Der Anti-Seelenhund

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    • Hallo Biggi, du kaltes, herzloses Weib! ;) :D

      Biggi schrieb:

      Ich habe versucht, ihm gerecht zu werden, aber ich merkte sehr schnell, dass ich ihn ständig mit Tobby verglich.
      Ich mochte ihn, aber ich hielt ihn emotional, auf Abstand.
      Genau DAS ist der Grund, warum der "Nachfolger" eines Hundes bei mir NIE der gleichen Rasse oder Mischung ist. Ich hätte Angst, dass ich ständig vergleichen würde und der neue Hund nie eine wirkliche Chance bekäme, sich so richtig tief in mein Herz zu schleichen. Mag blöd klingen, doch so ist es nun mal bei mir. Und bisher bin ich damit auch ganz gut gefahren.

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Wusan schrieb:

      Genau DAS ist der Grund, warum der "Nachfolger" eines Hundes bei mir NIE der gleichen Rasse oder Mischung ist. Ich hätte Angst, dass ich ständig vergleichen würde und der neue Hund nie eine wirkliche Chance bekäme, sich so richtig tief in mein Herz zu schleichen. Mag blöd klingen,
      Stimmt!!
      Ein weiterer Fehler, den wir gemacht hatten!!
      UND,,,nein, das klingt gar nicht blöd, das ist so!! :thumbup:

      L.G.
    • @Biggi Das klingt nicht herzlos. Liebe kann man ja nun mal nicht erzwingen. Aber du bist, so wie ich es herauslese, fair gegenüber eurem Hund und erfüllst seine Bedürfnisse. Und dein Mann ist ja auch noch da. Mickey konnte es schlechter treffen. ;)

      Ich finde es auch mutig, so ehrlich zu sein. Ist heutzutage ja nicht einfach, zuzugeben, dass man seinen Hund nicht liebt, sondern eher ein neutrales Verhältnis hat. Wo heute so viel über innige Verbindung, Seelenverwandtschaft und so geredet und geschrieben wird.
      Früher war das einfacher. Da hatte man einen Hund, im besten Fall, wie @CC Enzo schrieb, einen "guten Hund". Fertig.

      Ich hoffe mal, dass sich jetzt niemand auf den Schlips getreten fühlt, wenn ich schreibe, was ich denke:
      Ja, es gibt sie, die Hunde, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Aber ich sehe den mitunter gar zu "gefühlsdusseligen" Blick auch kritisch.
      Zum einen erwarten manche vom Hund einfach zu viel. Es gibt sie ja, die HH, wo der Hund eine emotionale Lücke füllen soll. Und die Enttäuschung der zu hohen Erwartungen muss dann der Hund ausbaden.
      Und dann sehe ich auch die Gefahr, dass der Hund zu sehr vermenschlicht wird. Mir fällt es z.B. stark bei den Ein-Mann-Hunden auf. Da wird von Treue geredet, wo man auch von einer gewissen Unflexibilität sprechen könnte. Oder wenn dem Hund aus dem TS Undankbarkeit unterstellt wird, wenn er nicht so verschmust ist oder wenig WTP zeigt.

      Manchmal treffen sensible Menschen auf Hunde, die zu ihnen passen wie ein Puzzleteil zum anderen. Und dann kann es eine ganz besondere Verbindung geben. Und ich kann auch verstehen, das man dann vielleicht keinen anderen Hund mehr will, weil die Latte sehr hoch liegt.
      Nur das übermäßige Gerede von "Seelenhunden" in sozialen Medien führt eben dazu, dass sogar Ersthundehalter viel zu hohe Erwartungen in den Hund setzen und statt offen zu sein, was das Zusammenleben bringt, darauf warten, das sich eine besondere Verbundenheit einstellt. Und das ist einfach auch sehr schade.
      LG Petra mit Andy

      So ein Hund ist ja auch nur ein Mensch...