Aus welchen Gründen Hund abgeben

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    • Ich oute mich als eine, die schon einen Hund abgegeben hat und erkläre mal in "Kurzfassung", wie es dazu kam:

      Merlin war unser erster Hund, der recht glücklich mit Neo (nach dessen Einzug) zusammen lebte.
      Kaum auffällig war, dass sich mit Neos Einzug bei ihm eine Art "Wachfunktion" angeschaltet hat. Wenn Neo z.B. mit einem anderen zu doll tobte, wollte er dazwischen gehen.
      Das war jetzt aber nicht in einem arg auffälligen Rahmen.
      Dann kam Willow dazu, von beiden Jungs adoptiert.
      Nach und nach steigerte sich allerdings Merlins Wachverhalten und war nach 6 Monaten so schlimm, dass er beim Spaziergang nur noch angespannt nach anderen Hunden guckte. Wenn er zu Hause völlig fertig ankam durften Neo und Willow nicht spielen, weil er dann gleich wieder angespannt schaute, dass keiner zu wild wird.
      Letztendlich war ich viel mit ihm allein draussen und er wollte zu Hause nicht mehr rein.
      Ich war dann bei Merlins und Neos Züchterin zu Besuch, wir wollten für Neo und Willow nach einem (möglichst gemeinsamen) Zuhause schauen.
      Es waren noch Welpeninteressenten da - sie sahen Merlin, er sah sie und da wars um beide Parteien geschehen.
      Perros sind fremden Menschen gegenüber eigentlich sehr zurückhaltend, aber Merlin tat, als würde er sie schon lange kennen.

      Die Entscheidung war schwer, aber wenn ich heute Bilder und Videos von Merlin sehe, dann war es genau die richtige Entscheidung. Er ist so aufgeblüht, so glücklich und ich denke, er war halt einfach nicht für Mehrhundehaltung gemacht.
      Merlin ist jetzt 13 Jahre alt (er zog mit 8 Jahren um) und ich habe mit der Familie immer noch regen Kontakt.
      Mein Gewissen hat mich anfangs sehr geplagt, aber Merlin ist jetzt glücklicher, als er es mit mehreren Hunden bei uns war.
      Hätte uns nicht der Zufall mit der Familie zusammengebracht, wäre er jetzt Einzelhund bei uns und Neo und Willow würden woanders wohnen.
      Aber letztendlich war eine Trennung einfach das Beste für ihn.
      Wir können alles, nur fliegen noch nicht - aber wir arbeiten daran.
      Der Leitspruch der spanischen Wasserhunde und insbesondere von Neo, Willow und Smilla mit ihrem Menschen Tina
    • Amica schrieb:

      @Julia:

      Mir geht und ging es nie darum, dich, die dir bekannten Musher oder die Musher im Allgemeinen als schlechte Hundehalter oder sowas darzustellen. Mir geht es überhaupt nicht speziell um Musher oder um Zughundesport.
      Ja, ich habe von ZHS wenig Ahnung und hätte darum vielleicht ein anderes Beispiel wählen sollen. Mir ging es bei dem Beispiel aber nur darum, zu verdeutlichen, in welchen Situationen ich allgemein(!) die Abgabe eines Hundes für vertretbar halte und in welchen nicht. Es ging mir darum, dass ich mit einem Hund einer passenden Rasse meistens durchaus die Sportart machen kann, die ich mir wünsche, nur auf welchem Niveau, steht ggf. auf einem anderen Blatt. Ich hätte dafür auch das Beispiel von @Bananenhamster mit dem Spaniel und der Dummyarbeit nehmen können oder eine ausgedachte Fantasiehunderasse und eine Fantasiehundesportart. Ich habe lediglich deswegen das Beispiel mit dem ZHS gewählt, weil das hier schon so oft kam und es mir deshalb als Erstes in den Kopf schoss.
      Verallgemeinern ist nie gut, aber ich glaube, @Julia kommt schnell in eine Verteidigungshaltung. Es gibt im Zughundesport dasselbe Problem wie in allen anderen Bereichen, um den es ums Geld geht. Solange es nur ums Spaß haben geht, ist alles in Ordnung, aber in dem Moment, in dem es um Ränge und Preisgelder geht, mutiert das Lebewesen vom Partner zum Ding. Da wird gedopt, die Haltung Kostenoptimiert und was nicht taugt, schnell aussortiert. Ja, nicht immer und überall, aber die Tendenz geht eindeutig dorthin, im Sport wie in der Zucht. Deshalb sind Hundekämpfe illegal, die Hunderennen werden eingeschränkt und Iditarod steht in der Kritik. Genauso im Pferdesport Ascot und Military. Ja, die Tiere werden gut gefüttert und trainiert, aber letzten Endes sind sie nur ein Mittel zum Zweck. Die begeisterten Anhänger des Sports verschließen sich dann der Kritik, sehen nur noch die positiven Meldungen und klammern sich an ein paar guten Beispielen fest.

      Dem stehen die Liebhaber des Tieres gegenüber. Diejenigen, für die das Tier mehr als nur eine Sache ist. Nämlich ein Lebewesen mit einer Seele. Und das gebe ich nicht einfach ab, werfe es weg wie einen alten Schuh. Die betreiben ihren Sport aus Spaß an der Freude. Wenn sie merken, dass ihr Freund nicht mehr so kann, dann wird halt zurückgesteckt. Das ist die Art der Hundehaltung, die ich vorziehen.

      Noch ein Wort zur Mehrhundehaltung. Ich hatte ja schon 13 Hunde im Haus (da lebten aber zwei Familien in einem Haus) und jetzt sind wir runter auf 7. Ich möchte noch weiterrunter, bis auf 2 oder 3, weil eben das Individuum bei dieser Menge weniger Aufmerksamkeit bekommt. Aber ich halte mich nicht für egoistisch, @Amica (ich glaube du warst das), sondern eher für zu gutmütig. So viele Hunde kosten eine Menge Geld und Zeit, und für beides hätte ich noch anderen Verwendung als sie in Futter und Tierarzt und Gassigänge und Sauberhalten des Hauses zu stecken. :)

      I
    • @Murmel
      In Europa gibt's es eben zum Glück keine (nennenswerten) Preisgelder, deshalb sind hier im Allgemeinen die Haltungsbedingungen viel besser, als in den großen Kenneln, die bei Iditarod etc. mitfahren.

      Dennoch gibt es auch hier Leute, die ihre Hunde wie nen alten Schuh behandeln, solche kenne ich auch persönlich. Deshalb hab ich mich auch dagegen entschieden von eben dieser Person einen Hund zu kaufen. Aber bei den Leuten, von denen ich hier rede und zu denen ich mich zähle ist das absolut nicht der Fall.
      Liebe Grüße von Julia, der Hound-Gang und dem Pü.





    • seit ich den thread zum erstenmal gesehen habe, überlege ich mir welchen grund es denn für mich gäbe? wenn ich Zero abgeben müsste oder könnte, ich glaube mein herz würde zerbrechen. ich liebe einfach alles an diesem Hund und er macht mir soviel Freude und ist immer für mich da und das möchte ich ihm auch zurückgeben.
      lg susann mit Zero und rojito
    • Hallo Susann!

      brown sugar schrieb:

      seit ich den thread zum erstenmal gesehen habe, überlege ich mir welchen grund es denn für mich gäbe?
      Wenn du mich fragst, du deinen Hund liebst, auch wenn er vielleicht nicht so ganz einfach ist? KEINEN Grund! ;) Dann hätte ich Bessy und Merlin schon damals abgegeben haben müssen. ;) Und heute Dumbledore. :rolleyes: :love: Also 3 von vieren. :P Aber ich habe sie alle geliebt, jeden auf seine Art! :love:

      Kurzes Fazit: Der Hund, der über unsere Türschwelle tritt - der bleibt, egal wie! ;) :D

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Ich glaube wenn ich bspw zwei Hunde hätte, die zusammen in einer Wohnung leben müssen, und sich dann nicht mehr miteinander vertragen, wäre es für mich ein Grund zu überlegen ob es nicht besser wäre wenn einer der beiden geht. Zwei Streithähne unter einem Dach wäre auf Dauer einfach nicht tragbar, und für beide Hunde Mist.

      Ansonsten stell ich fest, kann ich mir relativ viel "antun".
      Unsicher mit Pöbelneigung, wachsam, ein gewisser Grad Schutztrieb da, bedingt verträglich - hab ich ja aktuell.
      Hund der in bestimmten Situationen nach der Hand des Besitzers schnappt - damit bin ich aufgewachsen.

      Allerdings, wäre ich ersterem im Ernstfall körperlich nicht gewachsen, oder zweiteres wirklich mir gegenüber gefährlich, dann würde ich mir gut überlegen ob ich es in den Griff bekommen kann, oder nicht.

      Hund mit geschädigtem Nervenkostüm und extremer Zwangshandlung - wollte ich mir mal antun ( hat nur nicht in mein Leben gepasst)
      Also, ich glaube bei mir müsste sich viel tun ehe ich einen Hund abgebe für den ich mich entschieden hab. Der einzige Grund der mir einfallen würde wäre wenn ein gewisses Gefahren Potenzial da ist. Ich will vor meinem eigenen Hund keine ( begründete) Angst haben müssen. So ein Kandidat wäre sicher bei jemanden der damit zurecht kommen kann, besser dran. Ich glaube einen Hund der körperlich too much is, würde ich mir garnicht erst holen.
      Liebe Grüße von Lisa mit Schnäuzerine Lilo und Omi Susi :)
    • Wusan schrieb:

      Hallo Susann!

      brown sugar schrieb:

      seit ich den thread zum erstenmal gesehen habe, überlege ich mir welchen grund es denn für mich gäbe?
      Wenn du mich fragst, du deinen Hund liebst, auch wenn er vielleicht nicht so ganz einfach ist? KEINEN Grund! ;) Dann hätte ich Bessy und Merlin schon damals abgegeben haben müssen. ;) Und heute Dumbledore. :rolleyes: :love: Also 3 von vieren. :P Aber ich habe sie alle geliebt, jeden auf seine Art! :love:
      Kurzes Fazit: Der Hund, der über unsere Türschwelle tritt - der bleibt, egal wie! ;) :D

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      hallo wusan
      das war bisher auch bei all meinen Hunden so, dass sie alle geblieben sind egal wie schwierig sie auch immer waren. ich glaube einfach, ich könnte nie ein Tier weggeben das einmal bei mir zuhause war. Zero mein jetziger ist mein unkompliziertes von allen bisherigen und ich bin froh darüber dass ich mir ein leben ohne ihn bis zu seinem Lebensende nicht vorzustellen brauche.
      lg susann mit Zero und rojito
    • Für mich gäbe es nur einen Grund: Wenn ich dem Hund nicht mehr gerecht werden kann!
      Dafür kann es die verschiedensten Gründe geben, von „Trennungs-Hund“ der bei einem Halter alleine nicht mehr genügend Aufmerksamkeit bekommen kann, die klassische „Arbeits/Sportskanone“ der man plötzlich, aus welchen Gründen auch immer, keine 3Stunden HuPl oä pro Tag bieten kann, die Zwei/Mehr Hundehaltung, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr aggressionsfrei funktioniert...
      oder wie in dem Fall meines verstorbenen Hundes, der 13 Jahre lang, keine 5 Sekunden stressfrei alleine bleiben konnte, hätte ich nicht das Glück gehabt einen Job zu bekommen wo er täglich mit kommen durfte, nicht „das Glück“ zu der Zeit auch ein Kleinkind zu haben, der eh einen Babysitter brauchte (wo dann der Hund dann eben auch bleiben konnte) und zusätzlich das Glück hatte, das dieser Hund in Gesellschaft ein völlig entspannt und lässiger Mitläufer war.
      Ich hätte ihm nicht diese 13 Jahre gerecht werden können, und trotzdem habe ich ständig überlegt, ob ich ihn nicht vielleicht besser abgeben sollte.
    • Ich denke hier sprechen Herz und Verstand auch unterschiedliche Sprachen.
      Wenn der Verstand sagt, ich werde meinem Hund nicht gerecht, heißt es noch lange nicht, das auch das Herz sich dazu überwinden kann ihn abzugeben um dann eine geeignetere Familie zu finden.
      Ich ziehe vor jedem den Hut, der genau dies kann. Vor sich selbst so ehrlich sein und zu entscheiden, der Hund hat es woanders besser als bei mir. Ich bin da ganz ehrlich, ich weiß nicht ob ich das könnte.
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • Vor allem, woher weiß ich denn, dass es der Hund dann WIRKLICH besser hat als bei mir? Erzählen können einem die Leute ja vieles...
      Mir geht´s da wie @Susa, ich weiß auch nicht ob ich das könnte, oder einfach auch viel zu misstrauisch wäre und Sorge hätte, dass es der Hund dann eben nicht besser hat als bei mir...
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich meine Hunde abgeben würde, wenn sie nach meinem Kind schnappen/beißen würden und keine Chance darauf bestünde das Zusammenleben so zu gestalten, dass jeder sich hier sicher und wohl fühlt.

      Meine kleine verstorbene Phoebe war keine Kinderfreundin und bereits 11 Jahre alt, als mein Sohn zur Welt kam.
      Ich wusste von Anfang an, dass ich auf die beiden ein Auge haben muss und solange mein Sohn sie nicht räumlich bedrängte und sie nicht anfasste, war auch alles gut. Streicheln durfte er sie nur, wenn ich sie ebenfalls streichelte.
      Trotzdem hat sie ein paar Mal nach ihm geschnappt, ihn jedoch nie verletzt.
      Phoebe blieb bis zu ihrem letzten Atemzug bei uns und eine Abgabe stand von meiner Seite aus nie zur Debatte. Aufgrund ihres Alters und ihrer Krankheit war klar, dass sie nicht mehr sehr lange leben würde und so lange sah ich mich auch in der Lage die Situation hier gut zu händeln.

      Als die Elfe Anfang diesen Jahres einzog, sagte ich von vorn herein ganz offen, dass wenn sie ein ernsthaftes Problem mit meinem Sohn hat, sie in ein anderes Zuhause umziehen muss.
      Einen derartigen Stress für die nächsten 15 Jahre wollte ich weder dem Hund noch und zumuten.
    • Ja, kann ich total verstehen.
      Wäre bei mir genauso.
      Wenn der Hund an die Kinder gehen würde... das wäre nicht zu machen.

      Naja gut, meine Mädels sind ja nun schon groß und grapschen auch nicht unkontrolliert nach dem Hund oder sowas.
      Aber ich habe ja auch extra noch gewartet damals, dass unsere Kleine schon in die Schule kam, als Moony bei uns einzog.
      Denn zwei kleinere Kinder plus Welpe... äh, neeee.
      Das wäre mir persönlich zu viel geworden.

      Ein weiterer Grund wäre bei mir tatsächlich auch, wennn sich Erst- und Zweithund nicht vertragen würden.
      Denn ständig auf der Hut sein, dass die sich nicht halb killen, äh nööö.

      Aber natürlich müßten die Probleme schon schwerwiegend sein. Also, so kleine Kabbeleien sind ja scheinbar normal oder kommen immer mal vor. Was ich so mal gelesen habe.
      Leider bin ich ja da noch komplett unerfahren.
      LG Schlundi <3
    • Wenn es gar nicht mehr irgendwie möglich wäre, dass er hier versorgt wird, wie es zu sein hat.
      Sei es, dass er nicht mehr ausreichend betreut werden kann, ich nix mehr mit ihm machen kann und auch sonst aus der Familie sich niemand kümmern kann. Also wie gesagt echt einfach, keine Ahnung ich es z.B. einfach körperlich nicht mehr kann oder irgendwas. Ich weiß nicht genau wie ich die Situation genau beschreiben sollte. Aber eben einfach, wenn ich sagen muss "Nein! Das geht so für den Hund nicht! Das ist nur noch Egoismus!"
      Also halt so, wenn er nur allein wäre, ich nicht mehr mit ihm gehen könnte und eben niemanden habe, der mich da unterstützt. Dann würde ich mir überlegen, ob ich nicht eine Familie für ihn finden würde, wo er das bekommt was ihm bei mir fehlen würde.
      Schwer zu sagen! Ich hoffe auch, dass ich mir da nie Gedanken drüber machen muss ehrlich gesagz.
      Wir müssen ja so wie so denken. Warum dann nicht gleich positiv?
    • also ich persönlich ... keine Ahnung ob und/oder ab wann ich meine Dana abgeben würde. Gefühlt nie, aber wirklich wissen kann ich es vermutlich erst dann, wenn so eine Situation mal eintreten würde was natürlich hoffentlich nienicht ;) passieren wird.
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile: