Auch die kleinste Geste hilft

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    • Auch die kleinste Geste hilft

      Heute möchte ich Euch meine "Patenhunde" vorstellen. Sie kommen alle aus einer Familie sehr vielen Kindern (ich glaube es sind 15 Kinder), die in meiner Strasse leben. In den letzten 10 Jahren habe ich ca 30 - 40 Hunde erlebt, meistens kleinere. Plötzlich waren sie da und zwei, drei Wochen später - verschwunden. Auch Charly, von dem ich Euch erzählt habe, kam aus dieser Familie. In den letzten 3 Jahren hat sich die Situation jedoch stabilisiert. Zur Zeit leben dort 4 kleine Hunde, die uns fast täglich besuchen.
      "Dackel" hat ihren Namen, weil sie einem Dackel ähnlich sieht. Ich kenne sie noch als Welpe. Kaum war sie jedoch in dem Alter, dass sich Rüden für sie interessierten, wurde sehr bereits dreimal trächtig. Dackel besucht uns täglich, um sich ihr Futter abzuholen. Es kommt auch vor, dass sie direkt auf unserer Terrasse steht. Irgendwo hat sie sich einen Durchgang gebuddelt. Speedy und Mascha akzeptieren sie problemlos.
      Manchmal ist sie in Begleitung ihrer Tochter "Schäfchen". Ein sehr scheues Hundemädchen. Gestern sah ich zwei Jungs (aus der Familie), wie sie auf "Schäfchen" mit einer Holzlatte einschlugen. Der Hund schrie und ich schrie. Die Jungs starrten mich nur an und verschwanden ins Haus, der Hund suchte das Weite.
      Dann gibt es noch "Rollmops". Vielleicht die Mamma von Dackel. Ich weiß es nicht. Rollmops hat ihren Namen, weil sie sich ständig auf dem Boden liegend dreht oder auf einen zurobbt, indem sie ihre Hinterbeine lang austreckt und eben robbt. Sie liebt es, am Bauch gestreichelt zu werden. Wenn sie hungrig ist, steht auch sie vor der Tür.
      Baro ist der Sohn von Dackel. Der Kleine hat das schwerste Los. Es wurde von kleinauf an einem Strick am Baum angebunden. Als er noch frei herum lief, hatte er mich beim Vorbeigehen von hinten ins Bein beißen wollen, hatte jedoch nur meine Hose geschnappt. Leider hat er das auch bei einer Anwohnerin gemacht, die mit dem Fahrrad unterwegs war. Sie trug keine lange Hose, bewegte sich schneller als ich und so passierte es, dass er ihr ein Stück Fleisch aus der Wade riss. Fazit: anbinden! Der Hund ist überaus ängstlich und allen Menschen gegenüber sehr mißtrauisch. Den Kindern tut er nichts, ist aber auch froh, wenn sie ihm nichts tun. Insbesondere, wenn es regnete oder gar Gewitter war, hörte ich den Hund jämmerlich rufen. Also bin ich eines Tages rüber, um zu sehen, wie er gehalten wird, denn von der Straße aus hatte man keinen rictigen Einblick. Man hatte ihm inzwischen einen ausgedienten Tiefkühlschrank als Wetterschutz hingestellt. Na wenigstens etwas. Aber dieser Schrank war nur 40 cm tief und nach vorn zur Wetterseite offen. Das Heu, was ich ihm brachte, lag schon am nächsten Tag draußen. Mein Mann baute ihm eine Hundehütte. Natürlich fragte ich die Besitzer bevor wir das Grundstück betraten. Ich habe ihm auch noch ein Hundegeschirr umlegen lassen und eine lange Kette. Eigentlich sollte die Hütte so stehen, dass er nirgendwo mit der Kette hängen bleibt. Leider wollten das die Besitzer nicht. Zwei Tage später hatte er auch wieder sein Halsband um und hing (wie ich befürchtete) an einer Wurzel fest. Gestern brachte ich ihm Heu für sein neues Haus und etwas Futter. Bis dahin hatte ich keinen körperlichen Kontakt zu ihm. Ich war mir nicht sicher, ob er vielleicht doch noch zwickt. Den Besitzern gab ich Zigaretten für ihr Entgegenkommen. Heute hörte ich wieder den Hund winseln und jaulen. Ich steckte mir einen Beutel Hundefutter ein und Bonbons für die Kinder, denn ohne Bonbons ist die Rasselbande schwer auszuhalten. Der kleine Hund hatte sich im Gestrüpp verheddert und war bis auf 30 cm gefangen. Keine Chance, die Hütte zu erreichen.
      Ich habe mir dann ein Herz gefasst, den Hund befreit und ihm Futter gegeben. Wasser hatte er natürlich auch nicht, weil auch kein Napf vorhanden ist. Einen Napf hinzustellen - auch - wenn es nur ein ausgedienter Plastikbehälter ist - macht keinen Sinn. Der ist schon nach wenigen Minuten verschwunden. Im Tausch gegen Bonbons brachte ich die Kinder dazu, einen Napf zu suchen. Ich wußte irgendwo ist einer. Er wurde tatsächlich auch gefunden und mit Wasser gefüllt. Meine bisherigen Versuche, die Kinder davon zu überzeugen, dass der Hund auch trinken muss, scheiterten. Ich bräuchte eine Idee, wie man ein Futter-/Trinkgefäß anbringen kann, ohne dass es umkippt oder geklaut wird.
      Ich stelle meine "Patenhunde" noch mit Fotos vor. Vielleicht wundert sich der eine oder andere, dass die Hunde relativ robust sind - das macht das Weißbrot. Oder vielleicht gibt es noch andere Stellen, wo sie ihr Futter beziehen? Morgen stelle ich die Hütte um und befreie seine Kette von Unkraut, Bindfäden und was sonst darin noch hängen geblieben ist. Und dann besuche ich Lilli, die wohnt am Ende der Straße und ist auch ein Kettenhund.
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tammy ()

    • Tammy, dein Bericht über die Familie macht mich sprachlos und ja, auch wütend. Ganz ehrlich, ich finde, dass du das Elend noch unterstützt mit deiner Hilfe. Eine wirkliche Hilfe wäre es, alle diese Hunde zu kastrieren, dass nicht laufend Welpen geworfen werden.
      Sorry, ist sicher nicht das, was du hören möchtest. Aber "Tierschutz" sieht für mich anders aus.
      Gruß Marion
    • Tammy schrieb:

      In den letzten 10 Jahren habe ich ca 30 - 40 Hunde erlebt, meistens kleinere. Plötzlich waren sie da und zwei, drei Wochen später - verschwunden. ....




      Meine bisherigen Versuche, die Kinder davon zu überzeugen, dass der Hund auch trinken muss, scheiterten. Ich bräuchte eine Idee, wie man ein Futter-/Trinkgefäß anbringen kann, ohne dass es umkippt oder geklaut wird.




      ...Und dann besuche ich Lilli, die wohnt am Ende der Straße und ist auch ein Kettenhund.
      Wie, die waren verschwunden? Essen die die? Diesen Ungarn ist ja alles zuzutrauen...

      Für den Napf hätte ich eine Idee, dass er nicht umkippt oder geklaut wird: Bind´ ihn dir um den Bauch und geh von Haus zu Haus...

      Und jetzt bin ich raus :motz: So einen Blödsinn (oder Verarsche) tue ich mir nicht länger an....
    • Hallo Mariomithund, diese vielen Hunde, die ich dort mitbekommen habe, wurden von irgendeinem Familienmitglied mitgebracht. Sie sind nicht dort geboren. Ein paar Hunde sind überfahren worden. Von der "Dackelhündin" sind noch zwei Nachkommen da. Oft werden Hunde auch einfach verschenkt oder leider auch überfahren. Mir tun die Tiere leid. Aber ich kann nicht alle sterilisieren lassen. Das sprengt nicht nur meinen finanziellen Rahmen, sondern die Hunde müssen nach dem medizinischen Eingriff auch betreut werden und können nicht den ganzen Tag mit "Tüte" auf der Strasse rumlaufen. Und was ist, wenn wieder neue Hunde kommen? Eine Hündin reicht aus. Deshalb werde ich weiter dafür sorgen, dass sie Futter und auch Wasser bekommen und ab und an Streicheleinheiten. Und nach Möglichkeit von der Kette kommen oder wenigstens ein Dach über dem Kopf haben.

      Hallo Wildfarben, was willst Du damit sagen "Blödsinn und Verarsche". Glaubst Du das nicht, was ich erzähle? Oder was meinst Du? Ich untertreibe noch in meiner Geschichte. Hier in unserer Strasse verschwinden ständig Hunde, die noch vorher putzmunter durch die Gegend gelaufen sind. Nicht nur in dieser Familie. Wenn ich nachfrage, höre ich nur die lapidare Antwort: "Weggelaufen." So ist das hier und daran kann ich auch nichts ändern.
    • Ich betreibe keinen Tierschutz! Dazu fehlen mir die Möglichkeiten, bin privat und kein Verein. Hilfe von anderen Stellen bekomme ich nicht. Hatte mich bereits an mehrere Stellen gewandt.
      Und nochmals: Wenn man Tiere sterilisieren lässt, brauche sie anschließend Nachsorge. Sie können nicht mit ihrer frischen OP-Narbe auf die Strasse entlassen werden - auch nicht zu dem Besitzer, denn die betreffenden Grundstücke sind nicht eingezäunt.
      Wenn Ihr hier wohnen würdet, könntet Ihr mein Handeln wohl eher verstehen und vielleicht ähnlich reagieren. Es sei denn, Ihr würdet Tag und Nacht mit Ohrstöpseln und mit einer Binde vor den Augen herumlaufen. Oder Euch würde das Elend nicht berühren. In Deutschland könnte ich die Polizei und den Tierschutz benachrichtigen, wenn ein Hund fortwährend heult, weil er Durst, Hunger oder Angst hat. Hier kommt niemand! Also muss ich versuchen, das Leid zu mindern. Und das mache ich, indem ich den betroffenen Tieren Futter gebe, Wasser oder ihnen eine Hundehütte oder einen Zwinger baue, damit sie nicht mehr an der Kette sind.
    • @Tammy, für mich ist es natürlich schwer vorstellbar, wie es in Ungarn ist, zu leben und tagtäglich zusehen zu müssen, wie mit den Tieren dort umgegangen wird. Wir leben in einer Gesellschaft, wo Tiere geschützt, gehegt und gepflegt werden (zumindest zu einem großen Teil, denn auch hier gibt es Fälle von Misshandlung und Quälerei). Daher ist es für uns alle (ich spreche jetzt einfach mal für uns alle, ich hoffe, das ist okay) unfassbar, dass es keine Möglichkeit geben soll, dem Einhalt zu gebieten.
      Ich verstehe Dich und Deine Intention, den Hunden in Deiner Straße helfen zu wollen. Anscheinend geht das nur mit Bestechung...wie in vielen anderen osteuropäischen Ländern auch. Traurig, aber wahr. Und wie es aussieht, ist das Verständnis dort nicht gerade groß, so dass Du gegen Windmühlen kämpfst. Ich schätze, das wirst Du auch noch eine ganze Weile machen müssen...
      Bitte versteh uns nicht falsch, wir möchten Dir nichts böses...aber es ist für viele hier einfach nicht zu ertragen, dass das Leid der Hunde nicht geschmälert bzw. beendet wird und Deine Geschichten machen es nicht besser...auch, wenn sie leider die Realität darstellen und Du verständlicherweise dieses Leid nach außen tragen möchtest, damit diese Hunde beachtet werden.
      Da es sich hier aber um ein Forum handelt, musst Du damit rechnen, dass diese Geschichten nicht immer positiv aufgenommen werden. Dazu tummeln sich hier zu viele unterschiedliche Charaktere. Und das ist auch gut so, das macht ein Forum aus.
      Ich hätte die Idee, dass Du diese ganzen Geschichten der Hunde mal als Blog ins Internet bringst. Vielleicht auch auf den Seiten von "großen" Tierschutzorganisationen wie PETA vorträgst. Vielleicht wird Dir von dort Hilfestellung gegeben...
      Mehr habe ich dazu erst mal nicht zu sagen. :pfote:
      William Shakespeare: „Der Basset - Traum einer Halbsommernacht mit Ohren, die den Morgentau wegkehren und einer Wamme, breit wie Thessaliens Stiere.“
    • Liebe HushPuppy,
      vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und Dein Verständnis für meine Situation. Deinen Rat, die Geschichten als Blog ins Internet zu stellen, finde ich gut und werde es tun. Ich hoffe, da bekomme ich für mein Handeln nicht auch noch "Schelte". Ich hatte mich auch schon einmal an den Hamburger Tierschutzverein, wo Frank Weber als Leiter tätig ist. Der setzt sich vorwiegend auch für den Tierschutz im Ausland ein - allerdings mehr in Rumänien. Er schrieb mir, dass er leider hier nicht tätig werden kann (Projekte in anderen Ländern), ich solle aber weiterhin so tätig bleiben wie bisher. Das würde schon das Leid etwas mindern. Für mich und meinem Mann ist es auch unfaßbar, dass die Menschen, die in unmittelbarer Nähe zu dem jaulenden Hund leben und schlafen, nicht reagieren. Genauso unfaßbar ist es, dass die Trinkgefäße immer wieder weggenommen werden. Ich vermute, es sind die Kinder, die sich darüber keine Gedanken machen. Ich selbst habe bereits 4 ausgediente Schüsseln "geopfert". Sie waren immer wieder verschwunden oder für andere Zwecke gebraucht. So dass ich letztendlich nur dem Tier Wasser gegeben und dann die Schüssel wieder mitgenommen habe. Bei 35 Grad im Schatten musste ich dann mehrmals Wasser geben. Und genauso unfaßbar ist das Verschwinden der Tiere. Was ist mit ihnen passiert? Heute morgen erzählt mir mein Mann, dass er gestern gesehen hat, wie ein Auto straßenabwärts vor einem Haus anhielt und der Fahrer dort 4 ganz junge Welpen (American Staffordshire Terrier) abgegeben hat. Die Leute haben noch drei Mischlinge. Die Pudelmix-Hündin (4. Hund) war eines Tages nicht mehr gesehen und ihr 5. Hund, der als Welpe zu ihnen kam, ist auch nicht mehr da. Das war ein ganz lieber Shafford Terrier, der sich mit allen Hunden und Menschen gut verstand. Ich denke da an Tierhandel mit mißbräuchlicher Zielsetzung. Jedenfalls werde ich da, wo es mir möglich ist, weiter machen wie bisher.
    • Natürlich ist das kein Tierschutz. Geht auch nicht, wie du schon sagst, bist du eine einzelne Privatperson.
      Und wenn man nichts anderes tun kann, außer ein wenig Leid zu lindern, finde ich das schon mal gut. Denn der Hund der nun mal leidet, leidet in dem Augenblick. Das ändert nichts am Großen Ganzen, aber in dem Augenblick für genau den Hund.

      Das du sagst, du hast schon 4 "VIER" Schüsseln geopfert, denke ich mir....nur vier? Ich würde wohl jeden Tag eine hinstellen. Aber ich bin hier in Deutschland und ganz weit weg von deiner Situation.

      @Tammy darf ich dich fragen wie alt du bist, und ob du arbeitet?!
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • Liebe Susa,
      klar kannst Du fragen und ich antworte Dir gern. Leider kam nach der letzten Beantwortung Deiner Frage negative Kritik. Aber sei es drum. Ich bin 69 Jahre jung und bin natürlich Ruhestand. Aber Ruhe? Davon habe ich noch nichts bemerkt. War eigentlich mein Ziel. Aber erstens kommt es anders als zweitens als man glaubt. Heute habe ich die Hundehütte umgestellt und die Kette verlängert. Bis jetzt war er nicht zu hören. Außerdem habe ich mir die Erlaubnis eingeholt, ihn jederzeit besuchen zu dürfen. Das hat mich etwas Kaffee, Zucker und 2 Zigaretten gekostet. Hauptsache man läßt mich machen. Morgen möchte ich anfangen, mit ihm zu trainieren. Denn es gibt zwei Gründe, warum er an der Kette liegt. 1. die Beißattacken in die Wade von Vorrübergehenden und 2. Hühner töten und fressen. Ich glaube, das erstere Problem hat sich erledigt. Er ist nicht mehr ganz so ängstlich und er war inzwischen ja auch auf der Straße ohne jemanden zu attackieren. Das 2. Problem sehe ich einerseits darin, dass er Hunger hat aber auch darin, dass er nicht ausgelastet ist. Wenn ich die Beseitigung dieser Problematik schaffen sollte, dann darf er sich auch wieder frei bewegen.
      Übrigens, seine Schüssel stand noch da in Reichweite - aber ohne Wasser.
      Nebenbei kümmere ich mich auch um einige Familien. Beispiel: Es ist 22 Uhr, dunkel und kalt. Der Mann, betrunken, lässt weder Frau noch Kinder ins Haus. Dann gehe ich hin, rede mit dem Mann bis Ruhe ist und die Kinder ins Bett können. Ich setze mich für die Empfängnisverhütung ein. Bringe die Frau zum Arzt und bezahle das Medikament. Auch die Unterbringung in ein Frauenhaus habe ich hinter mir. Das Jugendamt kommt nur, wenn ein neuer Erdenbürger da ist und auch das nur in Ausnahmefällen. Aber ich sehe in meiner Tätigkeit Familienhilfe und Tierhilfe eine Verbindung. Nur, wenn es der Familie gut geht, dann geht es auch dem Tier besser.
    • Tammy, ist es nicht eher so, dass die Halter immer weniger tun, sich von dir "bestechen" lassen und fröhlich weiter vermehren? Denen scheint es ja zu gefallen, wenn du täglich vorbei kommst und "Geschenke" mit bringst. Nur zu ändern scheinen sie sich nicht und das wäre doch dringend nötig, um für die Tiere ein besseres Leben zu erreichen.

      Ok, vielleicht kann ich das nicht nachvollziehen, weil ich keine Ahnung habe, wie H-Haltung in Ungarn läuft. Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, mir das vorstellen zu stellen, was du schreibst.
      Gruß Marion
    • Mir bereitet dieser Thread körperliche Pein!!!


      Tammy schrieb:

      Hauptsache man läßt mich machen. Morgen möchte ich anfangen, mit ihm zu trainieren. ...
      Nebenbei kümmere ich mich auch um einige Familien. Beispiel: Es ist 22 Uhr, dunkel und kalt. Der Mann, betrunken, lässt weder Frau noch Kinder ins Haus. Dann gehe ich hin, rede mit dem Mann bis Ruhe ist und die Kinder ins Bett können. Ich setze mich für die Empfängnisverhütung ein. Bringe die Frau zum Arzt und bezahle das Medikament. Auch die Unterbringung in ein Frauenhaus habe ich hinter mir.
      Jetzt willst du uns auch noch weismachen, dass du Hunde trainierst - natürlich ab morgen - und Familienpolitik betreibst...

      Fast wünsche ich mir dass es sich hier um Fake-News handelt - oder, wenn nicht, dass es einen Menschen in deinem Umfeld gibt der dich zurückholt, auf den Boden der Realität oder in deine Berliner Eigentumswohnung - in Berlin gibt es auch Hunde und Familien zu retten...

      Kopfschüttelnde Grüße
      und wissend darum dass ich hier aufmerksamkeitsheischendes Verhalten bestärke
    • Hallo Tammy!
      Eigentlich wollte ich mich nicht zu deinen Geschichten äussern, aber jetzt möchte ich doch mal was los werden.

      Du hast geschrieben, dass die Familie, deren Hunde, Kinder und Frauen du unterstützt zu den Sinti und/oder Roma gehören.
      Prima, komm gelegentlich mal nach Berlin, damit du vor Ort begutachten kannst, wie sich diese Leute HIER aufführen.
      Du hast geschrieben, dass Kinder dieser Familie einen der Hunde mit Holzlatten verdroschen haben und nach Bonbons damit aufgehört haben. Sorry, aber damit förderst du das Verhalten der Kinder!
      Angehörige dieser Volksgruppe haben ernsthaft überlegt MEINEN kleinen Hund anzugreifen, zum Glück für Linus habe ich noch einen großen Hund!
      Noch Fragen?
      Warum und wieso du als "Solitärkämpferin" agierst erschließt sich mir nicht!
      Aauch in Ungarn gibt es Tierschutzorganisationen, denn man kann auch in Deutschland Hunde und Katzen von diesen Organisationen adoptieren.
      Das Leid in den süd- und osteuropäschischen Ländern ist grenzenlos, das gebe ich gerne zu, nur so wie du handelst wirst du vermutlich NICHTS erreichen!
      Nur arm wirst du werden!
      Ok, nicht mein Probelm!

      Ich denke aber auch, dass du hier keine Satisfaktion erhalten wirst.
      Der Großteil der Hunde hier ist nebenbei aus dem Auslandstierschutz!
      Und damit bin ich raus aus diesem Thema!
      Liebe Grüsse
      Andrea


      Das einzige was man für Geld nicht kaufen kann ist das Schwanzedeln eines Hundes :love:
      Walt Disney
    • Hallo Andrea,
      eigentlich wollte ich mich nicht mehr zu dem Thema äußern. Da Du aber scheinbar etwas missverstanden, möchte ich das noch aufklären.
      Den Jungs mit der Holzlatte habe ich keine Süßigkeiten gegeben. Im Gegenteil, als ich den Vorfall sah, habe ich sie angeschrien und sie sind Richtung Haus abgehauen. Das mit den Süßigkeiten stand nicht im Zusammenhang mit diesem Vorfall und diese beiden Jungs waren auch nicht dabei. Natürlich hätten ich denen nichts gegeben.
      Ich hatte bereits auch geschrieben, dass ich mich hier sowohl an den Tierschutz, an das nächstgelegene Tierheim und auch in Deutschland an eine Institution gewandt habe, die im Ausland (leider zur Zeit nur in Rumänien) agieren. Das war bereits vor 2 Jahren im Zusammenhang mit einem bestimmten Hund. In Ungarn wurde mir gesagt, dass sie zu "Zigeunern" nicht gehen und dort eingreifen. Warum? Weiß ich nicht. Von Deutschland kam die Mitteilung, dass ich meine Unterstützung so fortsetzen soll wie bisher.
      Und noch einmal. Ich mache hier keinen Tierschutz - kann ich allein gar nicht. Ich versuche nur, die Lebenssituation einiger Hunde, zu denen ich Kontakt habe, zu verbessern und dafür zu sorgen, dass sie eine Schutzunterkunft haben, Wasser und Futter. Ich gebe ihnen Wurmkurtabletten, die ich beim Tierarzt kaufe und versorge kleinere Wunden mit entsprechenden Mitteln. Mit Kettenhunden gehe ich gelegentlich ( wie es die Zeit erlaubt) spazieren. Mehr kann ich nicht leisten. Ich hoffe, damit sind die Missverständnisse aus der Welt - auch für andere Forummitglieder.
    • Danke für deine Antwort.

      Leider ist es wohl so, dass solange du den Menschen was gibst, sich nichts ändern wird, weil dann würden sie ja nichts mehr bekommen.
      Jedoch ist es wohl noch schwerer nichts zu tun. Weg zu gucken und somit das Leid zu akzeptieren.

      Ich kann dich verstehen, dass du helfen willst und es mit deinen Mitteln machst. Jeder Hund der Wasser und Futter und ein paar Streicheleinheiten bekommt, wird es danken. Das damit nicht die Tierwelt gerettet ist, ist klar, aber der Tag genau diesen Hundes schon. Und dafür lohnt es sich für genau den Hund.
      Liebste Grüße Susa und die elf Pfoten <3
    • Liebe Susa,
      danke für Deine aufmunternden Worte.

      Susa schrieb:

      Leider ist es wohl so, dass solange du den Menschen was gibst, sich nichts ändern wird, weil dann würden sie ja nichts mehr bekommen.
      Ich gebe nicht für jede Aktion, die ich mache, eine "Belohnung", sondern das ist zunächst einmalig, damit hole ich mir z. B. im Fall Baro die Möglichkeit, das Grundstück ohne Nachfrage betreten zu dürfen. Ich habe vier Stellen, die ich aufsuche. Ist kein Wasser da oder fehlt der Napf, dann frage ich nach: "Wieso hat der Hund kein Wasser?" Oder mache sie darauf aufmerksam:"Der Hund hat kein Wasser." Die Besitzer beeilen sich dann, diesem Abhilfe zu schaffen. Diesen Sommer war es sehr heiß. Ich besuchte Lilli, der kleine Napf war trocken. Der Besitzer brachte dann selbst den Vorschlag ein, dem Hund einen Eimer Wasser hinzustellen. Das alles bringt zwar noch kein grundsätzliches Umdenken, aber ein schlechtes Gewissen - zumindestens dann, wenn sie mich sehen. Wenn ich jemanden mit seinem Hund, der sonst angebunden ist, spazieren gehen sehe, freut mich das. Als wir hier ankamen und auch noch viele Jahre danach, ist niemand mit seinem Hund Gassi gegangen. Jetzt sehe ich das jetzt häufiger. Darauf hatte ich nie Einfluss genommen. Hier spielt wohl die Vorbildfunktion eine Rolle (Gassigehen mit unseren Hunden.)