Ein Hund zwei Haushalte mit den selben Rechten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ein Hund zwei Haushalte mit den selben Rechten

      Hi,

      2 Personen, 2 Haushalt, 3km Entfernung, alle Hundeanfänger.

      Wir überlegen uns einen Hund zu Teilen...
      und wissen nicht ob das klappen kann oder nicht.

      Wir hätten die selben Rechte und Pflichten,
      der Hund währ z.B. eine Woche bei uns,
      die nächste bei den anderen...

      Es besteht jedoch die Sorge ob das nicht zu viel Stress für den Kleinen währe,
      dazu sollte es natürlich nicht kommen!
      Zudem sollte sich keine Trennungsangst entwickeln und er sollte keine Lieblinge haben!

      Beide Haushalte haben Kinder und einen Kleinen Garten.

      So nun meine Fragen:
      Kann das klappen?
      Auch schon im Welpenalter?
      Und welche Rasse währe die beste?

      MfG
    • Moin!

      Grundsätzlich und von individuellen Einzelfällen abgesehen, kann das sehr wohl klappen.
      Ich würde sogar sagen, besonders ein junger Hund kann sich an eine solche Lebensform gut gewöhnen. Die lernen ja eh die ganze Welt neu kennen und das ist dann für sie eben „das Normale“.
      Natürlich muss man gucken, dass der Hund genügend Stabilität und Sicherheit erfährt, - aber du fragst ja erst mal nach dem Grundsätzlichen und da würde ich durchaus JA sagen.
      Natürlich muss man sich das vorher gut überlegen.
      Wer ist im Notfall verantwortlich?
      Was, wenn der Hund nicht damit klarzukommt?
      Und es bedarf eines Planes zur Erziehung, damit der Hund nicht überall was anderes soll/darf/muß und dann am Ende gar nicht mehr weiß, woran er ist.

      Und ob der Hund keine Präferenzen setzt, also sich nicht doch einen Lieblingsmenschen ausguckt, das kann man vorher sicher nicht sagen und auch nicht zwingend beeinflussen. Manchmal entsteht einfach eine ganz besondere Verbindung zwischen dem einen Menschen und dem einen Hund... auch wenn das überhaupt nicht so geplant war.

      Zur Rasse-Wahl kann ich - auch generell - nur sagen, es sollte eine sein, die sich von ihrer Rassegeschichte nicht so eng an am liebsten nur einen Menschen bindet, sondern eine Rasse, die eher als aufgeschlossen gilt.
      Spontan fallen mir da Golden Retriever oder auch Beagle ein. Aber da gibt es sicher weit mehr.

      Über dieses „Dog sharing“-Konzept gibt es auch einiges an Infos im Netz, z.B. :)

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Moin!
      Na ja, ein Vorstellung von Dir wäre erstmal ein guter Anfang hier.
      Aber gut, ob das klappen kann mit dem Dog-Sharing ;) ist ne gute Frage. Klar KANN das klappen, aber eben KANN.
      Ein Welpe sollte denke ich nicht hin und her geschoben werden. Ein Welpe kann da vermutlich viel schlechter, oder sogar eher gar nicht mit umgehen. Ein "Kleinkind Hund" sollte (oder besser muß) erstmal überhaupt irgendwo ankommen können.
      Bei einem erwachsenen Hund vermute ich die Gewöhnung an diese spezielle Situation leichter.
      Allerdings sind auch Hunde sehr individuell und bei Hund A der Rasse B klappts super, aber Hund B der gleichen Rasse kann da nicht mit umgehen.
      Ich (!) würde zu einem Tierheim o.ä. fahren, eine Probe vereinbaren und dann in Ruhe sehen, wie dieser spezielle Hund klar kommt mit dieser speziellen Situation und euch. Dann könnte man schon viel besser sehen wie es so läuft mit diesem Hund und diesen Leuten beim Dog-Sharing.
      An eine Rasse würde ich erstmal weniger denken, eher an einen Hund. Egal, ob Mix oder nicht, der Wuffel muss klar kommen damit(und ihr natürlich genauso).
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tomstep ()

    • HA! Jetzt bin ich nicht mehr der einzige Hamster im Hundeforum, @Hamsterbacke
      :thumbsup: :freu:
      Also herzlich Willkommen

      Ich habe keine Erfahrungen mit Dogsharing.
      Meine ersten Gedankengänge dazu, als ich dein Eingangspost gelesen hatte, waren:

      Es sollte rein rechtlich klar sein wem der Hund gehört. Also 1 Person unterschreibt den Kaufvertrag, 1 Person meldet ihn bei Tasso an, 1 Person meldet ihn bei der Stadt an (bei der Stadt geht vermutlich eher nur 1 Person/Haushalt)

      Sollte das Projekt Dog Sharing aus welchen Gründen auch immer nicht klappen, ist erstmal die o.g. Person mit allen Rechten und Pflichten der Besitzer/Eigentümer.

      Ob es bei einer eventuellen Beendigung des Projektes Dog Sharing Sinn macht das der Hund beim Besitzer/Eigentümer verbleibt muss dann abgesprochen werden. Dem Co-Besitzer kann zb sowas wie ein Vorkaufsrecht eingeräumt werden.

      Evtl muss man sich dann im Vorhinein noch über eine mögliche Auszahlung in Bezug auf den geteilten Anschaffungspreis und die Kosten für Zubehör einigen.

      Ich denke auch dass das durchaus gut gehen kann. Hunde sind ja sehr anpassungsfähig.
      Rein vom Gefühl her würde ich den Hund aber bei einer Person 1 erstmal eine gewisse Zeit ankommen lassen. In dieser Zeit kann mit dem Hund Person 2 schon besucht werden, damit der Hund sich im 2ten Haushalt ebenfalls schon auskennt und sich wohlfühlt.
      Dann macht man auch gemeinsamen Spaziergänge.
      Wenn der Hund sich gut entwickelt, in beiden Haushalten und mit beiden Personen entspannt und fröhlich ist, würde ich anfangen das Person 2 alleine mit dem Hund spazierengeht.
      Das der Hund mal 1/2/3 Std bis zu einem halben Tag dort verbringt.
      Dann halt einen ganzen Tag und dann zb mal am Nachmittag bringen und erst am nächsten Tag wieder abholen.
      Immer darauf achten dass das Tempo an den Hund angepasst ist.

      Enormes Konfliktpotential bieten bei so einem Projekt das Thema Futter u Leckerchen sowie das Thema Erziehung.
      Hier ist wirklich eine gute Kommunikation notwendige und es ist wichtig dass alle Personen beider Haushalte an einem Strang ziehen.
      Grade am Anfang, wenn der Hund ja noch alles lernen muss.
      Später, viel später, wenn der Hund Erziehungsmäßig "fertig" ist und der Alltag gut funktioniert können manchen Sachen in beiden Haushalten evtl auch unterschiedlich gehandhabt werden.
      Meine Hündin darf bei mir Zuhause zb aufs Sofa und ins Bett. Bei meinem Lebensgefährten im Haus weder noch. Das versteht sie problemlos. Das wäre jetzt so ein Beispiel wie ich glaube es wäre einfacher wenn beide Haushalte das am Anfang gleich handhaben würden, auch wenn der Hund eigentlich in einem Haushalt schon aufs Sofa/ins Bett dürfte.
    • Hallo erstmal! :hello:

      Im Großen und Ganzen schließe ich meinen VorschreiberInnen an. Extrem wichtig finde ich die rechtliche Seite, die Bananenhamster angesprochen hat! Einfach damit Klarheit herrscht, und sei es nur im Hinblick auf so offizielle Sachen wie Haftpflichtversicherung, Hundesteuer usw. Je nachdem, in welchem Bundesland ihr lebt, muss evtl. die Person, auf deren Namen der Hund angemeldet wird, einen Hundeführerschein/Sachkundenachweis ablegen. Darüber müsste man sich dann ggf. im Klaren sein und sich entsprechend einigen, wer den machen soll. Auch über die Kostenpunkte sollte genau gesprochen werden - wer zahlt was?

      Bananenhamster schrieb:

      Enormes Konfliktpotential bieten bei so einem Projekt das Thema Futter u Leckerchen sowie das Thema Erziehung.
      Stimmt, ich sehe aber ein noch größeres Konfliktpotenzial bei medizinischen Fragen. Kastration ja oder nein zum Beispiel. Chemische Zecken-/Wurmmittel ja oder nein? Und so weiter. Zudem kann es auch schnell mal vorkommen, dass der Hund eine Krankheit/Verletzung hat und mehrere Behandlungsoptionen zur Wahl stehen - mit unterschiedlichen Erfolgschancen und oft auch unterschiedlichen Kosten. Wer entscheidet dann im Zweifel, wie verfahren wird? Nicht immer ist Zeit, erst mal wieder nach Hause zu fahren und alles ganz in Ruhe auszudiskutieren. Und wenn sich Halter A z. B. spontan für eine kostenintensive Behandlung entscheidet und Halter B im Nachhinein anderer Meinung gewesen wäre - werden die Kosten dann trotzdem 50-50 geteilt, kommt Halter A dann allein dafür auf oder wie wird das geregelt? Und - auch wenn es blöd ist, daran jetzt schon zu denken - auch "der letzte Gang" muss bedacht werden: Auch über den Zeitpunkt, wann ein sehr alter oder schwer kranker Hund eingeschläfert werden sollte, kann man ggf. streiten. Deswegen würde ich an deiner Stelle überlegen, ob du das Gefühl hast, der zweite Halter tickt in den Grundsätzen genauso wie du. Hast du daran Zweifel, wäre es vielleicht sinnvoll, im Voraus zu klären, wer von beiden im Zweifel die "Entscheidungsgewalt" hat.

      Bananenhamster schrieb:

      Hier ist wirklich eine gute Kommunikation notwendige und es ist wichtig dass alle Personen beider Haushalte an einem Strang ziehen.
      Grade am Anfang, wenn der Hund ja noch alles lernen muss.
      Später, viel später, wenn der Hund Erziehungsmäßig "fertig" ist und der Alltag gut funktioniert können manchen Sachen in beiden Haushalten evtl auch unterschiedlich gehandhabt werden.
      Meine Hündin darf bei mir Zuhause zb aufs Sofa und ins Bett. Bei meinem Lebensgefährten im Haus weder noch. Das versteht sie problemlos. Das wäre jetzt so ein Beispiel wie ich glaube es wäre einfacher wenn beide Haushalte das am Anfang gleich handhaben würden, auch wenn der Hund eigentlich in einem Haushalt schon aufs Sofa/ins Bett dürfte.
      Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass es gerade am Anfang sehr hilfreich ist, wenn die Regeln für den Hund genau gleich sind. Sollte dies nicht möglich sein, halte ich das aber für keinen Weltuntergang. Ich merke z. B. bei meinen Hunden, dass sie sogar bei den einzelnen Personen meiner Familie sehr schnell merken, was sie sich bei wem (nicht) herausnehmen dürfen. In zwei getrennten Haushalten würden sie wohl noch schneller lernen, wie jeweils "der Hase läuft". Einigkeit in Ernährungs- und medizinischen Fragen halte ich da für noch wichtiger.
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Ich kannte mal eine Familie mittlerweile über 20 Jahre her. Die wollten dieses "Projekt" zusammen mit einer anderen Familie starten.
      Das ist schon am Anfang gescheitert. Es gibt ja auch Familien da werde die Kinder geteilt, 1 Woche da, 1 Woche da, nicht optimal für ein Kind, meine Meinung. Ich kann mir nicht vorstellen dass so etwas mit einem Hund klappen kann, ohne das er konfus wird.

      Gruß
      Birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !
    • Die ganzen Punkte, welche angesprochen wurden, sind extrem wichtig!
      Grade die gesundheitliche Versorgung *muss* Teil der Vereinbarung sein.
      Wir würden einen Vertrag aufsetzen,
      wodurch alle Gewissheit haben.

      Nun zur Spannenden Frage :lach: :

      Unsere Gründe zur Hunde "Teilung":

      Natürlich spielen finanzielle Fragen einen groß Teil hinter der Idee.
      Dazu kommt die Verantwortung, die man sich mit einem Hund ins Haus holt.
      Die Frage wo kommt der Hund hin, wenn man im Urlaub/anders verhindert ist, spielt auch eine Rolle.
    • Falls ihr das wirklich so durchziehen werdet bin ich schon sehr gespannt auf deine Erfahrungen und Berichte.

      Ich für meinen Teil kann mir so ein Konzept so gar nicht vorstellen, für mich wäre das nichts. Ich bin ja sogar schon der Meinung, dass mein eigener Mann das mit den Hunden nicht so hinbekommen kann wie ich selbst - wie misstrauisch wäre ich dann erst bei einer ganz anderen Familie... 8o .

      Ich glaube, die hätten mit mir als Co-Besitzerin keinen Spaß... :D
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Hamsterbacke schrieb:

      Die ganzen Punkte, welche angesprochen wurden, sind extrem wichtig!
      Grade die gesundheitliche Versorgung *muss* Teil der Vereinbarung sein.
      Wir würden einen Vertrag aufsetzen,
      wodurch alle Gewissheit haben.
      Darf ich mal fragen, in welchem "Verhältnis" die beiden Parteien zueinander stehen?
      Ich habe selber noch nie so eine Dogsharing-Sache gemacht, aber ich bin mir nach meinen bisherigen Hundeerfahrungen sehr sicher, dass man nicht jede Eventualität in einem Vertrag festhalten kann. Für mich wäre ein sehr enges, harmonisches Verhältnis zu der anderen Person sowie das Gefühl, in den allermeisten Lebensbereichen mit ihr auf einer Wellenlänge zu sein, extrem wichtig.


      Eure Beweggründe für dieses Konzept finde ich ehrlich gesagt etwas.... schwierig.
      Ein Hund kostet Geld. Er kann, wenn man Pech hat, auch sehr viel Geld kosten (Stichwort gesundheitliche Probleme). Entweder man kann und will diese Kosten, falls nötig, aufbringen, oder eben nicht. Natürlich kann man darüber streiten, wie viel Geld man auf der hohen Kante haben muss, um einen Hund halten zu "dürfen". Muss man 10.000€ verfügbar auf dem Konto liegen haben, falls der zukünftige Hund mal Gold-Hüftimplantate braucht? Darüber kann man sicher streiten. Aber wenn man sich mit zwei Familien einen Hund teilen will, weil man die Kosten so gering wie möglich halten will, dann frage ich mich doch: Was macht ihr, wenn doch mal etwas mehr als eine Impfung und kleine Routineuntersuchungen gemacht werden müssen?

      Ähnlich sehe ich es mit der Verantwortung: Einen Hund aufzunehmen ist eine große Verantwortung. Aber wenn man sich dafür entscheidet, sollte man, finde ich, bereit sein, diese Verantwortung auch wirklich anzunehmen. Sie wird nicht unbedingt geringer dadurch, dass man sie sich teilt. Denn, wie ich oben schon beschrieben habe, es kann gerade bei medizinischen Fragen ganz schnell zu ganz großen Konflikten kommen. Der Hund läuft vor's Auto; durch eine 2000€-OP gäbe es eine 60%ige Chance, ihn zu retten. OP versuchen oder einschläfern lassen? (Das ist übrigens kein fiktives Beispiel, sondern meinen Nachbarn genau so passiert. Wir selbst hatten, als ich noch ein Kind war, mal eine ähnliche Situation mit einer Katze.) Ja, das sind verdammt schwere Entscheidungen. Ich persönlich bin trotzdem froh, dass ich im Fall der Fälle diese Entscheidungen für meinen Hund alleine treffen kann. Natürlich kann ich mich von Familie und Freunden beraten lassen, wenn ich das möchte, und das tue ich auch. Aber das letzte Wort habe ich. Dadurch muss ich mich immer nur mit meinem eigenen Gewissen auseinandersetzen und laufe nicht Gefahr, aufgrund eines Kompromisses mit einer zweiten Partei eine Entscheidung zu fällen, hinter der ich eigentlich nicht wirklich stehe. Vielleicht ist das eine Typfrage, das kann sein. Aber Tatsache ist, dass die Verantwortung bleibt, auch wenn man sie auf zwei Schultern verteilt. Dem Hund ist im Notfall nicht geholfen, wenn seine zwei Halter dann die Verantwortung auf den jeweils anderen abzuwälzen versuchen.

      Ich möchte dich bitten, meine Ausführungen nicht "böse" aufzunehmen. Ich meine sie nicht böse, ehrlich nicht. Vielleicht habe ich deine Beweggründe auch ganz falsch verstanden, da du sie ja eher knapp aufgezählt hast. Ich habe nur versucht, meine ersten spontanen Gedanken zu deinen Gründen zu formulieren.

      Viele Grüße
      Amica
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Danke für die Antwort......
      aber ich muß sagen.... keiner von den genannten Gründen, würde mich zu solch einer Entscheidung bringen........
      Verantwortung ? Wenn ich die nicht übernehmen kann.... Hmmmmm
      Urlaub? Fährt man dann mit Hund oder gar nicht...
      Finanziell ..... ja da kann natürlich was zusammenkommen!!!!! Wäre aber für mich auch kein Grund ein Tier zuteilen......

      Nicht böse sein, ist nur meine bescheidene Meinung....... ich bin gespannt, was Du weiter zu berichten hast!

      LG MARTINA
    • Ob es klappen kann?
      Ich denke es ist relativ unwahrscheinlich dass dieses Modell für den Hund und die Halter Stressfrei funktioniert.

      Zum einen hat man eine 50/50 Chance dass der Hund das so problemlos mitmacht.
      zum anderen, sind einfach Menschen wie sie sind ;) Meinungsverschiedenheiten bleiben nicht außen vor - trotz vertraglicher Abstimmungen.
      (Wobei man nie und nimmer alles vertraglich abstimmen kann - schon gar nicht als Hundeneulinge, die noch gar nicht wissen wie der Alltag mit Hund aussieht)

      Es gibt soooo vieles beim Hund, wo man anderer Meinung sein kann. Und wo man aber auch möchte, dass der andere sich dran hält. Gerade bei Familien mit Kindern ...
      Ich möchte nicht dass mein Hund bei heißem Wetter im Auto ist, dass Kinder auf ihn zurennen und ihn knuddeln, dass er vorm Laden angebunden wird, dass er mit auf den Weihnachtsmarkt kommt, dass er Mitmenschen belästigt, dass er wildern geht, dass er am Gartenzaun bellt.
      Ich möchte, das man mit ihm emphathisch, bedürfnisorientiert, konsequent, liebevoll, ehrlich und fair umgeht. Nach MEINEM Hundeverständnis ...
      Es ist ja auch so:
      Sehr viele Menschen - ihr sicher auch - holen sich einen Hund als Sozialpartner. Er hat keine speziellen Aufgaben, außer eben "zur Familie" zu gehören.
      Und ein Familienmitglied mit einer anderen Familie zu teilen, empfinde ich als eher seltsam.
      Ich teile ja auch weder meine Kinder, noch meinen Partner mit einer anderen Familie ...

      Und ich denke, das wird euch später auch so gehen ...
    • Ich könnte mir Dogsharing mit einer aufgeschlossenen Rasse oder einem entsprechenden Tierheimhund vorstellen. Aber nicht mit einem Welpen sondern mindestens mit einem Junghund der charakterlich gefestigt ist. Welpen brauchen meiner Meinung nach Stabilität und tun sich oft schon damit schwer wenn sie mit einem Familienmitglied, das mit im Haus lebt allein bleiben sollen.

      Ich würde möglichst viel schriftlich festhalten wer was entscheiden darf. Erziehung und Regeln sehe ich nicht als Problem. Das können Hunde unterscheiden, da sie sehr anpassungsfähig sind.

      Für mich wäre Dogsharing nur etwas wenn ich sonst gar keinen Hund haben könnte weil er zu lange allein wäre.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Ich betreibe "Dog Sharing" mit Kiara und meiner Mutter.
      Während Kiara bei ihr ist, finanziere ich die Unterhaltskosten von Kiara weiterhin. Futter, Kotbeutel, mögliche Tierarztkosten, ggf. neues Zubehör, wenn z.B. ein Körbchen durch gelegen ist und und und.
      Dies hat den wahnsinnigen Vorteil, dass meine Mutter
      a) sich nicht scheut, zum Tierarzt zu gehen, wenn mal was sein sollte,
      b) Kiara ihr gewohntes Futter bekommt und
      c) meine Mutter sich nicht in Umkosten wirft, wenn Kiara bei ihr ist, was auch eine Entlastung ist.

      Kiara ist mit Dogsharing ausgeglichen. Mit Caro (mein zweiter Hund) würde es gar nicht gehen, was meine Mutter sogar teilweise Schade findet, wenn Kiara nicht mehr ist. Dafür ist Caro zu anspruchsvoll in der Haltung und ein allgemein ein zu aufgedrehter Hund.

      Es hängt halt stark von Individuum ab und wo ich meine Probleme sehe, ist das Finanzproblem.
      Damit es kein Ärger gibt, wenn hohe TA Kosten entstehen, seht zu, dass ihr eine Kranken- und OP-Versicherung abschließt. Die Kosten mindestens 50 Euro im Monat, die du mit der anderen Partei dann teilen kannst. Allerdings ist es ab einen gewissen Hundealter nicht mehr zuzahlungsfrei.
    • Ich denke schon dass das gehen kann.
      Wenn der Hund zb einen Besitzer hat der Vollzeit in Schichten arbeiten, vllt sogar noch jemanden der als Ärztin o.ä. 24 Stunden Dienste hat, ist dieser Hund ja auch häufig bei seiner Betreuung und die ist dann im Grunde ein zweites Zuhause.
      Ich weiß grade nicht genau.....wir haben dich die ein oder andere hier bei der das so ähnlich ist.
      @Kati88 hat dich glaube ich verschiedene und sehr lange Schichten und dann ist Marla bei ihrer Mutter.
      Bei @BlackCloud ist auch die Mutter die Betreuung. Wobei ich nicht weiß in welchem Umfang.
      @Isa bei euch ist es doch glaube ich so daß Kiara manchmal für längere Zeit bei deiner Mutter ist, oder?

      Urlaub mit oder ohne Hund.....
      Ja, ich mache auch (fast)immer Urlaub mit Hund. Alle zwei Jahre aber zb bin ich ein langes Wochenende alleine weg.
      Und ohne Mann, Kinder, Hund. Da mache ich nur das worauf ich Bock habe und möchte da keine Rücksicht auf die Bedürfnisse von irgendwem anders nehmen. Hat Nala auch überlebt.

      PS: @Isa super Timing :D Überschnitten
    • Ich kenne nur einen Hund, der in einem ähnlichen Modell lebt. Eine 9 Jahre alte Malteserhündin. Allerdings ist sie "Scheidungskind". Das heißt, sie wurde gemeinsam angeschafft, gemeinsam erzogen und sicher wurden auch die Regeln gemeinsam definiert.
      Sie lebt abwechselnd je eine Woche bei den Ex-Partnern. Zumindest, wenn sie hier beim Mann ist, macht sie einen zufriedenen, aufgeschlossenen Eindruck. Ich weiß allerdings nicht, wie reibungslos das ganze läuft.
      Als Hundeneuling einen Welpen abwechselnd in zwei Familien aufzuziehen, wenn man noch nicht weiß wie das Leben mit Hund so sein kann, stelle ich mir fast unmöglich vor.
      Und ehrlich gesagt empfinde ich es dem Hundekind gegenüber ziemlich unfair.
      Das hat ja erstmal genug damit zu tun, ohne Mutter und Geschwister seinen Platz in der Menschenwelt zu finden. Und dann wechselt auch noch wöchentlich die Bezugsperson...
      Ich möchte auch zu bedenken geben, dass ein Hundeleben mit gut 15 Jahren eine doch recht lange Zeit ist. Wie sicher seid ihr euch, dass das Verhältnis zwischen euren Familien harmonisch bleibt? Gerade auch, wenn es Meinungsverschiedenheiten oder schwierige Entscheidungen gibt?
      LG Petra mit Andy

      So ein Hund ist ja auch nur ein Mensch...
    • Ich vermute Mal , ich habe mich sehr missverständlich ausgedrückt :/ .

      Bei der finanziellen Frage geht es nicht darum ob wir uns zusammen einen Hund leisten können, jede Familie könnte sich einen Eigenen Hund leisten...
      Es geht darum wie gut.
      Z.B der Hund könnte von 120€ im Monat Leben, würde dafür jedoch "nur" Futter niederer Qualität bekommen, jetzt sind aber zwei Haushalte da, welche jeweils 120€ bezahlen. Dann hast du 240€ pro Monat zur Verfügung... (Man beachte das z.B.!!!!!)

      Die Idee steckt ja erst in den Kinderschuhen...
      Das ganze müsste natürlich wohl überlegt werden.
      Bevor jemand das in den faltschen Hals
      bekommt, was bringt uns ein Ausgeklügelter Plan, wenn die Vorraussetzung
      nicht erfüllt wird! (Sieh fragen im ersten Beitrag)
    • Ja, wenn ich arbeite ist Marla bei meinen Eltern. Im Tagdienst knapp 10 Stunden, im Nachtdienst knapp 27 Stunden (weil ich noch knapp eine Stunde einfachen Arbeitsweg habe) Ich wollte nicht, dass es soweit kommt, es war keinesfalls geplant, aber es funktioniert. Marla war auch schon mal eine Woche mit meinen Eltern im Urlaub oder eine Woche bei ihnen, als ich mit der Arbeit auf Ferienfreizeit musste. Während meiner Dienstzeiten ist das inzwischen kein Problem mehr, aber sie weiß ganz genau, zu welchen ungefähren Zeiten ich komme, um sie abzuholen. Dann liegt sie vor der Haustür und bewegt sich dort nicht weg, sie weigert sich dann spazieren zu gehen, sie wartet, bis ich komme. Ist sie länger, als die normalen Zeiten dort, fängt sie an zu jammern, meine Eltern sagen, man merkt ihr sehr deutlich an, dass sie wartet, dass sie mich vermisst, dass nicht versteht, warum ich nicht da bin.
      Ich mache das, weil ich keine andere Möglichkeit habe, aber ich würde nicht, ohne triftigen Grund einen Hund mit jemandem teilen. Schon gar nicht immer wochenweise abwechseln, das verwirrt den Hund. Ich sehe auch überhaupt gar keinen Sinn darin. Wenn es so ist, wie bei @Isa, wo der Hund ab und zu mal bei ihrer Mutter ist, finde ich das okay, aber dauerhaft?
      „Was uns so fest mit Hunden verbindet, ist nicht ihre Treue, ihr Charme oder was es sonst noch so sein mag, sondern die Tatsache, dass sie nichts an uns auszusetzen haben.“
      (unbekannt)

      Kati mit Marla :love:
    • Hallo,

      Du solltest vielleicht allgemein noch ein bischen mehr von euch und der anderen Familie erzählen.
      Besonders die Zeitspanne bedenken, die so ein Hundeleben nunmal dauert. Ist es realistisch sich um die 15 Jahre einen Hund zu teilen?

      Ich habe vor kurzem einen Artikel über DohSharing gelesen, wo es auch funktioniert hat, aber da hat der Hund Person A schon länger gehört und irgendwann entstand es dann so, dass der Hund am Wochenende bei Person B wohnt. Da war B aber auch klar, dass es irgendwann vorbei geht, wenn A zB wegzieht.

      Ich persönlich denke wenn es klappt, dann am ehesten so, dass Welpe oder erwachsener Tierschutz Hund bei einer der Familien einzieht, rechtlich komplett deren Hund ist, auch TA Kosten bei der Person liegen (es seidenn die 2. Partei verschuldet Kosten..muss man dann wieder vernünftig regeln) und Partei 2 zahlt die Kosten für ihre Hundeausstattung und Futter wenn der Hund bei ihnen ist.
      Nach einer Eingewöhnungszeit bzw beim Welpen einfach länger - in der Pubertät und am schlimmsten noch in Fremdelphasen eines Junghundes den plötzlich wo anders hin zu geben, das finde ich bedenklich - kann man dann anfangen, gemeinsam spazieren zu gehen und dass der Hund zeitweise da ist.

      Rassen kann euch niemand raten ohne zu wissen, was ihr für Erwartungen an einen Hund habt.

      Bei mir wird mein Hund auch regelmäßig von meiner Mutter betreut, wobei mal gar nicht, mal 2 Stunden am Morgen, mal über Nacht, mal 6 Stunden am Nachmittag oder am Wochenende mal einen Tag. Wir sind uns nicht in allen Dingen einig (ich bin sehr konsequent, meine Mutter vorm ersten Kaffee schon mal gar nicht :whistling: zB) aber ich blende das mittlerweile gut aus. Wichtige gesundheitliche Dinge akzeptiert sie oder dass ich zB nicht will, wenn sie mit einer Freundin zusammen Gassi geht, dass diese dann meinen Hund an der Leine führt. Nacho hat bei ihr auch keinen Freilauf, obwohl er bei mir sehr selten an der Leine ist, aber wenn irgendetwas passiert, müsste sie das Risiko tragen, dass was mit meinem Hund ist - und das möchte weder sie noch ich.
      Und das sind nur Dinge die in der Betreuung während der Arbeit sich unterscheiden. Gleichzeitig stehen wir uns natürlich sehr nah, da kann ich zB auch einfach sehr deutlich sein was ich wie möchte oder nicht gut finde und es ist ganz klar mein Hund - meine Regeln.

      Bei der Hund gehört jedem 50-50 stelle ich mir das sehr schwierig vor.