Cairi, Zarie und Varis

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bei Cairi, jetzt 19 Monate alt, ist es mit dem Gehorsam an Wild eine Gratwanderung.
      Verbieten und soweit erlauben, wie es für ihre Ausbildung nötig ist.

      Im Moment liegt die Schwierigkeit bei der Wasserarbeit.
      Die Passion hinter der lebenden Ente muss geweckt werden. Wenn die Ente taucht, muss sie dranbleiben und so lange suchen, bis sie sie wieder findet.

      Wenn die Ente aber nicht mehr gefunden wird, muss sie sich abpfeifen lassen. Also auch hier wieder Gehorsam.
      Und sie muss im Anschluß daran eine andere tote Ente (die bei der Übung und Prüfung eingefroren war) im Schilf finden und bringen.
      Hier der Gehorsam im Apport. Sie darf nicht denken, dass diese anders riechende Ente nicht die gleiche ist, die sie vorher verfolgt hat.

      So weit sind wir bis jetzt noch nicht.
      Cairi hatte bisher erst 1x die Möglichkeit zu üben.
      3 Übungen an der lebenden Ente sind erlaubt und werden im Entenbuch eingetragen.

      Hier sieht man sie ganz hinten im See nach dem Rückruf.



      Anschließend eine tote Ente bringen. Diese wurde erst mal auf Sicht geworfen, damit sie lernt, was sie zu tun hat.



      Nachdem sie mir beim ersten Mal die Ente vor die Füße geschmissen hat, haben wir's nochmal probiert und dann hat sie sich brav gesetzt und gehalten.

      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schattenfell () aus folgendem Grund: Bilder verwechselt.

    • Ich versuche einfach, ein wenig zu erklären, was die "bösen" Jäger mit ihren lieben Hunden machen :) :love:

      Die Ausbildung läuft auch nicht bei allen gleich.
      Ich habe meine Hunde für Familie und Jagd und freue mich, wenn sie gut arbeiten.
      Ich habe zwar den Jagdschein, aber ich bin kein so passionierter Jäger und gehe bei der Jagd lieber nur mit, damit die Hunde Arbeit haben.

      Meine Hunde haben sehr gute Anlagen, was die Ausbildung nicht immer leicht macht. Sie haben ihre Anlagen und ihr ruhiges Wesen in vielen Jahren Zucht an ihre Nachkommen weiter gegeben.
      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • Hallo Uta!

      Ich finde es auch total spannend, wie du ausbildest! :thumbup:

      Tja, die "bösen" Jäger.

      Gegen Jäger an sich habe ich nichts, gar nichts.

      Ich habe nur etwas gegen Jäger, die mit gefühlten 3,0 Promille auf dem Hochsitz sitzen und wild in der Gegend rumballern. Und entsprechend ihre Hunde "knuten". :thumbdown: Leider selbst schon erlebt.

      Verantwortungsvolle Jägersleut, da habe ich absolut keine Probleme mit. Im Gegenteil, man braucht sie! :thumbup:

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Ist immer ein schmaler Grad. Leider sieht man oft Jäger, die eben den Hund als Arbeitsmittel nutzen und ihm dementsprechend behandeln. Oder aber die Trophäenjäger. Schön ist es da deine Berichte zu lesen!
      Wir hier in der Lüneburger Heide brauchen auch dringend Jäger, sonst müssten wir unsere Dörfer bald den Wildschweinen überlassen.
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • Wusan schrieb:

      Und entsprechend ihre Hunde "knuten"

      Susa schrieb:

      Leider sieht man oft Jäger, die eben den Hund als Arbeitsmittel nutzen
      Leider ist das so.
      Ich kenne aber auch viele andere.
      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • Heute ist so schönes Wetter, da kann man sich schon gar nicht mehr vorstellen, wie es gestern geschüttet hat.

      Deshalb gibt es ausnahmsweise keine Bilder.
      Ich durfte zu einer Bekannten an den See zum Üben kommen, es war nur 1 Std. zu fahren.
      Es gibt dort kein Schilf, aber ich bin ja für jede Übungsmöglichkeit dankbar.
      Wir hatten eine Gewitterpause.

      Zuerst habe ich Cairi mit "voran" ins Wasser geschickt und versucht, sie zu lenken mit "so ist's brav, weiter".
      Dabei hat sie weit draußen ein Bläßhuhn entdeckt und verfolgt, bis es tauchte. Dann am anderen Ufer zurück und als sie in meine Richtung schwamm, mit Doppelpfiff rausgerufen.

      Dann die tote Ente sichtig geworfen und mit Armbewegung geschickt. Mir war das korrekte Bringen, Setzen und Halten wichtig. Das klappte prima.

      Nun an 3 verschiedenen Stellen unter Uferbewuchs das Verlorenbringen geübt. Sie darf das Verstecken der Ente nicht sehen und wird über's offene Wasser geschickt. Beim 3. Mal auf eine größere Entfernung.
      Auch das klappte sehr gut. Sie guckte beim Schwimmen immer mal zu mir und ließ sich durch Zuruf und Armbewegung in die richtige Richtung schicken.

      Eine Beruhigung für mich - sie ist kein Sturkopf und lässt sich lenken.
      Auch mit dem Sitzen und Halten kein Problem mehr.

      Sie hat alles sehr gut gemacht, aber wir konnten beobachten, dass sie auf dem Rückweg zu mir mit der Ente im Fang immer wieder auf's offene Wasser guckte, ob da wohl wieder ein Bläßhuhn zu sehen ist. Sicher ist die Arbeit also noch nicht bei Verleitungen.

      Zum Schluß sollte sie noch eine Entenschleppe bekommen. Ein neues Gewitter zog auf, es blitzte und donnerte mit sintflutartigem Regen.

      Meine Bekannte zog die Schleppe mit 2 Haken reichlich 300 m weit.
      Ich wollte Cairi aus dem Auto holen, hatte sie schon an der Leine, da schlüpft mir Zarie unter der Heckklappe durch und will sich an die Arbeit machen :rolleyes: . Mit Trillerpfiff konnte ich sie halten und wieder ins Auto stecken.

      Dann durfte Cairi suchen. Sie war, wie üblich, sehr schnell und sehr akkurat auf der Spur, ist am Ende 2 m drüber raus geschossen in ihrem Tempo, sofort umgedreht, aufgenommen und gebracht. Großes Lob.

      So naß wie an diesem Vormittag war ich schon lange nicht mehr. Am Hals ist das Wasser in die Regenjacke rein gelaufen. Ich war pitschenaß, aber es hat sich gelohnt und ich habe mich mit einem Glücksgefühl auf die Heimfahrt gemacht.
      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • Noch 3 1/2 Wochen bis zur Prüfung.

      Am vergangenen Sonntag waren wir zum 2. Mal am Wasser. Es lief prüfungsmäßig ab, Cairi hat sehr gut gearbeitet und man sah, dass sie Erfahrungen gesammelt hatte.

      2 Übungstage haben wir noch.
      Ich ziehe ihr zu Hause noch jede Woche eine Schleppe von 300-400m Länge. Gestern mit einem Kaninchen, das schon mehrmals aufgetaut und wieder eingefroren war. Zum Üben immer noch gut genug.



      Noch ein paar Bilder von unserer Abendrunde







      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • Gestern war der Übungstag unseres Vereins für die HZP.

      Vorrangig war die Wasserarbeit und jeder Hund bekam noch 2 lange Schleppen. Länger als für die Prüfung nötig, so ca. 500 m, da das Gelände sich anbot für diese Übung.

      Man konnte sehen, dass mit manchen Hunden bisher nur kürzere Schleppen gearbeitet wurden.
      Nach ca. 200 m meinten sie, hier müsse doch das Stück liegen und begannen zu kreisen. Einer kam zurück und wurde neu angesetzt.
      Zum Schluß haben es dann alle geschafft. Als sie begriffen hatten, dass sie weiter auf der Schleppspur bleiben müssen, kamen alle zum Stück. Das schnelle Aufnehmen und Bringen war dann kein Problem.

      Ein Foto von Cairis Schwester Charlotte.



      Das Wasser war für die jungen Hunde ideal. Genügend dichtes Schilf (was man auf den Bildern nicht so sieht) und offene Wasserfläche, über welche die Hunde geschickt werden müssen zum Suchen.

      Zuerst wird die Schußfestigkeit geprüft.
      Eine tote Ente wird ins Wasser geworfen und der Hund zum Apportieren aufgefordert.
      Sobald er auf halber Strecke zur Ente schwimmt, wird in Richtung der Ente ein Schuß aufs Wasser abgegeben. Ein Hund, der auf den Schuß abbricht, darf nicht weiter arbeiten.



      Nun kommt das Verlorensuchen der toten Ente im Schilf.
      Der Hund darf die Vorbereitungen nicht eräugen. Die Ente wird von der gegenüberliegenden Seite ins Schilf geworfen und der Hund muss 30 m über eine offene Wasserfläche zum Schilf geschickt werden mit dem Kommando "Such verloren Apport". Der Führer darf kein weiteres Kommando geben, aber den Hund im Wasser lenken mit Zuruf und Lob. Dauernde Einwirkungen mindern bei der Prüfung das Prädikat.

      Die lebenden Enten werden für kurze Zeit flugunfähig gemacht.
      Um 2 Federn einer Schwinge wird ein Klebeband gewickelt, welches sich bald im Wasser auflöst (Müller-Ente genannt).
      Die Ente wird im Schilf ausgesetzt und der Hund wieder auf ca. 30 m Entfernung mit "Voran" zum Suchen geschickt.

      Die Enten waren Wasser gewöhnt, hielten sich vorzugsweise im oder am Schilf auf und wenn der Hund sie gefunden hatte, begannen sie zu tauchen. Dann musste der Hund durch kreisen die Schwimmspur finden und verfolgen.

      Man hatte den Eindruck, die Enten führen die Hunde an der Nase herum und schwuppdiwupp waren sie wieder weggetaucht. Oder sie lagen so flach im Wasser, dass sie kaum zu sehen waren.

      Cairi versuchte dann, durch anschleichen (wie beim Vorstehen) an sie ranzukommen, wurde immer langsamer beim Schwimmen. Kam sie zu nahe, tauchte die Ente wieder.










      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schattenfell ()

    • Neu

      Nach diesem Jagderlebnis am Übungstag war ich gespannt, wie sich das auf den bereits erreichten Gehorsam auswirken wird.

      Im Anschluß an die Wasserarbeit wurde mit der toten Ente eine Schleppe gezogen, 500 m weit.
      Bisher musste ich die Schleppen ohne Helfer selbst legen und in großem Bogen zurück gehen.
      Bei der Prüfung macht das ein Richter und so war ich froh, dass Cairi das kennenlernen konnte.

      Als ich sie aus dem Auto holte war sie zappelig und am "Anschuß" schlüpfte sie mir aus der Halsung, war sofort auf der Spur und ab ging es.
      Das war natürlich nicht gewollt, obwohl sie ohne Fehler gearbeitet hat.
      Bei Cairi muss ich immer versuchen, alles langsam und ruhig zu machen.



      Heute bot sich eine Gelegenheit, ihren Gehorsam zu testen.
      Wir liefen auf einer Wiese, die von einer dichten breiten Hecke begrenzt war.
      Cairi bei mir, Zarie suchte in der Hecke. Dort gibt es Füchse.

      Plötzlich gab Zarie Laut und Cairi schoß wie der Blitz los. Ich wartete kurz, um ihr Zeit zu geben, die Witterung zu suchen.
      Dann scharfer Doppelpfiff - kurz darauf kamen beide Hunde angesaust. Cairi zuerst und Zarie kurz hinter ihr.

      So soll es sein. Auch über ein Jagderlebnis soll der Gehorsam nicht vergessen werden.
      Ich freue mich so über mein Mädchen!

      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"
    • Neu

      Madamchen meint noch manchmal, sich beim Bringen nicht setzen zu müssen, wenn sie naß ist.
      Das geht ja nun gar nicht und wir haben am Bach an einer tiefen Stelle geübt. Zum Naßwerden reicht es und beim Üben kann ich sie recht deutlich ansprechen. Bei der Prüfung wäre das Punktabzug.






      Anschließend habe ich beide an einen Baum gebunden, während ich noch eine Schleppe gezogen habe.
      Erwartungsvolle Blicke, als ich zurück kam.



      Die Arbeit auf der Schleppe war dann in Ordnung.

      Liebe Grüße
      Uta mit den "Fuchseckles"