Warum Hunde die besseren Menschen sind

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    • Ich weiß, dass das allgemein gut ankommt. Meinˋs ist es nicht denn meine Hunde haben sich noch nie (!), auch nicht als Welpen (!) gegenüber erwachsenen Hunden freiwillig unterworfen indem sie sich auf den Rücken gelegt haben und außer sehr junge Welpen (unter 12 Wochen), die wir zufällig getroffen haben (für einen Welpen waren wir der erste Fremdhundekontakt) hat sich ihnen gegenüber auch noch nie ein Hund unterworfen. Und sie haben es auch nie eingefordert. Und ich habe es auch noch nie erlebt, dass ein Welpe von erwachsenen Hunden so eingeschränkt wurde.

      Balou hat Mogli nicht eingeschränkt als er mit 12 Wochen eingezogen ist. Er durfte sich bewegen, er durfte sich neben Balou auf sein Hundebett legen und er durfte Kontakt zu uns Menschen als Bezugpersonen aufnehmen. Und nach nicht mal 12 Stunden haben die Beiden sich ein Hundebett geteilt und bis auf den Konflikt wegen einem Kauartikel (woran wir Menschen Schuld waren) gab es nie Ärger. Also so falsch kann meine Vorgehensweise dann doch nicht sein.

      Der Welpe in dem Video ist jetzt nicht traumatisiert aber das Anspringen des Menschen ist das "Fragen" nach Hilfe und kein unverschämtes Verhalten. Mogli macht das bei einem einzelnen lauten Knall oder wenn auf dem Hundeplatz zu wild gespielt wird. Beides mag er nicht und er "fragt" dann nach Unterstützung und natürlich bekommt er die auch.

      Das Video hat für mich etwas von "das regeln die unter sich" (obwohl es nicht gesagt wird ;) ). Das "der Akita hat an dem Welpen gearbeitet" erinnert mich an die Rudelstellungen. Beides nicht meinˋs.
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Mir kommst ja auch deshalb seltsam vor, weil's eben auch kein "Rudel" ist. Sondern eine zeitweilige Gruppe.
      Hintergrund ist das Gespräch mit einer Bekannten über eine Schäferhündin auf dem Hundeplatz, die andere Hunde kontrolliert und einschränkt. Ich bin der Meinung, dass ihr das nicht in dem Maße zusteht, weil der Platz auch nicht ihr persönliches Territorium ist. Und ich würde meinen Hund aus dieser Situation nehmen.
      Manche finden sie aber sooo toll, wie sie andere Hunde erzieht.
      LG Petra mit Andy

      So ein Hund ist ja auch nur ein Mensch...
    • Gibt es das Video nicht irgendwo sichtbar für nicht Facebook-Kunden?

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)

      Beitrag von Isa ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Doppelt ().
    • Danke, ich kann‘s jetzt auch sehen! 8o

      Ich guck‘s gleich noch ein zweites Mal und schreib‘ dann was ich dazu denke...

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Ich finde den Aktia sehr verhalten. Nanouk ist da viel rabiater, besonders freche Welpen haben bei ihm erstmal gar nichts zu melden.

      Diego durfte die ersten zwei Tage atmen und fressen, bei Bewegung hat Nanouk ihn sich geschnappt. Hat für Außenstehende brutal ausgeschaut, aber war notwendig, damit die beiden gut zusammenfinden konnten. Jetzt nach einer Woche darf der Zwerg bei Nanouk ausnahmslos alles. Anspringen, an Ohren und Schwanz ziehen, sogar Knochen aus dem Maul klauen. Damit das so läuft, musste Nanouk aber eben erstmal sicherstellen, dass der Zwerg zur Not den nötigen Respekt vor ihm hat :D


    • Carlos96 schrieb:

      Aha, aber gelten zu Hause nicht deine Regeln? Also du bestimmst, ob der Welpe z.b. grad auf die Couch darf oder zu dir Kontakt aufnehmen oder was auch immer.
      Ist der erste Hund nicht überfordert, wenn du die Verantwortung an ihn abgibst? Du kannst es quasi nicht selbst regeln, übernimmst nicht die klare Führung?
      Das kommt drauf an.

      Z.B. hat Nanouk am ersten Tag einen Knochen gefressen. Diego hat ihn angeschaut, Nanouk hat ihn angeknurrt, Diego kam näher, Nanouk hat die Zähne gefletscht, Diego hat sich immer noch nicht zurückgenommen und zack, hat Nanouk ihn sich gepackt und auf den Rücken geworfen, gehalten und angeknurrt. Oder auch mehrmals passiert: Nanouk lag mitten im Wohnzimmer und Diego ist auf ihn zugerannt, da hat Nanouk auch kurzen Prozess gemacht. Wenn ich was festlege oder mache, dann ist das für Nanouk einfach so und da hat er auch nicht das Bedürfnis etwas zu regeln, ist ja schließlich "meine" Situation. Aber alles was ihn betrifft, darf er selbst regeln und auch in der Intensität, in der er es für notwendig erachtet. Und nachdem die zwei nach so kurzer Zeit ein Herz und eine Seele sind, scheint das wohl ganz gut geklappt zu haben ;)


    • Genau das macht für mich den ganz großen und ganz wichtigen Unterschied, Nanouk und Diego leben als “Rudel“, also als (wenn auch nicht frei gewählter) Familienverband. Nanouk ist jetzt Diegos “großer Bruder“ und muß, damit es zwischen den beiden rund läuft, eindeutig mit Diego kommunizieren dürfen. Und weil die beiden auch noch Rasse-gleich sind, also den gleichen hündischen Dialekt sprechen, finde ich es absolut richtig, wie es bei euch angelaufen ist. Auch wenn‘s ruppig war - aber der Erfolg gibt dir recht. :thumbup:

      Das Video mit dem Akita und der frechen Lütten ist für mich eigentlich wieder so nur ein typisches eine-Trainerin-erklärt-euch-jetztabermalwirklich-die-Hundewelt-Ding. :rolleyes:
      Grundsätzlich sehe ich aber durchaus auch, was sie in dieser speziellen Interaktion sieht.
      Und die Lütte nimmt da für mein dafürhalten auch keinen Schaden. Die kann das alles gut ab und in dieser Situation lernt sie sicher auch was, nämlich dass der Akita sie eingrenzt, weil er das eben für angemessen hält. Und er kommuniziert wirklich sauber. Sehr nachdrücklich, aber sauber. Ob der Lütten dieses einmalige „eingenorndet werden“ (ich habe jetzt auch auf die HP der Trainerin angeschaut...)
      allerdings für‘s Leben hilft, sei mal dahingestellt.
      Denn das ist ja nun wahrlich kein Rudel, noch nicht mal ein Familienverband ist das, das ist (höchstwahrscheinlich) einfach eine Gruppe von eigentlichen fremden Hunden, die da auf dem Hundeplatz miteinander interagieren (müssen).

      Ich sehe übrigens nicht - @CrazyDogs, dass die Lütte bei dem Menschen um Hilfe fragt, als sie ihn anspringt. Alles in ihrem sonstigen Verhalten ist nicht wirklich ängstlich oder hilfsbedürftig, das Anspringen ist meiner Meinung nach im besten Fall Übersprung, wahrscheinlich aber eher Übermut und Überdrehtheit.

      Die Frage, ob ich persönlich eine solche Szene als Besitzerin dieser jungen Hündin so laufen lassen würde?
      Mittlerweile ja. Hoffe ich. Denn da passiert aus meiner Sicht nur normale Kommunikation. Und wenn ich einen solchen an Hundekontakten so interessierten Hund hätte, dann würde ich das zulassen.
      Für Lani wäre (und war) diese Art von Kommunikation viel zu heftig. Die spricht eine ganz andere Hundesprache - viel, viel zurückhaltender. Wenn der ein anderer Hund als Welpe und Junghund nur „leicht“ mitgeteilt hat, dass sie nervt, war die schon total auf Rückzug, was dann eher Mobbing-Verhalten auslöst, wo man wirklich einschreiten muss...

      Ganz grundsätzlich - und jetzt kommt’s - gebe ich dieser Trainerin in ihrer Aussage, „wir begrenzen unsere neu angeschafften Welpen zu wenig“ aber vollkommen recht!
      Das ist tatsächlich auch meine Meinung. Und das hab ich mit Lani auch am Anfang sehr strikt gelebt. Die hatte am Anfang ganz klare Regeln und der gehörte hier nicht die Welt - nicht so wie jetzt :whistling:

      Gerade wenn da nämlich kein anderer Hundebruder wie z.B. Nanouk da ist, der hündisch gleich klar und deutlich Regeln vorgibt, die wirklich gelten, dann fangen die meisten jungen Hunde - je nach Typ natürlich - irgendwann an „zu schwimmen“, weil wir ihnen zu wenig Anlass geben, uns zu vertrauen bzw. zuzutrauen, dass wir ihr Hundeleben für sie in gute Bahnen lenken.
      Wir vermenschlichen die Hunde-Babys meiner Meinung nach am Anfang viel zu sehr.
      Natürlich brauchen die Liebe und Schutz und viel Entwicklungszeit ohne Druck - aber genauso nötig brauchen sie klare Regeln und Grenzen.
      Von daher kann ich mit den Aussagen der Trainerin (auf ihrer HP) eben tatsächlich durchaus was anfangen.

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Danke liebe Petra, ich konnte das Video jetzt anschauen.
      Meine Wahrnehmung: die kleine Hündin hat keinen Schaden durch das Verhalten des anderen Hundes davon getragen.
      Ich denke sie hat sich gedacht:mein Gott hat der ein riesen Geltungsbedürfnis( ich habe es gedacht). Ob sie was gelernt hat: ja mit schwierigen Vertretern umzugehen. Ist aber nur meine Meinung. Ob ich zu einer solchen Hundetrainerin gehen würde: Nein.

      Gruß
      Birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !