Auf meinem Weg zum Hund...

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    • Gut zu wissen, vermutlich wird sie dann auch mal öfter klares Wasser sehen müssen :whistling: Ich habs heute nur mit Kamm/Bürste versucht. Wir haben etwa 6 l Wolle geerntet, auch einiges an Dreck, aber sauber ist sie immer noch nicht - und diesen Aufwand kann ich unmöglich nach jedem Spaziergang auf mich nehmen X/ Aber gut, wenn ich mir trotzdem keine Sorgen machen muss, dass der Dreck nachteilig für sie ist, kann ich damit leben und entspannt schauen, wie wir das lösen - ne schlammfreie Route ist bei dem Wetter leider nicht möglich, außer wir würden auf den Freilauf verzichten (für den letzten abendlichen Spaziergang mach ich das).
      Ich konnte Ella heute rundherum bürsten und sie hat's richtig genossen, das war total schön und wir waren auch zwei mal gute 20 Minuten damit beschäftigt.
      Wer will schon nen sauberen Hund - hier gilt's doch wie bei Kindern: dreckig, aber glücklich :thumbsup:

      Was mich im Moment auch noch sehr beschäftigt, ist die Frage, wie ich die Sachen angehe, an denen ich mit ihr noch arbeiten möchte. Wir haben noch keine gänzlich entspannten Spaziergänge, weil sie gerade beim ersten Spaziergang noch zieht wie Hechtsuppe und auch Hundebegegnungen noch nicht einfach bzw. gesittet ablaufen. Beim Spielen/Trainieren draußen zeigt sie noch keinelei Impulskontrolle und all das hängt ja irgendwie mit innerer Ruhe als Schlüsselelement zusammen. Die hat sie im Haus absolut, aber draußen gar nicht. Das möchte ich ändern, denn es ist echt stressig. Ich hab mir das theoretische Handwerkszeug dafür auch schon angeeignet, aber ich Frage mich, wie ich da den Lernprozess gestalte hinsichtlich der "alten Gewohnheiten". Ist es richtig, wenn ich diese Sachen ganz ähnlich wie bei einer Futterumstellung beide mache und mit der Zeit die Anteile in die Richtung verändere, wo ich mit ihr hinmöchte? Also Leine ziehen nicht konsequent immer korrigieren, sondern zu bestimmten Zeiten/an bestimmten Orten und ansonsten hinnehmen - oder wäre das inkonsequent? Beim Spiel: ihr trotzdem auch weiterhin Spielzeug werfen, dem sie hinterherhechten kann und nur zwischendurch üben, abzuwarten, bevor sie los darf? Das fühlt sich so für mich intuitiv richtig an, aber ich hadere ob des konsequent seins und würd deshalb gern wissen, ob ihr das so richtig findet.

      Und mit den Hundebegegnungen ist es halt so, dass sie zu jedem Hund hin will, im Freilauf leine ich sie an, sobald jemand mit Hund "nur noch" 50m entfernt ist, das ist so die Distanz, zu der sie sich noch zurückrufen lässt. Angeleint aneinander vorbei gehen geht gar nicht - an der Straße gehts, wenn ich die Straßenseite wechsel, im Wald geht's nur direkt aneinander vorbei und das klappt gar nicht. Lockere Leine und Ablenkung klappt selbst mit Leckerli nicht und so bleibt mir stets nur die Wahl, sie an strammer Leine zu haben oder sie zum anderen Hund zu lassen. Und nen so derbe ziehenden Hund möchte ich natürlich dann nicht noch mit Erfolg belohnen, auch wenn die meisten sehr entspannt mit "ach lassen se ruhig, meiner tut nix" reagieren 8o Ich weiß im Augenblick noch nicht, wie ich das anstndig mit ihr üben soll. Meine Freundin und ihre wunderbare Labradordame haben im Augenblick wenig Zeit, sie hat sich für Übungen angeboten, aber das kriegen wir im Moment nicht so regelmäßig hin, wie es gut wär. Ich muss wohl mal verschiedene Leute mit Hund suchen, die bereit sind zu üben oder habt ihr noch andere etwas alltagstauglichere Ideen dazu? Hundeschule?
      Liebe Grüße
      :D Maren mit Ella :hund-lol:
    • Maksl schrieb:

      Aber gut, wenn ich mir trotzdem keine Sorgen machen muss, dass der Dreck nachteilig für sie ist, kann ich damit leben und entspannt schauen, wie wir das lösen
      Ja, solange sie nicht verflitzt (das merkst du ja) würde ich mir da keine Sorgen machen. Enzo war gestern wieder komplett braun unterwegs. Ich habe den Mantel drüber gepackt und dann später das meiste rausgekämmt als es getrocknet war.

      Impulskontrolle ist meiner Meinung anch schwierigste, was ein Hund lernen muss - aber machbar.

      Ich habe das so aufgebaut, dass Enzo zwar auch mal warten muss, aber immer seine "Belohnung" bekommt. So kann man das auf fast jede Situation ummünzen.

      Ich habe alles erst in der Wohnung, dann im Hof und dann im Feld (erst ohne Reiz und dann mit immer näher kommenden Reiz) geübt.

      Zum Üben hab ich erst mal was genommen, was er mag, aber was ich mit Leckerchen hochwertiger belohnen kann. Am Anfang hab ich immer erst ein bisschen geübt, was er gut kann (sitz und platz). Dann neben mir sitzen lassen, das Spielzeug auf den Boden fallen lassen und "Nein" (nein muss der Hund natürlich schon können). Hat er dann kurz zu mir geschaut, gabs was tolles (Frolic) und dann durfte er das Spielzeug haben. Am Anfang habe ich es ihm mit "nimms" gegeben, später hat er das dann mit "nimms" selbst genommen.
      Ich habe dann die Dauer bis zum "nimms" erweitert und dann auch mal das Spielzeug leicht geworfen.
      Als das richtig gut war, hab ich das Spielzeug neben uns fallen lassen, bin 2 Schritte weg davon und hab ihn zu mir gerufen.

      Das Timing ist halt unwahrscheinlich wichtig und man muss wirklich hochwertig belohnen. (wie der Hund das mag, Enzo findet je nach Situation ünermütiges Loben gut oder ein "Soldanten-mäßiges gut gemnacht und dafür Leckerchen dazu)

      An der Leine hat Enzo nicht gezogen, als ich ihn bekommen habe. Bei Reizen (wie andere Hunde, mit denen man spielen könnte) ist er aber voll in die Leine gegangen. Da bin ich mit der Impulskontrolle gut voran gekommen. Da wir hier nicht immer Hunde unterwegs treffen, haben wir das auch in der HS geübt.
      Wobei es heute für Enzo egal ist, ob die Leine dran ist oder nicht, er muss ohne hören. Er kann ordentlich auf meiner Höhe neben mir gehen. Das reicht mir (es ist kein richtiges "Fuß") und das Signal bekommt er auch, wenn er ordentlich an der Leine gehen soll.

      Ich würde die Hundebegnungen erst mal so lassen, solange sie im Rahmen bleiben und an der Impulskontrolle arbeiten. Wenn die halbwegs sitzt, dann mit einem anderen HH verabreden und sobald Ella einen kurzen Moment brav war (da reicht mir ansprechbar und kein Zug auf der Leine) zum anderen Hund lassen und spielen lassen.
      Wichtig ist mir dann, sie kurz aus dem Spiel zu holen und wieder ins Spiel zu schicken. Wenn man den Hund immer nur aus dem Spiel ruft, wenn er weiter gehen soll, kommen viele dann nicht mehr. Am Anfang ist das mMn ok, wenn der andere Hund gerufen wird und Ella mitkommt. Kurz zu dir holen, loben und wieder ins Spiel lassen.
    • Irgendwie hört sich das nach verdammt viel und langem Training über Monate an... Ist es aber eigentlich nicht. Jeden Tag so 2x 5-10 Minuten reichen. Hat Ella dreimal nacheinander gut reagiert - fertig, auch wenn es nur 2 Minuten waren. Dann kannst du es beim nächsten Mal steigern.

      Ich kann die Dauer schlecht abschätzen, Enzo ist nicht so der schnelle lerner... Ich würde mal 2 Monate in den Raum werfen - da habt ihr sicher schon gute Erfolge und sein deutlich weiter.

      Solbald es sitzt, darf man es halt nicht schleifen lassen, also immer mal wieder wiederholen.
    • Es kommt natürlich drauf an, wie du das später möchtest, aber ich habe bei folgenden Sachen wie beschrieben geübt:

      Maksl schrieb:

      Also Leine ziehen nicht konsequent immer korrigieren, sondern zu bestimmten Zeiten/an bestimmten Orten und ansonsten hinnehmen - oder wäre das inkonsequent?
      Bestimmte Orte können die meisten Hunde gut generalisieren. Enzo darf eine bestimmte Strecke im Ort an der Leine ziehen, schnüffeln, die Wegseite wechseln, noch mal zurück gehen. Das ist die "Notfall Pipi Kaka Strecke" um die Ecke. Da fahren aber auch normal kein Auto. Das weiß er auch ganz genau und wenn man mal in Gedanken ist "nimmt" er sich die volle Leine an der Stelle, wo ich das festgelegt habe. :whistling:
      So kannst du zumindest anfangen. Wenn du von jetzt auf gleich von Ella verlangst, die gesamte Zeit ordentlich an der Leine zu gehen wird sie das vermutlich frusten. Ehrfahrungsgemäß übt man das am besten auf dem Rückweg, dann ist alles wichtige aus Hundesicht erledigt und es ist wenig bis keine angestaute Energie im Weg.
      Mit der Zeit kann man das dann immer weiter ausbauen. Da du den Rückruf mit der Zeit aber auch bestimmt verbessern kannst, geht das dann ineinander über ;)


      Maksl schrieb:

      Beim Spiel: ihr trotzdem auch weiterhin Spielzeug werfen, dem sie hinterherhechten kann und nur zwischendurch üben, abzuwarten, bevor sie los darf? Das fühlt sich so für mich intuitiv richtig an, aber ich hadere ob des konsequent seins und würd deshalb gern wissen, ob ihr das so richtig findet.
      Enzo hat sein Spielzeug immer zur Verfügung. Wenn er von sich aus spielen möchte, bringt er das was er gerade toll findet. Dann spielen wir einfach.
      Wenn ich üben möchte, dann nehme ich erst das Spielzeug und hole ihn dann dazu.

      Unterwegs habe ich das Spielzeug in der Tasche und es gibt die beiden Möglichkeiten:
      - ich zeige ihm das Spielzeug wenn er noch auf Abstand ist und werfe es = Spielen
      - Ich lasse ihn neben mir absitzen, hole das Spielzeug und werfen es = Training

      Auch hier wieder: Gleiche Abläufe reichen den meisten Hunden um schnell generalisieren zu können.

      Nutzt man allerdings das Spielzeug, um den Hund vor etwas interessanterem abzulenken, generealisiert er das natürlich auch ganz schnell. Den Fehler habe ich gemacht. Beim Spielen hab ich den wieder raus, beim Rückruf werde ich das so schnell nicht mehr ganz schaffen.
    • Großartig, danke! Jeder der Punkte hilft mir sehr, mich da besser einzufinden - und zuletzt auch, das, was ich tue, klar zu verkörpern, ist also doppelt hilfreich :thumbup:
      Ich glaub, ich war vielleicht etwas übereifrig und hab schon etwas zu viel erwartet. Ich bring da mehr entspannte Haltung von mir ein und werde die Tips beherzigen. Das lässt sich alles prima auch für uns hier umsetzen <3

      Nochmal zum Fell... ich hab schon den Eindruck, dass ich da etwas mehr tun muss. Wir haben bisher den Kamm, den der Vorbesitzer ausschließlich benutzt hat, aber ne Bürste (oder so'n cooler Handschuh) werde ich auch noch anschaffen. Das Haar am Bauch scheint mir da kritisch. Es ist nicht verfilzt, aber schon sehr "hart" irgendwie und ich befürchte, dass dreckig-verfilzt der nächste Schritt wär. Außerdem kommt mir das Fell an den Flanken außen komisch vor, können aber auch einfach Wirbel im Fell sein. Und an einer Vorderpfote hat sie am Gelenk (das, was hinten das Sprunggelenk wär) eine kleine kahlere Stelle, auf der sie aber auch sehr oft liegt und rupfen hab ich sie dort noch nie gesehen. Ich muss dazu sagen, dass ich die Fellpflege erst in den letzten Tagen hier intensiver angehe. Zuvor hab ich sie immer mal wieder kurz gekämmt, aber mehr zum gewöhnen. Bauch gezeigt hat sie mir auch erst vor kurzem bim Kuscheln, vorher war ich da einfach nicht dran. Ich hab gerade an den Flanken und dort am Hinterteil ordentlich Wolle rausgekämmt - hab ich's etwa übertrieben? :/ Außerdem mein ich manchmal, dass sie gerade nicht so gut aussieht, im Schulterbereich und am Schwanz hat sie die Haare so abstehen, ist das noch normal oder ist das schon ein "mit mir stimmt was nicht"? Ach, ich bin gerade sehr verunsichert. Meine Freundin, die da gewiss was zu sagen könnte hat erst nächste Woche wieder Zeit, die mag ich gerade nicht stören, aber ist das schon was, was ich den TA fragen sollte?
      Ich häng mal ein paar Bilder an...









      :/
      Liebe Grüße
      :D Maren mit Ella :hund-lol:
    • Wenn die Wolle einfach rausgeht, dann kann man eigentlich kaum übertreiben ;)

      Zu den Bürsten...da gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Ich habe für Nanouk eine Bürste von Mars (die ohne Klingen). Besser finde ich die grüne Activet, aber die ist mir aktuell zu teuer. Ich durfte sie mal auf einer Messe ausprobieren und war begeistert :D

      Was fütterst du Ella denn? Das Futter kann die Beschaffenheit vom Fell auch stark beeinflussen. Falls sie es verträgt, kannst du ihr einen Schuss Lachsöl ins Futter geben, das macht bei vielen Hunden das Fell geschmeidiger.
    • Du kannst das Training ruhig so kleinschrittig machen. Du merkst ja schnell, wenn du steigern kannst. So übt ihr in eurem Tempo. ;)
      Wenn der Mensch einen schlechten Tag hat kann man auch einfach mal gar nichts trainieren. Das ist produktiver als mit schlechter Laune oder Stress im Rücken.

      Beim Fell würde ich auch auf Fellwechsel tippen.
      kahle Stellen beobachten. Solange sie einfach trocken und kahl sind (also nicht gerötet, keine irritierte Haut) sollten die spätestens mit dem nächsten Fellwechsel verschwinden. Sonst einfach beim nächsten TA Besuch nachfragen. Aber extra deswegen fahren würde ich nicht.
    • Man, ich danke euch sehr. Verflixt, was bin ich nur für ne Schissbüchs :) Ich glaub, ich muss allgemein mal nen Gang hier runterschalten, dass ausgerechnet jetzt ALLE und so lange und doll hier krank sind, bringt mich gerade ziemlich aus meiner Mitte. Dass so was mal vorkommt, klar, aber ausgerechnet JETZT - das ist schon ne ganz schöne Bewährungsprobe. Aber so ist das eben, nach diesem Start dürfte ich bestens vorbereitet sein und werde „Normalzustand“ doppelt und dreifach zu schätzen wissen. Und jetzt chill ich mich mal runter.
      Danke (ich weiß, ich wiederhole mich ), dass ihr mich so toll begleitet, das bedeutet mir echt viel und ich lerne ne Menge dazu!
      Ich schreibe morgen nochmal ausführlicher, bin gerade am Handy, da WLAN nicht klappt.

      Ihr seid superklasse :respekt:
      Liebe Grüße
      :D Maren mit Ella :hund-lol:
    • Es ist ganz normal am Anfang eine Schissbux zu sein. Enzo war gerade 2 Wochen hier, hatte wohl zu viel Schnee gefressen und sich das dann durch den Kopf gehen lassen...
      Ich habe vor Panik beim TA angerufen (es war abends) war am nächsten morgen sofort mit ihm da...
      Normal hätte mein Kopf sagen müssen „Schnee, der bekommt mal nen Tag nichts zu fressen und dann klappt das wieder“
      Stattdessen hab ich die ganze Nacht wach gelegen (Enzo hat im Land der Träume Wälder abgesägt), hab die Schleimhäute regelmäßig geprüft und war echt durch... :rolleyes:
    • @Maksl

      Jo, da gebe ich CC Enzo Recht, es ist absolut "normal" am Anfang eine Schissbux zu sein!
      Zum Haaren, meine Ronja (DSH) war auch ganzjährig in einer Art Mauser, Haarbüschelweise alles voll gehaart. Aber das hat nur mich genervt, sie war gesund und sie störte es auch nicht. Kahle Stellen oder sowas waren auch "nienicht" ;) zu erkennen
      Bei Dana ist es nun fast genau so. Sie hat nur kurze Haare und das fällt nicht soooo auf. Das Los vieler Hundehalter halt ;(
      "Einen Hund als Zeitvertreib zu sehen, ist falsch und äußerst egoistisch. Der Hund ist ein höchst sensibles, liebebedürftiges und intelligentes Lebewesen. Er ist keine lebendige Gehilfe, sondern ein wunderbares Wesen, welches nicht primär den Spaziergang, sondern den sichern Platz im Rudel als Wichtigstes empfindet und auch dringend braucht!" :Hund-smile:
      (Stefan Wittlin, Schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut, Tierpsychologe, Buchautor und Kolumnist)