Thora bellt bestimmte Hunde an

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    • Thora bellt bestimmte Hunde an

      Hallo, wir sind neu hier im Forum und haben gleich eine Frage.

      Wir haben eine 5 jährige Labrador-Mischlingshündin aus Spanien (keine Straßenhünding). Sie ist seit Oktober 2019 bei uns. Sie ist eine liebe Hündin, im Haus verschmust, ruhig und anhänglich.

      Zu Beginn war es so, dass sei draußen beim Gassi-gehen mehr oder weniger stark an der Leine zog. Besonders bei Hundebegegnungen. Nachdem sie lange in einer Tier-Pension mit mehreren Hunden lebte, verstand sie nicht, dass sie nicht zu jedem Hund hin durfte.

      Die Leinenführigkeit verbessert sich, langsam zwar, aber immerhin. An kleineren Hunden kommen wir ganz gut vorbei. Heikel sind nur "gleichwertige" Hunde, andere Labradore oder Golden Retriever. Sobald diese in Sicht kommen, werden sie fixiert. Thora zieht dann sofort an der Leine, lässt sich kaum ansprechen.
      Dieses Verhalten zeigt sie jetzt seit ca. 2 Monaten, vorher zog sie "nur" stark, ohne bellen.

      Kommt er andere Hund näher, geht unsere Thora stark in die Leine und bellt heftig, kein Knurren. Ansprache nicht mehr möglich.
      Sie ist noch lange nach so einer Begegnung total aufgedreht.

      Leider ist unsere Hundeschule zur Zeit noch geschlossen. Ich bin unsicher, wie wir das in den Griff bekommen sollen?

      Gruß
    • Versuch auf Abstand zu bleiben. Wenn sie von weitem schon fixiert, Wechsel die Richtung, belohne ruhiges Verhalten. Wenn dir Hunde entgegen kommen, sieh zu, dass du soweit Abstand hältst, dass dein Hund sich nicht mehr so hochfahren kann. Das mag gerade am Anfang nervig sein, weil die Frustrationstoleranz sehr niedrig sein wird, aber es wird mit der Zeit besser werden. Jedes ruhige gucken, jedes ruhige schnüffeln in Richtung Fremdhund belohnen, wenn du merkst, dein Hund wird wieder aufgeregter, mehr Abstand, ggf weggehen.
    • Danke für den Tipp! So. Ähnlich handhaben wir es zur Zeit auch.

      Wir reagiert man am besten, wenn man nicht mehr rechtzeitig ausweichen könnte? Schimpfen? Ignorieren?

      Würde gezieltes üben etwas bringen. Ich hatte überlegt mit ihr öfter zu einer Gassi Strecke zu fahren, wo ich weiß, dass dort immer ein paar andere Hunde sind ( wir wohnen sehr ländlich) aber auch Platz zum ausweichen.
      Oder würde ich sie damit überfordern?
    • Schimpfen besser nicht, denn du müsstest auf die Sekunde genau den richtigen Zeitpunkt treffen, sonst verbindet sie die anderen Hunde noch negativer.

      Ignorieren bzw. „Einfach“ konzentriert auf den Weg vor dir und mit ihr an der zum anderen Hund abgewandten Seite weitergehen.
      Ich würde ihr auch erst wieder Leine geben, wenn sie ruhiger wird.

      In der HS kann man dann den Grund finden und dann auch gezielt dran arbeiten.
      Im Feld würde ich das nur machen, wenn du zu 100% sicher stellen kannst, jederzeit abbrechen zu können. Also in eurem Fall nach zwei wirklich guten Begegnungen nur noch gechillt gehen ohne einen weiteren Hund. Das ist ja nicht so einfach.

      Wenn ihr schon gemähte Wiesen habt, lieber mit ihr auf die Wiesen gehen und dann könnt ihr euch an den Abstand ran tasten. Also zB 10 Meter auf die Wiese, positives belohnen. Klappt das, 7 Meter auf die Wiese und so weiter... dabei kannst du auch ihre Körpersprache gut studieren und siehst bei direkten Begegnungen besser „wo sie gerade ist“.
    • Ich würde nicht zu Anfang stark frequentierte Gassistrecken suchen. 1. muss dein Hund lernen andere Hundebegegnungen „auszuhalten“ und 2. ist nicht jeder Fremdhund gut abrufbar und versaut dir nachher das Training. Dein Hund muss erst lernen die Frustration auszuhalten, da sind direkt viele Hundebegegnung zu Anfang schnell eine Überforderung.

      Wie @CC Enzo schon schrieb, macht Schimpfen nur Sinn, wenn es punktgenau folgt. Dafür musst du deinen Hund aber auch gut lesen können.
      Meine Hündin bekommt von mir ein scharfes „LASS ES!!“, bevor die eskalieren kann. Das fährt sie dann wieder etwas runter, auch wenn sie angesäuert ist. Ich biete ihr aber direkt danach auch ein Alternativverhalten an.
    • Das ist genau wie bei uns. Demon verhält sich auch so. Zur Zeit versuchen wir wenn möglich, Abstand zu halten.
      Wir konnten jetzt endlich in die Hundeschule. Da hat er sich aber ganz anders verhalten, weil ich auch sicherer war. Er war sogar mit anderen Hunden im Freilauf. Zuhause klappt dann nichts mehr.
      Ich versuch jetzt erst die Leinenführigkeit zu verbessern. Und dann gehen wir die anderen Hunde ran.
      LG
      Petra mit Demon+Yoomee
      und Chinouk+Taja im Herzen <3
    • Ela077 schrieb:

      Sie kam im Rudel (in der Pension in Spanien, wo sie lange war) gut mit anderen Hunden zurecht.

      Aber Begegnungen an der Leine sind eben etwas anderes. Da scheint sie nicht wirklich zu wissen, wie der Hase läuft.

      Ist sie denn draussen bei dir an der kurzen Leine? Oder an einer Schleppleine?
      An einer kurzen Leine sind Hunde in ihrer Kommunikation oft eingeschränkt, weil sie sich nicht frei bewegen können. Eine Schleppleine gibt da mehr Radius. Einen Bogen laufen ist immer höflicher bei Hundebegegnungen, das können Hunde an einer kurzen Leine nicht. Unterstütze deinen Hund ruhig dabei normal zu kommunizieren, in dem du mit ihr den Bogen läufst und auf Abstand gehst. Hunde können in der Zeit schon in aller Ruhe ihren Gegenüber "abchecken", ob der nett oder nicht nett ist.