Pferdeäpfel = Giftköder!

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    • Pferdeäpfel = Giftköder!

      Hallo zusammen!

      Ich möchte gerne einmal auf die Gefahr von Pferdemist hinweisen.

      Die Aussagen gehen da ja sehr auseinander, der Eine sagt das man Hunde ruhig fressen lassen soll und der Andere das man es auf keinen Fall zulassen soll.
      Deshalb möchte ich gerne Licht ins Dunkle bringen.

      Von sich aus wäre Pferdekot eigentlich super gesund für unsere Hunde.
      Zum Einen reinigt die grobe Rohfaser Struktur den Darm der Hunde und zum Anderen enthalten Pferdeäpfel ein natürliches Antibiotikum, durch welches Hunde sich selbst heilen könnten.
      Aber leider...
      Stammt unser Pferdekot nicht von unbehandelten Pferden. Die Pferde in unserer Umgebung werden alle regelmäßig entwurmt (und mit anderen Medikamenten behandelt).
      Wurmkuren werden ja anhand des Gewichts des Gewichts verabreicht. Pferde wiegen im Schnitt 600 KG und ein Hund sagen wir mal 30 KG, das heißt das ein Hund gnadenlos überdosiert werden würde, wenn er zu viel Pferdekot frisst. 4-8 Tage nach der Entwurmung scheiden Pferde ziemlich viel Wirkstoff aus.
      Was zu üblen Nebenwirkungen führen kann. (Schwindel, Durchfall, Erbrechen, Nierenversagen, komatöse Zustände, ...)
      Außerdem kann der Genuss von Pferdeäpfeln sehr tödlich enden, wenn ein Hund den Gendefekt MDR-1 hat. (oft sind Hütehunde, Schäferhunde, Bobtails, uns einige mehr betroffen)

      Ein Happs oder Zwei sind nicht tragisch, aber man sollte seinen Hund auf keinen Fall einfach fressen lassen!

      Beide Seiten haben also Recht, aber durch die ganzen Präparate die Pferde bekommen, ist Pferdekot leider doch nicht gesund für unsere Hunde.


      Liebe Grüße
      Bianca :) :pfote:
    • Dieter schrieb:

      kieldogs schrieb:

      ...enthalten Pferdeäpfel ein natürliches Antibiotikum, durch welches Hunde sich selbst heilen könnten.
      Mich interessiert, welches Antibiotikum das sein soll und wo es eine (valide) Belegstelle gibt
      Das kann ich Dir auch nicht sagen, aber wenn Du es herausgefunden hast, teile es hier doch gerne :)
      Liebe Grüße!
    • Dieter schrieb:

      Reines Gelaber - oder was soll das sonst sein?
      Danke, ich hätte es nicht besser sagen können.

      Gruß
      Birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !
    • Dieter schrieb:

      Nanu, große Ankündigungen von Selbstheilungen aber nicht die klitze-kleinste Einzelheit?
      Reines Gelaber - oder was soll das sonst sein?
      Wenn ich mich nicht total irre, hat Tamme Hanken das mit dem Antibiotikum im Pferdeapfel mal gesagt. Einen Nachweis dafür hat er aber natürlich nie gebracht :huh:


    • Über dieses Thema war ich letztes Jahr auch sehr erschrocken, zumal in dem Bericht den ich las auch noch stand, dass der ganze Stall 2x/Jahr entwurmt wird.
      Drei meiner Kursteilnehmerinnen haben auch Pferde und sind in unterschiedlichen Ställen - also gleich gefragt.
      Ergebnis: Wie bei Hunden, entwurmt jeder Besitzer wann und wie oft er will.
      Dann eine kleine Rechnung:
      Ein 600kg Pferd frisst ca 2,5% Tag = 15 kg und soviel muss ja hinten auch wieder raus.
      Wenn am 4....8 Tag das Meiste (3/4 ?) ausgeschieden wird, verteilt sich diese 20fache Dosis auf 4 Tage also 20*3/4/4 = 3,75 fache Hundedosis am Tag
      Geteilt durch 15kg = 0,25 = 1/4 Dosis wenn der Hund 1 volles Kilo frisst! :sleeping: und was hat ein Pferdeapfel 100gr?
      Nur an dem Tag wo man selbst dem Hund Entwurmungsmittel gegeben hat, sollte er vielleicht nicht auch noch sich den Ranzen mit Pferdeäpfel vollschlagen.
      btw: Hunde die viel Rohfleisch bekommen haben i. d. R. so viel Magensäure, dass sie keine Würmer bekommen und daher ist es sinnvoll, nur ab und an eine Kotprobe untersuchen zu lassen, statt regelmäßig den Hund mit Schädikalien zu belasten! Zumal entwurmen nicht nachhaltig ist - zwei Tage später kann er wieder welche bekommen.


      Fazit: Ist mir Scheißegal wenn einer meiner Hunde mal in so nen Pferdeapfel beißt - nur ein wenig eklig :/
      Wenn nur Älle so wäret, wie i sei sodd! :rolleyes: :saint:
    • KuNiRider schrieb:

      Über dieses Thema war ich letztes Jahr auch sehr erschrocken, zumal in dem Bericht den ich las auch noch stand, dass der ganze Stall 2x/Jahr entwurmt wird.
      Drei meiner Kursteilnehmerinnen haben auch Pferde und sind in unterschiedlichen Ställen - also gleich gefragt.
      Ergebnis: Wie bei Hunden, entwurmt jeder Besitzer wann und wie oft er will.
      Dann eine kleine Rechnung:
      Ein 600kg Pferd frisst ca 2,5% Tag = 15 kg und soviel muss ja hinten auch wieder raus.
      Wenn am 4....8 Tag das Meiste (3/4 ?) ausgeschieden wird, verteilt sich diese 20fache Dosis auf 4 Tage also 20*3/4/4 = 3,75 fache Hundedosis am Tag
      Geteilt durch 15kg = 0,25 = 1/4 Dosis wenn der Hund 1 volles Kilo frisst! :sleeping: und was hat ein Pferdeapfel 100gr?
      Nur an dem Tag wo man selbst dem Hund Entwurmungsmittel gegeben hat, sollte er vielleicht nicht auch noch sich den Ranzen mit Pferdeäpfel vollschlagen.
      btw: Hunde die viel Rohfleisch bekommen haben i. d. R. so viel Magensäure, dass sie keine Würmer bekommen und daher ist es sinnvoll, nur ab und an eine Kotprobe untersuchen zu lassen, statt regelmäßig den Hund mit Schädikalien zu belasten! Zumal entwurmen nicht nachhaltig ist - zwei Tage später kann er wieder welche bekommen.


      Fazit: Ist mir Scheißegal wenn einer meiner Hunde mal in so nen Pferdeapfel beißt - nur ein wenig eklig :/
      Ich verfalle auch nicht in Panik, wenn meine Maus mal was davon futtert...aber ich lasse sie nicht ungehemmt fressen...
      Das Ausscheiden funktioniert ja nicht gleichmäßig und es gibt eben auch viele Berichte von Hunden, denen es schlecht erging...
      Aber man sollte sich dessen einfach bewusst sein...

      Liebe Grüße
      Bianca
    • Dieter schrieb:

      Nanu, große Ankündigungen von Selbstheilungen aber nicht die klitze-kleinste Einzelheit?
      Reines Gelaber - oder was soll das sonst sein?
      Naja, es ging in meinem Beitrag ja nicht darum das ich das fressen von Pferdekot anpreise, weil da ein Antibiotikum drin ist und um die Selbstheilung...
      Warum es nicht ratsam ist einen Hund ungehemmt fressen zu lassen war das Thema. Dazu kann ich Dir gerne noch eine Frage beantworten.

      Mir schient, Du suchst einfach nach einem Ansatzpunkt, um mich anzugreifen, mich herauszufordern...
    • kieldogs schrieb:

      Das kann ich Dir auch nicht sagen, aber wenn Du es herausgefunden hast, teile es hier doch gerne
      Man, hat ne Minute gedauert. Über Antibiotika auf Pferdeäpfel nicht drin!
      heilpraxisnet.de/naturheilprax…ibiotikum-01853446724.php
      Ich würde an deiner Stelle einfach einen Link zu dem von Dir gewünschten Thema reinstellen. So kann sich Jeder aussuchen ob er/sie sich mit der alten Problematik, erstmalig oder wiederholt beschäftigen will.

      kieldogs schrieb:

      Ich möchte gerne einmal auf die Gefahr von Pferdemist hinweisen.

      kieldogs schrieb:

      Mir schient, Du suchst einfach nach einem Ansatzpunkt, um mich anzugreifen, mich herauszufordern...
      Ich würde mich freuen wenn Du mal auf Dich selbst schaust. Nix für ungut...

      Gruß
      birgit
      Mein Leben dauert viel kürzer als deins. Jede Trennung von dir macht mich traurig.
      Denk bitte immer daran: Du hast mich genommen <3 !
    • Mein Neo hat vor Jahren mal einen dicken Happen Pferdeapfel genascht, kurz darauf Durchfall bekommen und als der nach 1 Woche immer noch nicht weg war haben wir weiter untersucht.
      Er hatte da schon zusätzlich eine Lungenentzündung, weil sein Immunsystem praktisch nicht vorhanden war und stark erhöhte Leberwerte, so dass die schon geschädigt war.
      Letztendlich war es recht knapp, meinte die Tierärztin, aber nach 2 Monaten hatten wir die Leber wieder voll unter Kontrolle (sie regeneriert sich bei Hunden ja Gott sei Dank sehr gut) und auch das Immunsystem war wieder aufgetaucht.
      Die Tierärztin vermutete tatsächlich ausgeschiedene Medikamente im Pferdekot, da er was anderes eben nicht gefressen hatte.
      Wir können alles, nur fliegen noch nicht - aber wir arbeiten daran.
      Der Leitspruch der spanischen Wasserhunde und insbesondere von Neo, Willow und Smilla mit ihrem Menschen Tina
    • Also das gefällt mir ist natürlich nicht, dass es Neo so schlecht ging!
      Ich habe mal etwas über den Beitrag von @kieldogs nachgedacht; rein theoretisch werden doch fast alle Haus-und Nutztiere mit irgendwelchen Medikamenten vollgestopft.
      Wenn man als Halter unbedarft ist und/ oder man einen nicht so guten Tierarzt hat,,,
      oder man nicht in so einer tollen Community ist, wie wir hier!
      Also ganz so abwegig finde ich ihren Beitrag nicht! Man sollte schon Obacht geben! Gerade, wenn Hundi eh schon gesundheitliche Baustellen hat!
      Liebe Grüsse
      Andrea


      Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :love:
      Walt Disney
    • das finde ich ja auch!
      Außerdem ist jede Warnung und/oder Hinweis erstmal gut und wichtig. Ob das dann nun zu 100 % stimmt oder nicht, finde ich erstmal zweitrangig. Wenn ich mich dann mit etwas beschäftige und informiere ist es ja gut und wenn dann bei diesen, meinen Recherchen herauskommt, alles nicht so schlimm, ist es ja dann noch besser.
      Auf irgend etwas schädliches, oder u.U. sogar giftiges zu viel zu achten ist ja kaum möglich.
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:
    • Perra schrieb:

      Mein Neo hat vor Jahren mal einen dicken Happen Pferdeapfel genascht, kurz darauf Durchfall bekommen und als der nach 1 Woche immer noch nicht weg war haben wir weiter untersucht.
      Er hatte da schon zusätzlich eine Lungenentzündung, weil sein Immunsystem praktisch nicht vorhanden war und stark erhöhte Leberwerte, so dass die schon geschädigt war.
      Letztendlich war es recht knapp, meinte die Tierärztin, aber nach 2 Monaten hatten wir die Leber wieder voll unter Kontrolle (sie regeneriert sich bei Hunden ja Gott sei Dank sehr gut) und auch das Immunsystem war wieder aufgetaucht.
      Die Tierärztin vermutete tatsächlich ausgeschiedene Medikamente im Pferdekot, da er was anderes eben nicht gefressen hatte.
      Ui...dann kannst Du ja tatsächlich "aus erster Hand" berichten...was für ein Schock...
      Eine echt unterschätzte Gefahr!
      Als ich es noch nicht besser wusste, habe ich meine Maus immer einfach fressen lassen...da bin ich ja echt froh das es immer gut gegangen ist!
      ...Nicht auszudenken...

      vielen Dank für Deinen Beitrag! :-)

      Liebe Grüße
      Bianca
    • Andrea Vetter schrieb:

      Also das gefällt mir ist natürlich nicht, dass es Neo so schlecht ging!
      Ich habe mal etwas über den Beitrag von @kieldogs nachgedacht; rein theoretisch werden doch fast alle Haus-und Nutztiere mit irgendwelchen Medikamenten vollgestopft.
      Wenn man als Halter unbedarft ist und/ oder man einen nicht so guten Tierarzt hat,,,
      oder man nicht in so einer tollen Community ist, wie wir hier!
      Also ganz so abwegig finde ich ihren Beitrag nicht! Man sollte schon Obacht geben! Gerade, wenn Hundi eh schon gesundheitliche Baustellen hat!
      Vielen Dank, nichts anderes wollte ich damit erreichen...man sollte sich einfach bewusst darüber sein :)

      Liebe Grüße
      Bianca
    • Mein erster Gedanke dazu war, ob in den Pferdeäpfeln denn nur was von einer Wurmkur drin sein kann, oder theoretisch auch Reste x anderer Medikamente? Nach meiner Überlegung wird die Wurmkur doch vermutlich nicht das einzigste mögliche Mittel sein, das beim Pferd wieder hinten mit rauskommt, oder? Meine zweite Überlegung war, das es z.B. auch Hunde gibt die wegen xy selbst regelmäßig (oder wenn auch nur im Moment) Medikament/e nehmen müssen. Je nachdem was dann beim Pferd so rauskommt, vielleicht selbst wenn es nur Reste der Wurmkur sind, könnte das doch vielleicht auch das eigentliche Medikament des Hundes beeinflussen?

      Ich finde es generell nicht negativ, das Thema an sich anzustoßen. Offenbar scheint es da ja nach wie vor Klärungsbedarf oder Unklarheiten zu geben. Wobei ich (Mit dem Hintergedanken an Giftköder und Giardien durch vermutlich fremden Hundekot) den Hund draußen prinzipiell nichts einsaugen lasse.

      Genannt wurde in einem Artikel (auf Pferdekosmos), das z.B. das Pferde-Entwurmungsmittel besonders für Hunde mit einem MDR1-Defekt lebensgefährllich werden könnte. Ebenso stieß ich auf die Info, das ein Bestimmter Pilz der auf dem Misthaufen wächst zwar kein Antibiotikum ist, aber so wirken würde. Der Coprinopsis cinerea.

      Anstatt den Beitrag abzuwerten, hätte man sich die Infos auch selbst ergooglen können und dann vielleicht etwas inhaltlich sinnvolleres zu dem Thema beitragen können. Bei vielen Themen gibt es eine Ursprungs-Aussage, die über viele Ecken durch das "Stille Post" Prinzip weitergegeben wird. Der eine sagt, das auf dem Misthaufen ein Pilz wächst der antibiotisch wirkt, der nächste gibt weiter das Pferdemist Antibiotika enthält. Der eine sagt das mit dem Gendefekt, der nächste erzählt weiter das es für alle Hunde lebensgefährlich ist. Das es so läuft ist leider normal und jeder von uns hat das beim ein- oder anderen Thema garantiert auch schon unbewusst gemacht.