Beißvorfall mit Hund einer Freundin

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    • Beißvorfall mit Hund einer Freundin

      Hallo liebe Community!

      Ich hatte einen Beißvorfall mit einem Hund einer Freundin den ich gehütet habe. Ich bin emotional ziemlich fertig, weswegen ich mich im Forum darüber austauschen möchte.

      Zum Hintergrund: es handelt sich um einen 7-jährigen Schäfer/Husky Mix, ich nenne ihn für den Beitrag Rocky. Rocky lebt mit seiner Besitzerin und deren Freund sowie einem Kater der schon vor ihm da war in einer Wohnung in Wien. Nun ist meine Freundin zu einer Hochzeit nach Deutschland gefahren und ich habe mich angeboten Rocky für 5 Tage zu hüten. Wenn ich bei ihr war war er immer freundlich und lieb... wir waren auch davor mehrmals gemeinsam spazieren, es gab nie Probleme. Meine Freundin berichtete mir aber dass er manchmal Probleme mit anderen Hunden und fremden Männern hat, es wäre aber ausreichend ihn anzuleinen und ab zu lenken. Das hat auch immer gut geklappt wenn wir gemeinsam unterwegs waren. Da ich nur eine kleine Wohnung habe haben wir abgemacht dass ich für die Zeit mit dem Hund in mein Elternhaus fahre. Dort gibt es einen Garten und gute Möglichkeiten um spazieren zu gehen. Als wir ankamen war der Hund natürlich gestresst, zwar ist Autofahren kein Problem, jedoch war es ja eine komplett neue Umgebung für ihn und meine Familie kannte er nicht. Daher hat meine ganze Familie (erwachsener Bruder, meine Mutter und die Großeltern) ihn konsequent ignoriert. Wir haben uns nach der Ankunft gemeinsam in den Garten gesetzt, den Hund weiterhin ignoriert damit er zur Ruhe kommt (zu mir konnte er natürlich jederzeit und wurde nicht ignoriert) Rocky hat sich dann auch hin gelegt. In den zwei Folgetagen war Rocky sehr anhänglich, ist mir überall hin gefolgt.. ich hab versucht alles so ruhig wie möglich zu machen und ihm Sicherheit zu geben. Wir haben weite Spaziergänge Gemacht, ich hab aber auch drauf geachtet dass er genug Ruhe bekommt. Zu 95 Prozent war er superlieb und brav. Dennoch gab es mehre für mich bedenkliche Situationen.
      Rocky ist mir wie gesagt überall hin gefolgt und war extrem auf mich bezogen. Wenn meine Mutter sich ihm genähert hat hat er geknurrt und die Zähne gefletscht... nun ich wusste ja von meiner Freundin dass er nicht jeden mag. Und ich dachte gut er zeigt an was er nicht möchte und meine Mutter hat ihn dann für die restliche Zeit konsequent ignoriert. Ebenso wie mein Opa, mit dem er wohl auch Probleme Hat. Am Freitag war
      meine Mutter arbeiten. Als sie zurück kam lag Rocky am Boden neben mir, ich saß auf der Couch. Er ist zu ihr gelaufen, hat geschnüffelt und ist ihr nach. Als sie sich auf die Couch gesetzt hat ist er hin und hat geknurrt und die Zähne gefletscht! Für mich ein absolutes no go... da hatte er eindeutige keine Angst sondern hat Revierverhalten gezeigt. Ich habe klar „aus“ und „nein“ gesagt, er hat auch gehorcht. Habe ihn auf seine Decke geschickt und für die nächste Stunde ignoriert. Danach war er wieder normal. Wenn jemand Fremdes den Garten betrat ist er völlig ausgerastet. Lautes bellen (was ja normal ist, aber auch Zähne fletschen, knurren...). Ich habe ihn nachdem das das einmal vorkam nie mehr ohne brustgeschirr im Garten gehabt (alleine draußen war er sowieso auch davor nie). Wenn jemand kam wurde er von mir angeleint und ich habe ihn hinter mir gelassen um ihm zu signalisieren dass alles ok ist und er das Grundstück und mich nicht verteidigen muss. Fazit für mich war ganz klar dass er einige Baustellen hat die aus meiner Sicht sehr ernst zu nehmen waren und an denen meine Freundin arbeiten muss. Mich hat das Ganze schon recht belastet da ich überlegt habe wie ich das anspreche...

      Nun zum Vorfall: mein Bruder war dem Hund von Anfang an sympathisch. Wie die anderen auch hat mein Bruder ihn anfangs ignoriert, konnte ihn aber nach Anlaufzeit ohne Probleme streicheln. Bevor ich das jetzt erzähle möchte ich betonen dass ich von meiner Freundin lediglich die Infos hatte „mag manche Männer und Hunde nicht“. Alles was wir an Problemen hatten wurde mir von ihr davor nicht gesagt. Meine Familie hatte zwar bereits zwei Hunde, die waren aber ganz andere Rassen. Experten sind wir keine. Nachmittags haben wir im
      Garten gegrillt. Ich hatte den Hund davor gefüttert und neben die Terrasse
      Platz geschickt, hat er super gemacht. Nach dem Essen saßen wir alle noch zusammen am Tisch, Rocky lag in der Sonne im Gras, wirkte entspannt. Geschlafen hat er nicht. Mein Bruder setzte sich neben ihn, hielt ihm die Hand hin um sich quasi nochmals zu versichern dass alles ok ist und streichelte ihn. Nach etwa 30 Sekunden begann der Hund völlig ohne Vorwarnung meinen Bruder in den Kopf zu beißen! Er hat davor weder geknurrt noch gefletscht... er hat mehrmals zugebissen... und ist sogar noch einige Male hin als ich schon laut aus und weg rief.. ich habe den Hund mit sehr deutlicher Körpersprache und lautem Rufen in mein Zimmer verbracht (das kennt er weil wir gemeinsam dort schlafen) und eingesperrt.

      Mein Bruder musste im
      Krankenhaus behandelt werden. Er hat mehrere Bissverletzungen im Gesicht und musste mit 30 Stichen genäht werden. Die Besitzerin des Hundes wurde umgehend informiert und ist bereits auf dem
      Weg hierher. Gestern konnte sie nicht mehr fahren da die Hochzeit stattfand und sie schon etwas getrunken hatte. Leider ist es Eine 10 ständige Autofahrt sodass sie erst gegen 18:00 hier sein wird. Im Krankenhaus erfolgte selbstverständlich eine Anzeige. Rocky verbleibt bis auf Grundversorgung (Spaziergänge, füttern etc.) in meinem
      Zimmer da sich meine Familie verständlicherweise vor ihm fürchtet. Nur ich versorge ihn. Die Besitzerin hat mir keinen beißkorb mit gegeben... ich erhalte In der nächsten Stunde einen von bekannten. Wenn ich ihn versorge ist er nach wie vor der süßeste Hund...

      Ich bin emotional völlig fertig. Rocky wurde von meiner Freundin als nicht ganz einfach beschrieben... ich weiß dass sie viele Situationen mit ihm meidet. In einer Hundeschule war sie nie, es ist der erste Hund... ich hatte wie gesagt nur die Infos „mag manche Männer und Hunde nicht“.

      Was haben ich und meine Familie falsch gemacht?? Welchen Grund kann es haben dass der Hund so reagiert hat? Was mich
      am meisten schockt ist die Tatsache dass er nicht einmal geschnappt sondern mehrfach aggressiv und richtig heftig zugebissen hat, dass es keine Vorzeichen gab...

      Ich weiß nicht ob der Beitrag genehmigt wird. Ist ja eine heftige Geschichte. Ich brauche einfach einen Platz mit das alles von der Seele zu schreiben weil ich momentan nicht weiß wo ich mit Meinen Emotionen hin soll.

      Lg
      Luthien
    • Vorab: Ich kenne mit Agressionsverhalten bei Hunden nicht aus und musste an einem solchen Problem noch nicht arbeiten aber so rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass bei diesem Hund mehr dahinter steckt, als das was deine Freundin beschrieben hat:

      Luthien1 schrieb:

      Meine Freundin berichtete mir aber dass er manchmal Probleme mit anderen Hunden und fremden Männern hat, es wäre aber ausreichend ihn anzuleinen und ab zu lenken.

      Und das würde ich ihr auch ganz klar so sagen und dass sie sich einen Trainer suchen soll damit das nicht sehr unschön endet. Für alle Beteiligen (den Hund, Fremdhunde und Menschen).
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Danke für deine Antwort. Ja das haben wir vor. Mein Bruder hat ja von einer Anzeige abgesehen bzw. Die Aussage verweigert. Ich habe ihm gesagt bitte mach die Anzeige... er möchte das nicht sondern will privat einen gewissen Betrag an Schmerzensgeld. Da ich das falsch finde haben wir lange geredet und uns nun darauf geeinigt dass es heute Abend ein ausführliches Gespräch mit der Besitzerin gibt und wir ihr sagen dass sie mit dem Hund zum Veterinärarzt muss (Tollwut!) und dass sie nachweislich einen hundetrainer engagieren oder in eine Hundeschule muss die auf Aggression und Angst/Unsicherheit spezialisiert ist. Tut sie das nicht wird die Anzeige doch noch gemacht.
    • StarskySmilla schrieb:

      Selina.... sorry.... ich finde das jetzt schon ziemlich unschön!!!!!
      Aber klar hier muß ein Fachmann ran........ wenn es dafür nicht schon zu spät ist!
      Ich weiß nicht wie solche Fälle in Östereich behandelt werden!!!

      Aber ich hoffe erstmal ganz doll, das sich Dein Bruder schnellstmöglich von den Verletzungen erholt!!!!!

      LG MARTINA
      Wie würdest du das deuten wenn einer deiner Hunde ein Menschen mehrmals in Kopf beißt? Ich denke die Hundehalterin braucht Hilfe.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Oh Gott, das ist ja wirklich richtig heftig! :shocked:
      Ich muss zugeben, als ich den Titel mit dem "Beißvorfall" las, dachte ich zuerst: Okay, da hat wahrscheinlich ein Hund um sich geschnappt oder vielleicht einen Menschen oder anderen Hund ein Mal "getackert"... Aber DAS ist ja wirklich jenseits von Gut und Böse und es tut mir sehr, sehr leid für deinen Bruder und für euch... ;( So ein Vorfall zeichnet wahrscheinlich fürs Leben. :(


      Luthien01 schrieb:

      Was haben ich und meine Familie falsch gemacht?? Welchen Grund kann es haben dass der Hund so reagiert hat?
      Das finde ich unmöglich zu sagen. Auf jeden Fall halte ich so ein Verhalten in dieser Heftigkeit für alles andere als normal. Dass ein Hund knurrt, Zähne fletscht, in die Luft schnappt, evtl. auch mal in die Hand tackert etc., wenn er sich bedroht fühlt oder sowas, das würde ich als "normal" einstufen. Aber ein solch heftiger Angriff... =O ;(

      Luthien01 schrieb:

      Was mich
      am meisten schockt ist die Tatsache dass er nicht einmal geschnappt sondern mehrfach aggressiv und richtig heftig zugebissen hat, dass es keine Vorzeichen gab...
      Theoretisch könnte es schon Vorzeichen gegeben haben, die ihr vielleicht übersehen habt. Ein Anspannen/Steifwerden des Körpers, ein drohendes Starren o. Ä. Trotzdem ist es nicht normal, dass auf solche sehr subtilen Vorwarnungen direkt ein so massiver Angriff folgt. So aus der Ferne heraus, nur mit den Infos aus deinen Posts, denke ich, dass ihr diese Situation nicht hättet vorhersehen und somit auch nicht hättet verhindern können.

      StarskySmilla schrieb:

      ich finde das jetzt schon ziemlich unschön!!!!!
      So sehe ich das auch. Mehrfache heftige Bisse in den Kopf(!) - viel schlimmer kann es doch kaum noch kommen!
      Ich denke auch, hier braucht es definitiv einen Fachmann, und zwar nicht nur einen einfachen Wald-und-Wiesen-Hundetrainer, sondern jemanden, der auf Aggressionsverhalten spezialisiert ist. Nur so jemand kann die Situation wirklich einschätzen und auch abschätzen, ob und bis zu welchem Grade da noch etwas zu retten ist.

      Ich wünsche deinem Bruder von Herzen gute Besserung und hoffe, dass alles möglichst spurlos verheilt - sowohl die Wunden in seinem Gesicht als auch die in euer aller Seelen.

      Liebe Grüße
      Amica
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • CrazyDogs schrieb:

      Wie würdest du das deuten wenn einer deiner Hunde ein Menschen mehrmals in Kopf beißt? Ich denke die Hundehalterin braucht Hilfe.
      Ich glaube, Martina fand einfach einen Satz "... damit das nicht mal unschön endet" zu "geschönt" formuliert. Ich habe sie so verstanden, dass es ihrer Meinung nach schon unschön geendet IST - und die Hundehalterin deshalb erst recht jetzt sofort Hilfe braucht.
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
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      Jon Bon Jovi
    • Ach so, ich dachte sie fand meine Aussage undchön.

      @Luthien01: Gute Besserung für deinen Bruder. Ich hoffe für ihn, dass alles körperlich und seelisch gut verheilt.

      Sorry @StarskySmilla: Ich beziehe gern mal Aussagen auf mich. :/
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CrazyDogs ()

    • Hallo!

      Auch von mir erstmal gute Besserung an deinen Bruder. Das ist in der Tat ne sehr heftige Geschichte, und ich schließe mich den anderen an, dass da definitiv ein Fachmann gefragt ist. Aber ein wirklicher Fachmann. Wie die anderen auch glaube ich nicht, dass eine Feld-Wald-Wiesen-Hundeschule mit Schwerpunkt Welpengruppe da der richtige Ansprechpartner ist.

      Ich würde bei Tierärzten nachfragen, ich kenne hier eine Tierärztin, die auf auffällige Verhalten spezialisiert ist und auch als Verhaltenstherapeutin arbeitet, so jemanden bräuchtet ihr denke ich, und Tierärzte sind da manchmal sehr gut vernetzt was das betrifft.

      Auf jeden Fall ist die Sicherung des Hundes (Beißkorb) natürlich erstmal die oberste Priorität, dass nicht nochmal was Schlimmes passiert!
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • StarskySmilla schrieb:

      Wird bei Euch sowas nicht automatisch gemeldet?
      Ist ja wirklich nett von Deinem Bruder....... aber................ hmmm...........

      LG MARTINA
      Doch die Polizei ist verpflichtet ins Kra je Haus zu kommen. Ich bin davon ausgegangen dass er auch ausgesagt hat. Heute Mittag hat er gesagt er hat verweigert... ich finde das falsch. Er lässt sich aber nicht vom Gegenteil überzeugen. Daher der Kompromiss dass wir verlangen dass sie zum Veterinärarzt geht und danach eine professionellen Trainer der darauf spezialisiert ist engagiert, ansonsten doch noch Anzeige.
    • @StarskySmilla @Amica
      Danke für eure lieben Worte. Ja vermutlich gab es Vorzeichen die wir nicht bemerkt haben... wie gesagt sind wir keine Experten, und bis jetzt hat er halt wenn ihm was nicht gepasst hat geknurrt oder Zähne gefletscht. Ich glaube er hat sich beengt gefühlt weil daneben ein Baum war, hätte aber vor und zurück herkommt. Aber naja so wie ihr schreibt ist es eindeutig keine normale Reaktion... normal wäre Knurren, einmal zur Hand schnappen und Wegrennen oder Ähnliches gewesen, aber kein heftigster mehrfacher Beißangriff! Es hat so geblutet und sah so schlimm aus...

      es braucht auf jeden Fall einen Fachmann. Ich habe mir überlegt meine Freundin beim ersten Mal zu begleiten da ich ja die Situation und auch die vorhergehenden schildern kann und das sicher hilfreich ist. Mir geht es in erster Linie darum dass so etwas nie wieder passiert, in zweiter aber natürlich auch um den Hund. Auch wenn ich letzt natürlich gespaltene Gefühle ihm gegenüber ist es grundsätzlich ein wenig ein toller Hund (so wie ja jeder...) der es verdient hat dass das was da schief gegangen ist mit Training korrigiert wird. Oder Wenn dies nicht möglich ist geht es halt nur noch mit Beißkorb...
    • @Luthien01

      Schrecklich, was da passiert ist.
      Zunächst einmal, wünsche ich Deinem Bruder, alles erdenklich Gute und hoffe, dass die körperlichen und seelischen Wunden, schnellstmöglich heilen,,,
      Ich, kann mich ansonsten den Vorschreibern nur anschließen, was einen guten Fachmann angeht.
      Eventuell, würde ich den Hund in einer guten Tierklinik durchchecken lassen, um auszuschliessen, dass es sich um ein gesundheitliches Problem handelt.

      Dein Bruder, sollte sich das, mit der Anzeige nochmals überlegen.
      Ich denke, es wäre ratsam, auch für die versicherungstechnische Angelegenheit.

      L.G
    • Amica schrieb:

      CrazyDogs schrieb:

      Wie würdest du das deuten wenn einer deiner Hunde ein Menschen mehrmals in Kopf beißt? Ich denke die Hundehalterin braucht Hilfe.
      Ich glaube, Martina fand einfach einen Satz "... damit das nicht mal unschön endet" zu "geschönt" formuliert. Ich habe sie so verstanden, dass es ihrer Meinung nach schon unschön geendet IST - und die Hundehalterin deshalb erst recht jetzt sofort Hilfe braucht.
      Genau so ist es!!!! :P

      LG MARTINA
    • Biggi schrieb:

      Eventuell, würde ich den Hund in einer guten Tierklinik durchchecken lassen, um auszuschliessen, dass es sich um ein gesundheitliches Problem handelt.
      Ja, das ist definitiv eine gute Idee, das vergaß ich oben noch zu erwähnen!!
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Oje, das ist wirklich heftig!

      Als jemand, der schon echte Aggression, d.h. einen Angriff eines Hundes auf ein Tier oder Menschen miterlebt hat, kann ich dir sagen: Es braucht keine Anzeichen, die du wahrnehmen kannst. Vielleicht nimmt sie ein Hund wahr, oder du, wenn du deinen Hund zu 100% kennst. Nicht zu unrecht hat man gesagt, bellende Hunde beißen nicht. Dieser Spruch kommt aus der Erfahrung, dass ein Hund nicht bellt, wenn er angreifen will. Ein Hund warnt und kommuniziert, um den Angriff zu vermeiden. Er droht und lässt dir eine Chance, dich abzuwenden. Will er dir keine lassen, aus dem einen oder anderen Grund, kommt der Angriff wie aus der Luft gegriffen. Der Angreifer mag dich oder sein Opfer anstarren, sich anspannen, aber diese Phase kann auch nur eine Sekunde andauern. Um sich das zu vergegenwärtigen, überlege dir, wie ein Hund seine Beute angeht. Knurrt er da oder zeigt seine Zähne? Nein. Beute gesehen und los geht's.

      Der Hund deiner Freundin hat rassegegeben Aggressionspotential, auf das deine Freundin offenbar nicht eingegangen ist. Wenn du einen Fehler gemacht hast, dann nur, dass du versucht hast, ihn in deine Familie zu integrieren. Es gab durchaus Warnzeichen, so wie du es erzählt hast, dass der Hund verunsichert ist. Ein verunsicherter Hund braucht ein Rückzugsgebiet, space sagt man im Englischen. Bekommt er den nicht, verschafft er sich ihn.

      Deine Freundin muss unbedingt sich Hilfe suchen, denn das nächste Mal ist es ein Kind oder sie selbst. Zum Beispiel, wenn sie stürzt und schreit ... das löst bei solchen Hunden oft ein falsches Programm aus. Oder er killt den fluffigen Hund des Nachbarn.

      Deinem Bruder gute Besserung und auch dir und deiner Familie, denn so etwas ist traumatisierend. Dein Bruder muss anzeigen, ich verstehe, warum er es nicht tun will, aber er muss verstehen, dass nur so der Hund eine Chance hat. Denn er wird es wieder tun, vor allem, weil er jetzt gelernt hat, wie verwundbar wir Menschen sind.
    • Wow, das ist starker Tobak! =O

      Aber erst mal herzlich willkommen, Luthien!

      Gerade hatte ich etwas geschrieben, da sehen ich den Beitrag von @Murmel, der genau das aussagt, was ich auch sagen wollte. :thumbsup:

      Also wiederhole ich das Geschriebene nicht sondern verweise auf Murmelchens Beitrag!

      Deinem Bruder gute Besserung!

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy