balljunkie?.... bitte hilfe!

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    • balljunkie?.... bitte hilfe!

      hey an euch alle!

      ich hab in einem post vor einiger zeit "unvorsichtigerweise" das wort ball-"junkie" verwendet
      und wollte damit eigentlich nur ausddrücken, dass unser hund (socke, pudel-labbi-mix - jetzt 10,5 monate alt, männlich) bälle sehr mag!

      hinweise von usern haben mich erst darauf gebracht, dass diese liebe zum ball "grenzwertig/too much" werden kann.
      ich kannte sowas bisher nicht. - beide vorgänger-hunde waren nicht wirklich ball-affin.

      nun also die aktuelle situation bei socke:

      er steht extrem auf das werfen von bällen, powert sich dabei (aus menschensicht) echt gut aus. soweit, so gut.
      hinzu kommt aber inzwischen, dass er andere artgenossen, die es wagen, in den bereich SEINES BALLES zu kommen,
      extrem auf abstand hält - will sagen: er knurrt andere hunde extrem an, wenn sie versuchen, SEINEN ball aufzunehmen...

      ich merke grad: socke ist auf dem weg, ein ECHTER ball-junkie zu werden und ich hätte gerne eure hilfe dazu
      wie wir:
      trotz der sichtbaren "sucht" nach bälle-werfen, es hinbekommen können, weil es socke echt einen riesenspass macht
      vielleicht lieber das bälle-werfen komplett einstellen sollten, damit es nicht irgendwann zu einer eskaltation kommt
      ein "gesundes mitte" aus ball und " bälle sind für alle da" hinbekommen können.

      gibt es da trainingsansätze?

      ich würde mich freuen, wenn ihr mir ratschläge geben könntet,
      wie wir sockes "lust am ballwerfen" abgrenzen können von seinem "besitzverhalten" zum ball

      platt gesagt: wie können wir ihm beibringen, dass "der ball" nicht nur "SEIN ball" ist und dass
      er auf keinen fall aggressiv reagieren darf, wenn sich ein artgenosse "seinem" ball nähert.

      zur hiiiilfe bitte.... ulla :hello:
      socken machen nicht nur die füsse warm ♥
    • sockenfrau schrieb:

      dass er andere artgenossen, die es wagen, in den bereich SEINES BALLES zu kommen,
      extrem auf abstand hält - will sagen: er knurrt andere hunde extrem an, wenn sie versuchen, SEINEN ball aufzunehmen...

      ich merke grad: socke ist auf dem weg, ein ECHTER ball-junkie zu werden und ich hätte gerne eure hilfe dazu
      Vorab - ich bin kein Erziehungsspezialist und halte mich normalerweise aus Erziehungsfragen raus. :ergeben:
      In diesem speziellen Fall würde ich aber Folgendes sagen:

      Das Verhalten, welches du da schilderst, ist nicht das Kennzeichen eines Balljunkies. Das ist Ressourcenverteidigung. Und die steht ihm zu, weil es ja sein Ball ist. Den muss er sich von anderen Hunden nicht wegnehmen lassen.

      Deshalb würde ICH einfach den Ball an mich nehmen, wenn andere Hunde auftauchen. Problem gelöst.

      Ich persönlich halte generell nichts davon, Spielzeug ins Spiel zu bringen, wenn mehrere Hunde beisammen sind. Das kann sehr schnell zu bösen Problemen führen.


      Ob Socke ansonsten bereits ein Balljunkie ist, kann ich nicht beurteilen. Aber nicht jeder Hund, der es liebt, Bällchen nachzujagen, ist gleich ein Balljunkie.


      sockenfrau schrieb:

      weil es socke echt einen riesenspass macht
      vielleicht lieber das bälle-werfen komplett einstellen sollten, damit es nicht irgendwann zu einer eskaltation kommt
      ein "gesundes mitte" aus ball und " bälle sind für alle da" hinbekommen können.

      Vergiß das "Bälle sind für alle da". :D
      Der Ball ist nur für Socke, und damit wird gespielt, wenn ihr alleine seid.
      Und wenn du nach einer Zeit denkst, dass es genug ist, dann steckst du den Ball ein und machst was anderes.

      Also - so würde ICH es machen.
      Liebe Grüsse von Doris mit Hans und Paul
    • Ganz stumpf ;) Ball nur da wo wirklich keine anderen Hunde sind und auch keine plötzlich auftauchen könnten?!

      Hm... "seine" Bälle ALLE weg und einen neuen, ganz anderen Ball kaufen - spontan fällt mir so'n IgelBall ein - ICH würde den rollen auf der Terrasse (Garten mit Rasen habbich nich) und dieser neue Ball ist dermaßen supersupersuper :D der wird ganz in Ruhe aufgenommen und fein apportiert und versteckt/gesucht?!

      ImpulsKontrolle üben damit...

      Lani und TreibBall :) das fällt mir auch noch ein...

      ICH würde ab sofort nie wieder einen Ball mitnehmen und auch zuhause (mit Garten) nie wieder werfen 8o kalter Entzug 8o abgemildert durch siehe oben "der neue SuperBall" ^^ der ist nur für "schön spielen" ohne andere Hunde also zuhause.

      Ich fürchte :P was Du gerne hättest...

      sockenfrau schrieb:

      ich würde mich freuen, wenn ihr mir ratschläge geben könntet,
      wie wir sockes "lust am ballwerfen" abgrenzen können von seinem "besitzverhalten" zum ball

      platt gesagt: wie können wir ihm beibringen, dass "der ball" nicht nur "SEIN ball" ist und dass
      er auf keinen fall aggressiv reagieren darf, wenn sich ein artgenosse "seinem" ball nähert.

      ...gibt's nicht?!

      Das ist völlig "normales" Verhalten - der Hund ist aufgeputscht durch die BEUTE und das Gerenne und da soll er seine Beute nicht bewachen/verteidigen?!

      10,5 Monate alt 8o das ist fast unauslöschlich "eingebimst" - ich will nicht unken :saint: aber da muss jetzt sofort und für den Rest des Lebens "gedreht" werden.
    • Ich bin da bei @Hanca.
      Für mich ist das auch in erster Linie Ressourcenverteidigung. Und mit so einem Hund würde ich schlicht nur da Ball spielen, wo keine andere Hunde sind. Spielzeug (Beute) mit anderen Hunden teilen ist aus Hundesicht nicht sinnvoll. Auch, wenn es manche Hunde tun, weil es ihnen nicht so wichtig ist.

      Einem echten Balljunkie reicht es schon, zu wissen, dass du den Ball dabei hast, und er wird dich nicht mehr aus den Augen lassen. Er wird auch das Spiel nicht einfach beenden können. Steckst du den Ball nach dem Spiel ein, wird er dir nicht von der Seite weichen und immer wieder auffordern zum Weiterspielen.
      Ein Hund, der Bälle liebt, in normalem Rahmen, wird sich nach dem Ende des Spiels auch relativ schnell wieder anderen Dingen zuwenden und herunterfahren, während das Erregungslevel und die Erwartungshaltung bei einem echten Balljunkie lange bestehen bleibt.

      Was davon bei Socke der Fall ist, kannst nur du wissen.
      LG Petra mit Andy

      So ein Hund ist ja auch nur ein Mensch...
    • Ich sehe das wie Hanca. Ressourcenverteidigung ist normal für die meisten Hunde und okay. Mit dem Ball lieber da spielen, wo keine anderen Hunde sind.

      Nacho spielt auch gerne mit Bällen. Ich handhabe das aber so, dass ich mich nicht zur Ballwerfmaschine degradiere.
      Ich weiß ja nicht wie ihr mit ihm mit dem Ball spielt?

      Ich baue immer verschiedene Übungen mit ein. Mal werf ich den Ball so, dann erst nach ein paar metern Fuß gehen, mal muss er sitzen bleiben vorher, einen Trick zeigen, wir pben Impulskontrolle und normale Gehorsamsübungen. Nacho ist dabei voll motiviert und kann trotzdem noch ordentlich flitzen und seinen Ball jagen.
      Was ich auch besonders mag, Bälle an einem Seil, dann kann man zwischendurch auch schön mit dem Hund zergeln.

      Wenn ich den Ball wegstecke gebe ich als Hörzeichen "Pause", Nacho weiß mittlerweile genau, dass dann nix mehr passiert und widmet sich wieder anderen Dingen, rumschnüffeln, markieren, etc.

      Wie spielt ihr denn mit dem Ball mit ihm?
    • Wir hatten in Wichtelpakten Bälle und ich merke nach ein-/zweimal werfen, dass Mogli das Hetzen des Balles "anfixt" (Rassebedingt?) und daher ist dann auch Schluss und der Ball kommt nur alle paar Monate mal zum Einsatz. Einen jungen, gesunden Hund kann man nicht so auslasten, dass er stundenlang durchschläft, es sei denn man wirf eine Stunde Bällchen.

      Ich kenne aber Hundehalter die Bälle als "Anti Jagdstrategie" nutzen denn ein Hund der nur auf sein Bällchen fixiert ist achtet nicht mehr auf das Wild.

      Mogli sucht Dummys und wenn ich den Dummy mal werfe muss er sitzen bleiben bis der Dummy liegt, wird auf dem Weg zum Dummy abgerufen oder gestoppt. Das kann man natürlich auch mit einem Ball machen. Hetzen (also hinter dem Dummy herlaufen) gibt es nur mal als Belohnung.

      Resssourcenverteidigung ist normal für Hunde aber ich arbeite bei meinen Hunden daran, dass sie weder Futter noch Spielzeug gegen ihre Mithunde verteidigen. Wenn Fremdhunde dabei sind bringe ich keine Ressourcen ins Spiel denn das kann ganz böse Folgen haben. Eine Trainerin hat mal zu mir gesagt, dass zur Ressourcenverteidigung immer Zwei gehören: Ein Hund der verteidigt und einer der sich nicht beeindrucken lässt. Daher lernen meine Hunde, dass sie nichts verteidigen müssen.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Die „schönsten“ Beißereien auf der Hundewiese entstehen, weil Ressourcen im Spiel sind, die plötzlich verteidigt werden müssen. :confused: :hund-wtf:
      Und man staunt, was da manchmal als Ressource angesehen wird: ein beliebiges, rumliegendes Stöckchen, ein weggeworfenes Butterbrot-Papier oder einfach die Markierstelle einer besonders gut duftenden Hündin... :rolleyes:
      Wenn der Mensch dann sogar noch eigenes Spielzeug seines Hundes in die Runde wirft, ist das oft wie der Gong im Boxring: der Fight ist eröffnet!

      Das ist normales Hundeverhalten.


      Ich schließe mich also meinen Vorschreiberinnen gänzlich an.
      @sockenfrau, wenn Ball-Einsatz, dann nur in trauter Zweisamkeit mit Socke.
      Und ich würde, so wie auch schon beschrieben, den Ball immer auch mit Impulskontroll- und Such- und ruhigen Apportier-Spielen nutzen.
      Weil eben sehr wohl die Gefahr besteht, Socke zum Adrenalin-Junkie zu machen.
      Das geht - wenn man Pech hat - nämlich bei jungen unausgelasteten Hunden mitunter schneller als einem lieb ist... :/

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • DogGirl schrieb:

      Ich schließe mich also meinen Vorschreiberinnen gänzlich an.
      @sockenfrau, wenn Ball-Einsatz, dann nur in trauter Zweisamkeit mit Socke.
      Und ich würde, so wie auch schon beschrieben, den Ball immer auch mit Impulskontroll- und Such- und ruhigen Apportier-Spielen nutzen.
      Weil eben sehr wohl die Gefahr besteht, Socke zum Adrenalin-Junkie zu machen.
      Das geht - wenn man Pech hat - nämlich bei jungen unausgelasteten Hunden mitunter schneller als einem lieb ist... :/
      Die wesentlichen Dinge zur Ressourcenverteidigung sind bereits gesagt. Und manchmal - nichtmal selten - generalisiert sich sowas und Hunde verteidigen "alles".

      Niemand will sowas.

      Wäre das meiner, wären Bällchen-Spiele erstmal vorbei, der würde "umgepolt" auf ruhigere Dinge, Konzentrationsübungen oder Leckerli suchen.
      Nach zwei Wochen würde ich einen Dummy mit ihm zusammen - also sichtig - ablegen, mit dem Hund erst 10 Meter - später weiter - weggehen und ihn dann apportieren lassen. Mit Leckerli kann man sowas hervorragend vorüben, vor allem Impulskontrolle und "bei Fuss" und später ohne Leine vom Leckerli/Dummy weggehen und das Köterchen dann nach einer zu steigernden Wartezeit zum "Apport" schicken.
      Später muss man dann sehen, wie er reagiert. Holt er freudig den weggeworfenen Ball ist ja alles in Ordnung. Zeigt er Tendenzen von Junkie und kann vom Ball nicht abschalten - wars das.
      Viele Grüße
      Dieter

      Wenn es im Himmel keine Hunde gibt - dann will ich da nicht hin.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dieter ()

    • Ich habe Kiara zu einen Balljunkie gemacht. Ich bin darauf nicht stolz! Und ich meine @Angua Tiffy ist ebenfalls ein Balljunkie, allerdings nicht selber so geformt, sondern mit dieser Sucht übernommen worden vom vorrigen Halter.

      Ich habe gemerkt, dass Kiara sich für nichts anderes Interessierte, wenn ich einen Ball dabei hatte. Ich habe gerne beim Spazieren gehen hier und da mal den Ball geworfen. Seitdem ist das Ballspielen auf ein Minimum reduziert worden: Das heißt, wenn wir im Urlaub am Strand sind, darf Kiara mal einen Ball aus dem Meer retten.

      Kiara spielt aktuell seit 8 Jahren nur noch im Urlaub mit einem Ball und ich würde sagen, dass ihre Sucht auch vor Jahren gänzlich danach verschwunden ist. Ich wollte aber nicht mehr mit dem Ballspielen anfangen, da es nun mal auch stark die Gelenke belastet.

      @Bananenhamster hat mir zu Ostern ein Set mit Plüschbällen in einer Plüschbox geschenkt. Kiara hat darauf den ganzen Tag zugriff und holt sich gerne einen Ball daraus und kaut darauf herum oder leckt sie ab. Sie bringt mir den Ball mit der gleichen Leidenschaft wieder wie mit anderen Spielzeugen. Nur spielen wir auch anders mit dem Ball als früher: Ich verstecke diesen und sie darf ihn suchen. :thumbsup: Kiara freut sich immer wie blöd, wenn sie dann das Objekt der Begierde gefunden hat. :love:

      Ich kann mich also @Susa anschließen und dir nur raten, nicht mehr mit Bällen zu spielen. Wenn du irgendwann Bälle wieder einführen möchtest, dann zum Üben der Impulskontrolle. Socke sitzt, du wirfst und er darf erst auf deine Erlaubnis los oder muss sogar in Fuß erst im Fuß daran vorbei, bis du ihn erlaubst, den Ball zu holen. Weitere Variationen sind natürlich möglich.

      Statt einen Ball mitzunehmen, kann sich als Alternative ein Futterbeutel anbieten. Damit übst du auch die Impulskontrolle: Du wirst ihn und Socke darf es erst auf Kommando holen oder du versteckst ihn, während Socke warten muss. Sowas macht echt viel Spaß :thumbsup:
    • Ich hatte doch "Lani und TreibBall" erwähnt ;) der große Ball bzw. ein Ball, den der Hund nicht in's Maul nehmen kann (außer dem Klassiker :D getackerter FußBall :D aber der rollt ja nicht mehr) ist doch keine Beute sondern "Spielzeug" oder?!

      Denia hat eine güldene Kugel ^^ ein kleiner FußBall mit Autogrammen drauf (mein Söhnchen war mal in Dortmund in der VIP-Lounge :thumbup: der Ball war ein Geschenk) und Denia ist abgegangen wie Schmitz' Katze 8o grollend hat sie Ball "getrieben" und ein HeidenSpektakel dabei gemacht.

      Inzwischen interessiert sie das Teil nicht mehr...

      Treibt Lani auch kleinere Bälle - so klein, dass sie nicht getragen werden können?!
    • Hmmmm, Erika, das würde ich nicht einfach so anfangen... :/
      Das vor-sich-hertreiben eines größeren Balles hat mindestens genau dieselbe pushende Qualität.
      Das muss - wenn, dann - mit einem Treibball-erfahrenen Trainer ordentlich aufgebaut werden.
      Ich würd‘ das hier aus diesem Thread erst mal rauslassen, denn es schafft keine impulskontrollierende Abhilfe, sondern macht eher eine weitere Baustelle auf...

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Zum Treibball möchte ich was sagen..... :D

      Paul mag es nicht, Bällchen hinterherzulaufen.
      Kennt ihr den Witz, wo ein Hund einem geworfenen Bällchen hinterher schaut und dazu sagt: "Ah....ja, ein Ball....genau...ich sehe ihn...." - und dabei sitzen bleibt?

      Genauso reagiert Paul, wenn ich irgendwas werfe. Der hat null Lust, irgendwas hinterher zu laufen.

      Ausnahme: Sein Ferkelball. 8o 8o
      Er liebt ihn, er treibt ihn mit Hingabe - und manchmal zeigt er dann auch schon mal Besessenheit.

      Ich greife nicht ein, weil er dann irgendwann mal von sich aus aufhört und die Lust verliert, und insgesamt überhaupt nicht der Typ ist, der sich in irgendwas reinsteigert. Bei ihm bin ich fast froh darüber, wenn er sich mal so triebig zeigt.

      Aber bei Hunden, bei denen die Gefahjr besteht, dass sie zum Balljunkie werden, würde ich ganz dringend von einem Ferkelball abraten. Da brauchen sie dann nicht mal mehr einen Menschen, der kontrollierend eingreift, indem er den Ball schmeisst - da haben sie freie Hand, um sich selbst hochzupushen. :rolleyes:
      Liebe Grüsse von Doris mit Hans und Paul
    • Susa schrieb:

      ...andere Auslastungsübungen machen. Welche die den Kopf auslasten!
      Genau.
      Für sowas eignet sich Fährtenarbeit ungemein, auch wenn das etwas "Arbeit" ist. Aber nichts macht Hunde selbstbewusster und geistig wie körperlich auf sehr natürliche Art müde wie eine Fährte, egal ob Würstchenwasser oder sonst ein Geruchsträger.
      Viele Grüße
      Dieter

      Wenn es im Himmel keine Hunde gibt - dann will ich da nicht hin.
    • Also hat das nix mit Beute (Sachen, die der Hund in's Maul nehmen kann) zu tun sondern die ähhh :P ich kann's nicht formulieren...

      Die körperliche "Auseinandersetzung"? mit dem Objekt der Begierde ist der KnackPunkt oder?!

      DAS pusht (Adrenalin und so) egal ob beim Buddeln oder Jagen (hinterher rennen) oder Treiben... also jeder Jeck hat/hätte seine eigene Besessenheit ;) wenn man ihn ließe... es soll ja Terrier geben, die springen bis zum Zusammenbruch immer wieder hoch...

      Alles Teile der JagdSequenz und je nach Rasse/Mischung triggert's die Nase, die Ohren, die Augen und dann geht's los - so oder so oder so - im Tunnel.

      (schweift zwar bissi von SOCKE ab :whistling: aber die "Besessenheit" plus RessourcenVerteidigung ist wirklich eine tickende Bombe ^^ das muss früher oder später knallen wenn man nicht "umpolt")
    • Dieter schrieb:

      Genau.
      Für sowas eignet sich Fährtenarbeit ungemein, auch wenn das etwas "Arbeit" ist. Aber nichts macht Hunde selbstbewusster und geistig wie körperlich auf sehr natürliche Art müde wie eine Fährte, egal ob Würstchenwasser oder sonst ein Geruchsträger.
      Das stimmt. Auf Wurstwasserfährten hat sogar mein Mops* Bock drauf :thumbsup: Klar, Kiara ist konzentrierter und schneller, während Caro am liebsten den ganzen Wurstwassergeschmack aufschlabbern würde. ;)

      *Viele glauben, dass ein Mops keine Beschäftigung braucht. Weder körperlich, noch geistig.
    • Hmmm.... Ich finde aber, man darf in diesem Fall nicht aus dem Blick verlieren, dass es gar nicht das typische "Junkie-Verhalten" ist, das Ulla hier als problematisch ansieht. Wie angefixt Socke tatsächlich auf seinen Ball ist, steht in ihrem Post überhaupt nicht.

      sockenfrau schrieb:

      platt gesagt: wie können wir ihm beibringen, dass "der ball" nicht nur "SEIN ball" ist und dass
      er auf keinen fall aggressiv reagieren darf, wenn sich ein artgenosse "seinem" ball nähert.
      Ich sehe hier das Hauptproblem: Ich habe den Eindruck, Ulla, du legst allgemein sehr viel Wert darauf, dass Socke nie und nimmer und in keiner Situation der Welt irgendwie aggressiv reagiert. (Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege!) Bloß: Aggressionsverhalten gehört zum normalen Verhaltensrepertoire des Hundes. Ich spreche aus Erfahrung heraus, weil ich selbst lernen musste und muss, dass das so ist. Schließlich sind wir sehr stark daraufhin erzogen, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden müssen. Aber so ticken Hunde nicht!
      Natürlich soll Socke nicht übermäßig aggressiv sein und jeden Hund, der sich seinem Ball auf zwanzig Meter nähert, in Grund und Boden stampfen, bis der andere sich nicht mehr regt. Aber ein gemäßigtes Aggressionsverhalten - sprich eine klare Ansage, die aber nicht sofort mit Verletzungsabsicht einhergeht und die er einstellt, sobald der andere Hund beschwichtigt und den Rückzug antritt - ist nicht unnormal! Schließlich IST "der Ball" "SEIN Ball" - so ist nun mal die Realität!
      Nicht falsch verstehen: Natürlich will keiner, dass Socke lernt, alles Mögliche als Seins anzusehen und jeden Hund bei der kleinsten Gelegenheit aggressiv anzugehen. Und ich gehe völlig konform mit meinen VorschreiberInnen, dass man solche Situationen vermeiden sollte, indem man eben nur dann den Ball oder ein ähnlich begehrtes Objekt herausholt, wenn keine anderen Hunde in der Nähe sind. Aber viel mehr als dieses Management würde ich da tatsävchlich nicht machen, denn es sollte nicht Ziel der Erziehung sein, dass der Hund niemals nimmer nicht Aggressionsverhalten zeigt. Und deswegen würde ich auch nicht dafür plädieren, nur wegen dieses Problems den Ball für immer wegzupacken. Mein Rico verteidigt Futter - soll ich ihn jetzt nie mehr füttern? ;)

      Du musst dich halt fragen, ob Socke Verhaltensweisen zeigt, die wirklich in Richtung Sucht gehen. Also: Rastet er völlig aus, sobald er den Ball nur erblickt (bellt, jault, springt an dir hoch...)? Nimmt er die komplette Welt um sich herum nicht mehr wahr, sobald du den Ball hast? Würde er den Ball 100 und 200 Mal jagen, auch wenn er eigentlich schon völlig k.o. ist?
      Wenn du dir unsicher bist oder einfach vorbeugen möchtest, dass es jemals in die Richtung tendiert, solltest du darauf achten, mehr Ruhe in das Ballspiel einzubauen. Viele Möglichkeiten wurden hier schon beschrieben: Socke warten lassen, während du wirfst, und ihm erst auf Signal hin erlauben, den Ball zu holen. Den Ball verstecken, sodass er nicht auf direktem Wege "hinschießen" kann, sondern richtig suchen muss. Den Ball sichtbar irgendwo hinlegen und dann erst einmal mit Socke andere Übungen machen, bevor er zur Belohnung ein- (oder maximal zwei-)mal den Ball hetzen darf. Wenn du die Sorge hast, dass sein Verhalten tatsächlich schon Richtung Sucht tendiert, könnte es sinnvoll sein, einen neuen Ball zu kaufen, der sich deutlich von dem bisherigen unterscheidet, und damit das Ballspiel ganz neu aufzubauen. Was ich in jedem Fall nicht (mehr) machen würde, ist dieses wilde Nochmal-und-nochmal-und-nochmal-Schmeißen (was viele ja auch gut und gerne 10-, 20-, 30mal hintereinander machen). Das ist für keinen Hund eine wirklich gute Sache.

      Viele Grüße
      Amica
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Dieter schrieb:

      Susa schrieb:

      ...andere Auslastungsübungen machen. Welche die den Kopf auslasten!
      Genau.Für sowas eignet sich Fährtenarbeit ungemein, auch wenn das etwas "Arbeit" ist. Aber nichts macht Hunde selbstbewusster und geistig wie körperlich auf sehr natürliche Art müde wie eine Fährte, egal ob Würstchenwasser oder sonst ein Geruchsträger.


      Das mit der Fährte kann ich vollkommen bestätigen. Dana z.B. ist ja etwas traumatisiert und ziemlich ängstlich (gewesen?!) und sie hat null Bock, egal was zu spielen.
      Aber so ganz simple Spuren mit z.B. Wurstwasser (wie Dieter ja schon meinte) haben sie umgehend begeistert. Ich hatte einige Stunden zuvor eine, nach und nach längere und schwieriger Spur mit dieser "Wurstlauge" ;) gelegt und Dana ist richtig mit Elan auf die Suche gegangen. Immer!
      Ja, auch ihrem Selbstbewusstsein schien das gut zuträglich zu sein. Sie hatte immer weniger Schiss und wurde auch anderen Hunden gegenüber immer mutiger. Hat sich kaum noch "die Butter vom Brot" :hund-lol: nehmen lassen.
      Ihr hat das richtig gut getan und es tut ihr noch immer richtig gut.
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:
    • woah!!!! 8o ich danke euch ganz doll für all die antworten,
      die mich ganz anders auf diese "ball-werfen-aktionen" VON UNS sehen lassen! :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

      JA: weglassen, wenn anderen hunde in der nähe sind! - das habe ich auf jeden fall begriffen!
      auch, dass es irgendwie völlig ok ist, dass er SEINEN ball verteidigt! -
      (er hat klare ansagen gemacht, ist aber nicht auf andere "losgegangen")

      wir versuchen sehr, ( 8| ) ihm beizubringen, dass er erst auf unser "go" loslaufen darf, um den geworfenen ball zu holen.
      das klappt noch nicht wirklich... also eigentlich gar nicht... :whistling: ... er "hetzt" irgendwie los - daran muss ich noch sehr arbeiten!

      eine frage war, wie socke auf den mitgenommenen ball reagiert:
      nein, er fiept nicht, er flippt nicht aus... --- ich würde es beschreiben als: er freut sich sehr.

      abbruch des ballwerfens: unser eindeutiges köperliches und verbales signal: "schluss" (mit handzeichen)
      daraufhin läuft socke noch ca. 2 minuten kreuz und quer vor uns her (um uns zu stoppen?? - damit wir den ball wieder werfen??)
      und dann (wenn es keine andere ablenkung gibt) fängt er an, "normal" rumzulaufen, zu schnüffeln, zu erkunden.


      am letzten wochenende war mein mann mit socke an der ostsee (@dieter: unser geliebtes scharbeutz!!)
      da hat es sich eben so klar gezeigt: wenn mein mann den ball geworfen hat, wurden andere hunde "krass abgewiesen",
      wenn sie an seinen ball wollten -
      war der ball nicht im einsatz hat socke völlig normales verhalten gezeigt:
      hunde "kennenlernen", anschnüffeln, klären, ob "man" spielen mag oder eben nicht - alles sehr schön normal/entspannt!

      das ausweichen auf fährtensuche / würstchenwasser kenne ich auch, habe es auch früher schon gemacht,
      aber socke scheint echt ein "kein-nasen-hund" zu sein.
      wenn ich ihn hähnchenherzen im garten suchen lasse, steht er ab und an echt mit einer pfote auf dem hähnchenherz
      und sucht, wo es ist... :whistling: :whistling:
      will sagen... sein nasensinn scheint noch nicht wirklich ausgeprägt zu sein... wird sich vielleicht noch entwickeln?

      und jetzt muss ich noch gestehen:
      weil socke den zurückgebrachten ball nicht wirklich an uns abgeben wollte,
      habe ich bisher einfach zwei bälle mitgenommen...
      hab also den zweiten ball schon in der ballschleuder gehabt - socke hat das gesehen und den zurückgebrachten ball
      ausgelassen.
      so konnte also das "hetzspiel" mit noch mehr körpereinsatz (von seiner und von meiner seite) intensiviert werden.

      war irgendwie nicht klug von mir.... :thumbdown:

      mein fazit aus euren antworten:
      ich werden das ballwerfen als belohnung für "geleistete arbeit" (sitz, down, back, was auch immer)
      einsetzten,
      werde den ball auch/mehr als suchobjekt einsezten,
      werde den ball komplett weglassen, wenn andere hunde im umfeld sind,
      lasse ihm seine "hetz-einheiten" nach dem ball, von uns kontrolliert.

      was ich im moment nicht versuchen möchte, ist: den ball gegen einen anderen zu ersetzen.
      das ist glaube ich bei socke nicht zielführend, weil alles, was geworfen wird zum dargestellten verhalten führt.
      egal ob stöckchen, ball, igelball, schweine... (wie hiess das???)
      nein, ich glaube, das ist nicht unser weg.

      ich werde weiter berichten und danke euch sehr für eure hinweise!

      letzte, ganz kleine (sehr glückliche) anmerkung noch:
      am sehr bevölkerten strand in scharbeutz haben mehrere hundebesitzer meinen mann angesprochen,
      wie tiefenentspannt socke doch sei (ALSO OHNE BALL!!!) sein sozialverhalten passt also offenbar.
      ich freue mich irre darüber!!!

      socke ist toll!!! <3 <3 <3

      ulla :hello:
      socken machen nicht nur die füsse warm ♥