Aus welchen Gründen Hund abgeben

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    • Aus welchen Gründen Hund abgeben

      Hallo zusammen,

      mich interessiert wann die verschiedenen Menschen, die verschiedenen User hier einen Hund abgeben würden.
      Jeder hat da ja gewiss eine andere Einstellung. Andere Grenzen die er ziehen würde.

      Ich würde auch direkt mal anfangen und hoffe das keiner Angst oder Sorge haben muss von anderen Usern fertig gemacht zu werden weil er oder sie andere Punkte hat an denen er einen Hund abgeben würde.

      Wie die meisten vermutlich wissen habe ich zwei Kinder,bin alleinerziehend und berufstätig.
      Ein Hund der Probleme mit dem manchmal unvorhersehbaren Verhalten von Kindern hat könnte hier nicht bleiben. Natürlich gebe ich mein bestes Kinder und Hund in Einvernehmen zu bringen und grade den Hund vor plötzlichen Streichel-, Schmuse-, Kuschelattacken zu schützen.
      Aber wie das Leben so ist, ich kann nicht immer alles sehen und nicht immer schnell genug reagieren.

      Einen Hund der partout nicht alleine bleiben kann könnte ich nur sehr, sehr schwierig halten. Da müsste ich schon einen netten Menschen finden der den Hund während meiner Arbeitszeiten umsonst betreut. Eine tägliche Betreuung von 5 Std könnte ich mir nicht leisten.

      Mit Nala habe ich ja den Spaß an der Dummyarbeit entdeckt und mit dem nächsten möchte ich das ganze professioneller aufziehen und gerne auch auf Turnieren starten. Auch wenn die für Spaniel noch rar gesät sind.
      Deswegen überlege ich als nächstes vllt doch einen Hund vom Züchter aus entsprechenden Linien zu holen um eine größtmögliche Chance zu haben den Hund dann auch in diesem Bereich einsetzen zu können.
      Ausserdem würde es mich sehr reizen einen Hund jagdlich auszubilden und dann als Hundeführer an entsprechenden Jagden teilzunehmen (das ich dazu selber einen Jagdschein bräuchte weiß ich)
      Aktuell, wo noch kein entsprechender Hund bei mir lebt und ich nicht vor dieser Entscheidung stehe, kann ich mir vorstellen einen Hund, der sich im Laufe der Ausbildung als nicht geeignet herausstellt in ein neues Zuhause zu vermitteln.
      Rein finanziell kann ich auf die nächsten Jahre geplant nur einen, ganz evtl zwei Hunde halten.
      Sollte ich jemals mit meinem Männe zusammziehen kriege zwei Hunde nur schwer durchgedrückt, drei oder mehr niemals.
      Sollte also ein Hund trotz sorgfältiger Auswahl keinen Spaß an Dummy/Jagd haben würde das tatsächlich bedeuten auf diese Pläne komplett zu verzichten.

      Ansonsten könnte ich, glaube ich, mit vielem Leben und die Entscheidung zur Abgabe wäre immer eine stark Einzelfall bezogene.
      Grundsätzlich könnte ich mir zwar vorstellen zb einen Angsthund oder sonst wie auffälligen Hund zu halten, weiß aber nicht ob ich nicht doch irgendwann an meine Grenzen käme.

      LG, Bananhamster
    • Also bei mir wären die Hürden, einen Hund abzugeben, sehr sehr hoch. Ich könnte mir zum Beispiel überhaupt nicht vorstellen, jemals Rico abzugeben. Das einzige Szenario, das ich mir denken könnte, wäre, wenn ich in den nächsten Jahren Kinder bekommen sollte und Rico damit dauerhaft überhaupt nicht klarkäme oder ein Kind eine schwere Hundehaarallergie hätte. Das wären dann ja so Situationen, die für das Kind bzw. für den Hund völlig untragbar wären. Aber auch dann würde ich ihn nicht wirklich "weg"-geben, sondern er würde zu meinen Eltern ziehen und ich würde ihn so oft es geht besuchen und weiterhin möglichst viel Kontakt zu ihm haben. Mir ist bewusst, dass ich riesengroßes Glück habe, mich in dieser Hinsicht wirklich felsenfest auf meine Eltern verlassen zu können...

      In nicht ganz ferner Zukunft soll hier ja ein Zweithund einziehen, den ich gerne zum Schulhund ausbilden möchte. Diesen würde ich wieder abgeben, wenn es mit ihm und Rico dauerhaft überhaupt nicht klappen sollte bzw. wenn ich das Gefühl hätte, dass die Situation einen meiner beiden Hunde dauerhaft unglücklich macht. Wenn sich herausstellen sollte, dass sich dieser Zweithund nicht als Schulhund eignet, wäre das für mich kein Grund, ihn abzugeben. Zwar wäre das für mich sehr enttäuschend, vor allem da ich keinen Dritthund halten möchte, aber ich kenne mich selbst gut genug, um zu wissen, dass ich aus einem solchen Grund keinen Hund, den ich bereits ins Herz geschlossen habe, wieder abgeben könnte (und ich schließe Hunde seeehr schnell ins Herz... :rolleyes: ). Im Falle eines Züchters wie z. B. @Ysta, die ja auch wirklich ein ganzes Hunderudel hält, kann ich eine solche Entscheidung insofern nachvollziehen, als dass es womöglich auch für den Hund schöner ist, woanders als Einzel- oder Zweithund zu leben und sie somit dem Hund durch die Abgabe einen Gefallen tut. Wenn mein Zweithund aber keine Schulhundeignung mitbringt, dann ist das nur für mich schade; den Hund stört es nicht, wenn er dann eben nur Privathund ist. Deshalb käme es für mich persönlich nicht infrage, einen Hund abzugeben, bloß weil er nicht die Leistunen bringt, die ich mir für ihn vorgestellt hatte.

      Liebe Grüße
      Amica
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Ich könnte mir ehrlich gesagt keinen Grund vorstellen, ein Tier wieder abzugeben :S Ich könnte es auch nicht. Es würde mir das Herz brechen.

      Viele Menschen haben mir damals gesagt, ich solle meinen Anton ( :love: ) abgeben. Anton war schon heftig bei anderen Hunden. Gassi war der Horror mit ihm, weil er anderen sofort an die Gurgel wollte und kaum zu halten war, aber abgeben? Niemals! Als sämtliches Training und diverse Trainer nichts beachten, hab ich mich damit arrangiert.

      Ich hoffe, dass ich nie in die Situation komme, einen Hund bzw. Tier abgeben zu müssen. Daran würde ich zerbrechen ;(
      Es gibt ein Leben ohne Hund, es lohnt sich nur nicht!
    • Aufgrund solcher Verhaltensprobleme würde ich wohl auch, wenn irgend möglich, keinen Hund abgeben. Besonders, weil ein Hund, wie du ihn beschreibst, ja auch große Schwierigkeiten hätte, je wieder ein Zuhause zu finden!

      Meine Eltern waren damals ja auch kurz davor, meine Ronja wieder abzugeben. Sie war ja extrem schlecht sozialisiert und hat schon als Welpe aufs Heftigste ihr Futter verteidigt und uns auch angeknurrt, wenn wir uns ihr genähert haben. Und ich bin sicher, sie hätte auch zugebissen, wenn man ihre Warnungen nicht ignoriert hätte. Ich war zu diesem Zeitpunkt 13, mein Bruder 10 und meine Schwester erst zweieinhalb. Ich hätte - jetzt im Nachhinein betrachtet - schon Verständnis dafür gehabt, wenn sie sich für die Abgabe entschieden hätten. Wenn der Hund eine Gefahr für die eigenen Kinder darstellt, ist eine Grenze erreicht, denke ich. Umso höher rechne ich es ihnen an, dass sie Ronja damals noch eine Chance gegeben haben. :love: Denn mir hätte es wirklich das Herz gebrochen, sie weggeben zu müssen... ;(
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      Jon Bon Jovi
    • Ich kann es mir auch überhaupt nicht vorstellen, einen meiner Hunde abzugeben.

      Bei Jasmin kam ich mal fast an den Punkt zu glauben, dass ich sie abgeben MUSS. Das war furchtbar, die ganze Situation war psychisch enorm belastend...
      Grund war ihre Trennungsangst. Es ist sehr schwierig, einen Hund zu halten, der einfach nicht alleinebleiben kann, wenn man berufstätig ist.

      Zum Glück fanden wir Lösungen in Form von Bürohund bei meiner Mum plus Betruung durch Familie und Hundesitterin.

      Mittlerweile könnte ich sie schlicht und ergreifend nicht mehr hergeben. Da würde ich zuerst ALLES probieren sie behalten zu können, evtl dürfte ich sie in so einem Notfall auch selber zur Arbeit mitnehmen, denke ich.


      Ansonsten könnte ich mir nur vorstellen, einen Hund schweren Herzens abzugeben, wenn er partout unglücklich bei mir ist oder ich ihn nicht händeln kann. Damit meine ich zB einen extremen Angsthund, dem das Stadtleben einfach zu stressig wäre, sodass seine Lebensqualität stark beeinträchtigt wäre. Oder einen Hund, der ernsthafte Beschädigungsabsicht gegenüber Menschen hat...

      Ein weiterer Grund wäre wohl eine absolute finanzielle Notlage, aber auch da würde ich versuchen, zunächst alle anderen Optionen auszuschöpfen.
      ♡-liche Grüße von Lina, Chihuahua Rex und Yorkie Jasmin
    • Hallo zusammen!

      Für mich gilt ausnahmslos..... was ist das Beste für das Tier?
      Ich stand das erste Mal vor der Entscheidung als meine Scheidung/Trennung anstand... zusammen hatten wir Fünf...
      Die Chows waren schon immer mehr mir zugetan, weil Sie mit der teilweise lauten und ungeduldigen Art des Ex nicht zurecht kamen. Nun, Sie waren Beide 10 Jahre alt, die Hündin ,schwere HD, der Rüde hatte sich gerade von einer Magendrehung und OP Milztumor erholt, auch HD und Spondylose....... Versteifung schon ziemlich fortgeschritten...... da Sie Ihr ganzes Leben zusammen waren, hätte Ich Sie nur zusammen vermittelt..... Nach Absprache mit Hundetrainer und Ärztin sind wir überein gekommen, Sie sind am Besten bei mir auf gehoben, auch wenn ich arbeite...... so war es dann auch!

      Für die aktuellen Tiere....... gilt..... wenn Ich sie selber nicht mehr so versorgen könnte, wie es nötig ist, und so schwer es dann auch für mich ist!
      Der Hund geht vor, immer!

      @ Bananenhamster..... manchmal muß ja auch keine komplette Betreuung sein..... vlt reicht auch Gassigeher...... so wie hier.... der Rest der Zeit ist natürlich Quality-Time! :D

      LG MARTINA
    • Ich habe bereits einmal einen Hund abgegeben.
      Es hat einfach nicht gepasst. Liest sich so blöd, aber genauso war es. Es gab keine gravierenden Probleme zwischen den Hunden und auch wir hatten so an sich kein Problem mit ihm. Er war ein netter Kerl, bzw ist es ja auch noch.
      Aber ich hatte das Gefühl ihm nicht das bieten zu können, was er wollte.
      Ich habe einen Hund gesucht (mich so auch entsprechend beim TSVerein damals beworben), der halt vom Typ her unseren Pudeln ähnlich ist. Also Bock auf Zusammenarbeit, gerne das auch im gewissen Rahmen einfordernd, Hauptsache mit dabei, etc pp.
      Bekommen habe ich einen Hund, der am liebsten sein eigenes Ding gemacht hat. Gemeinsame Interaktion, Leckerlie, Spielen, Zuwendung, alles uninteressant. Hat jede kleinste Möglichkeit genutzt um seinen Radius frei wählen zu können (was so im Ruhrgebiet mit den vielen Autobahnen und Co einfach nicht geht), Wir haben ordentlich am Garten und dessen Abdichtung gewerkelt, unterwegs ist nicht nur eine Schleppleine innerhalb von Sekunden durchgebissen gewesen.
      Er war nicht ständig weg, aber an Freilaufen war in unseren Wohnverhältnissen nicht zu denken. Zumindest nicht, wenn man dann eben jemand ist der die ganze Zeit den totgefahrenen Hund vor Augen hat. Ich habe viel Energie in diesen Hund gesteckt, um den Alltag so zu gestalten, dass er es gut findet, habe da naütlich gerade anfangs das gemacht was ich gewohnt war und gut kann, sprich viel Zusammenerkunden angeboten, Alternativaction mit mir zusammen. Er wollte es nicht. Er wollte einfach nur da sein, vielleicht am liebsten einfach ein Hofhund sein der ein großes Terretorium zur Verfügung hat auf dem er sich frei bewegen kann. Und während ich in ihn all meine Energie und Zuwendung steckte merkte ich schleichend wie mein kleines Donnalittchen, die sich doch genau danach sehnt den Kürzeren zog und das immer wieder.
      Das war der Moment an dem ich entschied, dass es reicht. Das ich nicht weiter meine Energie und die komplette Familie an diesen einen Hund anpassen werde, sondern einmal tief durchatme und den Fokus wieder ganz klar auf die Bedürnisbefriedigung aller (vor allem auch schon vorher zur Familie gehörenden) Familienmitglieder lege und so haben wir entschieden für ihn ein neues Zuhause zu suchen. Es war klar, dass er so lange bleiben kann, bis wir was Passendes gefunden haben. Genau wie alle anderen Pflegehunde, die zu der Zeit und danach bei uns lebten hat es ihm natürlich an nichts gemangelt, aber als er dann ausgezogen war und Donna wieder aufblühte und genau das was wir einem Hund bieten möchten so dermaßen genossen hat wussten wir, dass es so richtig war.
      Im Nachhinein hätte ich uns diese Erfahrung schon gerne erspart, aber es hat defintiv meine Einstellung zum Auslandstierschutz verändert und auch meine eigene Herangehensweise an die Adoption eines Hundes.

      Bei meinen Mädels fällt mir derzeit an sich kein Grund ein, aus dem ich sie abgeben würde. Egal ob Verhaltensauffälligkeiten oder sonst was. Erstmal habe ich ganz viele Plan A, B, Cs...
      Einzig eine extrem schwerwiegende Allergie eines menschlichen Familienmitgliedes würde mich darüber nachdenken lassen, wenn wirklich sonst nichts mehr möglich ist. Aber das ist so unwahrscheinlich, dass ich einfach hoffe von dieser Situation verschont zu bleiben. Für meine Hunde hoffe ich das auch. Ich habe zwar die Erfahrung gemacht, dass Hunde so eine Trennung deutlich besser langfristig gesehen verpacken als Menschen, aber dennoch hängen sie doch sehr an uns, ich geb sie nichtmal zum Aufpassen ab, wenns nicht unbedingt sein muss. War vielleicht in den letzten 8 Jahren zweimal oder so für ein paar wenige Stunden.



      Ich habe aber grundsätzlich für einige Abgabegründe von anderen durchaus Verständnis und sehe zumindest in meinem eigenen Alltag, bzw als ich noch Pflegestelle war, durchaus auch oft, dass es tatsächlich zum Wohle des Hundes geschieht. Die Situation ist für die Person einfach nicht mehr so zu gestalten, dass ein entspanntes Zusammenleben möglich ist.

      Die unbedachten Abgaben gibt es sicherlich auch, aber da auch die letztlich meist dem Wohl des Hundes zuträglich sind ist zumindest das Endergebnis positiv. Das soll nun natürlich eine leichtfertige Abgabe nicht rechtfertigen oder eine unbedachte "Anschaffung".
      Herzliche Grüße von Nenia mit den Ruhrpottlöckchen <3


      ... mit Ovobär (2005-2019) & Lunimaus (2001-2014) im Herzen <3
    • Ich würde meinen Hund abgeben wenn ich gesundheitlich nicht in der Lage bin ihm ein abwechslungsreiches Leben zu bieten.
      Oder wenn ich einen Hund gewählt habe der bei mir unglücklich ist z.B. weil er nicht Zweithund sein will. Oder es für ihn eine Qual wäre mit mir zusammen zu leben, einfach weil wir nicht zusammen passen.
      Das wären für mich Gründe um auf die Suche zu gehen nach einem geeigneten Zuhause für ihn.

      Gruß
      Birgit
      Liebe Grüße
      Birgit


      "Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du oh Mensch, sei Sünde; doch mein Hund bleibt mir im Sturme treu,

      der Mensch nicht mal im Winde!" (Franz von Assisi)
    • Ich kann mir keinen Grund vorstellen einen Hund abzugeben.

      Bei gesundheitlichen Problemen habe ich zum Glück meinen Mann der mich unterstützen kann. Wenn der Hund Probleme mit den anderen Hunden oder Menschen hat hole ich mir Hilfe bei einem Trainer oder manage Situationen die Management brauchen. Einem Angsthund passe ich mich an und ich habe noch nie etwas von meinen Hunden erwartet und ihnen die Hobbys gesucht die zu ihnen passen. Züchter möchte ich nicht werden, daher werde ich nie vor der Entscheidung stehen einen nicht für die Zucht geeigneten Hund abgeben zu müssen. Vermutlich würde ich auch meine Welpen ungern abgeben. Als Pflegestelle wäre ich vermutlich auch nicht geeignet weil ich meine Pflegehunde nicht hergeben könnte.

      Ich sage immer "Meine Hunde kommen nur über die Regenbogenbrücke hier raus".

      Weil es mir das Herz brechen würde einen Hund abzugeben würde hier nur ein Hund aus dem Auslandstierschutz einziehen wenn die Hunde, die zu dem Zeitpunkt schon bei mir wohnen 100 % verträglich wären. Balou ist es nicht und daher würde in meiner jetzigen Situation kein Hund aus dem Auslandstierschutz einziehen den ich nur von Fotos und Videos kenne. Für mich wäre es das schlimmste wenn es hier dauerhaft Ärger unter den Hunden geben würde und mir kein Trainer helfen kann. Dann würde ich die Hunde dauerhaft in meiner Abwesenheit trennen und getrennt Gassi gehen.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Der einzige Grund, den ich mir vorstellen könnte, wäre, wenn ich gesundheitlich langfristig so eingeschränkt wäre, dass ich den Hunden nicht mehr gerecht werden könnte. Selbst dann, würde ich maximal Diego hergeben. Nanouk ist ein "Ein-Mann" Hund. Obwohl ich ja mit meinen Eltern zusammen lebe, ist er nur auf mich fixiert. Es macht für ihn keinen Unterschied, ob er ganz alleine ist oder nur ich weg bin, meine Eltern aber da. Er findet es immer blöd, wenn ich weg bin. Er ist kein ganz einfacher Hund und ich habe starke Zweifel daran, dass er woanders, ohne mich, glücklich werden könnte. Vielmehr würde seine Welt zusammenbrechen. Für Nanouk ist es nicht schlimm, wenn er weniger Beschäftigung/Spaziergänge hätte, Hauptsache ich wäre da. Diego ist da anders. Er ist schon auch auf mich fixiert, aber er mag alle Menschen und ist eigentlich mit jedem gleich "Best Buddy". Ich denke, für ihn wäre eine ordentliche Beschäftigung wichtiger, als ein Leben mit mir. Und diese Aufgabe (Beschäftigung) könnte ich meinen Eltern nicht zumuten.
      So schwer es ist, ich würde zum Wohle der Hunde entscheiden.


    • Hanca schrieb:

      Der einzige Grund für mich wäre, wenn ich alleinstehend wäre und wüßte, dass ich definitiv bald sterben muss. Dann würde ich einen guten Platz für die Hunde suchen.
      Ansonsten gibt es keinen Grund, weshalb ich einen Hund abgeben würde.
      Ich bin alleinstehend und ja, genau das wäre der einzig vorstellbare Grund, Lani abzugeben ;( , also für sie ein anderes Zuhause suchen zu müssen.
      Alles andere nicht.

      Das war auch bei Alfke schon so.
      Mein Hunde sind die Erfüllung meines großen Kindheitswunsches.
      Ich wollte nie Kinder - nur endlich einen eigenen Hund. :D
      Und als Alfke 1997 in mein Leben kam und das Zusammenleben mit ihm gar nicht so einfach und unbeschwert wurde, wie ich mir das ausgemalt hatte, war ich zwar oft verzweifelt, aber ihn abzugeben war nie eine Option.
      Nie, obwohl mir das manche meiner Freunde und Bekannten empfahlen. Aber die haben das empfohlen, weil sie mitbekamen, wie viel ich für den Hund zurückgesteckt habe, weil der eben so „schwierig“ war.
      Weil Alfkes Schwierigkeiten aber nicht darin begründet waren, dass wir keine Bindung hatten oder ihm ein anderer Mensch seine Probleme einfach hätte nehmen können, war das Abgeben für mich nie eine Option - sondern stattdessen habe ich mein Leben für ihn geändert. Als erstes meine Einstellungen und Erwartungen an ihn und dann bin ich aus der Stadt gezogen, weil diese Reizüberflutung da für ihn ein Haupt-Stressor war.
      Rückblickend hat Alfke mir selbst zu einem entspannteren und glücklicheren Leben verholfen, aber das ist ein anders Thema...
      Ich habe ihm (und mir) zuliebe sogar Beziehungen oder besser „Beziehungsweise-Versuche“ beendet. Denn Nicht-Hundemenschen passen nicht zu mir. :)

      Als Lani dann gerade ein paar Wochen bei mir war, hieß es von meiner damaligen Chefin: „der Hund muß weg!“. :shocked:
      Warum und überhaupt die Umstände kann ich hier nicht ausführen - aber soviel: ich habe gekämpft!!!!! Und gewonnen! :thumbup:
      Lani ist noch da. Diese Chefin schon lange nicht mehr.

      Für mich bedeutet die Entscheidung für einen Hund eine lebenslange Verantwortung - zum Wohle des Hundes, das irgendwie im Umkehrschluss auch meins ist. Und ich bin was das angeht auch absolut eindeutig und ja, irgendwie ziemlich rigoros.

      Das Leben mit Hund ist halt die Erfüllung meines Kindheitstraums. :love:

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Also ich wüsste auch absolut keinen Grund einen Hund abzugeben, wenn ich mich für ein Tier entscheide, egal welches, dann bleibt es bis zu seinem Tod bei uns.
      Unser erster Hund, war gerade die letzten Jahre schwer krank. Er brauchte 15 Tabletten am Tag, musste mehrmals täglich gefüttert werden und konnte aufgrund der Krankheiten, aber auch weil er es psychisch nicht mehr geschafft hat nicht mehr alleine bleiben. Oft habe ich von unserem Tierarzt gehört, andere würden sowas nie mitmachen. Nicht nur das er uns verdammt viel Geld monatlich gekostet hat, war ich auch mehrmals in der Woche beim Tierarzt. Deshalb musste ich auch meinen Job aufgeben und bin bei unserem Hund zuhause geblieben. Für mich wäre etwas anderes gar nicht in Frage gekommen. Urlaube? Waren unmöglich alleine, er ist die letzten Jahre nicht mehr bei meinen Eltern geblieben (nicht mal gescheit für ein paar Stunden) also haben wir einfach nur mehr Urlaube gemacht die wir mit ihm gemeinsam verbringen konnten. Alleine Einkaufen? Unmöglich! Ins Restaurant alleine? Unmöglich, er musst mit. Kino? Gab's für uns nicht mehr, außer meine Eltern kamen zu uns und haben bei uns zuhause auf ihn geschaut... Aber auch das war für ihn mit Stress verbunden. Da ich das aber vermeiden wollte, weil ich sonst sofort wieder beim Tierarzt hätte sein müssen, haben wir es gelassen. Wir haben also wirklich unser komplettes Leben nach unserem Hund ausgerichtet und ich bereue keine einzige Sekunde, ich wünschte ich müsste immer noch all diese Dinge tun (auch wenn ich damals oft gesagt habe wie anstrengend und fertig es mich macht) und er wäre bei uns.
      Ich bin aber natürlich auch ehrlich, dass ich sehr oft geweint habe, weil mich seine Krankheiten einfach auch sehr belastet haben, also es war nicht einfach, aber abgegeben hätte ich ihn in 100 Jahren nicht.
      Ich bin ganz ehrlich ich kann eine Abgabe eines Tieres nur sehr sehr schwer nachvollziehen, denn bevor ich es mir anschaffe, muss ich mir doch schon denken was wäre wenn...
      Das ist aber nur meine persönliche Meinung.
      Würde Maximus nicht klar kommen mit einem Kind, dann muss ich eine Lösung finden. Sei es durch einen Trainer, eine verbesserte Wohnsituation wo er besser zur Ruhe kommt oder oder...
    • Irgendwer schrieb hier glaube ich was von Bindung, das finde ich noch einen ganz wichtigen Punkt, weil ich die zB zu dem Hund der ausgezogen ist nicht hatte und andersrum auch nicht. Wir fanden uns nett und ich hatte ihn auch gerne, dementsprechend war ich ja auch stets bemüht es ihm so gut wie möglich gehen zu lassen, aber mit der innigen Beziehung wie zu meinen eigenen Hunden war das nicht zu vergleichen. Jeder Pflegehund, egal wie unterschiedlich sie waren, hat besser in unsere Familie gepasst.

      Ich denke deswegen war es auch, rückblickend (in der Situation selbst war es übermäßig belastend) möglich ihm ein neues Zuhause zu suchen und für meine Mädels fällt es mir schon schwer nen Sitter zu suchen oder mir vorzustellen sie abgeben zu müssen.
      Herzliche Grüße von Nenia mit den Ruhrpottlöckchen <3


      ... mit Ovobär (2005-2019) & Lunimaus (2001-2014) im Herzen <3
    • DogGirl schrieb:

      Das Leben mit Hund ist halt die Erfüllung meines Kindheitstraums.
      Das ist bei mir genauso. Ich musste 38 Jahre alt werden, bis ich ihn mir endlich erfüllen konnte. Davor ließ es mein Leben und seine Umstände einfach nicht zu, dass ein Hund bei mir gut aufgehoben gewesen wäre, leider. Ich habe viele viele viele Jahre verpasst, die ich hätte mit einem Hund zusammenleben können, aber im Sinne des Hundes ging es nunmal nicht.

      Aber jetzt geht es, und ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder ohne Hund zu sein. Und ich könnte mir auch aktuell keinen Grund vorstellen, einen meiner Hunde abzugeben.
      Schwere Krankheit eines Hunde? Haben wir ja schon, Easy ist ja seit 5 Jahren schon chronisch krank. Hund macht nicht das mit, worauf ich Lust hätte? Hab ich bei Pepper ja, ich würde gerne Agility machen, das ist nicht wirklich ihrs, also habe ich es wieder sein lassen. Wenn die Mädels sich komplett zerstreiten würden? Ich wohne in einem großen Haus, das wäre zum Glück handelbar. Wenn ich schwer krank werde? Dann gibt es noch meinen Mann, der sich kümmern kann.

      Also, sowohl Easy als auch Pepper werden hier bleiben, bis sie am Ende ihres Lebens angelangt sind.

      Allerdings würde ich nicht pauschal sagen, dass ich niemals ein Tier abgeben würde. Wenn es im Sinne des Tieres ist, dann würde ich das tun. Und ich hab es auch schon getan...

      Ich habe früher Kaninchen gehalten. Natürlich immer zu zweit, weil Einzelhaltung ist Tierquälerei. Zum Schluß hatten wir ein Brüderpärchen aus dem gleichen Wurf aus einem Tierheim. Sie wurden älter und älter, und wie es halt so ist, einer starb vor dem anderen. Und wir wollten mit der Kaninchenhaltung generell aufhören. Da hatten wir nun also ein einsames Böckchen sitzen, 8 Jahre alt. Was tun? Entweder ihn alleine bei uns sitzen lassen bis er auch stirbt, keine Ahnung wie lange das noch dauern kann? Das hätte ich nicht übers Herz gebracht, er war ganz offensichtlich einsam und hat darunter gelitten, keinen Artgenossen mehr zu haben.
      Also haben wir ihm ein neues Zuhause gesucht. Über Anzeigen im Internet habe ich dann ein Zuhause gefunden, da war eine Frau, die ein kürzlich verwitwetes Kaninchenmädels sitzen hatte und einen neuen Partner für sie gesucht hat. Die Häsin war auch 8 Jahre alt. Passte. Wir haben dann unseren Sam gepackt und haben ihn in sein neues Zuhause gebracht, 2 Stunden entfernt von uns. Wir haben uns die Haltung vor Ort ansehen können, waren bei der Vergesellschaftung mit dem Kaninchenweibchen dabei, und haben gesehen, dass Sam dort einen schönen Lebensabend verbringen wird.
      War dann auch so, wir sind in Kontakt geblieben, haben immer wieder Bilder geschickt bekommen, und er hatte dort noch 2 schöne Jahre in Kaninchengesellschaft bis er gestorben ist.

      Auch wenn es mir das Herz gebrochen hat und ich Rotz und Wasser geheult hab als wir mit leerer Transportbox dort weggefahren sind, würde ich es immer wieder so machen weil es für Sam die richtige Entscheidung war!
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Ich habe im anderen Thema schon eine Antwort auf diese Frage geschrieben, ich kopiere sie Euch einfach mal hier rüber:


      Ysta schrieb:

      Hallo Ihr, vielen Dank für Eure vielen, lieben Worte. Die sind mir gerade ein sehr großer Trost.
      In der Tat, es ist wie ein klein wenig sterben, gerade. Aber niemand hat mir je gesagt, dass züchten eine einfache Sache ist. Es stecken so viele Emotionen und Entscheidungen, so viel Verantwortung in dieser Tätigkeit, wenn man es zum Wohle der Tiere machen will.

      Ysta = Carla geht es gut. Die Zahfehler stören sie nicht, sie kann damit gut leben. Das ist nur für mich als Züchterin ein ausschlaggebendes Merkmal, was halt für meine Rasse in der Zucht sehr wichtig ist, dass die "Schere" korrekt ist. Ebenso der verbliebende Milchzahn, den ich ihr mit 9 Monaten habe rausoperieren lassen müssen, hätte eine Zuchtzulassung verhindert. Und letztendlich zeigte sich beim Gentest, dass sie PRA trägt.

      PRA ist eine tückische Augenerkrankung. Grob erklärt, stirbt da bei betroffenen Tieren die Netzhaut ab und sie werden innerhalb ihrer ersten 6 Lebensjahren blind.
      Das tückische an der Erkrankung ist, es gibt Träger, wie Carla, die selbst nicht daran erkranken können, es aber im Erbgut an ihre Kinder weiter geben. Habe ich nun einen Rüden, der ebenfalls diesen Erbfehler trägt, werden die Kinder daran erkranken. Habe ich einen Rüden, der keinen Gendefekt hat, werden die Kinder teilweise gesund, teilweise wieder Träger, die selbst nicht daran erkanken.
      Es gibt Züchter, die damit weiter züchten und sagen, es ist egal, ob die Hunde die Krankheit tragen, wenn man vernünftig damit züchtet. Die Begründung hierfür ist oft das Argument, dass der Genpool sonst zu klein wird, wenn man nur auf freie Hunde selektiert.
      Und hier kommt mein Gewissenskonflikt, denn für mich fühlt sich dieses Argument absolut falsch an.
      Wenn wir weiterhin mit Trägern züchten haben wir bald nur noch Trägerhunde und somit geht eine weitere Rasse, die seit Jahrhunderten gesund ist und war, kaputt.
      Ich habe für mich entschieden, dass ich nicht mit PRA-Trägern züchten möchte, für mich fühlt sich das einfach so richtig an.

      Mit Carla stand ich nun an einem Scheideweg. Meine Entscheidung war, behalte ich den Hund (ich habe schon 2 kastrierte Mädels, die aus der Zucht sind) und nur 1 zuchtfähige Hündin, die auch nur noch 1 max. noch einen 2. Wurf bekommen wird und somit dann auch aus der Zucht ist. Dann hätte ich keine zuchtfähige Hündin mehr und wäre am Ende meiner Zucht angekommen. Mehr als 5 Hunde möchte ich nicht. Denn meine Hunde sind nicht nur Zuchttiere, sondern meine Familie und jeder hat seinen persönlichen Anspruch an Entertainment. Es ist schon mit 5 Hunden schwierig, alleine alles zu bewältigen. Käme jetzt ein 6. Hund dazu würde mind. 1 als 5. Rad am Wagen mitlaufen, denn dafür reicht meine Zeit sicher nicht mehr.

      Carla war noch jung, gerade 9 Monate alt. Hunde leben nicht in der Vergangenheit oder in dier Zukunft, so wie wir Menschen es tun. Sie leben im Hier und Jetzt, sind daher sehr anpassungsfähig, was sie ja zu solchen idealen Partnern für uns macht. Von daher ist es für Carla nicht schwer, sich schnell an ein neues Zuhause zu gewöhnen und sich neu einzufinden.
      Deshalb fiel meine Entscheidung relativ schnell, ihr ein schönes Leben mit Familie, Freunde und Sport zu ermöglichen, das ich ihr hier nicht hätte bieten können.

      Ich hoffe, ihr könnt meine Gedankengänge nachvollziehen.
      Meine Rentnerhündinnen, würde ich niemals weggeben. So ist es leider in vielen Zuchtstätten der Fall. Die Hündinnen werden 4-5 x eingedeckt, werfen Welpen, werden dann kastriert und im Alter von 6-8 Jahren dann in neue Familien abgeschoben. So macht man sich Platz für "neues Blut". Das ist leider Praxis in vielen großen Zuchtstätten. Das halte ich für verwerflich und einfach nur "gemein".
      Was Verhaltensprobleme eines Hundes angeht, das wäre für mich auch kein Grund, einen Hund abzugeben, sofern man dafür Lösungen finden kann.
      Ich hatte ja immer und habe sie immernoch, Hunde aus schlechter Haltung, Tierschutzfälle, die bei mir ein sorgenfreies leben führen dürfen (meine Chilli z.b. kam hier an, mehr tot als lebendig aus einer französischen Massenzucht, von ca. 20 weiteren Hündinnen gemobbt und zusammen gebissen), mit all ihren Macken und Ängsten. Es ist nicht immer leicht, aber bisher haben wir für alle schlimmen Situationen einen Weg gefunden, den zu meistern. Anders würde ich wohl entscheiden, hätte ich einen "gefährlichen" Hund, der vielleicht mein Leben, das Leben der anderen Hunde und das fremder Leute bedroht. Dann würde ich auch zum Wohle aller entscheiden. Der könnte hier auch nicht bleiben.
      LG Martina ^^ und die Schmetterlinge :pfote:
    • Hallo Martina.... bei meiner Elohündin, die jetzt noch bei Exmann lebt, bestand auch der Verdacht auf Pra....... leider stellte es sich erst heraus, nachdem Ihre Hündin gedeckt worden war....
      der Deckrüde litt daran................ eigentlich wollten wir damals keinen fünften Hund.... :) aber es kommt ja immer anders............... die Hündin ist mittlerweile fast 10 Jahre und hat Nix!

      LG MARTINA
    • Wie schön dass dich soviele Zeit nehmen hier zu antworten.
      Ich war mich nicht sicher wieviel Resonanz hier so kommt, denn es ist ja doch ein heißes Thema in seiner Kontroversität.

      Womit ich natürlich gerechnet habe und was auch bei vielen von euch kommt, ist der erste Reflex von: "Ich könnte niemals einen Hund abgeben."
      oder auch
      "sowas überlegt man sich doch vorher"

      Ich denke wir sind uns einig darin daß hier niemand unüberlegt einen Hund anschafft und auch nicht leichtfertig weggibt.
      Es geht hier wirklich um extrem Situationen, um die Dinge die ihr eben NICHT mehr handeln oder managen könnt.

      Bei mir zb große Probleme mit den Kindern. Ich kann die Kinder nicht abgeben und inwiefern es möglich wäre die Situation mit einem Kinderunverträglichen oder durch Kinder massiv gestressten Hund in einer 70qm 3 Zimmerwohnung zu managen sei jetzt mal dahin gestellt.

      @Lilie schrieb das sie zb am Ende ihren Job aufgegeben hat um beim schwerkranken Ersthund zu bleiben als dieser nicht mehr alleine sein konnte. Das ist natürlich ein großes Opfer aber auch extremer Luxus dass sie auf dieses Geld verzichten konnte. Wieviele Haushalte können schon auf dieses Einkommen verzichten?

      Oder auch das Leben mit Verhaltensauffälligkeiten:
      Ich weiß nicht ob da bei mir irgendwann die Grenze erreicht wäre, wenn ich das psychisch nicht mehr stemmen kann. Hinzu käme für mich auch die wiederkehrende Frage ob nicht jemand anders es vielleicht besser könnte als ich. Ob der Hund mit extremer Artgenossenunverträglichkeit, zb, bei mir in der Stadt, mit X Hunden in derselben Siedlung und hoher Hundedichte allg gut aufgehoben wäre.

      Oder auch mein Bsp das ich gerne einen Hund ganz gezielt für einen Zweck/ eine Sportart/bestimmte Ausbildung hätte.
      Ich stand noch nie vor so einer Situation. Grundsätzlich könnte ich mir vorstellen den Hund, wenn er für die angedachte Ausbildung nicht geeignet ist, in ein Zuhause zu vermitteln in dem es besser passt. Ob ich dass dann wirklich übers Herz bringen würde weiß ich nicht.
      Ob ich, wenn ich ihn behalten würde, es dem Hund nicht doch irgendwie übelnehmen würde das ich meine Pläne weitere 15 Jahre auf Eis legen muss weiß ich auch nicht.

      Was ich weiß ist, das die Motivation einen Hund anzuschaffen beim nächsten eine andere ist als bei Nala.
      Bei Nala wollte ich einfach nur einen Hund um einen Hund zu haben. Was wir dann miteinander machen, welche Hobbies oder sonstiges war egal. Ein Hund, der ganz gut in unser Familienleben mit Kindern usw passt und was sich sonst so entwickelt sehen wir dann.
      Seitdem sind 2 Sachen klar: Ich möchte mein Leben immer mit Hunden teilen und ich möchte einen bestimmten Sport mit ihnen machen. So das sich die grundlegenden Kriterien einer Hundeauswahl sich für mich geändert haben.

      Ich habe zb damit gerechnet das ein von jedem genannter Grund einen Hund abzugeben, die auftrende, körperliche Unfähigkeit wäre sich adäquat um den Hund zu kümmern. Wenn ich jetzt morgen zb einen schweren Unfall hätte und über Monate mit Kränken, Reha, Operationen beschäftigt wäre, würde Nala zb an den Verein zurückgehen. Ob mit der Option dass sie nochmal zu mir zurückkommt wäre dann wieder Situationsabhängig.