Was macht für euch einen guten Züchter aus?

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    • Was macht für euch einen guten Züchter aus?

      Nicht jeder holt seinen Welpen beim Züchter, ist mir bewusst ;)

      Aber für diejenigen, die das vor haben, fänd ich eine kleine Hilfestellung nicht schlecht.

      Welche Kritikpunkte müsste ein guter Züchter und gute Elterntiere für euch erfüllen? :)

      Wichtig finde ich zum Beispiel, dass beide Elterntiere ein entspanntes und aufgeschlossenes Wesen haben. Sie dürfen weder Panik, Angst oder Aggressivität zeigen (also im "Dauerzustand" meine ich jetzt ;) ). Nicht wesensfeste Eltern, können keine wesensfeste Welpen hervorbringen.

      Nun seid ihr dran :)
      "Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen."

      ~ Oliver Jobes ~
    • Da ich züchte ist mir wichtig, dass die Ahnen nicht in jeden zweiten Hund zu finden sind, sondern es eher ungewöhnliche Verpaarungen mit selteneren Zuchthunden sind.
      Mir sind die Gesundheitsuntersuchungen sehr wichtig. Nicht nur HD/ED sondern auch Augen, PL, Herz.
      Die Aufzucht ist leider im Ausland meistens nicht so grandios. Zum Glück ist der Flat eine Rasse, die dennoch sehr aufgeschlossen sind.
      Es ist mir wichtig dass die Eltern saubere Charaktere haben, also einen Wesenstest vorlegen können, und auch ordentliche Formwerte haben.
    • Ich hab ja zwei Tierschutzhunde, liebäugle aber schon damit, mir irgendwann einen Rassehund zuzulegen (entweder Dalmi oder Kelpie - oder vielleicht doch noch was anderes? Ändert sich die nächsten Jahre vielleicht noch, bis es mal soweit ist, falls es überhaupt jemals soweit kommt und mir nicht so eine Seele aus dem Tierschutz dazwischen kommt :saint: :rolleyes: ).


      Durch meine ganz persönlichen Erfahrungen mit meinen Hunden ist mir die Aufzucht noch viel wichtiger, als die Elterntiere und die Genetik. Die ganz frühe Prägungsphase. Wie wächst der Welpe die ersten 8-10 Wochen auf. Was lernt er kennen. Welche Erfahrungen macht er. Muss er auch frühzeitig mal Frust aushalten, oder wird ihm alles "hinterhergetragen". Hat der Züchter ein gutes Auge für die frühe Entwicklung des Charakters und kann mir den für mich "richtigen" Hund empfehlen. Solche Dinge empfinde ich als extrem wichtig, grad weil ich im Moment Hunde habe, die ganz offensichtlich eine ziemlich besch... Prägungsphase hatten, zumindest bei Pepper ist das aller Wahrscheinlichkeit nach so.


      Klar, die Elterntiere sollten dem Standard entsprechen (wenn schon Rassehund, dann richtig finde ich) und auch gesund sein. Allerdings geht mittlerweile eh die Tendenz dahin, dass zum Beispiel HD viel eher erworben (falsche Fütterung, zu schnelles Wachstum, falsche und zu viel Bewegung) als vererbt wird, das aber nur am Rande.


      Also, auf den Punkt gebracht, das Wissen des Züchters über die Wichtigkeit der Aufzucht und ganz frühe Prägungsphase und das richtige Verständnis dafür wäre für mich absolut ausschlaggebend.
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Easy schrieb:

      Also, auf den Punkt gebracht, das Wissen des Züchters über die Wichtigkeit der Aufzucht und ganz frühe Prägungsphase und das richtige Verständnis dafür wäre für mich absolut ausschlaggebend.

      Dito. Nach zwei Hunden, von dem einer auf jeden Fall einen Deprivationsschaden hat und einem (Skadi) bei der eigentlich auch nichts anderes möglich ist, kann ich das nur bestätigen.
      "Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen."

      ~ Oliver Jobes ~
    • Das eine bringt ohne das andere nichts...

      Beim Rotti aus VDH Zucht war nach seinem Tod klar, dass die fehlende Bandscheibe höchstwahrscheinlich erblich war.

      Beim Rotti vom „Züchter“ mit gesundheitlich untersuchten Eltern und vor-Generationen war das Wesen ein übles Problem. Dazu dann die fehlende Prägung.

      Ich möchte die Prägung aber vom Züchter, nicht von dem Land abhängig machen. Ich finde Enzo und auch viele andere Hunde aus ausländischen Zwingern zeigen, dass es in jedem Land gute Züchter gibt.

      Bei bekannten Rassen läuft man in DE schneller Gefahr einen „schlechten“ Welpen zu bekommen als in anderen Ländern. Gerade in den großen Vereinen gönnte der eine Züchter dem anderen nicht mal das Haar in der Suppe. Da werden dann Probleme gerne verschwiegen, statt mit anderen Züchtern an einer Lösung zu arbeiten...
    • Ich züchte selbst und habe dadurch festgestellt, dass ich damals auf der Suche nach unserem ersten Hund ziemlich blauäugig vorgegangen bin - Hauptsache, der Züchter ist nett.
      Wir hatten damals einfach unheimlich viel Glück, dass wir an eine tolle Züchterin geraten sind, die damals alles so machte, wie ich mir das heute, mit mehr Wissen, selbst als Züchter und Interessent wünsche.

      Was mir wichtig ist:
      - familiäre Aufzucht in Haus und Garten (kein Zwinger - das passt nicht zu meiner Art Hundehaltung und meiner Rasse)
      - gute Sozialisierung und Prägung
      - Gesundheitsuntersuchungen der Eltern
      - Sachkenntnis des Züchters (der Züchter sollte mir meine Fragen auch sinnvoll erklären können - egal ob zu Aufzucht oder warum gerade die Verpaarung)
      - Kennenlernen der Mutterhündin und keine Welpenzusagen ohne vorheriges Kennenlernen

      Ich habe bestimmt noch was vergessen.
      Alles in allem muss ich mich auch gut aufgehoben fühlen. Das erwarte ich auch von meinen Welpenfamilien. Wenn sie das Gefühl haben, mit mir nicht recht auf einen grünen Zweig zu kommen, dann sollten sie lieber nach dem für ihn passenden Züchter schauen anstatt einen Welpen zu nehmen, weil man halt einen haben will. Ich verlange keinen Wochenrapport, aber die Interessenten sollen sich ohne schlechtes Gewissen mit jeder Frage an mich wenden können und ab und zu mal was von meinen Zwergen zu hören ist auch schön.
      Die Mutter (oder auch anderen Hunde beim Züchter) müssen nicht total zugänglich zu mir sein. Das liegt aber an der Rasse - sie sind Fremden gegenüber in der Regel zurückhaltend bis desinteressiert. Nur Aggression ist ein Tabu.
      Wir können alles, nur fliegen noch nicht - aber wir arbeiten daran.
      Der Leitspruch der spanischen Wasserhunde und insbesondere von Neo, Willow und Smilla mit ihrem Menschen Tina
    • Ich habe mich mit diesem Thema bereits vor Jahren auseinandergesetzt und seitdem gibt es auf meiner HP einen Artikel dazu.

      Wer Lust hat, kann ja mal lesen klm-vom-fuchseck.de/images/klm…lpenaufzucht/gedanken.pdf
      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • @Schattenfell So schade (für mich), dass du KLM züchtest und keine Kelpies - ich würde von dir sofort einen Hund kaufen... Genau so würde ich mir die Aufzucht "meines" Welpen wünschen, er soll und muss auch mal Frust aushalten, sich selbst Wärme "erarbeiten" usw., wie ich oben ja auch schon geschrieben hatte. Ich mag deine Einstellung, deine Zucht und deine Arbeit mit den Hunden, nur leider (für mich) die falsche Rasse... :D
      Sonst würde ich bei deinem nächsten Wurf echt auf der Matte stehen, du bist nämlich gar nicht so weit von mir weg ;)
      Viele Grüße von Heike und den Mädels
    • Hallo Uta!

      Mir geht es wie Heike! Von dir würde ich jederzeit einen Welpen nehmen! Leider weiß ich, dass es unmöglich sein wird, denn ich könnte einem Kleinen Münsterländer nie gerecht werden. Wirklich schade, denn deine Gedanken zu Welpen decken sich total mit meinen Grundgedanken - und ich züchte nicht.

      Und Tina, auch deine Gedanken zur Aufzucht decken sich komplett mit meinen.

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Ich finde Utas Überlegungen und das daraus resultierende Handeln zum Aufbau einer guten Stressresitenz des Welpen total klasse.
      Das liest sich für mich absolut nachvollziehbar und richtig.

      Mein Kromi Alfke wurde - als erster und einziger Wurf - bei einem Rentnerpäärchen mit seinen vier Wurfgeschwistern - sicher sehr liebevoll - aber dennoch völlig überzogen gepampert. Im überheizten Wohnzimmer stand die Wurfkiste, die die Welpen bis zum Abholtag nur verlassen haben, um einen „Ausflug“ auf die angrenzende Terrasse zu machen. Mehr war nicht.
      Jeder Welpenqieker wurde umgehend beantwortet...Frust aushalten war tabu.

      Alfke wurde zu einem extrem unsicheren und - menschlich übersetzt - neurotischem Hund. Natürlich waren daran auch ich und seine weitere Erlebnisse „Schuld“ - aber der negative Grundstein wurde vor meinem Einfluß gelegt...

      Kooiker Lani stammt von einer Züchterin mit Erfahrung. Sie züchtete seit Jahren bereis Collies, von denen ebenfalls noch einige bei ihr lebten.
      Lani und ihre 9 Wurfgeschwister lernten draußen den Zwinger/Gehege/Stall (irgendsowas dazwischen war das) als sie älter wurden, genauso kennen, wie den Garten, das Auto und die Abwesenheit ihrer Mutter.

      Lani war von Anfang an bei mir total Umwelt-sicher, tapste auf jedem Untergrund drauflos und ist bis heute ein Sinnbild ;) der Gelassenheit in allen möglichen und unmöglichen Situationen.

      Wenn ich die Welpenzeit meiner beiden Hunde mit dem vergleiche, was @Schattenfell schreibt, dann war Lani da zigmal näher dran.
      Und auch wenn viele Einflüsse sicher noch mitgespielt haben, ich denke Lanis ganz frühe Wochen haben den Grundstein für diese - im Vergleich - gesündere Entwicklung gelegt.

      Wird sowas in Züchterschulungen der Vereine eigentlich vermittelt?
      Ich glaube, viele Züchter sind eher noch auf der „überfürsorglichen Linie“, oder?

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Ach, ich hab noch einen Nachtrag zu meiner kleinen Welpen-Empirie ;)

      Davon ab, dass ein Vergleich von Kromfohrländern und Kooikern einem Vergleich von Zwiebeln und Pfirsichen :D ähnelt, waren und sind meine Erfahrungen dann doch nicht soooo individuell.

      In beiden Fällen hatte und habe ich Kontakt zu Besitzern von Wurfgeschwistern.

      Alfkes Bruder, den wir noch Jahre lang häufig trafen, wurde ebenfalls ein richtig heftiger „Problem-Hund“...
      Und zum anderen: eine von Lanis Schwestern, die ich noch regelmäßig auf Vereins-Spaziergängen treffe und ein Bruder von ihr, dessen Leutchen Arbeitskollegen von mir sind, sind ebenfalls coole Socken geworden.

      Also zufällig sind die Entwicklungen eher nicht, würd‘ ich meinen.

      <3 liche Grüße von Carola mit Lani :pfote:

      „If you choose to live with a dog please take the time to learn about dog behavior and their individuality and who they are and what they want and need ...“ (Marc Bekoff)
    • Schattenfell schrieb:

      Ich habe mich mit diesem Thema bereits vor Jahren auseinandergesetzt und seitdem gibt es auf meiner HP einen Artikel dazu.

      Wer Lust hat, kann ja mal lesen klm-vom-fuchseck.de/images/klm…lpenaufzucht/gedanken.pdf

      Toll geschrieben.
      Ich halte besonders das "Frust aushalten und leichten Streß erfahren" auch für sehr wichtig - mir stellen sich bei dem Wort Rotlichtlampe jedes mal die Nackenhaare hoch - und mache seit einer ganzen Weile neurologische Frühförderung.
      Dass mit dem Schuss an der Wurfkiste finde ich hoch interessant. Ich habe zwar keine Jagdhunde, aber würde mir mögliche Schussfestigkeit für mögliche Dummyarbeit doch sehr wünschen.
      Vielleicht besorge ich mir einfach so eine Kinder-Cowboy-Pistole mit Platzpatronen oder lasse meinen Schwiegervater (Hobbyjäger) täglich vorbei kommen, falls er eine Schreckschusspistole besitzt.
      Die große Liebe (außer die zu Willow) meines Neo war die Münsterländerhündin Anja, leider scheinen sie weggezogen zu sein.

      Deine Überlegungen decken sich übrigen sehr mit meinen.
      Neo wuchs bei einer erfahrenen Züchterin auf und ist recht stressresistet, egal wo er ist.
      Willow wuchs ebenso bei einem erfahrenen Züchter mitten in der Pampa von Finnland auf. Die Finnen sind in vielem recht pragmatisch locker und das leben sie auch durchaus bei der Welpenaufzucht aus. Ich gebe mir zwar Mühe, aber ganz so entspannt wie die kann ich das selbst nicht nehmen. Willow ist in allen Situationen ein total cooler Hund, nur Silvester ist nicht ganz so ihrs, aber Panik schiebt sie da auch nicht.
      Smilla ist ganz anders. Sie ist nicht total unsicher oder ängstlich, aber ich denke ihr geht einfach ein wenig mehr ab als den anderen. Die Züchterin hatte vorher immer einen Wurf mit 4 bis 6 Welpen. Hier machte sie das erste mal einen Doppelwurf und Smilla hatte gleich 7 Geschwister und 3 Wochen später wurden nochmal 5 geboren.
      Ich denke, auch wenn sich die Züchterin Mühe gegeben hat, so wird einiges doch einfach untergegangen sein, weil sie gar keine Erfahrung mit so einer Anzahl Welpen und dann dem 3wöchigen Altersunterschied hatte. Noch dazu die Massen an Welpenfamilien und die Züchterin quatscht gern....
      Die jüngeren Welpen hat es dabei noch viele schlechter getroffen. Im Wohnzimmer war kein Platz für 2 Welpenspielplätze und so blieben die Kleinen, die normalerweise mit 3 Wochen ins Wohnzimmer gezogen wären, bis zur 5. Woche im Büro. Das war zwar gleich nebenan und die Tür immer auf, aber trotzdem doch eben "ab vom Schuss". Und die Zwerge waren bei ihren neuen Besitzern fast alle sehr unsicher. Ich denke, dass die Züchterin sich da einfach etwas überschätzt hat.
      Eine andere Züchterin, die schon Doppelwürfe gemacht hat, kriegt das super hin. Allerdings lagen bei ihren Welpen auch immer nur wenige Tage bis 1 Woche dazwischen und sie konnte viel mit ihnen zusammen machen.
      Wir können alles, nur fliegen noch nicht - aber wir arbeiten daran.
      Der Leitspruch der spanischen Wasserhunde und insbesondere von Neo, Willow und Smilla mit ihrem Menschen Tina
    • Vor vielen Jahren hatte ich auch mal 2 Würfe im Abstand von 10 Tagen. Nie wieder!
      Die jüngeren bekamen im Auslauf eine extra Hütte für Mama und Babys, die sie nur kurze Zeit benutzt haben.
      Nach kurzer Zeit waren alle Welpen zusammen und benutzten die Hütten, wie sie gerade Lust hatten. Aber beim Spaziergang stifteten die älteren die jüngeren an zu allerlei Dummheiten.

      Bei uns schreibt die ZO vor, dass Welpen nur bis zur 4. Lebenswoche im Haus gehalten werden dürfen.
      Ich habe nur einen kleinen Zwinger für die Aufzucht. Meine erwachsenen Hunde sind im Haus.
      Von der 4. bis zur 5. Woche nehme ich die Kleinen nachts noch mit ins Welpenzimmer. Erst wenn ich sehe, dass alle aus dem Garten allein zurückfinden in die Hütte, bleiben sie auch nachts draußen und die Tür bleibt offen. Sehr bald gehen sie in die entferteste Gartenecke zum Lösen. Das ist eine gute Vorbereitung für die Stubenreinheit.

      Und die Mama? Die muss nicht draußen bleiben. Sie schläft bei mir im Zimmer und weckt mich, wenn sie nachts zu den Babys will.
      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • Schattenfell schrieb:

      Bei uns schreibt die ZO vor, dass Welpen nur bis zur 4. Lebenswoche im Haus gehalten werden dürfen.
      Ich habe nur einen kleinen Zwinger für die Aufzucht. Meine erwachsenen Hunde sind im Haus.
      Von der 4. bis zur 5. Woche nehme ich die Kleinen nachts noch mit ins Welpenzimmer. Erst wenn ich sehe, dass alle aus dem Garten allein zurückfinden in die Hütte, bleiben sie auch nachts draußen und die Tür bleibt offen. Sehr bald gehen sie in die entferteste Gartenecke zum Lösen. Das ist eine gute Vorbereitung für die Stubenreinheit.

      Das finde ich super!
      Für mich ist es auch wichtig, einen Welpen zu bekommen, der nach 4 Wochen wenigstens zeitweise im Zwinger ist. Da sind viele "Boxermenschen" total dagegen. Für sie kommen nur Hunde infrage, die im Wohnzimmer aufgezogen wurde.

      Ich finde das aber sehr wichtig, und wie Du schreibst - der Aufenthalt im Zwinger fördert die Stubenreinheit. Meine Welpen sind beim Einzug schon daran gewöhnt, ihren Bereich sauber zu halten, und so klappt das bei uns zu Hause dann auch sehr schnell.
      Liebe Grüsse von Doris mit Hans und Paul
    • Ich finde das je nach Rasse völlig in Ordnung, auch Zwinger einzusetzen.
      Für meine Rasse passt das so gar nicht, sie sind am liebsten immer in der Nähe ihrer Menschen und würden im Zwinger todunglücklich werden.
      Aber meine lernen die Stubenreinheit trotzdem sehr schnell.
      Zum Einen sind wir sehr viel draußen und zum Anderen schlafen sie nachts in ihrer Wurfkiste im Nebenzimmer, um den ein kleiner Bereich aufgebaut ist.
      Sie lösen sich dann dort nur in einer ausgelegten Ecke.
      Der Auslauf im Wohnzimmer wird dann nachts nicht als komplettes Klo genutzt.
      Wir können alles, nur fliegen noch nicht - aber wir arbeiten daran.
      Der Leitspruch der spanischen Wasserhunde und insbesondere von Neo, Willow und Smilla mit ihrem Menschen Tina
    • Meine Hunde sind auch sehr menschenbezogen und ich würde nie verlangen, dass sie im Zwinger bleiben.
      Die Mutter will dann sowieso nicht mehr ständig bei den Welpen sein und die Welpen brauchen auch ihre Ruhezeiten.

      Eine instinktsichere Hündin zeigt ganz deutlich, wenn es Zeit wird, nach den Kleinen zu gucken.
      Vormittags, nach dem Spaziergang der erwachsenen Hunde bin ich je nach Wetter noch bis zu 1 Std. bei den Welpen.
      Ab der 6. Woche gibt es jeden Nachmittag eine Autofahrt und einen Spaziergang bis zu einer Stunde in Feld und Wald. Anfangs ist es mehr ein "Spazierenstehen", aber bald laufen sie schon ganz schön mit.
      Hierbei geht es nicht um Gewaltmärsche, sondern um viel Neues kennen zu lernen.

      Wenn sie dann wieder ausgeschlafen haben, verbringen wir abends noch so manche Stunde mit den spielenden und dann schlafenden Welpen auf dem Schoß im Zwinger.

      So verläuft ein Tag, an dem sie keinen Besuch hatten.
      Besuch bringt immer noch Abwechslung und wir müssen unsere Aktivitäten danach richten, damit es für die Welpen nicht zu viel wird.
      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • Ich fand deinen Artikel sehr interessant und deine Sichtweise absolut einleuchtend!

      Eine Frage hätte ich aber: Fütterst du NIE künstlich zu? Theoretisch kann es doch auch in einem Wurf mal einen Welpen geben, der schwächer und kleiner ist als die anderen; muss ein solcher Welpe das dann auch allein schaffen, oder würdest du da schon zufüttern bzw. ihn an eine Zitze legen?

      Viele Grüße
      Amica
      Although I keep my social distance, what this world needs is a hug.
      Until we find a vaccination there's no substitute for love.
      So love yourself and love your family, love your neighbor and your friend.
      Ain't it time we loved the stranger, they're just a friend you ain't met yet.

      Jon Bon Jovi
    • Bei mir ist die Mama auch nicht ständig bei den Welpen, die Zwerge haben drinnen und draussen eigene Bereiche. Da kommt die Mutter nur rein, wenn sie es will.
      Was das Aufwachsen betrifft und wo, so sind Rassen eben einfach total unterschiedlich und es ist gut, wenn jeder Züchter da auf seine eingehen kann.
      Perros haben früher so eng mit ihren Menschen zusammengearbeitet (und das den ganzen Tag lang) - auf dem Boot, bei der Herde,......
      Der Mensch und sein Perro waren fast wie alte Ehepaare - ich sag immer gern, ich lebe mit ihnen in Symbiose.
      Das steckt eben in ihnen drin, auch Welpen zeigen das schon sehr früh.
      Daher ist die Rasse einfach nichts für Zwinger.
      Damit meine ich nicht, dass andere Rassen nicht menschenbezogen wären.
      Wir können alles, nur fliegen noch nicht - aber wir arbeiten daran.
      Der Leitspruch der spanischen Wasserhunde und insbesondere von Neo, Willow und Smilla mit ihrem Menschen Tina
    • Vieles von deinem Artikel Handhabe ich auch so @Schattenfell :thumbup:


      Bei meiner Rasse kommt Zwingerhaltung gar nicht in Frage. Die brauchen den engen Kontakt zum Menschen. (Retriever halt) Wir gehen aber viel mit den Welpen und den großen Hunden gemeinsam in den Garten. Das teilweise wirklich (je nach Wetter) den halben Tag am Stück.
    • Amica schrieb:

      Eine Frage hätte ich aber: Fütterst du NIE künstlich zu? Theoretisch kann es doch auch in einem Wurf mal einen Welpen geben, der schwächer und kleiner ist als die anderen; muss ein solcher Welpe das dann auch allein schaffen, oder würdest du da schon zufüttern bzw. ihn an eine Zitze legen?
      Direkt beim Werfen achte ich darauf, dass wirklich jeder Welpe eine Zitze hat. Besonders bei großen Würfen kann ein kleiner Welpe anfangs verdrängt werden. Dann halte ich meine Hand dazwischen und schirme damit einen schwächeren ein wenig ab.

      Wenn alle von der Mama die Kolostralmilch bekommen haben, füttere ich am 1. Tag jedem Welpen mit der Flasche ganz wenig Ziegenmilch. So lernen die Welpen den Schnuller kennen und nehmen ihn später im Notfall an, wenn zugefüttert werden müsste.
      Es kann immer passieren, dass mit der Mutter in den ersten 3 Wochen irgend etwas nicht in Ordnung ist.

      Ein schwächerer Welpe, der zwar um die Zitze kämpft, sich aber gegen die großen dicken nicht durchsetzen kann, wird besonders beobachtet und für ihn auch mal eine Zitze frei gemacht. Wenn nötig, bekommt der große dann etwas Ziegenmilch aus dem Fläschen, damit der kleinere an der Zitze zu seinem Recht kommt.

      Meine letzten Würfe waren immer 8-10 Welpen.
      Besonders bei dem 10-er Wurf dachte ich, zufüttern zu müssen. Nein - bei denen musste ich gar nichts machen. Anfangs geht die Hündin ja nicht aus der Wurfkiste und die Welpen wechselten sich ab. Einige schliefen, die anderen säugten und bei der großen Nachfrage hatte die Mama für alle genügend Milch bis zur 4. Woche.
      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"