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    • Hallo Willi,

      vorab, Prävention ist schon ein wichtiger Part um Unfällen vorzubeugen.
      Springt z. B. die Katze auch auf heiße Herdplatten, kann man vorsichtshalber Kinderschutzgitter anbringen oder Abdeckplatten o. ä. auflegen.
      Das es gar nicht erst zu einer Verbrennung kommen kann.

      Wenn dir das Thema Erste Hilfe solche Sorgen bzw Ängste bereitet, kann ich die raten einfach mal einen Erste Hilfe Kurs für Tiere mitzumachen. Ich selber bin zwar Tierarzt- und Arzhelferin, dennoch habe ich noch einen Erste Hilfe Kurs für Pferde besucht da hier Erstversorgung zu leisten nochmal etwas ganz anderes ist.

      Ein bestimmtes fertiges Erste Hilfe Set kann ich pauschal nicht empfehlen. Meine Hausapotheke ist zusammengewürfelt.
      Etwas gegen Insektenstiche, etwas um Druckverbände im Fall einer starken Blutung anzulegen, Fieberthermometer etc.
      Bei einem Knochenbruch kann man selber groß gar nichts machen als den Hund fix zum nächsten Tierarzt/Klinik zu bringen.
      Pfote verklemmt da kann man unterstützend Traumeel o.ä. geben.
      Aber das wäre auch nur unterstützend und kein richtiger Notfall der einer Ersten Hilfe Bedarf.

      Hier würde ich Hitzschlag, stark blutende Wunde, Vergiftung bzw mit Nägeln präparierte gefressen o.ä. zu zählen.

      Bei Hitzschlag, den Hund zuerst in einen schattigen Bereich bringen. Wasser anbieten (nicht Duschen o.ä) mit nassen Tüchern abdecken und ab zum Tierarzt.

      Stark blutende Wunde, Druckverband anlegen und ebenfalls ab zum nächsten Tierarzt

      Vergiftung. Wenn möglich Sauerkraut anbieten (wickelt Fremdkörper ein) , versuchen den Hund zum erbrechen zu bringen (nicht bei scharfen gefressenen Fremdkörpern, Verletzungsgefahr!) und ebenfalls ab zum Tierarzt. Unterstützend können Kohletabletten gegeben werden (ersetzen aber auch keinen Tierarzt)

      Bei offenen Wunden so schnell wie möglich desinfizieren. Wunden die ggf genäht werden müssen aber nicht mehr bluten, bitte nicht warten bis der Haustierarzt offen hat oder bis zum nächsten Tag o.ä, alles was älter als knapp drei Stunden alt ist kann nicht mehr genäht werden, dafür ist die Wunde schon zu alt und die Wundränder müssen erneuert werden.

      Bitte keine Salben (z. B. Jodsalbe) verwenden, hier ist anschließendes nähen nicht möglich. Flüssiges ist vorzuziehen. Ist die Wunde bereits dreckig mit kleinen Steinen kann mit Rivanol oder NaCl gespült werden.

      Bei Augenverletzungen ebenfalls sofort den Tierarzt aufsuchen und nicht erstmal abwarten. Kleine Hornhautverletzungen sind mit bloßem Auge oft nicht sichtbar und können dennoch vorhanden sein und unbehandelt große Schäden verursachen.
      Bei kleinen Reizungen (Zug aufs Auge o.ä.) können Euphrasia Tropfen unterstützend gegeben werden.

      Bei Insektenstichen ist als Erste Hilfe Apis Hilfreich. Ersetzt aber bei einer allergischen Reaktion auch keinen Tierarzt.

      Im Grunde führen echte Notfälle immer aufs gleiche hinaus, der Besuch zum Tierarzt-Tierklinik. Dennoch finde ich ein Erste Hilfe Kurs nicht verkehrt, wie lege ich im Falle einen Druckverband an? Wie ist die Normaltemperatur und Puls meines Hundes? Was ist giftig? Wie erkenne ich eine Magendrehung o.ä.

      Als Tipp noch, die Nummer vom Tierarzt und der nächsten Tierklinik inklusive Adresse einspeichern oder auf einen Zettel notieren und diesen im Portemonnaie tragen. Im Falle eines Falles kann es um Minuten gehen, da sollte man nicht noch erst googeln müssen.

      Ich hoffe ich konnte etwas helfen.
    • Hallo Willi - und zunächst herzlich Willkommen hier im Forum :hello:

      Ich finde das ein sehr gutes Thema, über das ich mir auch schon oft Gedanken gamcht habe.Was wäre wenn???

      Für mich persönlich habe ich entschieden, dass ich mir als erste Maßnahme im Vorfeld die Telefonnummer meiner Tierärztin und einer Tierklinik in meinem Handy gespeichert habe, das gibt mit wenigstens das Gefühl, schnell Rat einholen zu können.
      Ansonsten verlasse ich mich darauf, dass ich hoffentlich im Fall der Fälle aus meinen Erst-Hilfe-Kursen, an denen ich regelmäßig in der Firma als Ersthelfer teilnehme, die richtigen Entscheidungen treffe, denn so ganz falsch kann das für einen Hund (oder Katze) auch nicht sein.
      Beispiel: verbrannte Pfote - da würde ich einfach ein nasses Tuch drumwickeln und schnellstmöglich zum Tierarzt fahren.
      Bei Fällen wie Ohnmacht oder Krampfanfälle finde ich es allerdings auch sehr schwierig und wäre auch unsicher, was zu tun ist...

      Ich bin sehr gespannt wie andere hier mit diesem Thema umgehen und bin gespannt auf weitere Kommentare.


      Viele Grüße
      Christine & Jakina

      edit: Wow, Panama - wir haben uns überschnitten. Vielen Dank für die tollen Tipps :thumbsup:
      Liebe Grüße
      Christine & Jakina
    • Hallo Willi und herzlich Willkommen, im Forum :hello:

      Wilfried Kupferschmid1956 schrieb:

      Gibt es "Erste-Hilfe-Boxen" die auch Sinnvoll sind? Hat einer von Euch sowas?
      Wir haben für Micky eine Erste-Hilfe-Tasche, die ein 48teiliges Set enthält.
      Bisher kam es glücklicherweise noch nicht zum Einsatz.
      Ich würde mich zunächst auf meine med. Kenntnisse verlassen und dann umgehend in eine Tierklinik fahren.
      Die meisten Tierärzte, bieten regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse, für Hund und Katze an,,
      @Panama,
      Toller Beitrag, mit vielen, nützlichen Tipps!! :thumbup:
      L.G.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Biggi ()

    • Hallo Willi!

      Erst einmal ein herzliches Willkommen hier!

      So einige Tipps zum Thema "Erste Hilfe" hast du ja schon bekommen. :thumbup:

      Ich habe mal einen Erste-Hilfe-Kurs für Hunde besucht, der von unserer Tierärztin gehalten wurde. War wirklich sehr informativ. Es wurden uns aber auch unsere Grenzen der Ersthilfe aufgezeigt, was ich auch sehr gut fand. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ausschließlich medizinische Laien daran teilgenommen haben. Auch bekommt man dort gesagt, was man zur Eigensicherung bei solchen Unfällen machen kann, denn Hund kann dann auch schon mal panisch und nicht "normal" reagieren. Fand ich einen wichtigen Punkt, den ich vorher nie bedacht habe-

      Frage doch mal bei deinem TA nach, ob bei euch in der Gegend so etwas auch angeboten wird, ich kann es nur empfehlen. Und vieles von den Dingen, die man bei der Ersthilfe braucht, befindet sich im Verbandskasten des Autos. Würde ich aber mit Desinfektionsmittel noch ergänzen (z.B. Betaisadona - wenn man das so schreibt ;) - in flüssiger Form zum ausspülen von z.B. Bisswunden).

      Liebe Grüße und viel Spaß hier,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy
    • Hallo und willkommen bei uns, Willi :ciao: !
      Ein wichtiges Thema, danke dir und euch anderen für die Tipps!!!

      Wegen Katze auf Herd ( oder Hund :banghead: ); stelle ich nach dem Kochen Töpfe/ Pfannen mit kalten Wasser auf die entsprechenden Herdplatten.

      Glücklicher Weise haben wir 5 Autominuten entfernt eine Tierklinik.
      Wegen dem Erste-Hilfe-Kurs werde ich mal bei unserem Tierarzt nachfragen!
      Liebe Grüsse
      Andrea


      Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :love:
      Walt Disney
    • Hallo Willi,

      Thema Maulkorb: Es liegt natürlich daran, welchen man hat/nimmt. Mein Anton hatte damals einen aus Edelstahl. Damit konnte er problemlos abhecheln, trinken und sogar Leckerchen nehmen, wenn man ihm diese durch die Stäbe reichte. Als Giftköderverhinderung halte ich diesen aber für ungeeignet.

      Eine Bekannte näht für ihre beiden Wuffis die Giftköderabwehr selbst. Da ist einfach statt des „Korbs“ ein Netz vorne angebracht. So können sie auch problemlos abhecheln.

      Liebe Grüße
      Es gibt ein Leben ohne Hund, es lohnt sich nur nicht!
    • Hallo, Willi,

      Wilfried Kupferschmid1956 schrieb:

      Im Internet findet man zudem auch viele Haustier-Erste-Hilfe-Sets, aber ob diese etwas taugen????
      Ich hatte die Erste-Hilfe-Tasche auch in einem Online-Shop bestellt.
      Meiner Meinung nach, ist die Ausstattung OK.
      Die Idee, von Sandra, mit dem Netz, statt des Maulkorbes, finde ich super!! :thumbup:

      Wilfried Kupferschmid1956 schrieb:

      Sein Jack Russell Terrier frisst viel Dinge, die er nicht soll
      Wieso wundert mich das jetzt nicht??? 8o
      L.G.
    • Wilfried Kupferschmid1956 schrieb:



      Präventiv Massnahmen kann ich zwar viele treffen, alles "sicher" zu machen ist nicht möglich. Meine Katze springt immer auf den Cerankochfeld und hat grossen Spass daran, wie dieser "Piept". Dennoch schubst Sie zwischendurch immer mal ne Blume/Vase runter und ich habe bedenken, dass Jack (mein Dalmatiner) dadurch tapst.
      Also hier kann ich dir nur raten: Schließe den Raum ab und somit kann weder die Katze noch der Hund in die Küche.
      Schmeißt die Katze Vasen runter und du hast Angst das der Hund da durch läuft, pack die Vasen weg...

      Seit dem unser dritter Hund eingezogen ist, ist unsere Küche immer abgeschlossen. Musste man sich dran gewöhnen, aber das war ein Klecks. Nun muss ich mir wegen Hundefutter und Menschenfutter keine Gedanken mehr machen!
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • Hallo Willi!

      Wilfried Kupferschmid1956 schrieb:

      alles "sicher" zu machen ist nicht möglich.
      Stimmt! Weder bei Hund und, noch unmöglicher, bei Katz. ;) Aber die Idee von Susa wegen dem Kochfeld kam mir auch gleich in den Sinn: Türe zu und gut ist. :thumbup:

      Wilfried Kupferschmid1956 schrieb:

      und ich habe bedenken, dass Jack (mein Dalmatiner) dadurch tapst.
      Kann passieren, dass Jack da mal durch läuft. Aber: In den meisten Fällen passiert da gar nichts. Also nicht nervös werden. ;)

      Denke mal an die ganzen Rettungshunde. Da gibt es verschiedene Sucharten. Eine davon ist die Trümmersuche. Was glaubst du, durch wie viel scharfkantige Gegenstände die da laufen müssen um zu finden? Da passiert so gut wie nie etwas, außer sie springen und landen in so einem scharfen Objekt. "Normal" ist das kein Problem.

      Thema Maulkorb.

      Wenn dieser gut sitzt, der Hund es kennt und auch zum hecheln gut geeignet ist sehe ich kein Problem darin. Manche nennen aber auch eine Maulschlaufe "Maulkorb" und damit kann der Hund wirklich Probleme beim hecheln bekommen. Aber da weiß ich nun nicht, wie der Maulkorb des Jackies aussieht.

      Liebe Grüße,
      Wulf und Dumbledore
      und Merlin und Hexe und Bessy