollegen ganz diskret gefragt als er meine Arme sah, ob ich ein Drogenproblem habe... :rolleyes: :D :D :D

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy