Collie

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    • Da wir hier noch keinen Collie Thread haben mache ich einfach mal Einen auf :D .
      Hier hinein gehört alles über den Collie, von Pflege, Verhalten, natürlich Fotos :D , Arbeitsverhalten und so weiter.
      MfG Melanie mit Blacky&Geordi im Herzen & Joran an meiner Seite
      Manchmal lese ich über jemanden, der mit großer Autorität sagt, dass Tiere keine Absichten und keine Gefühle haben, und ich frage mich:" Hat der Typ denn keinen Hund?"(Frans de Waal)
    • Als erstes stelle ich mal das Interview von Renate Hitl aus dem Collie Journal ( Vereinszeitung vom Deutschen Collie Club) Ausgabe 46 ein.











      MfG Melanie mit Blacky&Geordi im Herzen & Joran an meiner Seite
      Manchmal lese ich über jemanden, der mit großer Autorität sagt, dass Tiere keine Absichten und keine Gefühle haben, und ich frage mich:" Hat der Typ denn keinen Hund?"(Frans de Waal)
    • Ich wollte als Kind immer einen Collie habe und wenn wir was mit Hunden gespielt haben musste ich immer einen Collie haben :D .
      MfG Melanie mit Blacky&Geordi im Herzen & Joran an meiner Seite
      Manchmal lese ich über jemanden, der mit großer Autorität sagt, dass Tiere keine Absichten und keine Gefühle haben, und ich frage mich:" Hat der Typ denn keinen Hund?"(Frans de Waal)
    • Ein interessanter Thread. Ich lese gern ausführliche Rassebeschreibungen von Haltern die mit den Hunden zusammenleben. Also nicht nur diese allgemeinen Beschreibungen die man über Google findet.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Ja, finde ich auch, der Artikel bzw. das Interview ist sehr informativ und liest sich schön!
      Danke für‘s Reinstellen, Melanie! :flowers:

      Ja, Collies sind echt nicht einfach... :rolleyes:
      Obwohl sie früher ja gerne auch als „Anfänger-Hunde“ angepriesen wurden, weil sie so schnell lernen... aber so einfach und simpel ticken die dann eben doch nicht.

      Ich habe ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Collies gemacht.
      Meine Hundeliebe als ich Kind war und keinen eigenen Hund haben durfte, war ja ein Collie. Ein erwachsener Rüde, der mindestens schon einen Vorbesitzer gehabt hatte und von einer alleinstehenden Frau aus unserer Nachbarschaft aufgenommen wurde. Die hatte zu dem Collie dann irgendwann auch eine neunjährige „nach-der-Schule-selbsterklärte-Adoptivtochter“, - nämlich mich. :D
      Über zwei Jahre ging das, dass ich nach der Schule, wenn das nötigste an Hausaufgaben erledigt war, immer zu „Amor“, so hieß er passender Weise, und seinem Frauchen gerannt bin, um dort den Nachmittag zu verbringen...
      Spazierengehen im Wald, im Garten spielen, „Amor“ bürsten, und - natürlich - mit ihm „trainieren“... :love:
      Der war absolut umgänglich und ein „einfach“ und absolut lieb mit mir. Zumindest in meiner verklärten Erinnerung ;) . Nur mit Rüden hatte er ein Thema, das weiß ich noch, weil ich immer beleidigt war, wenn ich bei anstehenden Begegnungen die Leine an „Amors“ Frauchen übergeben musste. :/ ...die traute mir doch echt nicht zu, den ausgewachsenen Rüden zu halten... Frechheit! X( - - - ;)

      Das endete alles übrigens recht tragisch... wo ich schon in Kindheitserinnerungen schwelge, kann ich den Rest ja auch noch erzählen... 8)
      „Amors“ Frauchen wurde krank, psychisch krank - Schizophrenie.
      Fing damit an, dass sie sich auf unseren gemeinsamen Spaziergängen verfolgt fühlte, irgendwann durfte ich dann nicht mehr kommen, weil ich auch „zu denen“ gehörte
      (war für mich als knapp 11jährige völlig unverständlich und ein Weltuntergang).
      Und dann zündete sie ihr Hab und Gut an, und wurde in eine Klinik eingewiesen.
      Natürlich wollte ich, dass „Amor“, - der muß da 6, 7 Jahre gewesen sein - zu uns kommt... 8o - meine Eltern aber nicht. ;(
      „Amor“ landete irgendwo als „Hofhund“... einmal hab‘ ich ihn noch gesehen... hach... ;(

      Von daher entsprach diese erste Collie-Erfahrung meines Lebens schon dem „Lassie-Vorbild“ ...irgendwie... mit tragischem Ende.

      Und dann war die Rasse in meiner Wahrnehmung von der Bildfläche verschwunden.
      Es gab Borders, Aussies, sogar Shelties... - aber keine Collies lange Zeit.

      Lani und ich haben bei unserem allerersten Treibball-Seminar dann zwei Collies erleben dürfen. Wir mochten sie beide, obwohl die laut ihres Frauchens auch wahrlich nicht zu den „einfachen“ zählen, sie hat das sogar auf knapp 200 Seiten beschrieben.
      Lani und ich mochten Sam und Fee beide jedenfalls sehr gern und die uns auch.
      Lani steht ja eh auf Collies... :love: , weil ihre Züchterin ebenfalls Collies züchtete und sie die Flauschbälle (es war der britische Schlag) quasi von Anfang an kennenlernte...

      Aber bei dem Treibball-Seminar, das als möglicher Einstieg für Colliehündin Fee geplant war, hab‘ ich schon gemerkt, dass Collies nicht so leicht zu motivieren sind...
      Fee hat oft frustriert gebellt und fand das Bälleschubsen eher überflüssig...

      Trotzdem, ich mag Collies. Auch wenn für mich, wenn, dann nur die Smooth-Version in Frage käme... Die Langnasen find ich mittlerweile cooler.
      Aber die sind auch nicht ohne... ;)

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Vielen Dank fürs Einstellen des Interviews erstmal! Sehr interessant zu lesen auf jeden Fall.
      Ein paar Anmerkungen wollte ich von meinen Erfahrungen mal machen :)

      Selbstbewusstsein
      Da musste ich tatsächlich wahnsinnig viel mit Nacho machen, mittlerweile sind wir aber auf einem guten Weg. Eine Zeit lang hab ich Nacho auf jeden größeren Stein und Baumstumpf hüpfen lassen - am Anfang hat er sich nicht getraut einfach hochzuspringen oder ist wenn überhaupt rüber gesprungen. Jetzt ist er letztens sogar auf einen großen Stein gekommen, obwohl er tatsächlich klettern musste weil er es mit einem Sprung nicht richtig hoch geschafft hat. Und das hier ist von gestern :D


      Ruhe
      Was Nacho von Anfang an konnte war zu Hause sofort schlafen wenn wir vom Gassi nach Hause gekommen sind oder sowas. Das Warten wenn er sitzt oder so hat er von Anfang an angeboten, die Impulskontrolle musste ich bei solchen Sachen kaum trainieren, wenn er sitzen soll sitzt er, Ende. Auch in Restaurants oder Cafés- obwohl er da eigentlich recht gestresst ist - liegt er nach 5 Minuten irgendwo im Weg und pennt.

      Stress
      Da hatten wir tatsächlich richtig Probleme mit. Nacho hat zum Beispiel wahnsinnig Stress gehabt, wenn er mal auf dem sofa oder dem Bett war. Dann fing es an dass er einfach irgendwo stand und nur am Hecheln war. Ich hab versucht Ursachen zu finden und war irgendwann a) ziemlich verzweifelt, weil es keinen offensichtlichen Grund gab und b) selbst so wahnsinnig genervt, weil mich das einfach auch gestresst hat wenn er so rumstand.
      Silvester hat er angefangen bei uns aus dem Sofa und im Bett Schutz zu suchen vor der Knallerei, seit dem ist das Thema gegessen und wir haben einen Bett und Sofahund.

      Das Rumgestehe und Gehechele hat sich auch gelegt. Ich bin mir bis heute nicht sicher warum.

      Motivation/Intelligenz
      Wenn Nacho nicht sofort versteht was ich von ihm will ist er gestresst und geht lieber als irgendwas zu versuchen. Wenn er aber dann versteht was ich will, dann sitzt es nach wenigen Wiederholungen. Das ist schon ganz spannend.

      Talker
      Ja. Nacho hat eine breite Variation an Geräuschen. Nicht unbedingt das Bellen, das macht er drinnen gar nicht. Er bellt aber mal andere Hunde an oder wenn man mit ihm tobt. Er begleitet Zerrspiele mit Gegrummel, genauso wenn er ordentlich durchgeknuddelt wird. Außerdem auch wenn er sein Plüschhuhn wiederbelebt.
      Wenn er träumt macht er auch viele Geräusche.
      Vorgestern haben wir rausgefunden, dass er auch in einer höheren Tonlage "reden" kann. Wir saßen auf dem Sofa und haben uns gekabbelt und dabei laut gelacht, da ist er zwischengegangen und hat das eben auch kommentiert :haumichweg:
      Richtiges Knurren hat er erst letzten Monat ausgetestet. Ja, wirklich, ausgetestet. Er hat sich vor einem Schwan erschrocken und den angeknurrt. Aber es klingt noch nicht wie knurren :D jetzt hat er auch mal einen bellenden hund "angeknurrt" und übt das noch.
      Ansonsten meckert er manchmal wirklich mit uns. Wenn ich mit den Katzen spiele muss er im Körbchen liegen und fiept dann vor sich hin. Auch wenn wir unvermittelt beim Gassi stehen bleiben und dann dumm rumstehen, dann winselt er auch mal. Einmal saß er in der Hundeschule während ich mit dem Trainer und einer anderen Teilnehmerin und ihrem Mali rumstand und geredet habe. Er blieb sitzen. Aber er hat gebellt. Durchgehend. :whistling: in der Hundeschule meckert er generell mal am Anfang, weil er nicht einsieht, dass er zu niemanden hindarf.


      Ich könnte bestimmt mehr schreiben, aber ich hab gerade keine Zeit mehr, also war es das erst mal ^^
    • Joran ist auch mein erster Hunde der so viel "redet".
      Er bellt wenn andere Hunde schneller sind und wenn junge Hunde ihm zu aufdringlich sind. Kein aggressives Anbellen, sondern eher ein Schimpfen.
      Er winselt natürlich wenn ihm was nicht passt aber er brummelt auch ganz seltsam, das ist ein meckern. Wenn zum Beispiel Jemand den er begrüßen will raucht geht er nicht hin, das mag er nicht. Ist die Person fertig und begrüßt ihn dann, dann geht er hin und brummelt sie an.
      Er macht außerdem noch, es klingt wie lachen, wenn wir herum balgen. Das habe ich auch schon oft auf Videos von anderen Collies gesehen.
      Und wenn ich mit ihm rede macht er auch Geräusche :love: .
      MfG Melanie mit Blacky&Geordi im Herzen & Joran an meiner Seite
      Manchmal lese ich über jemanden, der mit großer Autorität sagt, dass Tiere keine Absichten und keine Gefühle haben, und ich frage mich:" Hat der Typ denn keinen Hund?"(Frans de Waal)
    • Hier ist noch eine sehr gute Rassebeschreibung des Collies von Eva-Maria Krämer (jahrelange Herausgeberin der Collie Revue).

      vdh.de/rasse-des-monats/rasse-des-monats-collie/
      MfG Melanie mit Blacky&Geordi im Herzen & Joran an meiner Seite
      Manchmal lese ich über jemanden, der mit großer Autorität sagt, dass Tiere keine Absichten und keine Gefühle haben, und ich frage mich:" Hat der Typ denn keinen Hund?"(Frans de Waal)
    • Ich kann ja auch mal bissl was zu Moony schreiben.

      Sie ist einerseits sehr schlau, manchmal aus unerfindlichen Gründen jedoch auch extrem "blond". :saint:
      Sie lernt unheimlich schnell, was sie darf und was nicht.
      Sie ist sehr schnell zu beeindrucken, es sei denn sie sieht ihre Erzfeinde oder ein flüchtendes Tier. Dann rumpelt sie auch ohne Rücksicht auf Verluste durch den Zaun und hat diesen auch schon mal durchgebissen. *huch*

      Sie stänkert mit fremden Hündinnen und hat auch schon mal gerauft.
      Und Rüden werden niedergebügelt, wenn sie zu aufdringlich werden.
      Mit Welpen ist sie sehr nett und vorsichtig. Aber auch da erzieht sie sehr streng, wenn sie zu frech werden.

      Mit kleinen Rüden hat sie hingegen ein Engelsgeduld. Das glaubt man nicht. Da ist sie so nett und geduldig.

      Manchmal glaube ich, sie ist bissl zwiegespalten. :gutvsboese:

      Den Jagdtrieb würde ich bei ihr als sehr stark beschreiben. Naja, eigentlich eher Hetztrieb.
      Das ist das Größte für sie. Deswegen ist sie vermutlich auch total in ihrem Ball verliebt.
      Sie rennt wie der Teufel, wenn wir mal Ball spielen. Und sie würde verutlich so lange rennen, bis sie umfällt.
      Deswegen machen wir das auch eher selten.

      Sie ist ein echt guter Wachhund, sie meldet und wenn sich nachts jemand Fremdes bei uns rumtreibt, dann bellt sie und man könnte meinen, sie ist drei Nummern größer. *komm nur her, ich mach dich rund*

      Und dann ist sie trotzdem unsere kleine Mimi, die sich bei schlechtem Wetter ganz schnell in die Hosen pieselt und dann vor Angst alles voll sabbert.
      Sylvester ist die absolute Katastrophe.

      Ja, und eine ganz herausragende Eigenschaft ist ihre VErfressenheit.
      Sie frisst nahezu alles. Wenn es nach ihr ginge, würde sie neben vier Mahlzeiten am Tag noch einen kleinen Mitternachtssnack nehmen. :rolleyes:

      Sie ist extrem sensibel und verträgt keinen Streit. Das stresst sie sehr. Wenn die Kinder mal heulen, geht sie sofort zum Trösten und schleckt die Tränen ab oder wo sie eben hinkommt.
      Sie schleckt eh gerne an uns rum. *grins*
      Vorallem die Füße sind ihre bevorzugten Objekte der Begierde.

      Achja, wasserscheu ist sie auch. Mittlerweile macht sie sich im Notfall mal die Füße nass. Aber das war es dann.

      Trotz allen oder gerade deshalb lieben wir sie einfach, sie ist eine ganz besondere Dame. Eine Diva.
      Nicht unbedngt der typische Collie, aber eben was BEsonderes.

      LG Schlundi <3