Leidiges ‚allein bleiben‘

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    • Leidiges ‚allein bleiben‘

      Hallo ihr lieben,
      Ich bin neu hier und habe mich aus einem ganz bestimmten Grund angemeldet.
      Ich bin Besitzerin eines ein Jahr alten unkastrierten Rüden aus dem Tierachutz aus Italen. Er kam mit 16 Wochen zu uns und seit dem bin ich mit ihm am Üben mit dem allein bleiben. Ich bin von Anfang an sehr langsam und behutsam vorgegangen, da mein kleiner ein echtes Sensibelchen ist wir waren bei ca 1 Stunde allein bleiben. Seit nunmehr 3 Wochen klappt auf einmal gar nichts mehr. Er bellt nach 10 Minuten das ganze Haus zusammen und hört auch nach 2 Stunden nicht auf. Wenn ich dann wieder komme legt er sich hin und schläft. Ich bin der Verzweiflung echt sehr nah, ich habe alles probiert: Leckerei, Kong, kauknochen, Radio, Licht, nochmaliges runterschrauben der Zeitabstände, etc. nichts klappt. Wir trainieren täglich. Vom Tierarzt gibt’s auch keinerlei Einwände, er ist bis auf einen bekannten Hüftschaden kerngesund. Vorheriges Auspowern ist natürlich auch auf dem Plan. Ich habe ihn das ein oder andere Mal gefilmt, er rennt alle paar Sekunden von a nach b, legt sich kurz hin, schließt die Augen, macht sie wieder auf und bellt/jault weiter. Ich weiß nicht ob es wirkliche Angst ist oder einfach ‚was soll das, wieso lässt du mich einfach allein, geht gar nicht!‘ :/
      Ich würde gern wissen warum er bellt und was genau ich jetzt am besten machen soll.
      Hat jemand einen Tipp für mich ? Ich wäre über Hilfe echt dankbar.
    • Hey,

      kannst du uns die Videos zeigen?
      Dein Hund könnte grade in dem Alter sein, wo er einfach die Grenzen testet und daher nicht damit einverstanden ist, das er sich nicht kontrollieren kann.
      Wäre auf jeden Fall meine erste Vermutung, wenn du sicher bist, dass er beim alleine bleiben nicht einen krassen Angstfaktor hatte. Denn nach so langem, kleinschrittigen Training müsste das normal gehen.
    • Hallo erstmal! :hello:
      Bist du seine einzige bzw. seine Haupt-Bezugsperson?
      Man könnte noch mal testen, wie er sich verhält, wenn du zwar gehst, aber eine andere Person bei ihm bleibt, die er zwar kennt, die aber keine direkte Bezugsperson ist. Hunden mit echter Trennungsangst reicht es oft schon, wenn eine andere, halbwegs bekannte Person bei ihnen bleibt, und sind dann deutlich ruhiger. Hunden, die ihre Bezugsperson kontrollieren möchten, ist es egal, ob jemand anderes da ist - deren Problem ist ja, dass diese eine Person außerhalb ihres Einflussbereichs ist.
      Natürlich soll das mit der anderen Person keine Dauerlösung sein; mir ist schon klar, dass dein Hund (wie eigentlich jeder Hund) auch mal ganz alleine bleiben können muss. Aber es wäre als Test nicht verkehrt, um die Beweggründe deines Hundes besser einschätzen zu können. Bei Trennungsangst muss man letztlich am Alleinbleibtraining ganz intensiv dranbleiben; ggf. noch mal bei Null anfangen und den Raum nur für eine Sekunde verlassen. Will dein Hund dich kontrollieren, muss man ggf. auch andere, alleinbleib-unabhängige Dinge im Alltag verändern, um seinem Hund stärker zu zeigen: Ich bin eine souveräne Person, ich komme alleine klar, du brauchst mich nicht kontrollieren und auch nicht auf mich aufzupassen.


      Viele Grüße
      Amica