Seelenhund > jeder Hund oder nur bestimmte Hunde !?

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    • Seelenhund > jeder Hund oder nur bestimmte Hunde !?

      Hallo zusammen
      das Internet bietet so einiges an Foren und Hundeseiten,
      in denen man etwas über den "Seelenhund" nachlesen kann.

      Aus meiner Sicht hält es sich die Waage,
      ob nun jeder Hund dazu fähig ist oder nur bestimmte Hunde.

      Ich selbst bin der Meinung, daß eigendlich jeder Hund dazu fähig ist;
      allerdings liegt es da auch am Besitzer,
      ob er sich zu 100% für den Hund öffnet und so seinem Hund sehr nahe kommt.

      Es würde mich freuen,
      wenn Mitglieder hier mal mitteilen, wie Sie es sehen,
      warum aus ihrem Hund ihr Seelenhund besteht, wenn er aus ihrer Sicht denn einer ist :pfote:
    • Also ich hab mich über dieses Thema noch nicht belesen und ich weiß nicht was andere dadrüber schreiben.
      Ich liebe alle meine Hunde, aber Bella ist für mich irgendwie anders. Wir stehen uns so wahnsinnig nah, das oft Blicke zur Verständigung reichen.
      Da ist so viel tiefe Verbundenheit zwischen uns, das man das nicht in Worte fassen und beschreiben kann. Ich denke dass muss man fühlen. Und jeder der es schon mal gefühlt hat, also einen Seelenhund hat oder hatte, weiß genau was ich meine :love:
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • Ich habe immer meine Hunde geliebt und liebe sie auch jetzt noch. Und trotzdem gibt und gab es unter ihnen immer welche, die mir näher stehen als die anderen. Ist vielleicht wie mit den Menschen, den besten Freunden und der Liebe.

      Sehe da kein Problem darin. Man sollte es sich vielleicht nur abgewöhnen, Hunde wie technische Geräte zu betrachten. Ich kaufe die Farbe, die Leistung und die Fähigkeiten. Nein. Du bekommst ein Wesen mit Gefühlen und Gehirn, mit seiner ihm eigenen Chemie. :)
    • Ich hab mich damit auch noch nicht Nähers damit beschäftigt oder drüber gelesen oder sonstiges. Aber ich sehe es ähnlich wie Susa

      Susa schrieb:

      Ich denke dass muss man fühlen. Und jeder der es schon mal gefühlt hat, also einen Seelenhund hat oder hatte, weiß genau was ich meine
      Ja, ich weiß was du meinst. Mir geht es so mit Easy - und das macht mir ein klein bisschen Angst wenn ich ehrlich bin. Diesen Verlust irgendwann ertragen zu müssen, das knotet mir jetzt schon den Magen zu, auch wenn man so nicht denken sollte, das weiß ich. Weil jetzt ist jetzt und Easy ist da und halbwegs fit.
      Aber Easy ist krank, jetzt sieben Jahre alt, wie lange schafft sie? Wann werden die Schmerzen schlimm werden? Werde ich irgendwann mal die Entscheidung treffen müssen? Weiß man nicht..

      Ich liebe Pepper. Sie ist der Hund, den ich zu dem Zeitpunkt auch gebraucht habe. Sie fordert mich. Sie fördert mich. Sie macht mich zu einem besseren (Hunde-)Beobachter. Durch sie habe ich viele neue Leute kennen gelernt durch den Verein. Sie hat mir ein neues Hobby verschafft (Agility), dass mir irre viel Spaß macht. Sie bringt mich runter vom Sofa wenn ich mal lieber liegen bleiben würde. Wenn sie mich anschaut geht mein Herz auf.

      Aber... Easy ist halt Easy. Wenn Easy mich anschaut, dann geht nicht nur mein Herz auf, sondern auch meine Seele, beschreiben kann ich es nicht...


      Murmel schrieb:

      Ist vielleicht wie mit den Menschen, den besten Freunden und der Liebe.
      Ja, da ist was dran denke ich... Auch Hunde untereinander finden sich ja nicht automatisch alle gleich gut, nur weil sie die gleiche Art sind...
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Ich kenne ein, wie ich finde, sehr schönes Gedicht zu den "Seelenhunden":

      "Seelenhunde hat sie jemand genannt…
      sie sind unvergessen,
      weil sie unser Leben verändert haben
      und auch nach ihrem Tod in uns weiterleben.
      Seelenhunde hat sie jemand genannt…
      jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben.
      Seelenhunde hat sie jemand genannt…
      jene Hunde, die wie ein Schatten waren -
      wie die Luft zum Atmen -
      jene Hunde, die uns ohne Worte verstanden.
      Kein Tag vergeht, ohne an sie zu denken
      und ohne sie zu vermissen.
      Und nur Hundemenschen können verstehen
      wie es ist, so einen Seelenhund zu verlieren…"

      (Verfasser unbekannt)

      Und sonst teile ich das, was Easy und Murmel und Susa bereits schrieben...

      Du weißt es einfach, wenn es dein Seelenhund ist.
      Du spürst es, deine Intuition sagt es dir.
      Es ist eine ganz besondere Verbindung, ein innigliches Verstehen und es geht über die "normale" Liebe zum Hund weit hinaus.
      Alfke, mein erster Hund, war meine große Hundeliebe :love: ;
      doch für mich ist Lani mein Seelenhund und sie wird es immer sein. <3

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Easy schrieb:

      Mir geht es so mit Easy - und das macht mir ein klein bisschen Angst wenn ich ehrlich bin. Diesen Verlust irgendwann ertragen zu müssen, das knotet mir jetzt schon den Magen zu, auch wenn man so nicht denken sollte, das weiß ich. Weil jetzt ist jetzt und Easy ist da und halbwegs fit.
      Das ist auch mein wunder Punkt bei Frieda.
      Diese Angst, jetzt schon, wenn sie, hoffentlich alt, über die Regenbogenbrücke geht. Man muß jetzt noch nicht darüber nachdenken, aber wenn man so stark verbunden ist, kann man diese Gedanken nie ganz abstreifen.
      Ob es ein Merkmal für einen "Seelenhund" ist, sei dahingestellt, aber Frieda ist es für mich. Und wenn es die "Seelenkatze" gibt, dann ist es unsere Lucy. Beide nehmen sich nicht viel in meiner Wahrnehmung.
      :pfote:
    • Hallo Ronny!

      Um gleich auf deine Frage zu kommen: ja, es gibt sie, diese GANZ besonderen Hunde! Ich nenne sie nur nicht "Seelenhunde" sondern "Once in a lifetime Hunde".

      Mir geht es wie Murmel. Geliebt habe ich jeden meiner Hunde! Und das auch von ganzem Herzen!

      Doch gab es einen Hund, meine geliebte "Dicke Worscht" Hexe, da war noch ein Ticken mehr. Was es war kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, da war beiderseits ein unendliches Vertrauen, eine Verwandheit, eine innere Verbundenheit - ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll und kann. Da ist etwas, dass man zwar nicht greifen kann, aber man weiß, DASS es da ist, dass es einfach passt! Und genau DAS war bei meiner Hexe der Fall! :love:

      Aber, wie gesagt, geliebt habe ich jeden meiner Hunde, jeden auf seine Art! :love:

      Und so ein "Once in a lifetime Hund" ist ein Geschenk! Ein Geschenk, das nicht jeder bekommt. Ich hatte ein solches Geschenk und bin sehr dankbar dafür!

      Nochmal zurück zu deiner Ausgangsfrage.

      Ja, jeder Hund ist einmalig und verdient es, geliebt zu werden! Aber "Seelenhunde" gibt es für jeden Menschen nur wenige.

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Ich habe mir um das Thema "Seelenhund" mal Gedanken gemacht und ich glaube ich möchte keinen Seelenhund denn wir schmerzhaft muss es sein diesen Hund gehen zu lassen. Balou ist acht Jahre alt und es ist für mich unvorstellbar, dass das die Hälfte seines Lebens ist und wahrscheinlich die (für ihn) bessere Hälfte. Aber ist er mein Seelenhund? Wie merkt man ob dieser Hund der Seelenhund ist? Oder ist er es nicht wenn man sich darüber Gedanken macht?

      Wir können uns oft ohne Worte verständigen und ich kann ihn "lesen" aber Mogli und Hermann auch. Und ist das nicht auch normal und selbstverständlich, dass man seinen Hund kennt wenn man mehrere Jahre zusammengelebt hat und sich ganz auf die enge Bindung zum Hund eingelassen hat?
      Liebe Grüße von meiner "Männer-WG" und Selina

      Die Reise des Lebens in der Gesellschaft von Hunden ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln.
      Suzanne Clothier
    • Hallo Selina!

      CrazyDogs123 schrieb:

      Wie merkt man ob dieser Hund der Seelenhund ist? Oder ist er es nicht wenn man sich darüber Gedanken macht?
      Dafür gibt es keine "Gebrauchsanweisung". Man merkt es einfach. Gedanken helfen da wenig, es ist ein Gefühl! Heike hat es in meinen Augen sehr gut ausgedrückt:

      Easy schrieb:

      Wenn Easy mich anschaut, dann geht nicht nur mein Herz auf, sondern auch meine Seele, beschreiben kann ich es nicht...
      Es kommt von ganz tief innen, nicht vom Kopf her.

      Genieße einfach die Zeit mit JEDEM deiner Hunde! Nicht jeder Hund ist ein "Seelenhund", aber IMMER ein Wesen, das es verdient hat, geliebt zu werden!!! Man kann im Leben auch ohne "Seelenhund" mit seinen Hunden sehr glücklich sein! :love:

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Ja, es gibt ihn, diesen Seelenhund, oder wie Wulf, es sehr schön bezeichnete, den
      Once in a lifetime Hund".

      Tobby, war MEIN Seelenhund.
      Er war ein liebenswerter, freundlicher und immer lustiger, Jack-Russel Terrier.
      Zwischen mir und ihm, war eine solch innige und tiefe Verbundenheit und Zuneigung, dass wir uns ohne viel Worte verstanden.

      Susa und Heike, haben das wunderschön beschrieben.
      Man kann es kaum erklären, es ist schwer, zu beschreiben, dieses Gefühl, ist einfach da.
      Tobby, war ein so lieber und tapferer, kleiner Kerl, er kannte keine Angst und war mit Jedermann, gut Freund.

      Leider, mussten wir ihn mit 8 1/2 Jahren, über die RBB gehen lassen.
      Es war ganz schrecklich und er lag in unseren Armen, bis er die Augen, für immer schloß. ;(
      Ich werde nie vergessen, wie ich ihm ein letztes Mal:"Ich liebe Dich, mein Schatz", in's Ohr flüsterte, wie ich ihm ein letztes Mal dankte, für die schöne und viel zu kurze Zeit, die wir miteinander verbringen durften,,,
      Eine kurze, aber wunderschöne Zeit, an die ich immer wieder gerne zurückdenke.

      <3 Tobby, hat und wird immer einen festen Platz in meinem Herzen haben <3

      MEIN Seelenhund,,,,geliebt und unvergessen, :love:
    • Tja, eigentlich ist jeder meiner Hunde mein Seelenhund, denn jeder berührt einen Teil meiner Seele auf seine Art.

      Willow ist meine Seelentrösterin und Smilla bringt wieder Laune ins Leben.
      Neo ist durchaus der Besondere und ich denke, dass ich so einen Hund nie wieder bekommen werde.
      Wir können alles, nur fliegen noch nicht - aber wir arbeiten daran.
      Der Leitspruch der spanischen Wasserhunde und insbesondere von Neo, Willow und Smilla mit ihrem Menschen Tina
    • Wie schön, das es alle ähnlich beschreiben. Nämlich: ich kann es nicht beschreiben, weil es ein Gefühl ist!

      Easy schrieb:

      Wenn Easy mich anschaut, dann geht nicht nur mein Herz auf, sondern auch meine Seele
      So geht es mir mit Bella auch :love: und zwar so sehr, dass es manchmal schmerzt.
      Klar liebe ich die beiden anderen auch. Sehr sogar. Die Liebe ist dadurch nicht weniger. Nur etwas anders. Aber das ist eigentlich auch nicht der richtige Ausdruck dafür.
      Wenn ich bedenke, wie sehr ich Möppi liebe...das was ich mir vor 1,5 Jahren noch nicht vorstellen konnte und auch nicht wollte. Und nun? <3
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • Das Gedicht von @DogGirl fasst etwas in Worte, was man nicht nicht in Worte fassen kann :love: !
      Baby war mein Seelenhund und wird es immer bleiben.
      Linus hat mir nach ihrem Tod den Verstand gerettet, aber einen Hund wie Baby,,, es wird nie wieder einen Hund wie sie für mich/ uns geben!
      Das geht übrigens der ganzen Familie so!
      Liebe Grüsse
      Andrea


      Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :love:
      Walt Disney
    • Susa schrieb:


      Da ist so viel tiefe Verbundenheit zwischen uns, das man das nicht in Worte fassen und beschreiben kann. Ich denke dass muss man fühlen. Und jeder der es schon mal gefühlt hat, also einen Seelenhund hat oder hatte, weiß genau was ich meine :love:
      So ist es.
      Alle meine Hunde waren und sind mehr oder weniger kaputte Tierschutzhunde.
      Und alle hab ich angeschaut und genau dieses als Ansatz gefühlt. Und der Hund auch, das merkt man.
      Hätte ich das nicht gefühlt, wäre der Hund nicht zu mir gekommen. Diese wortlose Vertrautheit kommt später mit zunehmendem Zusammenwachsen.
      Das ist wie "die Liebe des Lebens" bei Menschen, das kann man auch nicht erklären. Sondern muss es fühlen und es ist eine Gnade, wenn man solche Liebe erfährt.
      Viele Grüße
      Dieter

      Wenn es im Himmel keine Hunde gibt - dann will ich da nicht hin.
    • Bei der Liebe weiß man inzwischen, dass da die sprichwörtliche Chemie sehr real mithilft. Alle Sinne helfen da mit, und da die Evolution nichts extra für den Menschen erfunden hat, sondern alles in den Tieren schon angelegt wurde, kann man getrost davon ausgehen, dass es bei ihnen genau so geht.
      Die Chemie muss stimmen.

      Seelenhunde schauen einem in die Augen, sie halten den Blickkontakt, im Gegensatz zu den anderen Hunden, für die der normale Blickkontakt allenfalls nur 1, 2 Sekunden hält. Chemisch gibt es eine Erklärung: Durch das längere Anschauen (nicht Starren, das ist etwas anderes) wird Oxytocin in ihren und in unseren Gehirnen ausgeschüttet. Dieses Oxytocin nennen manche das Liebeshormon.

      Macht das den Unterschied?

      Meine Seelenhunde jedenfalls zeichnen sich dadurch aus. Sie schauen mir lange in die Augen, die Lider ein ganz klein wenig mehr geschlossen, der Blick dadurch weich. Die anderen Hunde tun dies nicht, sie schauen nach kurzer Zeit weg, was das Normal für Hunde ist.
      Das wäre eine Erklärung, wie die Verbindung entsteht und was dabei passiert, aber noch nicht, warum es nur mit ganz wenigen Hunden passiert.
    • @Murmel
      Das kann gut sein, dass das den nachweisbar - rationalen - Teil der Erklärung ausmacht.
      Aber was die Verbindung zu einem Seelenhund in all ihrer Tiefe ausmacht, geht für mein Empfinden darüber noch hinaus. :love:
      Für mich ist es wirklich nicht mit Worten zu fassen...

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • So ist es. Die oben beschriebenen biochemischen Vorgänge sind ja quasi die 2te Stufe, nachdem es emotional gerappelt hat.
      Und wieso es gerade bei dem Hund - oder der Frau, dem Mann, der Katze, dem Pferd - flasht, kann niemand erklären.
      Und das ist - finde ich - ganz gut so.
      Viele Grüße
      Dieter

      Wenn es im Himmel keine Hunde gibt - dann will ich da nicht hin.
    • Ich habe jetzt zb. aktuell zum 2. mal das Glück wirklich einen Seelenhund bekommen zu haben.

      Meine erste Seelenhündin war meine Arielle (bin ich mit aufgewachsen und wir haben uns quasi Blind verstanden ) Sie war mein ein und alles.
      Waren wir getrennt waren wir beide todunglücklich. (sie hat zb. immer wenn ich auf Klassenfahrt war komplett Futter verweigert ) Eine echt unbeschreibliche Liebe. Mit ihr war ich einfach Komplett trotzdem hatten wir immer mehr Hunde. Und keiner davon war ungeliebt oder wurde schlechter behandelt.
      Ich musste sie 2009 mit fast 16 gehen lassen.

      Es war einfach eine ganz besondere Verbindung.

      Ich habe aber alle Hunde lieb und würde keinen missen wollen. Und alle haben ihre Besonderheiten.


      Aber dieses Jahr und das nicht geplant. Habe ich mich in meine kleine Fee verliebt. Und es war nun für viele unverständlich das ich sie geholt habe weil 2 junge Hunde usw.

      Aber von der ersten Sekunde war da genau dieses innige Verhältnis. Diese unbeschreibliche Liebe. Dieses Gefühl wieder komplett zu sein. So wie ich es mit meiner Arielle hatte.
      Dieses Gefühl hat mir wirklich gefehlt. Und ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Auch wenn sich tatsächlich Menschen deswegen von mir abgewendet haben.

      Aber ich bin sehr froh das dieses kleine Wesen den weg in mein leben gefunden hat. Aber ich bin generell für jedes meiner Tiere extrem Dankbar das sie Teil meines Lebens sind.
      Für immer im Herzen ....
      Candy † 05.1994 Trixi † 15.06.2005, Arielle † 09.03.2009, Sita † 12.06.2009, Basco † 14.09.16, Teddy † 10.02.2018, Motte 20.02.2019, Josie 04.04.2019

    • DogGirl schrieb:

      Ich kenne ein, wie ich finde, sehr schönes Gedicht zu den "Seelenhunden":

      "Seelenhunde hat sie jemand genannt…
      sie sind unvergessen,
      weil sie unser Leben verändert haben
      und auch nach ihrem Tod in uns weiterleben.
      Seelenhunde hat sie jemand genannt…
      jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben.
      Seelenhunde hat sie jemand genannt…
      jene Hunde, die wie ein Schatten waren -
      wie die Luft zum Atmen -
      jene Hunde, die uns ohne Worte verstanden.
      Kein Tag vergeht, ohne an sie zu denken
      und ohne sie zu vermissen.
      Und nur Hundemenschen können verstehen
      wie es ist, so einen Seelenhund zu verlieren…"
      (Verfasser unbekannt)

      Das Gedicht ist unglaublich schön! Hab beim Lesen Gänsehaut bekommen <3 Ich habe noch keinen Hund, aber ich hoffe das wenn ich mir bald einen Hund kaufe, ich so eine enge Bindung mit ihm aufbauen kann ! :)
    • Ich hab' auch so'n Seelenhund!
      Furchtbare Tiere sind das, bringen das ganze Leben durcheinander. Und man ist absolut wehrlos gegen sie :D

      Ich hatte Mina nur auf einem Bild gesehen.
      Eine Freundin wollte eine Katze und bat mich, ihr die Mailadresse vom Tierheim rauszusuchen. Dabei sprang mich Mina an, so bildlich gesehen. Jedenfalls hab' ich's nicht verstanden, warum ausgerechnet dieses Bild mich so ansprang. Zudem war mir der Gedanke an einen Hund völlig fremd, mein Lebensplan sah nirgendwo Raum dafür vor. Aber das Bild ließ mich nicht mehr los.
      Nach drei Tagen ging ich dann los, ins Tierheim. Das Foto eines knapp einjährigen Hundes war bereits acht Monate alt und ich absolut sicher, dass er schon längst weg wäre. Genau davon wollte ich mich überzeugen, damit endlich Ruhe war!
      Aber sie war noch da, "meine" Mina. Es wollte sie niemand haben, weil sie übergriffig und bissig war. Als ich im Büro nach ihr fragte, löste ich nachsichtiges Lächeln aus: "Nee, Sie auf keinen Fall. Die können wir nur in erfahrene Hände abgeben."
      Das passte mir gut. Ich wollte ja sowieso keinen Hund.

      Ein Tierpfleger, der gerade Papiere ins Büro gebracht hatte, fragte mich, ob ich sie mir mal angucken wolle. Sie wäre gerade im Freilauf und er wollte sie holen, um eine Runde mit ihr zu gehen (für die Gassigeher war sie zu heftig). Und dann sah' ich da 'n Hund, der mir sowieso viel zu groß gewesen wäre, wenn ich ihn denn gewollt hätte.
      Aber einer Begleitung für diesen Spaziergang stimmte ich zu. Der Pfleger wollte sie mir dabei ein wenig "erklären". Und er führte sie professionell mit harter Hand. Zum Abschied fragte er mich dann schmunzelnd, ob ich mir tatsächlich vorstellen könnte, mit ihr am nächsten Tag zu gehen.
      "Ja," erwiderte ich mit der für mich so typischen Eiskaltigkeit. Mina hatte mich überhaupt nicht wahrgenommen, und das wollte ich dann doch am nächsten Tag ändern.

      Ich war pünktlich um zehn da und "durfte" eine Stunde. Es war die Hölle!
      Mit weit ausgestrecktem Arm folgte ich Mina bei ihrem Fluchtversuch, und nur mit äußerster Kraft konnte ich sie ins Tierheim zurückbefördern.
      Und wieder hatte sie mich nicht nur keines Blickes gewürdigt, sondern mir auch klargemacht, wie sehr ich ihr am Allerwertesten vorbei gehe. Sogar einen Beißversuch überstand ich, nur weil ich ihr ein aufgenommenes Taschentuch aus dem Maul nehmen wollte – ohauehaueha! Da hatte ich was gelernt.
      Bei der Abgabe nach meinen Erfahrungen gefragt antwortete ich, dass eigentlich alles in Ordnung gewesen war. "Schöner Hund!"

      Aber nachmittags ging ich dann wieder hin. Da waren dann zwei Stunden erlaubt.
      Diesmal konnte ich mich menthal vorbereiten und erlebte darum nichts Überraschendes. Ich achtete darauf, möglichst spät ins Tierheim zurück zu kehren, damit der Eindruck, es wäre alles OK und wir hätten einen tollen, ausgelassenen Spaziergang gehabt, Bestätigung findet. Ich hatte aber nicht den Eindruck, die Tierpflegerin würde mir glauben *seufz*

      Am nächsten Morgen war ich wieder da. Wenigstens streicheln wollte ich Mina ja mal. Aber sie wich meiner Hand immer aus.
      Und so streiften wir wieder gemeinsam durch die Natur – sie dynamisch und ich atemlos. Wiederholung am Nachmittag.

      Am dritten Tag dann sah sie mich schon kommen, kam an den Zaun des Zwingers gelaufen und lief dann an der Seite neben mir her bis zur Tür, an der ich sie entgegennehmen konnte. Und nachmittags quiekte sie sogar beim Laufen und sprang mich sofort an, als die Tierpflegerin sie mir übergeben wollte. Aber sie biss mich nicht! Ich hielt das für einen guten Fortschritt.

      Am fluchtartigen Charakter unserer Spaziergänge änderte sich nichts. Und auch musste ich jedwede Begegnung mit anderen meiden, sie ging auf alles und jeden los – Spaziergänger, Radfahrer, Hunde, Kinder, Hasen, Vögel ... sie war da überhaupt nicht wählerisch. Ich war nahe an einer Sehnenzerrung in der Schulter. Und ich ging ihr immer noch total am A... vorbei.
      Aber wenn ich kam, freute sie sich.
      Und so ging ich weiterhin vor- und nachmittags mit ihr.
      Und auch ich freute mich auf sie.

      Nach zehn Tagen wurde uns der erste "Ausflug" erlaubt. Ich durfte sie eines Samstags auch über mittags mitnehmen und wollte einen Ausflug zum Strand mit ihr versuchen. Aber dafür musste sie erstmal durch die Stadt zum Anleger des "Dampfers", der uns zum Strand bringen sollte. Die Stadt voller Menschen. Und Mina total panisch. Sie wusste nicht, wen von den allen sie anspringen sollte ... (sie hat's danach nie wieder gemacht). Bevor der Dampfer ablegte, ging ich dann mit ihr am Hafen spazieren, um sie ein wenig zu beruhigen. Und dann war ich gespannt darauf, ob sie überhaupt das Schiff betreten würde. Aber es ging gut, und das Gerumpel der Schiffsmotoren schien sie eher zu beruhigen, denn sie blieb bei mir (unter einem Tisch) liegen.

      Für den Strand hatte ich eine Schleppleine mitgenommen. Ich wollte ihr ein wenig "Freiheit" gönnen. Es waren dort viele Hunde unterwegs, überwiegend leinenlos. Aber Mina war zunächst nur mit Wasser und Sand beschäftigt. Ich wanderte lange mit ihr an der Wasserlinie entlang und sie blieb immer bei mir, "zog" nicht weg. Deshalb traute ich mich auf dem Rückweg, sie laufen zu lassen (mit Schleppleine). Und da hatte sie dann auch ihre ersten Hundebegegnungen, die total easy verliefen. Ich hatte den Eindruck, es wäre ein großes Abenteuer für sie.
      Und das erstemal konnte ich "toll" sagen, als ich sie abgab.

      Am Ausflugs-Samstag danach nahm ich sie das erste Mal mit nach Hause. Ich hatte eine Wolldecke für sie gekauft und ein wenig Spielzeug, und auch das war gut. Sie entdeckte mein Zuhause, nahm die Wolldecke gleich an und versuchte sie zu "sortieren". Aber ein Fehler war das dennoch ;) Denn nun zog sie mich aus dem Tierheim heraus nicht mehr in den nahen Wald, sondern schlug stets den Weg zu mir nach Hause ein. Es war schwierig, denn es war eine Stunde Hin- und auch eine Stunde Rückwegs – wir hatten aber morgens nur eine Stunde und nachmittags zwei. Wir kamen also jeden Nachmittag zu spät zurück ...
      Aber das nahmen die Pfleger mit einem Schmunzeln, als ich es ihnen erklärte, und verschoben Minas Fütterung um eine Stunde, damit ich nicht so hetzen musste.

      Tja, und nach vier Wochen wurde ich dann gefragt, ob ich sie mitnehmen wolle. Sie hing nur noch ständig am Zaun des Freilaufs und wartete auf mich.

      So kamen wir dann zusammen. Es dauerte dann allerdings tatsächlich noch ein halbes Jahr, bis sie mich das erste Mal anguckte. Und nach zwei Jahren – würde ich sagen – war sie angekommen. Ich habe viel gelernt der Zeit ...
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      Eigentlich wollte ich nie 'n Hund.
      Aber das hat den nicht interessiert.

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