dog-university - was haltet ihr davon?

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    • Aber, mal ehrlich?

      Wenn man nicht den "Mumm" hat etwas zu hinterfragen - aber sich die Verantwortung für ein Lebewesen zutraut - widerspricht sich für mich irgendwie. Es gibt heute allein im Internet Unmengen an Informationen, wie in einer HS gearbeitet werden sollte - für jeden mir bekannten Bereich. Fast jede HS hat einen Homepage, auf der Trainingsmethoden und Ansätze erklärt werden.
    • Hanca schrieb:

      Wie soll aber ein Anfänger, der null Ahnung von Hundeerziehung hat, nun rausfinden, welche Trainingsmethode gut ist und welche nicht?
      Kopf und Bauch helfen hier oft weiter, finde ich. Ach und den guten alten Menschverstand wollen wir auch nicht ausser acht lassen.

      Also Toby bei mir einzog, als erster Hund, hab ich mir ne "Trainerin" zur Ersteinschätzung ins Haus geholt. Die legte den Armen gleich mal auf den Rücken und meinte dann noch zusätzlich, dass er nicht alt werden wird, weil er einen Herzfehler hat. Das macht sie an seiner Zungenfarbe aus. Dann gab sie mir noch den "tollen Tip" dass ich mit einem Leinenruck ihm das ziehen an der Leine abgewöhne!
      Ähm ja.....die Dame hat mich danach nie wieder gesehen!
      Das ist nun 8 Jahre her, ich hatte keine praktischen Erfahrungen, aber hier sagte mir mein Menschverstand und mein Bauchgefühl, dass es nicht das ist, was ich möchte.

      DogGirl schrieb:

      Stimmt, als Anfänger hast du keine Chance.
      Also in Zeiten des WWW ist das wohl nicht mehr so. Im Idealfall sollte man sich schon vorher mit Hunden beschäftigen und somit auch mit der Erziehung dieser. Bücher lesen, im WWW stöbern und vllt. mal den Rütter gucken, damit man weiß, was auf einen zukommt.
      Wer heute noch blauäugig da ran geht, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • das mit den Infos holen und eben nicht so blauäugig an den Hund rangehen ist für mein Verständnis genau der Punkt.
      Sich zig Infos, also auch völlig verschieden anzueignen ist nun wirklich sehr leicht. Dana ist z.B. (!) mein erster HSH und auch ich habe mich informiert. Bei verschiedenen (!) Trainern die speziell zu HSH informiern, bei der Orga von der ich Dana habe, bei einer Bekannten mit HSH Erfahrung, u.s.w..
      Das alles ist natürlich kein Ersatz für Erziehung, Training, u.s.w., aber eine gute Basis. Also eben Huntergrundinfos, Tipps, spezielle HSH Ticks, u.s.w. und als Hintergrundinfos und Anstoß alles vielleicht auch mal etwas anders zu betrachten schon sehr hilfreich finde ich.
      Im Prinzip kann man so, oder so ähnlich auch bei einem Ersthund vorgehen, also als Neuling und egal wie gut oder intensiv man sich auch immer vorbereitet, Fehler wird man trotzdem mit Sicherheit begehen. Aber man kann zumindest die Fehler nicht so arg schlimm werden lassen und/oder zumindest überhaupt bemerken :/
      "Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen." (Mark Twain) :Hund-smile:
    • tomstep schrieb:

      das mit den Infos holen und eben nicht so blauäugig an den Hund rangehen ist für mein Verständnis genau der Punkt.
      Sich zig Infos, also auch völlig verschieden anzueignen ist nun wirklich sehr leicht.
      Das denke ich halt auch.

      Es gibt vll nicht so viele HS, die wirklich individuell auf jeden Hund eingehen. Aber selbst, wenn die HS mit Schema X arbeitet - wenn das zu meinem Hund passt, dann kann ich da hingehen.

      Bei uns werden z.B. ganz unterschiedliche Hunde trainiert. Wir sind aber im Kern auch nur eine Gruppe von 5-7 Teams, die sich auch untereinander kennen. Also weiß ich z.B, dass Tak nicht so nah an Enzo vorbei möchte. Oder Enzo auf gar keinen Fall zu der unsicheren Hündin darf, die würde er maßlos verschrecken (weil er zu stürmisch und distanzlos ist). Im anderen dürfen Welpen in der Gruppe mit als erstens und am längsten zu Enzo oder dem Labbi.

      Im Training gibt es Dinge, da ist Enzo Streber, bei anderem nicht. Aber das wird bei uns halt nach dem Hund und der Rasse differenziert. Das schönste Beispiel ist der Rückruf durch die anderen Hunde:
      Alle Hunde rennen dann freudig zu ihren HH - der Dobermann fliegt.
      Enzo sitzt, hört was ich sage, verarbeitet das, steht auf und kommt zu mir, mehr gestern als heute... Am Anfang habe ich mich was geärgert. Trainerin: Er kommt zielgerichtet zu dir, das ist wichtig und das reicht.

      So kann man zu jedem Hund den passenden Trainer oder die HS finden. Ich habe mich im Bekanntenkreis der HH an Empfehlungen gehalten.
    • Hanca schrieb:

      Susa schrieb:

      Oh auf jeden Fall Wulf! Ich bin bei meinem Kommentar natürlich davon ausgegangen, das man nur eine gute Hundeschule in Betracht zieht und auch besucht, die auch mit den Methoden lehrt, hinter denen man selbst steht.
      Was übrigens für Anfänger problematisch sein kann, weil sie ja erstmal keine Vorstellung davon haben, was gut ist und was nicht.
      Ob eine Hundeschule gut ist, weiß man eigentlich erst dann, wenn man selbst einige Erfahrung hat - und die bekommt man leider häufig nur dadurch, dass der Hund erstmal versaut wurde. :rolleyes:

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      Wie soll aber ein Anfänger, der null Ahnung von Hundeerziehung hat, nun rausfinden, welche Trainingsmethode gut ist und welche nicht?

      CrazyDogs123 schrieb:

      Normalerweise würde ich sagen: Indem man auf sein Bauchgefühl hört und Hundetrainer nicht für "'Götter" hält deren Tipps immer gut sind und hinterfragt ob man die Trainingsmethode, die ein Trainer vorschlägt mit seinem Hund umsetzen möchte und ob es, wie in deinem Beispiel, Sinn macht den Hund kastrieren zu lassen damit er aus dem Platz nicht aufsteht oder nicht mehr an der Leine zieht.
      und da landen wir dann wieder bei den ganzen tv-sendungen, die neuen hh verschiedenste methoden zeigen, die ich teilweise für recht fragwürdig halte.
      (rütter, milan, mc milan usw) die ansätze sind so unterschiedlich... wie soll ein neuling damit umgehen, ohne seinen hund lesen zu können ;(

      ulla :hello:
      socken machen nicht nur die füsse warm ♥
    • Ich bin zwar in einer anderen Online-Hundeschule mit meinen beiden Neuzugängen aus dem Tierheim, aber ich glaube, das Prinzip ist dasselbe. Ich weiß nicht, ob es sich da lohnt, einen eigenen Thread aufzumachen. Darf man hier auch Links posten oder lieber nicht? Sonst lasse ich das. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Videotraining, zumal ich den Trainer auch jederzeit per E-Mail und noch besser per WhatsApp erreichen kann, Videos schicken kann, ihn fragen kann und er immer sehr zeitnah antwortet.

      Es geht mir wie vielen: Ich habe hier keine Hundeschule oder Hundertrainer, die ich ansprechen könnte, und deshalb ist mir ein bisschen Unterstützung per Video und WhatsApp lieber als gar keine Unterstützung. Das Ganze kostet auch nicht viel, sodass man nicht arm davon wird, selbst wenn man das jahrelang nutzt und die Videos entweder immer wieder oder auch die neuen Videos, die er weiterhin einstellt, anschaut.

      Dazu gibt es auch eine Menge schriftliche Erklärungen, die den fachlichen Hintergrund der Konditionierung und auch des Klickertrainings erklären. Da ich bisher keinen Klicker genutzt habe, das aber mal ausprobieren wollte, war das für mich auch sehr interessant.
    • Ich kenne dog-university und bin Hunde-Anfänger. Ich habe zwecks Vorbereitung auf Leben mit Hund sehr viele Trainer-Videos geschaut und auch gezielt viele verschiedene Trainer angeschaut. Mir hat das sehr geholfen, ein Grundfeeling für den Umang und das Zusammenleben mit Hund zu bekommen. Meine Hündin ist als 4Jährige Ende Januar bei uns eingezogen und seit dem schaue ich die gleichen Videos nochmal, gezielter und deutlich aufmerksamer (und mit Zettel und Stift in der Hand) :) Und sie helfen mir wieder sehr, ich kann damit sehr gut arbeiten und habe ganz oft Aha-Effekte, wo ich der Meinung war, meinerseits schon alles richtig zu machen (die hab ich hier im Forum auch noch sehr, sehr oft - gut so ;-)).

      Ich glaub, es kommt echt auf Mensch, Hund, Lebensumstände und aktuelle Situation an, ob derlei Videos die gute Hundeschule ersetzen können. Bei Problemen in Richtung Aggression (und auch Angst) würde ich persönlich sofort externe persönliche Hilfe holen. Die nächste "gute" Hundeschule (laut den meiner Meinung nach vernünftigen Hundehaltern in meinem Umfeld) ist für uns zum Beispiel nur mit dem Auto erreichbar - das nähme ich auf mich, wenn ich das für sinnvoll oder nötig hielte, aber vermeide ich auch echt gern. Termine nerven mich eh und bringen meinen Tagesrhytmus stets ausm Takt und das macht mir schlechte Laune. Für Menschen hingegen, die mit Extra-Touren und Extra-Teminen gar ein Problem haben, wäre hingegen der gute Hundeschulbesuch vermutlich deutlich zeitsparender, denn ich muss mich schon intensiv mit den Videos befassen und die Quintessenz wirken lassen, sozusagen.

      Ich schaue mir im Moment Videos von dog-university, dogsTV, mydog365 und der Salostowitz an - für mich eine gute Mischung und jeweils recht umfangreiches Material, letztere hat meine Grundhaltung sehr geprägt und die anderen sind bei gezielten Fragen und Trainingsaufbau sehr hilfreich für mich.
      Liebe Grüße
      Maren mit Ella

      >>> Happiness is not a destination - it is a way of life <<<
    • Ich finde prinzipiell alles ungeeignet, was nur einen bestimmten Weg vorgibt. Ich finde, das nicht jeder Mensch bei jedem Hund dieselbe pauschale Vorgehensweise anwenden kann. Von einem guten Trainer erwarte ich, das er sich selbst ein Bild von dem betreffenden Hund und dem Halter macht und dann individuell darauf bezogen seine Lösungsansätze zusammen stellt. Fehlverhalten vom Hund liegt ja nicht immer (nur) am Hund. Auch wird man mit solchen Videos selbst einschätzen können müssen, für welches Hundeverhalten man welche Tipps anwendet. Nicht immer, ich kenne das von mir selbst, kann man als Leinenhalter das Verhalten vom Hund zu 100% richtig deuten. Andernfalls bräuchte man dann vermutlich solche Videos nicht als Hilfe. Man sieht sich selbst und die Situation ja nicht von außen, wofür dann auch wieder ein Trainer eine zusätzlich sinnvolle Sache wäre.

      Ebenso gruselt es mich bei der Vorstellung, das keiner überprüft ob der Halter die Infos aus den Videos richtig umsetzt. Unerfahrenen/Neulingen in der Hundehaltung würde ich für Grundkentnisse den Besuch eines Trainers oder einer Hundeschule raten. Es geht ja nicht nur darum dem Hund etwas zu vermitteln, sondern auch als Leinenhalter zu lernen, was auf einen selbst bezogen wichtig ist. Timing, Verhalten, Körpersignale, Betonung, etc. pp. Ich hatte den Eindruck das bei diesen Videos aber immer nur der Hund im Lern-Fokus war. Aber vielleicht habe ich da auch was übersehen, ich habe mir nicht alle verfügbaren Videos angesehen.

      Eine Stelle in einem Video erinnerte mich an einen anderen Trainer ("CM" ich will ihn jetzt nicht namentlich nennen) da mussten die Hunde auch immer streng hinter ihm laufen.

      Zitat von dem doguniversity Video zu Leinenführigkeit: "Nicht am Hund orientieren, das ist der Klassiker der immer wieder passiert. Der Hund schnüffelt irgendwo oder zieht in eine Richtung. Wenn ich mitgehe, orientiere ich mich am Hund. Er hat jetzt durch sein Ziehen Erfolg gehabt. Das sieht man auch oft, wenn die Hunde stehen bleiben, das die Besitzer stehen bleiben und damit schaffe ich permanent eine Orientierung vom Mensch am Hund. Das möchte ich einfach nicht, ich möchte eine Orientierung vom Hund am Mensch. Wenn der Hund hinter mir bremst und schnüffelt, lasse ich mich nicht ausbremsen und gehe einfach weiter. Wenn der Hund mich überholt würde ich ihn nicht vorbei lassen..."

      Das kommt mir so "verkopft" und "menschlich denkend" rüber. Diese Bundeswehr-artige Vorstellung "Ich bin der Rudelführer und der Hund untergräbt meine Autorität wenn er beim Spaziergang an mir vorbei läuft". Ich kenne solche Zustände oder Denkweisen von Hunden untereinander nicht. Vielleicht wird dieses "der Hund darf mich nicht überholen" auch erst zu einem Problem weil der Mensch eins draus macht?
    • Ich hab mir noch nie Hundelehrvideos angesehen, weil mich das einfach nicht interessiert, und ich auch der Meinung bin, dass man Hundeerziehung nicht durch Videos gucken lernen kann, von dem her kann ich speziell dazu nichts sagen.
      Aber wenn ich schon das Zitat lese, das @Keko zitiert hat, das finde ich auch völlig verkopft. Glauben die Leute, dass Hunde so blöd sind, dass sie nicht unterscheiden können wann welches Verhalten angebracht und erwünscht ist? Glauben die, dass, nur weil mein Hund hier mal schnüffeln will, er gleich die Weltherrschaft an sich reißen möchte?

      Ich löse das für mich so, dass ich unterschiedliche Spaziergänge habe bzw. mache mit unterschiedlichen Freiheiten, die Hunde können das sehr gut unterscheiden.

      A: Gemütlicher Schlendermodus und ich hab nur einen Hund dabei. Der Hund darf auch mal stehenbleiben, hier schnüffeln, da schnüffeln usw. Mir egal, ich bleibe für sie stehen, es ist IHR Spaziergang.

      B: Ich muss von A nach B. Leine kürzer, bei mir bleiben, nix schnüffeln, nix ziehen. Gar kein Problem, die Hunde kapieren den Unterschied sehr gut, ob jetzt Schnüffelzeit ist oder nicht.

      C: Joggen mit Pepper, maximal lösen ist erlaubt, schnüffeln is nich, gejoggt wird, Punkt.

      D: Beide Hunde dabei, im Schlendermodus. Meistens lasse ich eine der beiden frei, dann darf wieder jeder schnüffeln wie er mag. Wenn ich beide an der Leine habe, dann wird MEIN Tempo gegangen, ich hab keine Lust, dass der eine Hund in die eine Richtung zieht und der andere in die andere.

      Und die Hunde können das sehr gut unterscheiden, was gerade "dran" ist, warum also sollte ich ihnen das schnüffeln vermiesen?!
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Es muss einfach zu Hund und Halter passen. Wie du ja schon sagst.
      Ich mag es zb garnicht wenn mein Hund hinter mir läuft. Mich macht wahnsinnig das ich nicht weiß was sie hinter mir macht, ich nicht kontrollieren kann wer oder was da von hinten kommt usw. Direkt neben mir ist ok, aber auch eher mit den Rippen auf meiner Kniehöhe und nen halben Schritt Abstand. So kann ich sie aus dem Augenwinkel sehen.
      Am liebsten läuft sie aber vor mir und so ist es mir auch am liebsten. Ich schirme uns nach hinten ab. Alles was von hinten kommt muss zuerst an mir vorbei. Und ich habe freien Blick nach vorne.
      Ausserdem ist mein Hund ein Cocker Spaniel. Cocker Spaniel arbeiten VOR ihrem Hundeführer. Das liegt ihnen durchaus im Blut.
      Klar, als individuellen Charakterzug gibt es bestimmt auch Cocker die so unsicher sind das sie sich nicht vom Halter lösen können usw.
      Aber so generell wäre es für die meisten Cocker nen ziemlicher Krampf strikt hinter ihrem Halter bleiben zu müssen.
      Am Geschirr, bei langer Leine oder der Flexi darf sie schnüffeln, stehenbleiben usw. Denn deswegen sind wir unterwegs. Damit sie Hundedinge machen kann. Dementsprechend lasse ich das zu. Warte. Wechsel vom linken an den rechten Wegrand und zurück usw.
      Aber WENN ich dann der Meinung bin dass es jetzt reicht und wir weiter müssen, dann fange ich ihre Aufmerksamkeit ein und gebe das Signal zum weitergehen. Ggf mit kurzer Leine.

      Bei den Videos die man zb den Trainer schicken kann habe ich doch das Problem das garnicht die ganze Szene drauf ist.
      Ich zb gehe zu 70% alleine spazieren. Ich könnte also immer nur den Hund, nie mich und den Hund filmen.
      Oder man fängt erst an zu filmen wenn man mein "jetzt geht's los" dabei wäre der Aufbau der Situation, wie es dazu kam dass der Hund JETZT so und so reagiert für den Trainer wichtig.
      Wenn das Problem zb Hundebegegnungen sind, dann müsste das Video eigentlich schon 20sek laufen bevor mein Hund den anderen bemerkt. Optimalerweise zeigt das Video mich, meinen Hund plus den anderen Hund und seinen Halter.

      So ein Video für den Trainer ist also eigentlich nur in gestellten Situation "hilfreich" zb wenn ich einen Trick Zuhause übe. Platz, Gib Pfötchen, Auf deine Decke, o.ä. Und wenn ich da mit dem Aufbau des Tricks nicht weiterkomme kann ich Videos machen.
      Oder halt wenn man wirklich einen hat der filmt, plus einen anderen HH der mit hilft Begegnungen oder sonstiges nachzustellen.

      Mein Hund reagiert zb gut auf körperliche Hilfen und starkes Locken wenn wir einen Trick üben. Ich kenne eine andere Hündin die sofort jede Mitarbeit einstellt wenn man sie mit körperlicher Berührung durch den Bewegungsablaufs eines Tricks leiten will.
      Oder einen Rüden der bei starkem Locken überhaupt nicht mehr aufnahmefähig ist, weil er nur an das Leckerli will und völlig übergeschnappt rumhampelt, jeden Trick den er kennt so halb abspult aber eben nix so richtig.

      Ich gucke mir auch gerne Hundevideos an. Grade wenn ich irgendwas neu aufbauen will.
      Grade erst hat es bei mir nochmal "Klick" gemacht als ich ganz banal eine Folge Hundeprofi geguckt habe in der sie einen Rückruf mit Pfeife konditioniert haben. Das hat bei uns zwar schon irgendwie geklappt aber eben nicht so richtig und zufrieden war ich nicht. Jetzt läufts besser.
      Von daher habe ich nichts gegen Trainervideos als Hilfestellung. Und wenn die Hunde gut auf die Art und Weise der Arbeit, des Miteinander dieses Trainers in diesen Videos reagieren ist das super. Und dir @Brandeis ist damit offenbar gut geholfen.
      Schwierig wird's halt dann wenn Schema -F bei irgendwas nicht funktioniert.

      Wir haben auch einen Grundkurs Erziehung mitgemacht.
      Da musste die Trainerin aber gut gucken was zu wem passt. Die JRT Junghündin, die immer völlig überdreht auf den Platz kam brauchte eine andere Art zu arbeiten als die 7jährige Hündin aus dem ATS. Diese konnte zb nur leinführig laufen wenn ihre beiden Halter mitgingen und sie zwischen sich genommen haben. Sie brauchte diesen Schutz und Abschirmung von beiden Seiten.
      Die JRT Hündin musste erstmal lernen das sie Beine zum laufen hat. Und nicht Sprungfedern zum Dauerhüpfen.
      Labbijungrüde Paul war ein töfter Kerl. Nur Frauchen hatte ein absolut mieses Timing beim loben und korrigieren und war sehr inkonsequent. Da hat der Hund mehr rumgestanden weil die Trainerin viel mit der Halterin gearbeitet hat.
      Meine Hündin musste überhaupt erstmal lernen das mit "Nala" immer sie gemeint ist.
      Und das die anderen Hunde sich auf den Platz bewegen dürfen ohne ihr hysterisches Gekläffe. Usw.....

      Das ablenkungsarme Sitz,Platz,Bleib, Abruf Zuhause in der Wohnung, vielleicht auch noch im Garten hätten wir vermutlich alle irgendwie alleine Zuhause mit den Videos hingekriegt.
      Aber wenn's dann raus geht in den Alltag?
      Mit anderen Hunden, mit Aussenreizen, Verkehr, unerwarteten Situationen, usw.....
      Ich glaube da kommt die Online Hundeschule an ihre Grenzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bananenhamster ()

    • Das stimmt, diese Videos kommen schnell an ihre Grenzen, aber in den Videos bzw. bei den Trainern, die ich mir zum Beispiel gern anschaue, wird auch genau das stets betont und darauf verwiesen, dass man vor Ort einen Hundetrainer aufsuchen sollte, wenn man ein Problem nicht in den Griff bekommt oder das unerwünschte Verhalten eine "seltsame" Richtung einschlägt. Und der Tenor ist eigentlich immer, dass der Halter da etwa verbessern muss. Mal mehr mal weniger offensiv. Aber es wird immer betont, dass der Hund das unerwünschte Verhalten zeigt, weil es ihm (versehentlich) so beigebracht wurde und auch, dass die evtl. schon ergriffenen Gegenmaßnahmen das vielleicht sogar eher verschärft haben.
      Ich glaub, das ist wie bei so vielem: es bedarf einer gewissen Mündigkeit, mit Trainer-Videos gut umzugehen. Sich an einen Trainer zu halten, finde ich nicht so schlau. Sich ein paar davon rauszupicken und verschiedene Herangehensweisen anzuschauen hilft mir (zumindest vermeintlich fürs Erste, wir sind ja noch auf dem Weg) sehr. Und gerade dieser Zeiten bin ich sehr froh, dass es das gibt - die Alternative wäre nämlich jetzt gerade gar kein Hundetrainer zur Seite.
      Also, ich verstehe die Ablehnung solcher Videos irgendwie total und würde sie ja auch nicht jedem empfehlen. Aber sie können eine erste Hilfe sein und bewegen vielleicht auch den ein oder anderen Halter dazu, zu erkennen, dass professionelle Hilfe vor Ort aufgesucht werden muss.
      Liebe Grüße
      Maren mit Ella

      >>> Happiness is not a destination - it is a way of life <<<
    • Easy schrieb:

      Glauben die Leute, dass Hunde so blöd sind, dass sie nicht unterscheiden können wann welches Verhalten angebracht und erwünscht ist? Glauben die, dass, nur weil mein Hund hier mal schnüffeln will, er gleich die Weltherrschaft an sich reißen möchte?
      Du hast die Videos mit dem Hundetraining von Frau Salostowitz angesehen, richtig? :) Die sagt das auch immer mit der Weltherrschaft. :)

      Was ich mich immer frage: Wie habt Ihr Eure Hunde denn ausgebildet? Also jetzt ohne Hundeschule? Aus Büchern oder durch Tipps von Freunden oder wie macht man das, wenn man keine Hundeschule in der Nähe hat? Wenn man den Luxus einer guten Hundeschule in der Nähe hat, bitte nicht antworten.

      Nur die Leute, die ohne Hundeschule ausgebildet haben, denn das ist das Problem. Wenn man allein ist. Und dann sollte man keine Hundeausbildungsvideos anschauen. Okay. Aber wie macht man es dann? Ohne Hundeschule und ohne dass man vielleicht die geringste Ahnung von Hunden hat, weil es beispielsweise der erste Hund ist?

      Da bleiben doch nur noch Bücher, oder? Aber sind Bücher jetzt besser als Videos? Ich habe unheimlich viele Hundebücher im Regal stehen und habe auch immer versucht, meine Hunde damit auszubilden. Aber ich muss sagen, ein Hundetrainer auf Video ist doch besser als nur Bücher. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

      Das Problem ist: Man kann sich doch nicht alles aus den Fingern saugen. Man braucht doch Anleitung. Und wo soll man die kriegen, wenn es keine Hundeschule gibt? Ich bin froh, dass es jetzt das Internet gibt und ich dadurch endlich Zugriff auf die vielen Videos habe. Vor zehn Jahren war das nämlich noch nicht so, und die Hunde, die ich damals hatte, haben deshalb keine so gute Ausbildung gekriegt wie meine jetzigen Hunde. Was ich jetzt bedauere. Denn das hätten sie eigentlich auch verdient gehabt. Aber ohne viel Erfahrung mit Hunden kann man eben auch nicht richtig auf den Hund reagieren. Man macht so, wie man denkt oder wie es vielleicht in den Hundebüchern steht.

      Nur leider hatten meine Hunde die Bücher nicht gelesen. ;) Und also waren viele der Tipps nicht umsetzbar. Jetzt mit den Videos ist das anders. Da sieht man sofort, was Sache ist, kann mit den Trainern Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen. Das war früher ja alles nicht möglich. Da saß man ganz allein zu Hause mit einem Hund, der einem ständig auf den Rücken gesprungen ist und das ganz toll fand. Und in den Büchern stand: Ignorieren. Sich wegdrehen. Ja, toll. Hab ich gemacht. Dann ist sie eben noch höher gesprungen, um auf meinen Schultern zu landen. Hat wehgetan, weil sie wahnsinnig viel Kraft und Energie hatte und aus dem Stand locker 2 Meter hoch springen konnte. Und was macht man dann?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Brandeis ()

    • Ich hatte ja schon geschrieben dass ich sehr wohl auch Trainingsvideos gucke, Hundetrainersendungen und natürlich auch Bücher lese.
      Nala ist mein erster Hund. Ich bin auch komplett ohne Hunde im Umfeld aufgewachsen. Also noch weniger Ahnung und Erfahrung mit Hunden kann man kaum haben.
      Wir haben am Anfang den Grundkurs gemacht.
      Alles weitere wie Tricks und zb unsere mittlerweile doch etwas Fortgeschrittenere Dummyarbeit habe ich aus Büchern und Videos.

      Und bei Büchern ist es wie mit den Videos, du musst das finden was zu dir und deinem Hund passt. Um dein Beispiel aufzugreifen: Wegdrehen und ignorieren beim anspringen. Stand so in deinen Büchern. Hat bei euch nicht geklappt. Liegt aber nicht daran daß dieser Tip falsch ist. Nur eben nicht richtig für euch. Und hier hast du natürlich bei deinem Kurs jetzt den Vorteil dass du dem Trainer schreiben könntest dass das bei euch nicht funktioniert. Ob er noch einen anderen Tipp hat. Bei Büchern oder kostenlosen/freien Videos muss man sich selbst auf die Suche machen was es noch für Möglichkeiten gibt.

      Ich will dir dein Programm garnicht madig reden. Denn für euch scheint es ja bisher zu funktionieren. Und ja, es ist immernoch besser als ganz auf sich selbst gestellt zu sein. Kommt aber schnell an die Grenzen wenn es ans Situationsbedingte Arbeiten geht und nicht nur um das reine erlernen wie "Sitz, Platz,Bleib"

      Wie flexibel ist das Programm denn so wenn dein Hund zb irgendwas ganz fix raus hat, bzw für irgendwas länger braucht als im Lehrplan vorgesehen?
      Bsp: Meine Hündin tat/tut sich sehr schwer mit "Stopp" auf Entfernung. Da hat sie sich viel schwerer mit getan als die anderen. Maulkorbtraining war dafür kein Problem und die dafür vorgesehene Einheit wurde für uns dann spontan etwas anders gestaltet.
    • Brandeis schrieb:

      Du hast die Videos mit dem Hundetraining von Frau Salostowitz angesehen, richtig? Die sagt das auch immer mit der Weltherrschaft.
      Ne, die habe ich nicht gesehen, das ist Zufall, dass ich das gleiche Wort benutzt habe. Wie schon gesagt, ich hab noch nie ein Trainingsvideo gesehen. Wobei, so ganz richtig ist das nicht. Ich habe noch nie ein "Erziehungsvideo" gesehen, "Trainingsvideos" schon, also Tricks üben, Agility, RO usw.

      Brandeis schrieb:

      Was ich mich immer frage: Wie habt Ihr Eure Hunde denn ausgebildet? Also jetzt ohne Hundeschule?

      Brandeis schrieb:

      Ohne Hundeschule und ohne dass man vielleicht die geringste Ahnung von Hunden hat, weil es beispielsweise der erste Hund ist?
      Ok, dann schildere ich dir jetzt mal kurz wie das bei mir war. Easy ist mein erster Hund. Ich war komplett blank was Hundeerziehung betrifft und hatte gar keine Ahnung. Also bin ich mit Easy zu einem Hundetrainer. Dieser war leider ein ziemlicher Griff ins Klo, er propagierte dieses Alpha-Gedöns, Hund muss auf den Rückengedreht werden usw. Ich hab das zu Beginn mitgemacht, weil er ist ja Trainer, also muss er ja wissen wie's geht... Ok, nach einigen wenigen (leider trotzdem zu vielen) Trainingseinheiten hat sich das für mich so falsch angefühlt, dass ich dort weggegangen bin. (Ich entschuldige mich in Gedanken immer noch bei Easy, dass ich ihr das angetan habe...).

      Und seither war ich nie wieder in einer Hundeschule. Ich hab das getan, was mir mein Bauch gesagt hat und ja, ich habe viel gelesen. Aber keine "Erziehungsbücher", sondern ich habe sehr viel in Foren gelesen. Die, die mich noch aus dem alten Forum kennen werden sich erinnern, dass ich zu Beginn ganz viele Frage gestellt habe, wie mache ich dies, wie jenes. Easy hat diese Macke, wie könnte ich daran arbeiten usw.
      Aber primär, das möchte ich nochmal betonen, habe ich das gemacht, was sich für mich richtig ANGEFÜHLT hat.
      Pepper dann hat nie eine Hundeschule von innen gesehen, auch bei ihr agiere ich viel mit meinem Bauch.
      Früher gab es Hundeschulen nicht in dem Ausmaß. Und die Hunde waren ja trotzdem nicht total verkorkst, man sollte manchmal vielleicht nicht so viel denken, sondern viel mehr fühlen...!!

      Mal ehrlich, wie man Kinder erzieht bringt einem doch auch keiner bei. Und trotzdem machen es (die meisten) Leute doch intuitiv richtig, oder zumindest nicht komplett falsch.

      Ja, Easy könnte vermutlich noch besser erzogen sein als sie ist. Auch Pepper.
      Aber wir leben unseren Alltag miteinander, und es ist für alle Beteiligten so ok wie es ist. Wenn von außen jemand draufschaut und sagt, "hey, Easy würde jagen im Wald, daran MÜSSEN wir arbeiten", dann sage ich "Ja, das würde sie. Aber nein, wir arbeiten daran nicht, sie ist im Wald einfach an der Leine und fertig".

      Für mich ist das so ok, und ich denke für Easy auch, sonst darf sie ja frei, aber halt nicht im Wald.


      Brandeis schrieb:

      Da saß man ganz allein zu Hause mit einem Hund, der einem ständig auf den Rücken gesprungen ist und das ganz toll fand.
      Und um dieses Beispiel von dir aufzugreifen. Man würde doch einem menschlichen Kind so eine rotzfreche Art und eine dermaßen große Respektlosigkeit auch nicht einfach stoisch durchgehen lassen, warum dann dem Hund? Ich hätte da vermutlich schon allein auch Reaktion, ohne es verhindern zu können, ne Ansage losgelassen und mich körperliche "präsent" gemacht.


      Pepper war zu Beginn nicht stubenrein (aus dem Tierschutz kommend, aber schon ein Jahr alt, also körperlich hätte sie einhalten können), aber sie war es auf einen Schlag, als sie mir doch tatsächlich im Bett, direkt neben mein Kopfkissen gepieselt hat. Während ich drin lag!!!! Ich bin hochgeschossen wie von der Tarantel gestochen und habe sie, wortwörtlich, aus dem Bett geworfen. Niemals mehr wieder ist das passiert, das war ein heilsamer Schock für sie. Da wäre ich mit ignorieren auch nicht weit gekommen... ;)


      Was mir noch wichtig ist, ich möchte dir die Videos keinesfalls madig machen, nicht falsch verstehen. Wenn das gut für dich ist, gut für dich funktioniert, dann mache das. Nur FÜR MICH wäre das gar nichts. Wenn ich Hilfe bräuchte, dann muss das jemand sehen, ich muss direkt Fragen können, und zwar genau in der Situation.
      Anders wie gesagt bei Videos, bei denen man dem Hund irgendeinen Quatsch oder Tricks oder sowas beibringt, da sehe ich das anders. Aber bei Erziehungsproblemen kann ich mir das nach wie vor nicht vorstellen, dass da so Videos helfen, eben weil jeder Hund anders ist. Was bei Easy funktioniert, funktioniert bei Pepper deswegen noch lange nicht.
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Ich habe auch keine Ahnung von diesen Online-Kursen, deshalb mal eine Frage (du hast daz schon was angedeutet, @Brandeis, aber ich bin nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe):
      Gibt es bei deiner Online-Hundeschule die Möglichkeit, dem Trainer ein Video vom eigenen Hund bzw. vom eigenen Training zu schicken und dann (z. B. über Skype) mit ihm konkret darüber zu sprechen?
      Ich glaube nämlich, dass ist für mich der springende Punkt: Wenn ich mir einfach nur ein Trainingsvideo anschaue (z. B. auf Youtube), dann ist das so ähnlich wie ein Buch: Ich bekomme erklärt/vorgeführt, wie ich eine Übung machen kann, aber sobald mein Hund an irgendeiner Stelle anders reagiert als in dem Video, stehe ich auf dem Schlauch. Oder sobald ich an einer Stelle, ohne es zu merken, etwas anders mache als in dem Video, stehe ich auf dem Schlauch. Deshalb finde ich solche Videos kaum besser als Trainingsbücher. (Damit will ich sagen: Ein gutes Trainingsvideo kann eine coole Sache sein, genauso wie ein gutes Hundebuch, aber es ersetzt keine Hundeschule.)
      Anders sieht es aus, wenn ich mit einem Trainer richtig im Austausch stehe, wenn ich ihm also eigene Videos vom Verhalten meines Hundes oder von meinen Übungen schicken kann, er sich das anschaut und mir dann erklärt, was ich verändern muss oder wie ich vorgehen soll. In diesem Fall kommt das ja schon recht nah an eine "klassische" Hundeschule ran, nur dass Trainer und Kunde eben nicht am selben Ort sind. Ich kann mir vorstellen, dass so ein Training dann schon ganz gut funktionieren kann.
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Also ich bin zu meinem ersten Hund wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Das auch noch in einer Zeit wo Geld knapp war, will heißen, kein Geld für hundetrainer oder Hundeschule. Sie war stubenrein und konnte sitz. Das wars. Und ich hab es wie @Easy gemacht. Mich auf mein Bauchgefühl verlassen. In hundeforen gelesen und gefragt. Als der 2te Hund kam hatte ich auch noch viele Fragen. Der dritte und 4te , da hab ich mich auf das schon gewusste bzw mein bauchgefühl verlassen und mich auf den jeweiligen Hund eingestellt. Sind alles tolle und gut erzogene Hunde geworden.